Andreas Unterweger

manuskripte 217 – Marginalie

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 30. September 2017

Alfred Kolleritschs und meine Marginalie zu Heft 217 (!) der manuskripte, das am 28.09., im Kulturzentrum Minoriten beim Lesefestival „Hoffnung als Provokation“ (feat. Steirischer Herbst), präsentiert wurde.

 

Marginalie

 

Es kommt selten vor, dass Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften eine Bedeutung erlangen, die über die jedem gegönnten Freuden der Selbst-, Leser- und Verlagsfindung hinausgeht. Umso bemerkenswerter, wenn es doch geschieht: „I have been so proud of the fact that two of my articles have been published in manuskripte back in 2013 that I included it in my official court defense!“, schrieb uns die in der Türkei aus politischen Gründen inhaftiert gewesene Autorin Asli Erdogan nach ihrem Gerichtsprozess, bei dem sie – wir hoffen, nicht nur vorläufig! – freigesprochen wurde.

 

Befreiende Wirkungen wünschen wir auch jenen Texten, die unter dem Titel „Hoffnung als Provokation“ in diesem Heft versammelt sind. Renommierte Autorinnen und Autoren aus internationalen Krisengebieten, darunter eben auch Asli Erdogan, werfen poetische bis essayistische Perspektiven auf den Begriff der Hoffnung. Dieser Sonderteil ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum bei den Minoriten, dem Internationalen Haus der Autoren in Graz und, nach exakt 10 Jahren Pause, auch mit dem Steirischen Herbst. „Die Kunst hält ihre Hand hin, / der herbst schnipselt daran!“* Möge die Maniküre gelingen!

 

Gewohnt struwwelpetrig freilich der Hauptteil unserer Ausgabe 217, in der sich – neben mehreren manuskripte-Vertrauten (Ilma Rakusa, Olga Martynova, Angelika Reitzer …) und Entdeckungen (Georg Leß, Christian Lange-Hausstein …) – nach langen Jahren des Schweigens erfreulicherweise auch ein neuer literarischer Text von Bettina Galvagni findet.

 

A.K./A.U.

 

Advertisements

manuskripte 217 – Präsentation

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 29. September 2017

Nachtrag zu:

28.09.2017, 18:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 217 beim Literaturfestival „Hoffnung als Provokation“ im Rahmen des 50. steirischen herbstes. Es lesen Asli Erdogan, Radka Denemarkova, Jazra Khaleed. Im weiteren Verlauf des Abends lesen: Hamed Abboud, Ghayat Almadhoun, Fiston Mwanza Mujila, Serhij Zhadan, Shumona Sinha, Alexander Ilitschewski . Minoritensaal, Kulturzentrum bei den Minoriten, Mariahilferplatz 3, 8020 Graz.

Große Freude mit der Präsentation der manuskripte 217, die gestern, am 28.9., im vollen großen Minoritensaal im Kulturzentrum bei den Minoriten, das Lesefestival „Hoffnung als Provokation“ (feat. Steirischer Herbst) eröffnete.

Berührendes, Kluges, exzellente Dichtung, packende Leseperformances und intensive Diskussionen ließen den langen, über zwei Bühnen laufenden Abend kurz und Hoffnung als etwas tatsächlich nicht allzu Provokant-Vermessenes erscheinen.

Im Namen der manuskripte danke ich allen Institutionen und Personen , die diesen gelungenen Abend mitorganisiert haben, insbesondere Birgit Pölzl (Kulturzentrum bei den Minoriten), Luise Grinschgl (Kulturvermittlung Steiermark) und Thomas Wolkinger (FH Joanneum).

 

Hier der Facebook-Bericht der manuskripte mit Fotos der ProtagonistInnen des Abends.

Oder …

Ich spreche im Namen der manuskripte über die manuskripte – und überbringe Grüße von Alfred Kolleritsch.

 

 

Mehr zu „Hoffnung als Provokation“.

 

Das Inhaltsverzeichnis der manuskripte 217:

 

Tagged with:

Literatur im Werk XIV

Posted in Das gelbe Buch, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 19. September 2017

Nachtrag zum Termin:
16.09.2017, 19:00, Andreas Unterweger liest bei „Literatur im Werk“. Außerdem lesen: Valerie Fritsch, Angelika Reitzer und Alfred Kolleritsch. Mit Klezmer-Musik von ADANA und Buffet. Werkstatthalle der Fa. PEUGEOT – SUZUKI Marko, Kapellenweg 8, 8430 Leibnitz.

Obwohl Alfred Kolleritsch UND Angelika Reitzer krankheitsbedingt absagen mussten und Valerie Fritsch dann auch noch mit der Tontechnik kämpfte, ist am Ende zum Glück alles gut ausgegangen. Den wilden Musikanten von Adana und der beharrlichen Begriffsstutzigkeit meines Freundes Biber sei Dank. Die einzigartige Location, die tüchtigen Organisatoren Erwin und Barbara Draxler und das gewohnt aufmerksame, begeisterungsfähige Leibnitzer Publikum hatten sich auch nichts anderes verdient.

(c) Udo Nestl

Hier ein paar meiner Eindrücke aus dem Backstagebereich:

Backstage.

Valerie Fritsch liest aus ihrem Roman „Winters Garten“.

Die Ausstattung des Backstage-Bereiches ist einfach riesig!

Adana geigen auf.

Ich lese.
(Erst das Gedicht „Es macht …“ von Alfred Kolleritsch, dann mein Dramolett „Wie schön wir es haben könnten“ aus „Das schönste Fremde ist bei dir“, schließlich aus „Das gelbe Buch“.)

Mir hat der ganze Abend viel Freude gemacht. Danke fürs Kommen und fröhliche Zuhören, liebe Leibnitzerinnen und Leibnitzer, danke für die gelungenen Fotos, lieber Udo Nestl!


(c) Udo Nestl