Andreas Unterweger

„Von den Leibnitzer Elefanten“ (20 Jahre Galerie Marenzi)

Posted in Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 31. Oktober 2018

Nachtrag zum Termin:
28.10., 16:00, Lesung von Andreas Unterweger. Außerdem liest: Bodo Hell. Musik von Sir Oliver Mally u.a. Geburtstagsfest: 20 Jahre Galerie Marenzi, Altes Kino, Leibnitz.

(c) Klaus-Dieter Hartl

 

Hier mein Textbeitrag zum Geburtstagsfest der Galerie Marenzi:

Von den Leibnitzer Elefanten

oder

Das unendliche Glück: 20 Jahre Galerie Marenzi

1

Meine erste Lesung hatte ich in Leibnitz. Vor (ca.) 20 Jahren saß ich eines Vormittags neben Wolf-
gang Bauer im Café Elefant und las, ohne Vorwarnung, ins entspannte Cafétreiben hinein ein Kurz-
drama vor. Dieses handelte von einem Herrn, der eines Vormittags entspannt im Café Elefant sitzt,
wo ihm, ohne Vorwarnung, ein Kurzdrama vorgelesen wird, das von einem Herrn handelt, der
eines Vormittags entspannt im Café Elefant sitzt und so – weiter kam ich nicht. Der Herr, der
tatsächlich dort saß, verließ das Café, noch bevor der Vorhang fiel – und damit fiel der Vorhang.

 

Über dem Platz des Herrn aber, hängt (seit damals?) ein Elefantenkopf. Genauer gesagt: Er steckt.
Als sei der Elefant, durch Donner oder ein Schüler-Moped in Panik geraten, von Osten her über
den Hauptplatz getrampelt, um dort, nach Anstiftung zu allerlei Sanierungsmaßnahmen (s. Sailler-
hof) in der Kaffeehauswand, das Hinterteil noch in reginas hair room, steckenzubleiben. Immer,
wenn Klaus-Dieter Hartl und ich im Elefant zusammensitzen, sitzen wir unter seinem braunen
Rüssel. Immer, wenn wir so zusammensitzen, schauen wir zum Rüssel hoch, der (noch?) stillhält.

 

Anmerkung:

Beginn eines elefantophilen Textes für Klaus-Dieter Hartl und die Galerie Marenzi. Was wäre
Leibnitz schon ohne seine Elefanten? Sind sie nicht ein „unendliches Glück“ – wie der Elefant im
Stück
Der Rüssel von Wolfi Bauer, das 50 Jahre verschollen war, bevor es 2015 von Hartl in Leib-
nitz gefunden wurde? Ist es nicht auch seiner Galerie zu verdanken, dass es in Leibnitz überhaupt
Elefanten gibt? Diese wundersamen Wesen … Jeder hört sie trompeten, jeder, der eine Ausstellung
der Galerie Marenzi betritt und dort die Augen öffnet (oder das Hirn? Das Herz?!) – um zu sehen.

 

2

Soweit der Text, den ich im September bei Klaus-Dieter Hartl abgeben musste, damit er in der zum Geburtstag der Galerie erscheinenden Broschüre abgedruckt werden konnte. Heute erscheint mir
der darin skizzierte Plan, die Galerie Marenzi und die von ihr ausgehenden/zu ihr hinführenden
Kunsttrampelpfade mit Wesen wie dem Elefanten aus Bauers Stück Der Rüssel gleichzusetzen
– als sei auch die Galerie, wie der Elefant im Stück, die wahrgewordene Fantasie eines Einzelnen,
die das (Lebens-)Klima einer ganzen Ortschaft auf den Kopf stellt! – freilich als allzu gewagt …

 

1. wäre es etwa völlig falsch, Leibnitz mit jenem Kaff aus Der Rüssel gleichzusetzen, dessen Be-
völkerung durch seichte Zerstreuungen, Bigotterie und Geldgier eingeschränkt ist. (Ich will ja in
Frieden hier leben.) Und 2.: Während der Elefant in Der Rüssel, bald nachdem er sich in einer Wand
verkeilt hat, erschossen wird, steckt die Galerie Marenzi schon seit 20 Jahren im steinernen Fleisch
von Leibnitz – vitaler denn je! Jeder, der die Augen offen genug hat, um ab und an eines der Aus
stellungsplakate zu sehen, spürt den belebenden Hauch, der ihren Rüsseln entströmt, im Gesicht.

