Andreas Unterweger

Lieblingslieblingsrezensionen

Posted in Das gelbe Buch by andreasundschnurrendemia on 31. Dezember 2015

So sehr ich mich über die guten Rezensionen in den Medien freue – meine „Lieblingsrezensionen“ bleiben doch jene Kommentare von Leserinnen und Lesern, die einfach aus Freude oder einer gewissen Bewegtheit heraus geschrieben und an mich oder den Verlag geschickt werden. Dass aber just diese, wie es eben in der Sache liegt, nicht nur unbelohnt, sondern meistens auch unveröffentlicht bleiben*, ist ein betrüblicher Umstand, den ich versuche abzuschaffen, indem ich zumindest meine „Lieblingslieblingsrezensionen“ zu dem an solchen Reaktionen glücklicherweise reichen „gelben Buch“ hier veröffentliche.
Ob unten zitiert oder nicht – ich danke all meinen Leserinnen und Lesern. Alles Gute Euch/Ihnen für das neue Jahr!

Leserinnen und Leser über „Das gelbe Buch“:

„Die Mundwinkel haben sich fast auf jeder Seite in Richtung Ohren gezogen und ein paar Mal habe ich laut lachen müssen, was mir beim Buch lesen so gut wie nie passiert und die Sprache ist so herrlich unkompliziert raffiniert, einfach wunderbar (…) Ich bin wirklich begeistert.“ (Dame aus Graz)

„… wollte nur schreiben, wie sehr ich das gelbe Buch liebe und den Kindern daraus vorlese und wie sehr auch sie es lieben, nämlich so wie ich. (…) Mittlerweile liest mein 14jähriger Sohn, der zuvor nicht von Game Of Thrones (den Büchern) wegzubringen war, im gelben Buch, und er ist, wie wir anderen auch, wieder und wieder auf ein neues, auf ein äußerstes sprachlos ob der überraschenden und zur gleichen Zeit großartigen Wendungen der einzelnen Sequenzen, ich bin gerade wortwörtlich mitten im Wildschwein und möchte nichts, als dass die Seite nicht aufhört!“ (Dame aus Wien)

„[Das gelbe Buch] hat mich augenblicklich in eine sphäre der einst so echten gefühle fliegen lassen, ich war ganz dort in einer welt, in der fragen und antworten beieinander stehen bleiben dürfen, in der rätsel nicht gelöst werden müssen, ich habe mich selbst anders wiedererkannt und – was das schönste ist – völlig befreit erlebt.“ (Dame aus Graz)

„Ihr GELBES BUCH macht mir sehr viel Freude. Ich lese es mit großem Vergnügen und fühle mich in die Kinderjahre zurückversetzt. Nur eine Frage: Wer oder was ist ein „Zecker“?“** (Herr aus Dortmund)

„Das gelbe Buch ist wahrlich ein großartiges, schönes Buch! Manche Stellen habe ich schon oft gelesen, meine Lieblingspassage ist noch immer die mit dem Nikolaus. Und die Tomatensauce is sowieso super!“ (Dame aus Graz)

„Hab das gelbe buch schon gelesen u heute frueh die wunderschoene letzte seite! is urschoen! Und wieder voller sehnsucht – das mag ich 🙂 bisschen weniger emotion als bei den letzten [büchern], dafuer sprachlich spitzeste Feder:-)“ (Herr aus Graz)

„Das Buch ist wunderbar (geworden), bin sehr angetan!“ (Dame aus Wien)

„Das Buch hat mir gut gefallen. Sehr idyllische Bilder.“ (Dame aus Trier)

„Ich war gestern bei Ihrer Lesung. Ihre Sprachgenauigkeit und Kontrolle  war für mich  sehr beeindruckend, dieses genaue Abtasten der richtigen Worte: einfühlsam=angenehm, ja manchmal klang es für mich sogar nach einer  erleichternder Wahrheit, die ich manchmal in den Worten nicht verstand, aber in der Stimmung und wie das Publikum es aufnahm , das heißt  gebannt den Worten lauschte, zu verstehen glaubte.  (…) Zudem sticht  manchmal auch diese energische, sprachgewaltige Ausdruckskraft hindurch.  Ein gelungener Wechsel, das.“ (Herr aus Spittal)

 

* Nicht immer: 2 von 3 „unverlangt“ eingesendeten artikellangen Rezensionen wurden schon veröffentlicht. Und bei der dritten ist es auch gut möglich.

