Andreas Unterweger

Grazer goes Paris

Posted in Du bist mein Meer, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 31. Mai 2016

Charmanter und trotz der gebotenen Kürze informativer Bericht über meine Lesereise nach Paris in „Der Grazer„.GRAZER Bericht Image (2)

Herzlichen Dank an Chefredakteurin Johanna Vucak und ihr Team für diese gute Presse!

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Mid-May in Paris – Rückblick

Posted in Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 19. Mai 2016

Rückblick auf den Termin:
17.05.2016, 19:30, Andreas Unterweger liest Gedichte bei der Präsentation der Literaturzeitschrift „Place de la Sorbonne“, Guillaume Métayer liest die von ihm meisterhaft bewerkstelligten Übersetzungen ins Französische. Außerdem lesen: William Cliff, James Sacré, Jacques Demarcq u. a. m. Mehr dazu hier: genauer Ablauf – déroulé en francais. Oder in der Aussendung des österreichischen Kulturforums (en francais). Maison de la Poésie, 157 Rue Saint-Martin, 75003 Paris.

Mit Dr. Mario Vielgrader, Direktor des österreichischen Kulturforums Paris, bei dem und dessen Mitarbeitern, insbes. Sabine Bimbaud, ich mich herzlich für die große Unterstützung und die so freundliche Aufnahme bedanke: Hin- und Rückflug waren angenehm problemlos. Hier stehen Dr. Vielgrader und ich, vom Wandern durch Paris und einem Glas Weißwein herrlich erfrischt, vor der bereits von literaturinteressierten Pariserinnen und Parisern belagerten Maison de la Poésie:

Foto_1 AU_MV(c) Sabine Bimbaud, Österreichisches Kulturforum Paris

Die Bühne der schönen Maison de la Poésie:

Foto_2_Maison de la poésie(c) Österreichisches Kulturforum Paris

Laurent Fourcaut, Chefredakteur und -moderator der Literaturzeitschrift „Place de la Sorbonne“, in deren 6. Ausgabe die französischen Übersetzungen mehrerer meiner Gedichte (darunter etwa „Realisten“, „Die Schlange“ und „Der Vater“) erschienen sind:

Sortie Place de la Sorbonne 6 - 17 mai 2016 - photos Celine Rabaud - 0227(c) Céline Rabaud

Yann Migoubert, Directeur de la publication und mein persönlicher Hotelzimmer-Organisator – merci beaucoup! Das Hotel des 3 collèges im Quartier latin ist schwer in Ordnung und liegt v. a. wunderbar (Hemingway und Verlaine als Nachbarn – c est vraiment extraordinaire!):

Sortie Place de la Sorbonne 6 - 17 mai 2016 - photos Celine Rabaud - 0210(c) Céline Rabaud

Karol Beffa improvisiert Erstaunliches auf dem Klavier:

Sortie Place de la Sorbonne 6 - 17 mai 2016 - photos Celine Rabaud - 0205(c) Céline Rabaud

William Cliff, Star des Abends (er hat den Prix Goncourt für Lyrik 2015 gewonnen – manche Kritiker meinen, meinte der Moderator, es habe seit Verlaine nichts Vergleichbares gegeben. So viel ich verstehen und die Ausführungen meines Übersetzers übersetzen konnte, macht Monsieur Cliff Folgendes: recht strengen Formen zum Trotz Geschichten erzählen. Also interessanterweise ungefähr das, was ich in meiner Prosa versuche. Diesmal gab es die Geschichte einer Freundschaft in Sonetten à la Shakespeare):

Sortie Place de la Sorbonne 6 - 17 mai 2016 - photos Celine Rabaud - 0238(c) Céline Rabaud

Und da sind wir, der großartige Guillaume Métayer, der meine Gedichte übersetzt hat (danke! danke! danke!), und ich:

Foto_8 AU GM(c) Österreichisches Kulturforum, Paris

Dafür, dass ich im Grunde nie SO dastehe …

Sortie Place de la Sorbonne 6 - 17 mai 2016 - photos Celine Rabaud - 0276(c) Céline Rabaud

… war es diemal bemerkenswert passend! Abgesehen von der Suggestionskraft des Bildes hinter mir, mit dem ich mich freilich erst viel später bewusst identifiziert habe, ist die Haltung darauf zurückzuführen, dass das Notenpult immer lautstark hinunterrutschte, sobald ich die Hände darauf legte – die Zeitschrift war einfach zu schwer, zu dick, zu voll mit guten Texten!

