Andreas Unterweger

September 2015

Posted in Das gelbe Buch by andreasundschnurrendemia on 28. Juni 2014

Aus gut nachvollziehbaren (markt-)strategischen Gründen wurde mein viertes Opus magnum, „Das gelbe Buch“, das im Frühling bei Droschl erscheinen hätte sollen, in die Herbstsaison 2015 verschoben. Denn: „Die Drohung ist stärker als ihre Ausführung“ (alte Schachweisheit, Aaron Nimzowitsch oder Savielly Tartakover zugeschrieben). Neues Erscheinungsdatum: September 2015.

Als kleine Kostprobe hier noch einmal:
Schauspieler Wolfram Berger liest das Kapitel “Ein Meister der Verkleidung” aus “Das gelbe Buch” in Barbara Belics Literatursendung auf Radio Helsinki: hier nachzuhören (51:27 – 56:09)!
(Aufzeichnung anlässlich der Präsentation von “Alphabet der Kindheit“. 50 Autorinnen und Autoren schreiben für 50 Jahre SOS-Kinderdorf in der Steiermark. Hg. v. Agnes Altziebler und Silvana Cimenti. Graz: Leykam 2012, 12.09.12, um 19:00, im Meerscheinschlössl, Mozartgasse 3, 8010 Graz)

Zum Mitlesen:

Ein Meister der Verkleidung

 1

Einmal im Jahr, am sechsten Dezember, sprich: am Nikolaustag, kam der Nikolaus ins gelbe Haus.

Er, der Nikolaus, hatte Großvaters Stimme, er roch wie Großvater (nach Großvater und Zigaretten), und – das war das Allerverblüffendste! – er sah (bis auf den weißen Rauschebart, aber der war, das sah ein Blinder, ja nur angeklebt) auch ganz genauso wie Großvater aus.
Wie Großvater war auch der Nikolaus groß, schlank, gebeugt, mit noch recht vollem grauen Haar, das nur am Hinterkopf – da, wo der Nikolaus sich Jahr für Jahr heftig kratzte, während wir ihm erzählten, wie brav wir gewesen waren – merklich schütter wurde.

Tatsächlich unterschied die beiden – Großvater und den Nikolaus – so gut wie nichts: nichts,  außer eben jener (angeklebte) Rauschebart und ihre Namen – der eine hieß „Großvater“, der andere „Nikolaus“.
Hätten wir nicht gewusst, dass es einmal im Jahr, und zwar am sechsten Dezember, sprich: am Nikolaustag, der Nikolaus war, der ins gelbe Haus kam, und nicht Großvater, uns wäre der Unterschied, minimal wie er war, wohl gar nicht erst aufgefallen.

2

Schade nur, dass Großvater (dem, wie gesagt, der Nikolaus trotz seines weißen Rauschebarts jedes Jahr wieder zum Verwechseln ähnlich sah) ihn, seinen Doppelgänger, nie zu Gesicht bekam.

Er, der ansonsten stets zuhause war, der selbst an den heißesten Sommertagen nicht, und wenn, dann nur unter Protest, das gelbe Haus oder gar den zum gelben Haus gehörenden Garten verließ, war jedes Jahr wieder just dann, wenn wieder einmal der sechste Dezember, sprich: der Nikolaustag, gekommen war, außer Haus.

Und dabei hätten wir ihm ja den Nikolaus, diesen Meister der Verkleidung, dem Jahr für Jahr das Kunststück glückte, sich täuschend echt als „Großvater“ zu kostümieren, doch so gern einmal vorgestellt!

3

Leider vergeht die Zeit, und wie es eben so geht, mehrten sich mit der Zeit die Stimmen, die behaupteten, all das, was wir, die Buben, für wahr gehalten hatten, sei – in Wirklichkeit – ganz anders.
In Wirklichkeit, sagten die Stimmen etwa, sei keineswegs der Nikolaus derjenige, der sich als Großvater verkleide – im Gegenteil: in Wirklichkeit, hörten wir immer öfter, verkleide sich am Nikolaustag stets der Großvater, „der Großvater“, hieß es, „ist der Nikolaus.“

