Andreas Unterweger

Tingeltangel-Woche

Posted in Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 4. Oktober 2010

Nachtrag zu einer ganzen Tingeltangel-Woche, besser gesagt: zu den Terminen:

1) „27.09.2010, 20:00, Shamshad Abduallaev (Usbekistan) und Andreas Unterweger lesen im Rahmen der Reihe „Literatur: Ost-West“, Kulturzentrum bei den Minoriten, ImCubus, Mariahilferplatz 3/I, 8010 Graz. Eintritt: € 6,50/3,50″,

wo Peter Deutschmann (ein ebenso bewanderter wie heimlicher Dylanologe!) sehr gekonnt moderiert, Steffi Krautz sehr gekonnt deklamiert, Shamshad Abdullaev sehr gekonnt auf Russisch und ich, weil ich ja leider nicht so gut russisch kann, auf Deutsch gelesen haben – bevor es, passend zum Programm der beiden Autoren, zu einer Podiumsdiskussion über die Unterschiede zwischen Lyrik und Prosa gekommen ist (die ich mit folgendem Rätsel weiterführen möchte: Auf welchem der folgenden zwei Blätter steht Lyrik, auf welchem Prosa?

Die erste richtige Antwort gewinnt ein spöttisches Kurzgedicht, das den Namen der Gewinnerin/des Gewinners zum Thema hat!)

Wie auch immer: Danke Ihr lieben Mitwirkenden, danke Birgit Pölzl, danke Minoriten!

2) „28.09.2010, 19:30, Vernissage bzw. Erstveröffentlichung des Romanfragments „Naturgemäß III“ von Marianne Fritz. Mit einer Intervention/Live-Interpretation von Andreas Unterweger und anderen. Eine Kooperation von Fritzpunkt und Literaturhaus Graz im Rahmen des Steirischen Herbstes 2010. Literaturhaus Graz, Lounge, Elisabethstraße 30, 8010 Graz. Eintritt frei!“,

wo außer mir die Kolleginnen und Kollegen Michaela Falkner, Sophie Reyer, Stefan Schmitzer, Clemens Setz und Gerhild Steinbuch sowie Fred Büchel, Susanne Hahnl und Anne Mertin vom Theaterkollektiv Fritzpunkt im interventionistischen Großeinsatz (mit Wollfäden, Fotos, Post its etc.) gewesen sind.

Meine Intervention hat gegen Ende so ausgesehen:

 

Die Luftballons, die ich während der Vernissage mit einer extrem handsamen Luftballonhandpumpe aufgeblasen habe, sind (meist von mir, manchmal auch von anderen) mit Zitaten aus dem an die Wand applizierten Fritz´schen Mammuttext beschrieben worden, darunter Passagen wie „Achte die Grenze, Wolke“, „Lösung Eden“, „Mit Ihnen stimmt was nicht, Herr Ober“, „OGott! Ein Wahnsinnskonstrukt!“ oder

.

Außerdem hat mir das Literaturhaus hübsche kleine Plastikstangen zur Verfügung gestellt, damit die Besucherinnen und Besucher die Ballons in bewährter Manier mit nach Hause nehmen können.

Da das Manuskript ja nicht als Buch, sondern nur als Installation veröffentlicht wird, bedeuten die Luftballons die einzige Möglichkeit für Marianne Fritz´ Text, den Ausstellungsraum (die Literaturhaus Lounge) zu verlassen und hinaus ins Freie, unter die Menschen (sofern das überhaupt das Gleiche ist), zu kommen.
In einem an die Wand, über ein paar Manuskriptseiten geklebten Feigenblatt in Kuratorensprech habe ich das so ausgedrückt:

„Nur als (Atem-)Luftballon
überwindet der Fritz.Text
die vergitterten Fenster
der Rezeptionsgewohn(ein)heit
Literaturhaus Lounge.
(NIMM MICH MIT!)“

Eine kleine Variation über Freiheit also, die interessanterweise gerade bei den eher politisch engagierten Kollegen für Stirnrunzeln gesorgt hat (woran aber vielleicht auch meine erste Erklärung schuld war: „Ich blase ein paar Luftballons auf, die machen die Ausstellung bunter …“)

Wie auch immer: Danke Ihr lieben Kolleginnen und Kollegen, danke Fritzpunkt, danke Literaturhaus Graz!

3) „01.10.2010, Andreas Unterweger liest aus „Wie im Siebenten“ im Rahmen von „Herbstlese: Musik und Literatur“, 20:00, Theater im Kürbis, Wies. Außerdem im Programm: Austrofred und Ernesty International“,

wo die pumpkin records-Band Ernesty International im (stimmungs-)vollen Theater im Kürbis mich mit einem wunderbaren Auftrittssong beglückt, der aus der Presse mittlerweile sehr bekannte Herr Austrofred für großes Gelächter gesorgt und meine Familie und ich im Gasthof Mauthner (sehr zu empfehlen!) ausgezeichnet geschlafen und gefrühstückt haben.

Danke Ihr musikalischen Größen, danke  Wolfgang Pollanz, danke Kulturinitiative Kürbis!

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