Andreas Unterweger

Strandgut

Posted in Du bist mein Meer, Nachrichten aus dem Guten Morgen-Land by andreasundschnurrendemia on 25. Januar 2011

Hvide Sande, Dänemark, 19.01.2011

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Recht brav (Stanglpass 17)

Posted in Stanglpass by andreasundschnurrendemia on 13. Januar 2011

(Aus dem sehr empfehlenswerten Heft 59 der Fußballfachzeitschrift Der tödliche Pass)

Recht brav

Der heilige Nikolaus im Gespräch

Der Stanglpass
zugespielt von Andreas Unterweger aus Österreich

06.12.2010, zwischen Tür und Angel

Heiliger Nikolaus, bitte warte noch einen Moment … Ich soll einen Stanglpass schreiben.
Weil ich mich aber immer so brav um meine Familie kümmere, komme ich kaum dazu, mich
mit Fußball zu beschäftigen – deshalb suche ich einen kompetenten Interviewpartner. Da hab
ich mir gedacht: Frag doch den Nikolaus, der weiß alles, was im letzten Jahr passiert ist …

Sehr brav.

Danke! Mir ist natürlich klar, dass du es eilig hast – schließlich erwarten heute noch viele
Kinder deinen Besuch. Deshalb möchte ich dich auch gar nicht mit langen Vorreden
aufhalten, sondern komme gleich zur Sache … Ähem … Wo sind meine Unterlagen … Ah,
hier … – Wie beurteilst du die Leistungen des österreichischen Nationalteams in diesem Jahr?

Recht brav.

Die eher abwertende Modalpartikel „recht“ verdankt sich wohl den dürftigen Auftritten der
Mannschaft in den ersten drei Freundschaftsspielen des Jahres – und dem schwachen Start in
die EM-Qualifikation: Kasachstan wurde zuhause zwar mit 2:0 besiegt, das erste Tor fiel aber
erst in der Nachspielzeit. Die Performance in den 91 Minuten davor war alles andere als …

… sehr brav.

Genau. Doch schon beim nächsten Spiel, dem 3:0 gegen Aserbaidschan, sah die Sache ganz
anders aus. Angetrieben vom überragenden Marko Arnautović, der zwei Tore erzielte und
seine Kollegen mit hierzulande längst vergessenem Fußballkulturgut wie „Fersler“ und
„Gurkerl“ überraschte, präsentierte sich das ganze Team seit langer Zeit wieder einmal …

… recht brav.

Exakt. Diesen Aufwärtstrend bestätigte das turbulente 4:4 in Belgien. Wieder zeigte die
Offensive mit u. a. Arnautović, Zlatko Junuzović und Mittelstürmer Stefan Maierhofer, der
von Didi Constantini Marc Janko vorgezogen wird und seine technischen Mängel bislang mit
großem Einsatz wettmacht, eine sehr starke Leistung. Defensiv aber waren die Burschen …

… sehr schlimm.

Richtig. Und hätte nicht Martin Harnik, der entmutigten Körpersprache seines Trainers zum
Trotz, in der 93. Minute das 4:4 erzielt, wäre das Spiel, in dem man bereits 3:2 geführt hatte,
noch verloren worden – wie das folgende Freundschaftsspiel gegen Griechenland, in dem die
drückende spielerische Überlegenheit keine Früchte trug (1:2). Dennoch: dieses 4:4 war …

… recht brav …

… und vielleicht sogar mehr als das. Denn es hat Emotionen ausgelöst. Selbst ein in
Sportdingen betont unaufgeregtes Printmedium wie Der Standard ließ sich zu der Schlagzeile
„Wahnsinns-Match mit irrem Ende“ hinreißen und sprach (zu Recht) von einem „Klassiker“.
Tatsächlich kann ich mich nicht an eine Nationalmannschaft erinnern, deren Spiel derart …

… brav …

… – äh, ja, aber eigentlich wollte ich sagen: mitreißend – gewirkt hätte. Es scheint, als ob
Teamchef Constantini, der zwischenzeitlich wegen gröberer Kommunikationsprobleme mit
gewissen Spielern und seines theoretischen („Taktik ist überbewertet“) und auch praktischen
(Stürmer Roland Linz als Spielmacher) Taktik-Bashings kritisiert wurde, im Grunde doch …

… recht brav …

… oder auch: richtig handelt, indem er ein harmonisches Teamgefüge über alles andere stellt.
Im nächsten Jahr warten Spiele gegen die stärksten beiden Mannschaften der Gruppe A,
Deutschland und die Türkei. Natürlich darf man sich keine ernsthaften Hoffnungen auf die
EM-Qualifikation machen – aber Constantinis „elf Freunden“ traut man zumindest zu, sich …

… brav …

– nein, viel viel mehr als brav! – beherzt! leidenschaftlich! hingebungsvoll! gegen das
Schicksal zu stemmen – und das, ein Novum in Österreich!, nicht nur mit kämpferischen,
sondern auch mit spielerischen Mitteln … – Nun, wie auch immer, lieber Nikolaus. Ich will
dich nicht länger von guten Taten abhalten. Hab Dank für deine Antworten, sie waren …

… recht brav?

Du sagst es. Bis zum nächsten Jahr!

Komposthaufentagebuch (1)

Posted in Notizen by andreasundschnurrendemia on 8. Januar 2011

Was ihm nicht und nicht einfallen will:
Ein Werk der bildenden Kunst, das ihn ähnlich ergriffen („erschüttert“, denkt er) hätte, wie – alle paar Tage, wann immer er den Biomüll nach draußen trägt, wieder – das Fallbild? Wimmelbild? Orakel? auf dem Komposthaufen.

02.01.2011

04.01.2011

06.01.2011

Die Presse

Posted in Du bist mein Meer by andreasundschnurrendemia on 6. Januar 2011

Diesen Samstag, 08.01.2011, bringt „Die Presse“ dankenswerterweise einen kleinen Vorabdruck (den Anfang?)  meines zweites Buches „Du bist mein Meer. Novelle in 3 x 77 Bildern“ – ich nehme an, im „Spectrum“.

Viel Freude beim Lesen!

P.S. Für jene, die gleich weiterlesen wollen: „Du bist mein Meer“ erscheint am 31.01. – kann aber, u. a. bei Droschl, Thalia, Amazon oder in der Buchhandlung Ihres Vertrauens, schon vorbestellt werden.

P.P.S. Achtung! Die Samstag-Ausgabe der Presse mit dem immer lesenswerten „Spectrum“ ist – leider – seit geraumer Zeit nicht mehr identisch mit der an den Zeitungsständern aushängenden Sonntagsausgabe (die, ein nicht so leicht aus der Ruhe zu bringendes Gewissen vorausgesetzt, recht günstig zu bekommen ist …).