Nun stelle man sich aber unser Staunen vor, als wir erfuhren, dass der Nikolaus, dessen tatsächlich zu frappante Ähnlichkeit mit Großvater ja hier, bei uns, im gelben Haus, gar nicht zu leugnen war, nur ein Haus weiter, bei den Türmchens, dem Türmchen-Onkel, einem kleinen dicken Mann mit Glatze, der aussah wie ein Ei, wie ein Ei dem anderen geglichen haben sollte!
Diese Information (dass es Großvater möglich war, sich binnen kürzester Zeit in den Türmchen-Onkel zu verwandeln) steigerte unsere Bewunderung für jenen Mann, der hier bei uns, im gelben Haus, das ganze Jahr über brav den Großvater spielte, der aber – in Wirklichkeit – jener Meister der Verkleidung war, den wir hinter dem Nikolaus seit jeher schon vermutet hatten, ins Unermessliche …

Und so spielten auch wir, die Buben, weiterhin brav mit – und ließen seine, „Großvaters“, wahre Identität (sofern man denn bei jemandem wie ihm überhaupt von so etwas wie einer „wahren Identität“ sprechen konnte …) noch viele Jahre, viele Nikolaustage lang (vorgeblich) unentdeckt.

Heimlich durch die unheimliche Literaturhauptstadt

Posted in Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 26. Juni 2014

Nachtrag zu dem Termin:
14./15.06.2014, Andreas Unterweger führt die Lesegesellschaft Andere Bibliothek durch die unheimliche Literaturhauptstadt Graz. (Geschlossene Gesellschaft)

Der aufmerksamen Userin/dem aufmerksamen User wird es schon aufgefallen sein: in der Spalte „Termine“ zur Rechten finden sich in letzter Zeit nicht allzu viele Einträge. Hauptgrund dafür: Geheimtermine!
Zu den meisten dieser alles andere als öffentlichen Mega-Events werde ich von meinen beiden Töchtern eingeladen (bin ja, derzeit sogar hochoffiziell, in Papapause) – manchmal aber, besser gesagt: einmal, ist es auch die Lesegesellschaft Andere Bibliothek, die meine unheimlich heimlichen Dienste in Anspruch nimmt.
Dieser ehrenwerte Verein veranstaltet Gruppenreisen in Städte, um sie – man höre und freue sich! – als Literaturstädte kennenzulernen – dabei wird jedes Mal ein aus der Stadt stammender/dort wohnender Schriftsteller als Stadtführer verpflichtet.
In Triest, der letzten Station, war es Veit Heinichen, in Graz: io mio.

Warum Graz?

„Der Ruf als Literaturstadt verdankt sich […] dem Forum Stadtpark und der Literaturzeitschrift manuskripte, deren Bemühungen und Entdeckungen Graz in den 1960ern und 70ern tatsächlich zu so etwas wie der „unheimlichen Literaturhauptstadt“ (Reinhard P. Gruber) nicht nur Österreichs machten.
Hier ging damals etwa der Stern Peter Handkes auf. Auch Elfriede Jelinek, Urs Widmer oder Friederike Mayröcker nutzten (und nutzen) die Publikations- und Auftrittsmöglichkeiten begeistert. Grazer Dramatiker wie Wolfgang Bauer und Werner Schwab feierten internationale Bühnenerfolge. Und bei den Literaturkongressen des Forum Stadtpark lernten Größen der Weltliteratur, etwa Eugène Ionesco, Allen Ginsberg, Erich Fried oder auch Rolf Dieter Brinkmann, nicht nur die hiesige Dichtung, sondern auch die steirischen Schmankerln und Weine kennen – und lieben.
Kein Wunder, dass dtv diesem einzigartigen literarischen Boom 1979 eine Anthologie widmete, deren Titel für sich spricht: „Wie die Grazer auszogen, die Literatur zu erobern“.
Heute verfügt Graz – dank des Erfolgsmodells manuskripte – über eine blühende Literaturzeitschriftenlandschaft; wohl nirgendwo anders findet sich eine größere Dichte an einflussreichen Magazinen (Lichtungen, perspektiven, die schreibkaft …).
Dem Forum Stadtpark sind mit dem Literaturhaus Graz und dem Kulturzentrum bei den Minoriten weitere exzellent programmierte Veranstaltungszentren zur Seite getreten.
Und neben den etablierten Autoren der „Grazer Gruppe“, wie Alfred Kolleritsch, dem Herausgeber der mittlerweile seit 52 Jahren erscheinenden manuskripte, Gerhard Roth oder Barbara Frischmuth, ist mittlerweile eine junge Autorengeneration am Werk, deren bekanntester Vertreter wohl der 2011 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnete Clemens Setz ist.

