Andreas Unterweger

„Grungy Nuts“ (Der Titel)

Posted in Grungy Nuts, ratlos by andreasundschnurrendemia on 2. August 2018

Am 10.08.18 erscheint mein neues Buch „Grungy Nuts“ im Literaturverlag Droschl.
Höchste Zeit, sich einmal über den Titel Gedanken zu machen. Hier 3 Annäherungsversuche …

1.

„grungy“:

Lt. Merriam Webster:

„1 : shabby or dirty in character or condition
2 : characteristic of grunge music or fashion“

Lt. Cambridge Dictionary:

„(of a person) feeling tired and dirty, or (of a thing) dirty:
,He showed up for the interview wearing some grungy old sweatshirt and jeans.´“

„nuts“

Lt. Merriam-Webster:

1: „enthusiastic, keen“
2: „insane, crazy“

Lt. Cambridge Dictionary:

„offensive for testicle [als Substantiv]
silly, stupid, or strange“ [als Adjektiv]

Fazit: Man landet semantisch irgendwo in der Gegend von energiearmen männlichen Sonderlingen in schäbigen T-Shirts und Jeans, die mehr als verrückt nach Nirvana und Co. sind.
Passt zum Glück gut zu den Protagonisten des Buchs.

2.

Den Begriff „Grungy Nuts“ habe ich meinem Freund Lukas zu verdanken:

Es muss ungefähr 1994 gewesen sein, als er, der in der Schule mein Sitznachbar war, während einer Chemie-Stunde versucht hat, mich von eben diesem Bandnamen für unser jüngst gegründetes Rockmusiktrio, in dem er das Schlagwerk bediente und ich, zumindest anfangs, das elektronische Cembalo, zu überzeugen. Leider wusste ich damals noch nicht, was ich heute weiß, was „Grunge“ ist, nämlich (s. o.), und war deshalb (wie wir alle damals, immer, bei allen Vorschlägen, von wem auch immer) strikt dagegen. Ich kannte nur „Crunchy Nuts“, die Cornflakes. Und mit denen hatte die Musik, die wir machten (genauer gesagt: machen wollten, sprich: besprachen), nichts zu tun.

Lieber Lukas,

wir sitzen jetzt leider nicht mehr so oft nebeneinander, aber ich wollte Dir trotzdem mitteilen:
Nach vielen Mühen, Drangsalen und 24 Jahren, in denen ich nicht allzu viel anderes getan habe, als genau darüber nachzudenken, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass „Grungy Nuts“ doch ein ziemlich guter Bandname gewesen wäre. Noch besser als Deine nächste Idee, „ratlos„, womöglich.

3.

Kurzgeschichte des Grunge in Bildern:

1992

1994

2018

*

Ich hoffe, wir sehen uns bei der ersten Lesung aus „Grungy Nuts“: 16.08., 20:00, ORF Hör- und Seebühne Graz-St. Peter!

 

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