 

Anmerkung:

Hälfte des elefantophilen Textes für Klaus-Dieter Hartl und die Galerie Marenzi … Notiz an mich
selbst: Vorsicht, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer (Notiz an mich selbst: der Einfachheit halber
in Zukunft immer von „Zuhör
enden“ sprechen), Vorsicht also, dass die Zuhörenden klare Bilder
vor Augen haben. Betonen 1.: Klaus-Dieter Hartl ist
kein Elefant. 2. Klaus sieht auch keine Ele-
fanten – schon gar nicht rosarote. 3. Auch für alle anderen LeibnitzerInnen gilt: In der Galerie
Marenzi gibt es keinerlei Elefanten zu sehen. Bis auf den aus dem Vergleich, um den ich hier ringe.

 

3

Als das Stück Der Rüssel gefunden wurde, schrieb die Kleine Zeitung: „Das Stück schien den
richtigen Finder ,gesucht´ zu haben. Schließlich kann man Klaus-Dieter Hartl, Kurator am Stadt-
museum Leibnitz [!], als ,Bauer-Kenner´ bezeichnen – wenn auch auf einer persönlichen Ebene.
Er kannte nicht nur Wolfis Vater Rolf (als Lehrer) sondern auch den Autor selbst (als Nachbarn).
Kein Wunder, dass er aufmerkte, als er im Nachlass des Komponisten Franz Koringer auf ein Ty-
poskript stieß, das mit ,Wolfgang Bauer / „Der Rüssel“ / Eine Tragödie in elf Bildern´ betitelt war.“

 

Bemerkenswert an diesem Artikel: 1. Sein Inhalt. 2. schien der Autor, wohl ein Ortsfremder
(Grazer …) und eher in der Literatur zuhause als in der bildenden Kunst, eingeschränkt von der Gat-
tung Zeitungsartikel die Erwähnung dessen, dass Klaus-Dieter Hartl auch (v. a.!) die Galerie Ma-
renzi leitet, glatt aus seinem Typoskript gekürzt zu haben. Ich bin sicher: Der Verfasser würde sich
heute zur Sühne gern selbst öffentlich in den Hintern treten. Aber diese Vorstellung (ein Zeitungs
schreiber, der so einen Fehler zugibt!) ist einfach zu schön, als dass sie Wirklichkeit werden könnte.

[tritt sich selbst in den Hintern]

Anmerkung:

3/4 des Textes für Klaus und die Galerie sind vorüber … Notiz an mich selbst: Ein heikler Moment.
Du kannst nur darauf vertrauen, dass die Zuhörenden und Zuhörendinnen … äh, nein (Notiz: lieber
einfach „Publikum“ sagen), vertraue also darauf, Andreas, dass das Publikum
versteht, dass dies
kein billiger Witz war, sondern ein
poetischer Act, der mit dem Sprachbild von der utopischen
Elefantenkraft der Galerie im Gleichschritt dahintrampelt. (Notiz an mich selbst: Dem Publikum
vertrauen: Was soll schon schiefgehen?
Ich habe mich immer auf die Güte von Fremden verlassen.)

 

4

Nun aber zum Wesentlichen. Und das ist, nicht nur heute, nicht der Fakt, dass Klaus-Dieter Hartl
den Rüssel wiedergefunden hat. Zwar hätte es ohne ihn keinen Abdruck des Stücks in den manu-
skripten
gegeben, keine Premiere im Akademietheater, keinen Regisseur, der dumme Kommentare
über das Stück schiebt, bevor er ein anderes, gleichnamiges aufführt, ohne ihn keine Grazer Kunst-
schickeria bei der Premiere in Wien und kein „Wolfi-Bauer-Revival“ (schon vorbei). Und das alles
ohne ihn – denn niemand dachte daran, Klaus auch nur eine einzige Premierenkarte anzubieten …

 

Nein, heute darf keine Gelegenheit verpasst werden, Klaus-Dieter Hartl danke zu sagen. Danke
nicht für den Holzelefanten, der im Akademietheater auf der Bühne stand, sondern für den 20 Jahre
alten, nein, jungen Weltkunstarbeitsdickhäuter namens Galerie Marenzi, den Klaus in regelmäßiger
Topform in Leibnitz aufstampfen lässt. Dass dieser hier im Marenzihaus quasi auf der Stelle tritt,
ist kein Manko – er soll ja auch nicht sich selbst vorwärtszubringen, sondern Leibnitz. Genauer
gesagt: die Art und Weise, wie man, in Leibnitz, sieht (hört, riecht usw. Sprich: wie man hier lebt).