Unser literarischer Führer ist der in Graz geborene Schriftsteller und manuskripte-Redakteur Andreas Unterweger. Seine Bücher erscheinen im ortsansässigen Droschl-Verlag (Verlagskollege von Iris Hanika, Olga Martynova, Ilma Rakusa …).
Auf mehreren beschaulichen Spaziergängen durch die Altstadt und ihre Parks zeigt er uns die offiziellen und heimlichen Sehenswürdigkeiten „seiner“ Stadt, liest Eigenes und viel mehr Anderes, berichtet vom Grazer „Literaturwunder“ der 60er/70er, ohne dabei die Altvorderen außer Acht zu lassen, und stellt uns den Protagonisten des heutigen Grazer Literaturlebens vor.“
(Aus dem Einladungsbrief.)

26 unerschrockene Damen und Herren aus Deutschland ließen sich von der oben betriebenen Literaturtourismuswerbung becircen – und erlebten folgendes Programm:

Tag 1:

„Am ersten Tag in einer bislang fremden Stadt lässt man sich am besten einfach einmal nur durch die Straßen treiben … Und so spazieren wir von unserem Hotel aus munter drauf los, durchqueren das in den letzten Jahren so hipp gewordene „Kunst-Viertel“ rund um den Lendplatz und gelangen, am „friendly alien“ (dem Kunsthaus) vorbei, in die berühmte Altstadt, zum Hauptplatz und in das rege Treiben der ihn umgebenden Gassen und Plätze.
Dass wir dabei dennoch auf jede Menge literarischer Hotspots stoßen, versteht sich von selbst. Schließlich wohnt in Graz, lt. Reinhard P. Gruber, „in jedem zweiten haus ein berühmter dichter“. Nun ja, „berühmt“ sind sie nicht alle, aber etwas Wahres ist da schon dran …
Tatsächlich kommen wir etwa am Wohnhaus von Clemens Setz vorbei – und dabei durch jene Gegend, in der angeblich die meisten seiner Geschichten spielen. Oder wir suchen die Stelle, an der Rolf-Dieter Brinkmann einst gestanden ist, und blicken (über seine Schulter?) in das von ihm so eindrucksvoll beschriebene wild rauschende, schwarze Wasser der Mur. Und im sog. „Bermuda-Dreieck“, in dem man abends schnell einmal verschollen geht, lassen wir das Flair der legendären Likörstube Haring, wo die Grazer Dichter (und weniger bekannte Zecher) mit Ionesco, Ginsberg, Widmer, Kippenberger & Co. feierten, mittels Wolfgang Bauers berauschender Schilderung wieder auferstehen …
Später […] werfen [wir] von der Dachterrasse jenes Großkaufhauses, in dessen Versandabteilung sich der Jura-Student Peter Handke einst beim Ferialjob die Augen verdarb, einen ersten Panoramablick auf „die herrlichsten Aussichten“, die Graz laut Seume zu bieten hat.“

Soweit das Vorhaben, hier ein paar Bilder aus der Umsetzung:

Hauptplatz: „Hier steht ein goldener Punk!“ – zumindest erzähle ich das gerade, aber es war wie immer: die Wirklichkeit überführte mich (genauer gesagt: die Erzählung [noch genauer: Wikipedia]) der Lüge – Punk futsch!
Der Herr rechts von mir ist übrigens der Reiseorganisator und treusorgende Reisegruppen-Hirte Lothar Ruske (von Lothar Ruske P.R.)

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Zu Gast im Kulturzentrum bei den Minoriten: Kuratorin Birgit Pölzl sprüht vor Charme und Begeisterung.

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Birgit Pölzl liest einen ihrer schönen Texte (demnächst übrigens auch bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt – endlich einmal jemand, dem man die Daumen drücken will!)

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Auf dem Dach des Kaufhauses Kastner & Öhler: Hier (oder knapp darunter) hat Peter Handke während seines Studiums Versandwaren verpackt.