** „Zecker: Zecker, Zegger (2), Zöger u.a.
der, -s, -1
[ tseka, tsegga, tsega, tsöga, ]
Ranzen, Tragkorb u.ä.“ (http://www.ostarrichi.org/word-18186-Ranzen_Tragkorb_u_a-Zecker_Zegger_2_Zoger_u_a.html)
Im Fall des Buches am ehesten so was:

zecker

(Foto entlehnt von http://www.korb-welzel.com)

Marcel Kollers Garagentor

Posted in Stanglpass by andreasundschnurrendemia on 26. Dezember 2015

Es ist in den letzten Jahren zur traurigen Tradition geworden, dass ich gegen Jahresschluss auf diesem Medium kundtue, es sei zur traurigen Tradition geworden, dass meine einzigen Beiträge (= „Stanglpässe“) zur besten und (zumindest, was die Qualität der Zuneigung anbelangt) auch beliebtesten deutschen Fußballzeitschrift (“Der tödliche Pass”) aus den Antworten zur alljährlichen Silvester-Umfrage bestünden … Da es dieses Jahr aber anders war (s. https://andreasunterweger.wordpress.com/2015/04/22/soccer-subversiv-stanglpass-20/), bleibt Euch/Ihnen, geneigte Userinnen und User, zumindest dieser jahreszeitübliche Witz erspart. Was Ihr/Sie freilich, wie jedes Jahr, ertragen müsst/müssen, ist mein aus tiefstem Herzen kommender Wunsch, dass es Euch/Ihnen in diesen Tagen so ergehen möge wie dem in diesen Tagen allenthalben so eifrig besungenen Otannenbaum (“Du grinst nicht nur zur Sommerszeit” usw.).

Und hier meine Antworten auf die wie immer klugen Fragen des Pass-Fragebogens, aus denen im Wesentlichen hervorgeht, dass ich alt und vergesslich geworden bin und mehr als das Wesentliche gar nicht mehr mitbekomme.

 

Umfrage Dezember 2015

1. Tor des Jahres
Marcel Kollers Garagentor (und dann natürlich die, die seine Mannschaft erzielt hat – besonders die vier Auswärtstore gegen Schweden).

2. SpielerIn des Jahres
Marcel Koller (früher im Mittelfeld der Grasshoppers Zürich – jetzt in Österreich „Kommunikator des Jahres“ und damit Nachfolger von Conchita Wurst [wem?!]!)

3. Spiel des Jahres
Marcel Koller gewinnt in Schweden (1:4) und qualifiziert sich für die EM.

4. Szene des Jahres
Marcel Koller mit Barrett / beißt genüsslich ins Baguette (bei der Pressekonferenz nach dem Sieg in Schweden: http://www.news.at/a/em-qualifkation-schweden-oesterreich-marcel-koller-pk)

5. Enttäuschung des Jahres
Marcel Koller kassiert im letzten Länderspiel des Jahres die erste Niederlage – 1:2, ausgerechnet gegen die Schweiz (wahrscheinlich eine Finte).

6. Größtes Ärgernis des Jahres
Marcel Koller hat seinen Vertrag als ÖFB-Teamchef noch nicht verlängert …

7. Überraschung des Jahres
Marcel Koller gewinnt einfach alles!

8. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte…
Marcel Koller macht zumindest bis zum Finale der EM 2016 so weiter.

9. Satz / Spruch / Wort des Jahres
„Swag“ (was?!) – von Marcel Koller, dem Kommunikator des Jahres, regelmäßig gebrauchtes Wort aus dem Jugendslang (geprägt vom österreichischen Rapper Money Boy [wem?!]).

10. Welche Wendung wollen wir 2016 NIE mehr hören „Swag“. (War ja schon 2011 Langenscheidts „Jugendwort des Jahres“ – und schon damals wäre „guttenbergen“ [für abschreiben – aber wer ist Guttenberg?!] lustiger gewesen.)

