Andreas Unterweger

Mädchen. Mädchen

Posted in Das kostbarste aller Geschenke, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 2. Oktober 2013

Vorschau auf den Termin:
08.10.2013, 20:00, Tamta Melaschwili, Bernadette Schiefer und Andreas Unterweger lesen neue Texte unter dem Motto „Mädchen. Mädchen“, ImCubus, Mariahilferplatz 3/I, 8010 Graz, Eintritt: 6,50 / 3,50.

Obwohl es naheliegend scheinen mag, werde ich nicht aus meinem aktuellen Buch lesen, sondern aus „Das zweite Gesicht“, einem Manuskript, das eine Art Fortsetzung von „Das kostbarste aller Geschenke“ darstellt und mit der Geburt des zweiten Kinds, auch eines Mädchens, einsetzt – angesichts des Mottos des Abends liegt das ja tatsächlich noch näher …

Hier ein Auszug aus dem sehr schönen Artikel von Birgit Pölzl (Programmzeitung der Minoriten, Sept. 2013):

„Andreas Unterweger wird aus „Das zweite
Gesicht“ lesen, einem noch unveröffentlichten
Text, der wie jener im Droschl-Verlag publizierte
Band „Das kostbarste aller Geschenke“ aus der
Perspektive eines – nun zum zweiten Mal –
Vater gewordenen Schriftstellers geschrieben
ist. Erfahrungen und Beobachtungen sind auch
hier Impulse für Assoziationen (die wiederum
auf die Wahrnehmungsebene zurückwirken).
Die Assoziationen sind meist Kurzreflexionen,
die wesentlich, leichthändig und so bar der
intellektuellen Großinszenierung sind, wie es die
Impulse verlangen. Wahrscheinlich ist es diese
Balance (als Form von Wahrhaftigkeit), die den
radikal autobiografischen Ansatz von Andreas
Unterweger auszeichnet als gleichermaßen
lebenspraktische wie ästhetische Übung.

Was nicht funktioniert.

(Das, was bei ihrer Schwester – damals!, denkt er –
funktioniert hat.
[Dass sie – auf seinem Bauch liegend, an
seinem kleinen Finger nuckelnd – einschläft, z. B.])

*

Und:

Was funktioniert.

(Das, was bei ihrer Schwester – damals! – nicht
funktioniert hat.
[Dass sie – während er sie auf- und abträgt, ihr
Kindergedichte ins Ohr flüstert – einschläft, z. B.])

 

Immer wieder werfen diese Assoziationen
Schlaglichter auf die Beziehung von Leben
und Schreiben, immer wieder bedenken sie
die Beziehung zu den Kindern und das eigene
Wahrnehmungsvermögen. Wie in vielen anderen
Texten ist auch hier eine strenge, mathematisch
generierte Form unterlegt, die den Text
strukturiert, (vor Sentimentalität) schützt und
Raum gibt.“

Hier der ganze Artikel

Link zu den Minoriten

Eine Antwort

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  1. […] hat, formal wie inhaltlich eine ziemliche Wucht. Heute noch bin ich erleichtert darüber, dass mein Text, der, wie all meine Texte, im Grunde von nicht viel mehr als einem “Novembernachmittag in […]


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