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Und so sah Peter Handke aus, als das Kaufhaus und Graz mit ihm fertig waren – oder umgekehrt (ganz rechts):

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Tag 2:

„Heute machen wir ernst. Schluss mit dem scheinbar ziellosen Umherstreunen – an diesem Vormittag bewegen wir uns konsequent durch die Literaturgeschichte der Stadt auf jenen Mann zu, der Graz – lt. Germanistik-Ikone Wendelin Schmidt-Dengler – zum „wichtigsten literarischen Zentrum Österreichs neben Wien“ gemacht hat: Alfred Kolleritsch.
Wir fahren mit dem Bus in den Stadtpark, spazieren durch die weitläufige englische Parkanlage (mit ein paar kurzen Stopps, etwa beim Waldlilien-Denkmal des Heimatdichters Peter Rosegger) und besichtigen dann das Forum Stadtpark, jenes bis heute höchst aktive Kunstzentrum, in dem 1959 alles begann.“
(Aus dem Programm)

Zu Gast im Forum Stadtpark: Leiterin Heidrun Primas, Literaturreferent Max Höfler und Io mio versuchen, zunehmend ratlos, die richtigen Namen zu den Gesichtern auf der historischen Fotowand zu finden.

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Max Höfler. Guter Literaturreferent (und als solcher Nachfolger von Alfred Kolleritsch), guter Dichter, gute Frisur.

max höfler - domnick(c) Angelika Domnick-Gölnitz

Max Höfler liest – lustig!

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(c) Heinrich Käsgen

„Danach führt unser Weg unter den Baumkronen des Stadtparks zurück in die Altstadt, vorbei an den Künstlercafés Parkhouse und Promenade, vorbei an Schauspielhaus und Dom, vorbei auch an Alfred Kolleritschs Wohnhaus. Wir passieren seinen Lieblingsbuchladen, seinen Lieblingswürstelstand am Hauptplatz, erweisen kurz der „Königin“, wie Kolleritsch die Chefin seines Stammcafés (Café König) nennt, unsere Referenz und betreten dann das barocke Palais Attems, in dem sich das manuskripte-Büro befindet.
Bei einem Glas Wein wird uns Alfred Kolleritsch mit Fakten und Anekdoten aus der über 50jährigen Geschichte der wohl einflussreichsten Literaturzeitschrift im deutschen Sprachraum unterhalten.“
(Aus dem Programm)

Zu Gast bei den manuskripten, zu Gast bei Alfred Kolleritsch.
(Eine Rückmeldung, danach: „Jetzt verstehe ich, was Sie gemeint haben, als Sie sagten, ohne Kolleritsch wäre aus Graz nie und nimmer eine Literatur- oder Kulturhauptstadt geworden“):

L1009750 - Arbeitskopie 2(c) Heinrich Käsgen

„12:00 Mittagessen im Restaurant Aiola upstairs, Schlossberg 2, 8010 Graz [ausgezeichnet!]
13:30 Nach dem Essen bleiben wir erst einmal am Schlossberg. Wie es sich für eine Literaturhauptstadt gehört, wird selbstverständlich auch hier oben gedichtet! Im Cerrini-Schlössl aus dem 19. Jahrhundert z. B., wo drei Wohnungen als Arbeits- und Zufluchtsort für in ihren Heimatländern bedrohte Künstler zur Verfügung stehen. Luise Grinschgl vom „Internationalen Haus der Autoren“ erzählt mehr dazu und führt uns durch das idyllisch gelegene Gebäude.“

Zu Gast im „Internationalen Haus der Autoren“: der bosnische Autor Mirsad Sijaric sagt etwas ziemlich Erhebendes, das mich ziemlich cool dreinschauen lässt.

cerrini - domnick(c) Angelika Domnick-Gölnitz

Aus dem Programm:
„Der Bus bringt uns dann in das tatsächlich ziemlich grüne Wohnviertel Mariagrün, wo sich das architektonisch höchst interessante Verlagsgebäude des Droschl-Verlags befindet.
Bei Kaffee und Kuchen präsentiert Verlegerin Annette Knoch die Verlagsgeschichte und beantwortet unsere Fragen.
Abschließend liest Andreas Unterweger aus seinen Büchern und unveröffentlichten Texten.“

Nicht nur Kaffee und Kuchen waren großartig. Erst ein begeisternder Frontalvortrag von Annette Knoch (Mitte), dann zahlreiche und allesamt kluge, gut informierte Fragen aus dem Publikum, danach eine viel zu schmeichelhafte Einführung durch den sonst so gestrengen Dr. Rainer Götz (rechts) und abschließend drei kurze Lesungen aus meinen bisher erschienenen Büchern.
Nur auf die Frage, welches von meinen eigenen Büchern das beste sei, hätte ich, im Sinne eines ausgewogeneren Literaturreisenschlussverkaufs, wohl etwas weniger eindeutig und euphorisch antworten sollen …

L1009763(c) Heinrich Käsgen

Fazit:
Es war mir eine unheimliche (!) Freude, zwei Tage lang mit interessierten, gebildeten und freundlichen Menschen durch meine schöne Geburtsstadt zu spazieren! Alles war perfekt – nur mein Schuhlaschenmanagement ließ, wie man unten sieht, wieder einmal zu wünschen übrig.

