Andreas Unterweger

Glückliches Alabanien!

Posted in Stanglpass by andreasundschnurrendemia on 24. Dezember 2013

Es ist ja in den letzten Jahren zur traurigen Tradition geworden, dass meine einzigen Beiträge zur besten und (zumindest, was die Qualität der Zuneigung anbelangt) auch beliebtesten deutschen Fußballzeitschrift („Der tödliche Pass“) aus den Antworten zur alljährlichen Silvester-Umfrage bestehen … Sei´s drum, vielleicht wird es im nächsten Jahr ja anders. Hier jedenfalls mein Stanglpass 2013 – und natürlich der aus tiefstem Herzen kommende Wunsch, dass es Euch, geneigte Userinnen und User, in diesen Tagen so ergehen möge wie dem derzeit allenthalben so eifrig besungenen Tannenbaum („Du grinst nicht nur zur Sommerszeit“ usw.).

Umfrage Dezember 2013

1. Tor des Jahres

David ALABAS 2:0 im Auswärtsspiel gegen Schweden (35.), das Österreich in das (dann natürlich glorreich gewonnene) WM-Play-off gegen die armen Portugiesen brachte.

2. SpielerIn des Jahres

Thomas MURG (FK Austria Wien, vormals Grazer AK).

3. Spiel des Jahres

Das ALLES entscheidende WM-Qualifikationsspiel Schweden – Österreich, 11.10.13 (2:2).

4. Szene des Jahres

ALABAS 2:0 gegen die Schweden.

5. Enttäuschung des Jahres

Keine, dank ALABA.

6. Größtes Ärgernis des Jahres

Keines, dank ALABA.

7. Überraschung des Jahres

ALABAS 2:0 gegen die Schweden!

8. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte…

Wunschlos, dank ALABA.

9. Satz / Spruch / Wort des Jahres

„Danke, gut. Sie können ruhig Deutsch mit mir reden, ich bin Österreicher“ (David ALABA zum Tiroler Landeshauptmann Günther Platter)

10. Welche Wendung wollen wir 2014 NIE mehr hören

„How do you do?“ (Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter zu David ALABA).

11. Wer wird 2014 Weltmeister?

ALABANIEN! (oder Argentinien)

Zeichnung

Posted in Du bist mein Meer, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 22. Dezember 2013

Nachtrag zum Termin:
13.12.2013, 19:30, The smallest gallery präsentiert das Buch „That´s it for now. 10 Jahre the smallest gallery. 10 Beiträge zu Leben und Arbeit als KünstlerIn“,  u. a. von Valentin Ruhry/Andreas Unterweger. Grieskai 2, 8020 Graz.

Ich bin ein Fan von Valentin Ruhrys Arbeiten. Umso erfreulicher für mich, dass er in seinem Beitrag für die oben genannte Publikation ein Zitat aus „Du bist mein Meer“ verwendet.
Außerdem haben wir beide über das Zitat bzw. zum vorgegebenen Thema geschrieben, er auf der linken Hälfte der Seite, ich auf der rechten: HIER KLICKEN! HIER KLICKEN! HIER KLICKEN! HIER KLICKEN!

Straßenbahn der Hoffnung

Posted in Das kostbarste aller Geschenke, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 2. Dezember 2013

Nachtrag zu dem Termin:
06.12.2013, Marion Mitterhammer liest Texte von Andreas Unterweger u. v. a. m. – beim Finale der Aktion „Zeig dein Gesicht gegen Diskriminierung“, Kulturzentrum bei den Minoriten, Mariahilferplatz 3, 8010 Graz.

Straßenbahn der Hoffnung

In der Straßenbahn, mit der meine Tochter Maria und ich täglich zur Schule fahren, habe ich noch keinen einzigen Fall von Diskriminierung beobachtet. Ja, ich behaupte sogar, dass in dieser Straßenbahn, ob wir nun an Bord waren oder nicht, überhaupt noch nie jemand diskriminiert worden ist.
Dies ist insofern erstaunlich, als es gerade in dieser Straßenbahn, wann immer ich einen Blick auf unsere zahlreichen Mitreisenden werfe, von „Diskriminierungsgründen lt. Grundcharta der Europäischen Kommission“ nur so wimmelt. Da sind einmal jede Menge Hautfarben vertreten (weiß, schwarz, gelb, lila …), da gibt es Einbeinige, Schielende, Fußlose, Kopflose, es gibt Dicke und Nackte, Zusammengeflickte und Vermummte, von den zwei Punks mit Pastell-Irokesen, die in pinkfarbenen Plüsch gehüllt zu uns herüberglitzern, ganz zu schweigen. Und natürlich sind fast alle, die hier mitfahren, „Ausländer“ (die meisten aus China).
Trotz dieser offensichtlichen Verschiedenheiten ist es, wie gesagt, unter den Fahrgästen unserer Straßenbahn noch nie zu Übergriffen irgendwelcher Art gekommen – was natürlich die Frage aufwirft, warum es anderswo, in anderen Straßenbahnen z. B., eigentlich anders sein muss.

Nun könnten findige Skeptiker (die sich ja überall finden …) vermutlich einwerfen, dass a) meine Tochter erst dreiundhalb Jahre alt ist; dass es sich b) bei der Schule, zu der wir fahren, folgerichtig um keine richtige Schule handelt, sondern nur um die sogenannte „Wohnzimmerschule“, sprich: unser Wohnzimmer; dass somit c) die Straßenbahn, mit der wir fahren, in Wirklichkeit gar nicht fährt (wie könnte denn ein mit vier Türen verschlossenes Vorzimmer, in dem ein dreieinhalbjähriges Mädchen die Fahrerin macht und ihr Papa die Haltestellendurchsagen, auch „in Wirklichkeit“ fahren?!); und dass d), zu guter Letzt, aber vor allen Dingen, die Mitreisenden, über die ich mich oben eben noch so lobend geäußert habe, ja überhaupt keine waschechten Menschen sind, sondern nichts weiter als mehr oder weniger frisch gewaschene Stofftiere, Puppen, Kuschelclowns, Plüschponys …
Diese Einwände aber lasse ich nicht gelten.
Ich frage mich trotzdem, warum es nicht in allen Straßenbahnen so zugeht wie hier, in unserer, unserem Vorzimmer, das vom Wohnzimmer zum Wohnzimmer zur Schule fährt.