P.S.
Der Rest der 79. Ausgabe des Tödlichen Passes ist wie immer fantastisch. Als kleines Beispiel die Reaktion von Chefredakteur Johannes John auf „Szene des Jahres“:
„Das 2:1 von Rapid Wien bei Viktoria Pilsen am 5. November (z. B. https://www.youtube.com/watch?v=0806YaA2XQg): Philipp Schobesberger – zugleich der Tor des Jahres.“ 

Buch des Jahres 2015

Posted in Das gelbe Buch, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 19. Dezember 2015

Für mich ist das Christkind (oder der Weihnachtsmann? Väterchen Frost?!) heuer schon ein bisschen früher gekommen – in Gestalt von Alfred Kolleritsch, der vorgestern, am 17.12., bei der prominent besetzten Gesprächsrunde* Bücher des Jahres – Bücher für Weihnachten im Literaturhaus Graz „Das gelbe Buch“ als sein Buch des Jahres vorgestellt hat …

In Ermangelung unscharfer Handyfotos von den Protagonisten des Abends hier ein unscharfes Handyfoto meiner Mitschrift:

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Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, geneigte Userin/geneiger User, ich jedenfalls kann ein paar der Wörter entziffern.

Aus Alfred Kolleritschs philosophischer Rede zu meinem Buch etwa (links unten) die schönen Splitter:
„Es ist keine Idylle, sondern das Konstrukt einer Idylle“,
„in dem Buch steckt eine Menge Sprachphilosophie“,
„der Waldläufer ist ein Dadasoph“
und
„herrlich unpsychologisch“ (auch wenn ich, beflügelt von Kolleritschs „hochgebildeter“ [rechts unten] Lesart meines Buches, „unphilosophisch“ geschrieben habe).

Des Weiteren lassen sich ein paar Buchtipps der anderen Gäste in Klaus Kastbergers Diskussions-Wohnlandschaft ausnehmen, von denen mir besonders „The Tweets Of @taolin“ (Tipp von Clemens Setz) und Toon Tellegen/Ingrid Godon: „Ich denke“ (Christoph Hartner) erwähnenswert scheinen.

Und dann ist da noch der Versuch, meine eigenen Bücher des Jahres shortzulisten (Neologismus?!):

Gustave Flaubert: „L´èducation sentimentale“
Thomas Mann: „Der Erwählte“
Thomas Mann: „Lotte in Weimar“

Ich danke allen Beteiligten** für den schönen Abend!
Und herzlichen Dank für das wunderbare Geschenk, liebes Fredy-Christkind!

*Werner Krause, Klaus Nüchtern, Daniela Strigl, Klaus Kastberger und Überraschungsgäste.

** Auch der tollen Band Catch Pop String Strong!

„Das gelbe Gesetz“ (Alte Schmiede)

Posted in Das gelbe Buch, Tankstellenmorgen, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 12. Dezember 2015

Nachtrag zum Termin:
„09.12.2015, 19:00, Andreas Unterweger liest aus „Das gelbe Buch“ (Droschl 2015). Außerdem liest: Franz Weinzettl. Moderation: Angelika Reitzer. Alte Schmiede, 1010 Wien.“

Hier Handy-Fotos von den wichtigsten Stationen dieses gelungenen Abends, bei dem ich mich besonders über den Besuch von V.I.P.s wie Rudolf Hochwarter (eigens aus dem Burgenland angereist!), Walter Famler (mit mehreren ideologiebildenden Buch-Geschenken) und Literaturbloggerin Eva Jancak (die über die Lesung berichtet hat, danke!) gefreut habe …

Hier liegt „Das gelbe Buch“ auf dem sitzbankweichen Amboss der Alten Schmiede:

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Hier liest Franz Weinzettl (ich bin seit Jahren Fan, und womit? Mit Recht!):