L1009765(c) Heinrich Käsgen

Danke Lothar! Danke Gertraud! Danke Euch allen lieben Leuten auf dem obigen Foto!

P.S. Mein besonderer Dank gilt Heinrich Käsgen (natürlich nicht auf dem Bild …) und Angelika Domnick-Gölnitz für die schönen Fotos!
Frau Domnick-Gölnitz hat dankenswerterweise auch ein sehr gelungenes Fotobüchlein über die Reise gestaltet, das die Reise der Lesegesellschaft Andere Bibliothek viel umfassender darstellt als mein Bericht – schließlich waren die Damen und Herren noch ein paar Tage länger in Graz, um u.a. das Schloss Eggenberg zu besichtigen und von Lojze Wieser besichtigt, äh, besucht zu werden.

P.P.S. Auch bei meinen Grazer Freunden möchte ich mich bedanken. Ohne die Mitwirkung von Birgit Pölzl, Max Höfler, Waltraud König, Alfred Kolleritsch, Helga Höhn, Luise Grinschgl, Annette Knoch, Rainer Götz und Max Droschl (in der Reihenfolge ihres Auftretens) wäre das alles nix geworden … Ihr seid supsi!

P.P.P.S. Und für die zahllosen Andreasunterwegerologen da draußen gibt es hier noch eine Zusammenstellung meiner eigenen Texte über Graz. Als gebürtiger Grazer kann man es zwar leicht vergessen, aber: ja, Graz rockt.

Der Balkan beginnt in Graz

Posted in Das gelbe Buch, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 19. Juni 2014

Nachtrag zu dem Termin:
15.06.2014, Andreas Unterweger unterstützt beim Solidaritätsfest für die Opfer der Hochwasserkatastrophe am Balkan das Projekt „Der Balkan beginnt in Graz“ mit einer Kurzlesung. Irgendwann zwischen 16 Uhr und 22 Uhr. Schauspielhaus Graz. Genaueres folgt.

Hier das Genauere: Meine Kurzlesung (18:00) war Teil eines von Stadträtin Lisa Rücker initiierten Benefizprogramms, das den Opfer des Hochwassers in Bosnien, Kroatien und Serbien zu 50.000 Euro verholfen hat.

Der Tag hatte gewiss viele Höhepunkte (Auftritte von Berühmtheiten wie Josef Hader oder Andrea Stift), hier ein Foto von meinem persönlichen:
Ein extrem unterdurchschnittlicher Jim Morrison-Imitator (unverkennbar: die letzten, nein, die allerletzten Tage) liest die Kapitel „Im Vorhaus“ und „Großvaters Geschirrspüler“ aus meinem nächsten Buch, „Das gelbe Buch“, das im Herbst 2015 bei Droschl erscheinen wird.

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(c) jazzimbild.at, Peter Purgar

Ich danke Luise Grinschgl von der Kulturvermittlung Steiermark für die Einladung, die reibungslose Organisation und das Bier.

Hier die Aussendung der Organisatoren, in der alles richtig steht, was ich womöglich falsch berichtet habe:

Danke! Hvala! Xвала!

 

Solidaritätsfest & Benefiz-Gala im Schauspielhaus:

50.000 € für die Hochwasseropfer in Bosnien“-Herzegowina, Serbien und Kroatien.

 

Graz, 17.6.2014. Einen außergewöhnlich schönen Spendenerfolg erbrachten das Solidaritätsfest und die Benefiz-Gala für die Opfer der Hochwasserkatastrophe am Balkan, die steirische Kunst- und Kulturschaffende am Sonntag, 15. Juni, im Grazer Schauspielhaus ausgerichtet hatten. Aus Ticketverkäufen, freiwilligen Spenden, Erlösen aus der Kunst-Verkaufsausstellung, aus der Gastronomie sowie aus Sonderspenden von Sponsoren wurden rund 30.000 € erlöst. Die Stadt Graz erhöhte die Summe auf 50.000 €. Alle Erlöse gehen zu 100 Prozent an die Caritas, die mit dem Geld ausgewählte Hilfsprojekte im Krisengebiet finanziert.