 

Anmerkung:

Nun ist das Ende des Textes für Klaus bald erreicht. Mist – denn Wesentliches blieb noch ungesagt.
1. Dass ich erst seit zwei Jahren hier lebe und deshalb nicht auf die Ausstellungen 1998-2016
eingehen kann (obwohl ich viele gerne gesehen hätte). 2. Dass die Galerie Marenzi in den zwei
Jahren hier dennoch zu meiner Lieblingsgalerie wurde (Lieblingsausstellungen: David Reumüller
und Heinrich Kühn). 3. Das russische Wortspiel
slon (= Elefant)/son (= Traum)! Und 4: Dass der
letzte Satz unbedingt so lauten muss: „Danke, lieber Klaus-Dieter Hartl, für die Galerie Marenzi!“

***

Und hier noch einige Schnappschüsse von diesem ebenso gelungenen wie lustigen Fest – in chronologischer Reihenfolge:

Das neue Alte Kino in Leibnitz – mit von Paginnen bedienter Schiebetür, sehr nobel:

Ausstellungsplakate aus den 20 Jahren:

Der Saal füllt sich:

Der Star des Abends und Leiter der Galerie Marenzi, Klaus-Dieter Hartl:

Immer gut: Blues-Legende Sir Oliver Mally:

Das klassische Duo Kathrin Ully und Christina Hörmann, wow!

Herr Teissl (der Dichter des Bruders, nein, umgekehrt) spielt „Dear Prudence“:

Werner Reiterer mit seinem Grundsatzstatement:

Das Pop-Duo Unterweger und Teissl:

Bodo Hell mit seinem beeindruckenden Endlosgedicht:

Der große Götz Bury begeistert mit seiner Galamontur:

Der Büchertisch: Mit dem höchst anschauenswerten Geburtstagskatalog, „Ein trüber, zerkratzter Spiegel. Positionen aus einem Versuchslabor. mirnichtsdirnichtsquasiwievonselbst 20 Jahre Galerie Marenzi“ und anderen empfehlenswerten Publikationen:

Das Poesie-Duo Bodo Hell und Friederike Mayröcker:

Draußen vor dem Fenster in Leibnitz:

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Fast alles über … Salz 173

Posted in Adamsologie, ratlos, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 28. Oktober 2018

Mein Beitrag zu Heft 173 der Salzburger Literaturzeitschrift Salz, die unter dem Titel „lass rauschen. Über Songs schreiben“ dem Schreiben von Songs bzw. Songschreibern gewidmet ist, besteht aus 3 Texten.

Zum einen die Gegenüberstellung eines Songtextes, den ich 2005 für meine Band ratlos geschrieben habe („Fast alles“), und eines Textes über das Schreiben von Songs, wie es mir heuer von Ryan Adams im Computerfernsehen erklärt wurde.
Zum anderen ein Gedicht aus dem Jahr 2008, das ein berühmtes Zitat von Rolf Dieter Brinkmann auf den Kopf stellt („Liner Notes“).

Wie das Ganze auf einem Küchensessel liegend aussieht, sieht man auf diesen Fotos davon …

… wie das Ganze rein textmäßig aussieht, sieht man hier in den Worddateien von „Fast alles über Fast alles“ und „Liner Notes.

Ich empfehle dennoch den Erwerb der ganzen Ausgabe von Salz 173, schließlich finden sich darin zahlreiche weitere Beiträge von geschätzten KollegInnen wie Erwin Einzinger, Ernst Molden, Franz Adrian Wenzl (Kreisky, Austrofred), Ann Cotten, Xaver Bayer, Michael Köhlmeier u.v.a.m.:

Mit bestem Dank an die Herausgeberinnen Barbara Stasta und Magdalena Stieb für die Einladung und die so freundliche redaktionelle wie layouttechnische Betreuung!