Ich lese eines meiner Gedichte, und Guillaume Métayer hört zu:

Sortie Place de la Sorbonne 6 - 17 mai 2016 - photos Celine Rabaud - 0278(c) Céline Rabaud

Guillaume Métayer, Dichter, Übersetzer und Literaturwissenschaftler an der Sorbonne (er ist in Frankreich berühmt für sein Buch über „Nietzsche et Voltaire“, Flammarion 2011), liest eine seiner gelungenen Übersetzungen, und ich höre zu:

Sortie Place de la Sorbonne 6 - 17 mai 2016 - photos Celine Rabaud - 0280(c) Céline Rabaud

(Übrigens: Wer Guillaume Métayers eigene Dichtungen in meiner Übersetzung lesen will, kann hier seinen Beitrag dazu leisten: https://andreasunterweger.wordpress.com/2016/04/15/simulakren-crowdfunding/)

Das Publikum – großer Bahnhof! Dabei sind die Ränge gar nicht im Bild …

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Beim Buffet (nicht zu verwechseln mit dem später eingenommenen korsischen „dîner“) …

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… gab es dann viel zu besprechen – selten hatte ich eine Lesung mit so vielen klugen und interessanten Fragen, Anmerkungen, Assoziationen, merci!

Beim Buffet habe ich auch Alain Jadot kennengelernt. Er übersetzt nicht nur Reinhard Priessnitz ins Französische (auch in der Place de la Sorbonne 6 vertreten!), sondern kann auch wunderbar zeichnen – danke für dieses Porträt!

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Ich danke allen Beteiligten! Merci beaucoup! C´était une soirée maginifique!

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P.S. Mehr aus Paris – Bericht über meine zweite Lesung, für die Bernard Banoun (Übersetzer von Josef Winkler, Werner Kofler, Maja Haderlap …) den Anfang meines zweiten Buchs, „Du bist mein Meer“ (Droschl 2011), übersetzt hat, Fotos der Häuser meiner Pariser Nachbarn, meiner Straßencafés, der Seine in der Abenddämmerung usw. – folgen so bald wie möglich! A bientôt!

 

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Text im Klang – Nachhall

Posted in Koffeinismus, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 1. Mai 2016

Rückblick auf den Termin:
22.04., 20:00: „Die Instrumente. Erster Akt“ von Andreas Unterweger – vertont von Komponistin Marina Poleukhina, uraufgeführt von Ensemble Schallfeld feat. Schauspielerin Ninja Reichert. Außerdem: vertonte Texte von Olga Flor, Valerie Fritsch und Thomas Stangl.
23.04., 10:00-14:00: Diskussion und Brunch.
Kulturzentrum bei den Minoriten. Mariahilferplatz 3, 8020 Graz.

Ich war erst gespannt – und dann begeistert! Marina Poleukhinas Komposition, deren Titel klug aus dem ersten Satz meines Texts zitiert („nichts, worin man Ihre Füße baden hätte dürfen“), stellte sich heraus als eine vielleicht überraschende, womöglich aber einzig die richtige Möglichkeit, meinen Erzählungsanfang („Die Instrumente. Erster Akt“) zu vertonen. Die Interpreten des Ensemble Schallfeld bearbeiteten die Saiten diverser Instrumente mit Bindfäden, Weingläser mit Geigenbögen – das Stück war exakt strukturiert, trotzdem verspielt, grungig genug, aber sehr zart …

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Das Ensemble Schallfeld bei der Arbeit.

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Dies nimmt eine Textstelle aus dem weiteren Verlauf der Erzählung vorweg, die Marina Poleukhina gar nicht kannte!

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Ninja Reichert liest „Die Instrumente“ – es ist ihr gut gelungen, trotz des starken Halls im Saal.

IMG_7650(c) Werner Korn

Danke für den Applaus!

Übrigens sind die Minoriten in diesem Jahr ein Garant für Begegnungen mit der Literatur, die so intensiv sind, dass ich beim Hinausstolpern erst einmal für einen Halbtag genug von der Kunst habe. (Das ist ein Kompliment!)
Diesmal war es nach der Diskussion am Folgetag so weit. Hier sieht man Florian Geßler und seine Notizen zum Thema „Musik und Sprache“, das wir so gründlich und leidenschaftlich besprochen haben, dass am Ende tatsächlich alles, was dazu zu sagen ist, gesagt war.

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Nur eines habe ich doch vergessen: Ich schreie zwar nicht wie Flaubert, lese mir aber meine Sätze beim Schreiben zwischendurch auch immer wieder einmal laut vor – im Gegensatz zu Olga Flor und Thomas Stangl.

*

Ich bedanke mich bei allen Beiteiligten, insbesondere Birgit Pölzl und Marina Poleukhina, für die schönen Erfahrungen dieser beiden Tage!