Gut 1500 Gäste zeigten sich am Sonntag mit den Opfern der Hochwasserkatastrophe solidarisch und besuchten die Lesungen, Konzerte und Performances, die an diesem Tag von gut 100 Künstlerinnen, die allesamt ohne Gagen mitwirkten, auf allen Ebenen des Schauspielhauses geboten wurden. Caritas-Direktor Franz Küberl: „Großes Danke für diese beeindruckende Initiative, die dadurch zustande gekommen ist, dass sehr viele gute Köpfe, Herzen und Hände zusammengewirkt haben!“

Ein besonderer Dank geht an alle SpenderInnen sowie an all die KünstlerInnen und Kulturschaffenden, die mit Live-Auftritten Fest und Gala gestaltet haben:

Kinderchor Ballons, Florian Bieber, BlöZinger, Computurk, Das Voyeur, Der Schwimmer, Christoph Dolgan, EFFI, Günter Eichberger, Adrian Eröd & Monica Theiss Eröd, Monique Fessl, Lejla Fitozović, Olga Flor, Follow the Rabbit, Forenbacher, Teddy Gold, Josef Hader,  Hella Comet, Valentin Inzko, Josef Klammer, Tom Klengel, DJ Klestijl, Daniela Kocmuth, Jimi Lend, Sandy Lopičić, Mike Markart, Barbi Marković, Christian Masser & die Country-Zombies,  Fiston Mwanza, BJ Nevenko, Nota Bene & Eddie Luis, Ochoresotto, Michael Ostrowski, Wolfgang Pollanz, Birgit Pölzl, Veza Fernandez Ramos, Edina Sadiković, Saltiel & Bauer, Udo Samel, Clemens Setz, Simon Schuller, Andrea Stift, Theater im Bahnhof, DJ Tom Divan, Andreas Unterweger, Natalia Ushakova, Joachim J. Vötter, Zweite Liga für Kunst und Kultur und das Ensemble des Schauspielhaus Graz.

 Für die Verkaufsausstellung, die allein an die 10.000 € erlöst hat, hatten Werke zur Verfügung gestellt:

Ingo Abeska, Max Aufischer, Gerald Brettschuh, Christiane Brettschuh, Christian Eisenberger, Seiichi Furuya, Max Gansberger, Hermann Glettler, G.R.A.M., Marlene Hausegger, Clemens Hollerer, ILA, Richard Kriesche, Andi Leikauf, Branko Lenart, Martin Osterider, Werner Reiterer, Resanita, Maruša Sagadin, Maria Schnabl, Michael Schuster, Josef Schützenhöfer, Christa Strobl, Erwin Schwentner, Wolfgang Temmel, Roswitha Weingrill, Markus Wilfling, Manfred Willmann, Bernhard Wolf, Erwin Wurm, Josef Wurm, zweintopf

Spenden für die Flutopfer werden auch weiterhin erbeten:

KONTO: Caritas für Balkan. Steiermärkische Sparkasse, 

AT08 2081 5000 0169 1187, STSPAT2GXXX

Eine Veranstaltung der Stadt Graz in Kooperation mit Schauspielhaus Graz, Kulturvermittlung Steiermark-IHAG, Theater im Bahnhof, < rotor > Zentrum für zeitgenössische Kunst, FH JOANNEUM Journalismus und PR und Caritas Steiermark.

Unterstützung von: Stadt Graz, Holding Graz, art + event Theaterservice, Anton Paar, Hypo Bank, Merkur, Hotel Feichtinger, Druckerei Khil, Loidl & co, Forum Stadtpark, HLW- Schrödinger, Zentrum für Südosteuropa Studien, La Strada, Lena Hoschek Tradition, , Cafe-Bar-Catering Elenor, Pfarre St. Andrä u.a.

Literaturzeitschriftenpartner: Literaturzeitschrift LICHTUNGEN, Literaturzeitschrift manuskripte, Literaturverlag Droschl.

Medienpartner: Kleine Zeitung, Soundportal.“