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Blätterwirbel St. Pölten

Posted in Grungy Nuts, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 26. Oktober 2018

Nachtrag zum Termin:
23.10.2018, 19:00, Andreas Unterweger liest aus „Grungy Nuts“ (Droschl 2018). Droschl-Verlagsabend beim Literaturfestival Blätterwirbel. Außerdem lesen: Laura Freudenthaler, Antonio Fian. Musik von Christina Kapusta und Oliver Steger. Stadtmuseum St. Pölten, Prandtauerstraße 2, 3100 St. Pölten.

Von den Augsburger „Rauchzeichen“ zum St. Pöltner Literaturfestival „Blätterwirbel“ …

… das seinem Namen wettermäßig alle Ehre machte:

Windstill, rauchfrei und laublos hingegen der Droschl-Verlagsabend …

… im Stadtmuseum St. Pölten:

Annette Knoch skizziert eloquent 40 Jahre Verlagsgeschichte:

Minimal-Jazz von Christina Kapusta und Oliver Steger:

Ich bekomme noch schnell segensreiche Medizin von „Christus als Apotheker“ …

… bevor ich selbst literarische Arzeneien aus „Grungy Nuts“ verabreiche:

Danach lasen die geschätzte Kollegin Laura Freudenthaler (hier beim Soundcheck) …

… und der große Antonio Fian:

Beim Brötchenbuffet lernte ich dann noch eine meiner seltenen Nachnamensbasen kennen: Frau U.!

 

Ein paar Bilder aus dem schönen Norden Österreichs:

Himmel über St. Pölten bei Nacht …

… und bei Tag:

Skyline von St. Pölten morgens …

… und abends:

Danke, lieber Literaturverlag Droschl, für die Einladung nach St. Pölten!

Danke, liebes Festival Blätterwirbel, für die schöne Unterkunft!

Augsburger Rauchzeichen 2018

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 21. Oktober 2018

Nachtrag zum Termin:
18.10.2018, Andreas Unterweger liest Gedichte bei den „Augsburger Rauchzeichen“. Außerdem lesen: Michael Hammerschmid und Verena Stauffer. Brechthaus, Auf dem Rain 7, 86152 Augsburg (D).

Vielen Dank an die lieben Kuratoren und Organisatoren der „Augsburger Rauchzeichen“, allen voran dem Lyriker Max Sessner und dem Buchhändler Kurt Izidrovic, für den sowohl literarisch als auch menschlich gelungenen Abend im Geburtshaus Bertolt Brechts!

Wir österreichischen (manuskripte-)Dichter haben uns jedenfalls wohlgefühlt:

(c) Verena Stauffer

Ich selbst habe das Gedicht „Kabul“ und die beiden Zyklen „Fünf Freunde“ und „Die Eltern“/“Der Vater“/“Die Mutter“ gelesen.

Hier die Reise als Fotofibel:

Tag 1

Hinfahrt:

Grandhotel Cosmopolis Augsburg:

Hotellobby:

Hotelzimmer:

Ausblick:

Der Dichter …

… ins Brechthaus:

Backstage:

Publikum (u. a. mit dem Lyriker Gerald Fiebig, 1. Reihe rechts):

Michael Hammerschmid liest:

Verena Stauffer liest:

Ich lese:

Mit Brecht:

(c) Verena Stauffer

Mit Brechts:

Mit Brechts Haus:

(c) Verena Stauffer

Tag 2

Hotelzimmer:Ausblick:

Stadtbücherei:

Brechtshop (in der Buchhandlung am Obstmarkt):

Dinkelscherben:

Puppenkiste?

Rückfahrt:

 

Glückliche Wiederkehr:

Danke, liebe Freundinnen und Freunde in Augsburg, für die schöne Zeit!
Wenn ich in die Augen schließe, gehe ich immer noch in Augsburg herum, und es macht gar nichts, dass ich mich, immer noch, ständig verirre.

Le Livre jaune – extrait (La Barque dans l’arbre 2)

Posted in Das gelbe Buch, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 20. Oktober 2018

Große Freude mit der Publikation dreier Kapitel ausDas gelbe Buch“ (Droschl 2015) in Heft 2 der exzellenten französischen Literaturzeitschrift „La Barque dans l’arbre“.

Die Publikation dieser Auszüge verdanke ich ganz allein ihrem Übersetzer Laurent Cassagnau – vielen herzlichen Dank, lieber Laurent!