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Hier stellt mich Angelika Reitzer vor. Ihre Einleitung ist eine wunderbare Rezension geworden (danke!) und lässt sich hier zur Gänze nachlesen!
Mein Lieblingszitat daraus: „Wie A.U. episodisch und exemplarisch die Fauna dieses gelben Landes beschreibt, lässt erahnen, wie viel er davon verstanden bzw. wohl eher begriffen hat, dass man die ganze gelbe Zeit im gelben Haus, alle Sommer, die Kindheit, Glückskindheit nämlich nicht nur festhalten muss, sondern sowieso nur in einem gelben Buch festhalten kann.“
Und die Wendung „Das gelbe Gesetz“, die nur ausgesprochen, aber nicht niedergeschrieben wurde, halte ich nicht nur für einen großartigen Buchtitel, sondern auch für recht zutreffend, was meine Arbeit im Allgemeinen betrifft (interessant auch in Hinblick auf Stifters „sanftes Gesetz“, das ich immer sympathisch, aber für mich eben doch nicht ganz zutreffend gefunden habe).

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Und hier sieht man mich bei der im Hotelzimmer stattfindenden Generalprobe für den letzten Programmpunkt: Andreas Unterweger intoniert den Song „Tankstellenmorgen“ (Payr/Unterweger). Bei so viel Zuversicht konnte ja gar nichts schief gehen.

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„Wo die Namen noch stimmen“

Posted in Das gelbe Buch by andreasundschnurrendemia on 5. Dezember 2015

Ich bin ein Fan von Bernadette Schiefer. Umso mehr freue ich mich über ihre klugen und – wie es bei ihr öfter vorkommt, scheint mir – aus schwindelerregender Höhe (etwa eines Rilke-Zitats) traumwandlerisch sicher auf die springenden Punkte des zu Sagenden zu sternschweifenden „Gedanken“ zu „Das gelbe Buch“
Nachzulesen auf der Homepage der auch abgesehen davon sehr lobenswerten Wiener Literatur- und Kunstzeitschrift Triedere“ (hier klicken!).

Das als Motto gewählte Zitat ist nicht nur großartig, sondern auch großartig gewählt. Ich wusste ja gar nicht, dass Rainer Maria Rilke mein „gelbes Buch“ nicht nur in „Herbsttag“, sondern auch in den „Sonetten an Orpheus“ zitiert.

Vielen Dank, sehr verehrter Herr Rilke – vielen Dank, liebe Bernadette!

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„Österreichs literarischer Außenseiter der Schönheit“

Posted in Das gelbe Buch, manuskripte by andreasundschnurrendemia on 4. Dezember 2015

Während uns die manuskripte 209 schon ihren Rücken zuwenden (und selbst der ist noch hochinterssant …

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…), bringen die manuskripte 210 neben großartigen Texten von und über den großen Jürg Laederach (u. a. von Elfriede Jelinek, Herta Müller, Bruno Steiger, Klaus Hoffer) und vielen anderen höchst lesenswerten Beiträgen mehr (von Friederike Mayröcker, Angelika Reitzer, Norbert Hummelt, Serhij Zhadan, Wolfgang Hofer [Wolfgang-Bauer-Essay!] …) auch eine „unverlangt“ und ursprünglich einfach nur an mich persönlich geschickte Rezension zu „Das gelbe Buch“, die mich ob ihrer Emotionalität und sprachlichen Qualität sehr berührt hat.
Womit weder Björn Treber, ihr Autor, noch ich gerechnet haben: Alfred Kolleritsch, dem ich den Text zum Lesen gegeben habe, war davon so überzeugt, dass er prompt beschlossen hat, ihn zu veröffentlichen.

Danke dafür, lieber Fredy – und danke für Dein Mit-dem-Buch-Sein, lieber Björn!

Zitat aus der Rezension:
„Viel stichhaltiger als andere Gegenwartsautoren thematisiert dieses Buch das Schöne am In-der-Welt-Sein, und nicht nur das; sondern es wird hier auch in anschaulicher Weise das Schöne am lebhaften Mit-der-Welt-Sein dargestellt: eine Seltenheit in der österreichischen Literaturlandschaft nach 1945“.

Und hier der ganze Text!

Björn Treber lebt als Student, u. a. der Poesie, in Graz. Ich gehe davon aus, dass er demnächst als Schriftsteller debütiert. Oder als Fotokünstler, wer weiß:

 

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Die vier unteren Fotos: (c) Björn Treber