Andreas Unterweger

draxlers Büchertheke

Posted in Das gelbe Buch, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 10. April 2017

Letzten Freitag, 7.4.2017, hatte ich das Glück, in draxlers Büchertheke in Leibnitz aus „Das gelbe Buch“ (Droschl 2015) zu lesen!

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Das großartige Publikum mit seiner fröhlichen und außerordentlichen Anteilnahme haben den Abend zu etwas ganz Besonderem gemacht … Ich jedenfalls habe zum ersten Mal erlebt, dass die nächsten Worte meiner Lesung von den Zuhörenden antizipiert und mitgesprochen wurden!

Ich danke den lieben Gastgebern Erwin (s. u.) und Barbara Draxler für die Einladung und die routinierte Organisation des ausverkauften Abends.

Noch nicht einmal der nervöse Musiker, der mit wackelig vorgetragenen Outtakes aus der imaginären Filmmusik zu „Das gelbe Buch“ (der Klassiker „Copper Kettle“ und „Kansas“ aus meiner Country-Phase) das Rahmenprogramm bestritt, konnte die Laune trüben!

So long, liebe Draxlers … Ich reite in den Sonnenuntergang. Vielleicht sehen wir uns ja einmal wieder – vielleicht schon bald, wer weiß – am 9.6., z. B. (s. „Termine“) …

* Alle Fotos von meinem Vater, Sepp Unterweger, danke!

manuskripte 215

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 5. April 2017

Nachtrag zum Termin:

30.3.2017, 19:00, Schauspielhaus Graz, Haus 3.
Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die 215. Ausgabe der manuskripte.
Antonio Fian und Marianne Jungmaier lesen ihre Beiträge aus dem Heft.
Schauspieler Daniel Doujenis liest Lyrik von Asli Erdogan, Robert Hass, Uta Gosmann und Jan Wagner sowie Prosa von Gerhild Steinbuch.
Eintritt und Wein frei. Heftkauf möglich!

Wie jede manuskripte-Präsentation war auch die erste dieses Jahres die absolut beste (zumindest in diesem Jahr)!

Besonders gefreut haben wir uns über die vielen neuen Gesichter im Publikum. Und die Lesungen waren tatsächlich exzeptionell gut.

Hier ein paar Streiflichter:

Ich erkläre das Heft, mit besonderer Berücksichtigung des Covers …

Dieses stellt eine Arbeit Gustav Trogers dar: „Infernoh“ (Foto von Ingrid Vien). Es zeigt Gustav Troger als „Spiegelmenschen“ (wie auf dem Cover unseres Heftes 197) beim Videodreh mit der Band Arcade Fire. Vgl. dazu:


Darüber die Akropolis, eine „Demokratie-Ruine“ (Troger).
Seitlich Zitate von George Grosz.

Antonio Fian liest neue Traumprosa:

„Man ahne ja nicht, in welchem Zustand die meisten Manuskripte abgeliefert würden […]“

Marianne Jugmaier liest aus ihrem entstehenden Roman „Zündlers Herz“:

„[…] dem tristen Dasein der Default World eins in die Fresse hauen.“

Schauspieler Daniel Doujenis, unser Publikumsliebling, mit fulminanten Darbietungen…

Besonders sein Vortrag eines Gedichtes Asli Erdogans und, zum Abschluss, der unglaublich starken Prosa „Friendly Fire“ von Gerhild Steinbuch gingen unter die Haut.

Weitere Highlights des Heftes:
Der lange, experimentelle Dialog „Die Galerie“ von Jürg Laederach, Fabjan Hafners letztes Geburtstagsgedicht an Alfred Kolleritsch, ein poetischer Frühlingsgruß von Friederike Mayröcker und ein Essay des algerischen Starautors Boualem Sansal über das Drama vergangener und aktueller kultureller Kolonialisierungen in Algerien.

Aber eigentlich ist es wie immer – und jeder einzelne Text der aktuellen Ausgabe ist auch eines ihrer absoluten Highlights. Deshalb hier das gesamte Inhaltsverzeichnis.

Die manuskripte 215 lassen sich – wie auch alle Abos, Auslandsabos und ältere Ausgaben – hier bestellen: http://www.manuskripte.at/webshop/

„Ich schneie“ (manuskripte 215)

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 5. April 2017

Mein eigener Beitrag zu Heft 215 der manuskripte:

Laure Gauthier: Ich schneie (zwischen den wörtern villons)
Aus dem Französischen mit Unterstützung der Autorin von Andreas Unterweger

Laure Gauthiers intensiver, rhythmischer, zwischen intimer Lyrik und (Historien-)Drama zu verortender Text hat mir als Übersetzer viel abverlangt – neben der Hilfe der Autorin (merci beaucoup!) konnte ich mich auf Roland Girtlers Rotwelsch. Die alte Sprache der Gauner, Dirnen und Vagabunden und das ewige Deutsche Wörterbuch der Grimms verlassen.
Hier die Anfänge: die erste Arbeit in Leibnitz, Sommer und Herbst 2016 …

Lesen Sie hier den Auszug aus „Ich schneie …“ zur Gänze!

Bestellen Sie hier die manuskripte 215!

Laure Gauthier lebt in Paris und schreibt wunderbar eigensinnige Gedichte, Erzählungen und Libretti. Mehr auf ihrer (auch deutschsprachigen) Homepage: laure-gauthier.com/de
2015 habe ich ihr Buch „marie weiss rot“ für die manuskripte besprochen: „Übersetzen. Schreiben. Lesen“.

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Besonders lesenswert diesmal auch das Inserat auf der so genannten „U3“ …

Simulakren„, der Gedichtband von Guillaume Métayer, den ich aus dem Frz. übersetzt habe, ist per E-Mail zu bestellen unter:
office@edition-yara.at

Ich freue mich auf mehrere gemeinsame Lesungen aus „Simulakren“ im Juni, wenn Guillaume als Styria Artist in Residence einen Monat lang in Graz leben wird:
9.6.17, 18:00, Büchertheke Draxler, Leibnitz.
12.6.17, 19:00, Landesbibliothek Steiermark, Graz.
22.6. (Genaueres folgt), Französisches Kulturinstitut, Ljubljana, Slowenien.