Laurent Cassagnau, der an der Uni Lyon als Germanist tätig ist und deutschsprachige Autoren wie Johann Wolfgang Goethe, Hans Blumenberg, Michael Donhauser oder Hermann Broch übersetzt hat, war es auch, der die Auswahl getroffen hat: Mit „Biber“/“Castor“ und „Meister der Verkleidung„/“Maître du déguisement“ sind zwei Klassiker am Start, dazu gesellt sich die bislang weitgehend unbeachtet gebliebene Auseinandersetzung mit Namen und Wesen des Holzfällers „Felix Qui“. Sollte es je eine Fortsetzung des „gelben Buches“ geben, wird hoffentlich auch noch sein Bruder, „Beatus Ille Qui“ (auf den mich auch Laurent aufmerksam gemacht hat), in Spiel kommen.

Au revoir, messieurs!

P.S., Update: „Le livre jaune“ wird im Frühling 2019 im Pariser Verlag „Éditions Lanskine“ erscheinen – ich bin sehr glücklich darüber!

 

„Kabul“ und weitere Gedichte (manuskripte 221, grazkunst)

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 18. Oktober 2018

Während ich auf dem Weg nach Augsburg bin, um dort gemeinsam mit Michael Hammerschmid und Verena Stauffer Gedichte vorzulesen, ist in zwei Grazer Kunstzeitschriften folgende lyrische Parallelaktion zu beobachten:
Mein Gedicht „Kabul“ findet sich sowohl in manuskripte 221 (auf Wunsch von Alfred Kolleritsch) als auch in grazkunst, der Zeitschrift der Kunstuniversität Graz, deren aktuelle Ausgabe dem Thema „Begehren“ gewidmet ist (mit Beiträgen von Robert Menasse, Robert Pfaller, Beat Furrer u.a.m.).

„Kabul“ variiert ein bekanntes Übersetzungsproblem aus dem Koran – angeblich sind mit den „Huris“, die im Paradies auf Märtyrer und andere Gerechte warten, gar keine Jungfrauen gemeint, sondern Weintrauben …
In den manuskripten wird „Kabul“ von den Gedichten „Qikiqtaq“ und „An einen, den ich kannte“ begleitet – Reaktionen auf Berichte über die Franklin-Expedition und (ein Gedicht von) Charles Bukowski.

 

 

 

 

 

Kabul

 

1

 

Wenn der Frühling kam, war wieder Krieg,

und wir achteten darauf, dass wir die Sonne,

wie wir es gelernt hatten, immer im Rücken

 

hatten. Auf den Terrassen all der Teehäuser

auf den Kabuler Boulevards besetzten wir

immer dieselben Plätze (die mit dem Rücken

 

zur Sonne), so dass für all die Mädchen, die,

damals noch, täglich ins Teehaus kamen, nur

noch die anderen, die in der Sonne, blieben.

 

Während die Mädchen somit, um uns sehen

zu können, gegen das Licht blinzeln mussten,

konnten wir die Mädchen ansehen, ohne zu

 

blinzeln. Und während sie die Augen, wegen

der Sonne, bald ganz geschlossen hielten (so

dass es uns, in ihren Augen, eigentlich nicht

 

mehr gab), gab es für unsereins, wenn er auf

diese Weise (großäugig) ein Mädchen ansah,

nichts, was mehr da war (nichts mehr, was da

 

war?) als sie … Ihre Haut war so hell, dass

man das Mark in ihren Knochen sah … Ein

Tuch auf ihrem Haar war besser als die Welt.

 

 

 

 

 

2

 

Für sie zu sterben war das Mindeste. Doch

mindestens genauso gut war es, hier so, die

Sonne hinter uns, zu sitzen, und die Mädchen

 

anzusehen … Wie sie so dasaßen, die Sonne

im Gesicht, die Augen (schwarz umrandet)

zu, musste ich jedes Mal wieder – das weiß

 

ich noch – an Weintrauben denken … Nicht

an Korallen, Perlen und Rubine, sondern an

Trauben, Weißweintrauben, solche mit sehr,

 

sehr hellem Fleisch … Aber in Wirklichkeit,

schon klar, waren es keine Trauben (oder

Korallen, Perlen und Rubine), die wir sahen,

 

sondern nur: Mädchen – Mädchen mit sehr,

sehr weißen Lidern, Mädchen, weiß von dem

Sonnenlicht, in dem sie saßen, warm von der

 

Sonne, und die Augen zu … Es waren weiße,

kristallklare Trauben. Alles, vom Himmel

bis zum Boden, war von ihrem Duft erfüllt.

