Andreas Unterweger

„Henri Rousseau der Literatur“

Posted in Das gelbe Buch by andreasundschnurrendemia on 18. Januar 2016

Originelle und anregende Besprechung zu „Das gelbe Buch“ von Angelo Algieri für literaturhaus.at, in der ich als „Henri Rousseau der Literatur“ bezeichnet werde. Wow, danke! Das ist einmal ein interessanter Vergleich – auch wenn ich selbst wohl nie auf ihn gekommen wäre. Denn erstens greift er – so schmeichelhaft er ist – in meinen Augen doch etwas zu kurz (zumindest nach meinem, bestimmt ausbaufähigen Verständnis der Rousseau´schen Poetik [oder wie heißt das bei den Malern?]). Und zweitens schien mir „Das gelbe Buch“ (mit dem „gelben Haus“, seiner gelben Welt, die „einfacher, schöner, tröstender“* ist, den Sonnenblumen usw.), wenn überhaupt, dann ganz und gar auf einen anderen, noch berühmteren Maler ausgerichtet …

Wie auch immer. Ich finde diese Rousseau-Analogie spannend – und Ihr/Sie, liebe Leserinnen, Userinnen, User und Leser, könnt Euch/können sich Euer/Ihr eigenes Bild machen:
Hier die ganze Rezension (samt Leseproben aus dem Buch).
Hier „Das gelbe Buch“.
Und hier eine erste ausführliche, sehr kluge Leserinnen- bzw. Kunsterkennerinnenmeinung zum Thema, eigentlich selbst eine Rezension oder gar eine Analyse meiner Arbeit, für die ich mich sehr herzlich bedanke:

„lieber andreas,
bei henri rousseau und literatur ist mir zuerst urs widmer eingefallen, wegen eines covers von „im kongo“. und so sehe ich jetzt sogar eine gewisse ähnlichkeit zwischen manchem der texte/imaginationen des schweizers (etwa „grappa und risotto“, sippe) und den deinen (stichwort: „tomaten und paradeiser“, großvater) in bezug auf die tonart – nämlich das verschmitzte, bunte, heitere, magisch-märchenhafte, zugleich aber reflexive, melancholische. in meinen augen ist „das gelbe buch“ nicht wirklich naive literatur in dem sinn, dass deine form einfach, ungeschliffen wäre, vielmehr ist sie ja, wie algieri es würdigt, ausgeklügelt. der blick deines erzählens aber entpuppt sich vielleicht wirklich teils insofern als naiv, als er so unvoreingenommen, unerschrocken ist, spontanen gefühlen und ideen raum gibt, das komplexe bzw. eigene fragen prägnant verbildlicht, keine antworten erzwingt, spintisieren zulässt und einübt. kann man sagen, dass deine bücher in manchem versponnen klar, (selbst-)kritisch naiv  sind – und gerade die jeweils erste komponente einem rousseau´schen pinselstrich, so sehr er mir auch gefällt, abgeht, dass bei dir mehr dahintersteckt, zwischen den zeilen dasteht?“

(Leserin aus Graz)

Foto7341(„Mein Leben als Zwerg“?!)

P.S. Ich freue mich auch über weitere Kommentare! Entweder unten oder per Mail (andreas.unterweger@gmx.at) oder per Twitter (Link rechts [!] unten).

*“Das gelbe Buch“, S. 37 – direktes Zitat aus Vincent van Goghs 470. Brief an seinen Bruder Theo.

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