 

 

 

 

 

 

 

3

 

Von uns aus hätte es bis in alle Ewigkeit so

(Teehaus-Terrasse, Sonne, Mädchen in der

Sonne) weitergehen können, aber: so ging es

 

eben nicht, nicht hier bei uns, hier in Kabul,

schon gar nicht hier, bei uns, in Kabul, wenn

der Frühling kam … Wenn der Frühling kam,

 

war wieder Krieg, und im Krieg sah man

keine Mädchen, konnte das nicht, wie auch,

sondern starb für sie – das war (das wussten

 

wir, die wir damals dort saßen, auch) der

Krieg: Wir starben für Mädchen, die es gar

nicht gab … Es gab ja nur das Teehaus und,

 

in der Sonne dort, die Mädchen. Wir sahen

die Gesichter, hell und: unsagbar klar … Was

sich in ihnen spiegelte, erleuchtete die Welt.

 

 

 

 

 

Qikiqtaq

 

1

 

Damals hatten wir jede Menge Schnee –

damals gab es das noch: richtige Winter!

–, und es lief gut für uns, richtig gut (All

 

well), lief wie auf Kufen, nein, wirklich

auf Kufen: unser Beiboot nämlich, das

wir mit Seifen und mit Seidentüchern,

 

Haarbürsten, Bibeln und goldenen Uhren

bis über die Freibordkante hoch beladen

hatten. Damals gab es das noch: echtes

 

Gold, wir verwendeten Taschentücher

aus Naturseide, und jeder von uns besaß

seine eigene mechanische Uhr … Heute

 

noch finden sich (haufenweise!, alles

echtes Handwerk!) unsere Schiffsöfen,

Schaufeln, Eispickel und Ruder auf dem

 

Archipel. Von ihr, der Großen, unserer

Pyramide, die wir aus Konservendosen

(erst ausgelöffelt, dann mit Kies befüllt)

 

errichtet hatten, ganz zu schweigen. Die

Dosen waren aus echtem, englischem

Zinnblech. Verlötet mit: reinstem Blei.

 

 

 

 

 

2

 

Denn darum geht es doch, nicht? Spuren

zu hinterlassen. Und ich meine nicht die

des Schlittens im Schnee. Ich spreche

 

von etwas anderem, Größerem … Und

sei es nur eine Line Earl Grey, Type für

Type übers Eis verstreut, ein Formblatt

 

unter einem Stein: so was setzt doch auf

jeden Fall ein Zeichen – und wenn dieses

unleserlich ist wie das Tagebuch eines

 

Maats … Ihr, habgierig, hinterhältig und

grausam, mit eurer Vorliebe für Blut und

Walfischspeck, könnt das natürlich nicht

 

begreifen. Doch wahrlich, ich sage euch:

Wer nicht vergessen werden will, muss

Spuren legen … Schnitte setzen … Und

 

sei es mit einem Messer – aus echtem

Silber, versteht sich, mit Monogramm –

auf Johns Oberarmknochen … John,

 

der den Schlitten zog wie ein Ochse. Ein

waschechter englischer Fleischberg von

Ochse. Der trotz des Hungers gut schlief.

 

 

 

An einen, den ich kannte

 

 

Wie all meine autobiografischen Gedichte / ist auch dieses hier an

jemanden gerichtet / den ich in Wahrheit nie kennengelernt habe

 

Nur seine schiefgelatschten Schuhe / kannte ich, & wie es ist, mit

einem Koffer aus Papier / in eine Stadt zu kommen, wo es regnet

 

& nichts im Bauch zu haben als Sehnsucht / nach einem ruhigen

Zimmer, billigem Rotwein / Zigaretten, Sinfonien von Brahms &

 

einer Schreibmaschine, die noch durchhält / eine letzte Nacht …

Von allen Schreibmaschinen in der Hölle / war deine die heißeste

 

die, von der selbst einer wie du / immer wieder schnellstmöglich

die Finger lassen musste / wohl deshalb hacktest du so auf sie ein

 

Wenn deine Hinterhofboxerfäuste / die Tasten schlugen, schlugen

Flammen daraus / zumindest stellte ich mir das damals oft so vor

 

Du warst ein Dichter, ich / ein Junge, aber nicht zu jung für diese

Art Brand, noch heute / hüte ich seine Nester unter nassem Papier

 

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Hart, aber book fair (Frankfurt 2018)

Posted in Grungy Nuts, manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 16. Oktober 2018

Frankfurter Buchmesse 2018 – und ganz Frankfurt jammerte.
Die Leute von der Buchmesse jammerten über zu wenige LeserInnen, die LeserInnen jammerten über zu viele Bücher, die AutorInnen über viel zu viele andere AutorInnen …
Ganz Frankfurt jammerte? Nein, eine Handvoll steirischer AutorInnen, JournalistInnen und Kulturschaffender strahlte um die Wette …

(c) Akademie Graz/Land Steiermark

Schließlich wurde ihnen die Freude und Ehre zuteil, als Teil einer Landesdelegation, unter der Führung von Kulturlandesrat Christopher Drexler höchstpersönlich (Mitte/best dressed), einen Abend, eine Nacht und einen Tag, und das auch noch hintereinander, auf der Buchmesse zu verbringen!

Talking about my delegation

Organisiert wurde diese Horizonterweiterung des steirischen Kulturlebens, an der ich erfreulicherweise teilhaben durfte, von der Akademie Graz (im Bild vertreten durch Astrid Kury, 2. v. r., und Heidi Oswald, 1. rechts der Mitte) – und zwar so trefflich und reibungslos, dass ich, ohne eine einzige eigene Entscheidung zu treffen, vom Flughafen Graz-Thalerhof bis zum berühmten Österreich-Empfang im Städel-Museum in Frankfurt gelangte. Eine angenehme Art zu reisen – vielen Dank!

Im Städel-Museum führte mein erster selbstbestimmter Schritt – der in den Schatten von Kulturminister Gernot Blümel nämlich, aus dem heraus ich ein, zwei Fotos einer berühmten Persönlichkeit schießen wollte (nein, ich meine nicht die geschätzte Direktorin der Steiermärkischen Landesbibliothek, Katharina Kocher-Lichem …

… sondern diesen local hero …

) – freilich dazu, dass die Security mich aus dem nur österreichischen Kulturministern samt Entourage vorbehaltenen Obergeschoss in den Keller bzw. Hinterhof des Museums bugsierte … Was für ein Glück – fand dort doch das Galabuffet statt! Ich begann also erst gar nicht damit zu jammern, sondern strahlte aufs Neue – diesmal im Kreise meiner Homies vom Grazer Literaturverlag Droschl, die natürlich auch, als eigene Delegation, auf der Buchmesse alle Hände voll zu tun hatten:

(v. l. n. r., hinten: Lektor Christopher Heil, Autor ich, Verlegerin Annette Knoch,
vorne: Autorin Ally Klein, Pressedame Julia Marquardt.
(c) Literaturverlag Droschl)

Nach zahlreichen Gesprächen mit Persönlichkeiten des österreichischen, deutschen und sogar schweizerischen Literaturbetriebs sowie der Wiedervereinigung mit der Delegation des Ministers …

(c) BKA

… begaben wir uns mit einem Großraumtaxi (dessen Chauffeur über die geringe Zahl an taxifahrenden Messegästen jammerte), in die Hotelbar, wo im Rahmen einer innersteirischen, aber interdisziplinären Nachbesprechung des Empfangs die Vorbesprechung für eine der aus steirischer Sicht wesentlichsten Veranstaltungen der Buchmesse, das manuskripte-Sektfrühstück am nächsten Morgen, stattfand.

(Konzeptkünstler und Lyriker Jimi Lend, Romancière Nava Ebrahimi)

(Angelika Reitzer: Prosa und Drehbuch, Alter Egon: Prosa, Lyrik, Rockmusik)

Das Geheimherz der Buchmesse

… schlug, soviel steht fest, am Donnerstag, 11.10.18, zumindest für zwei Stunden lang (10-12) am, im und rund um den Stand des Hauptverbands des österreichischen Buchhandels, wo die manuskripte, älteste und renommierteste Literaturzeitschrift Österreichs, ihr Sektfrühstück veranstalteten.

So stand es in der Einladung …

… hier …

… kaufte ich ein …

… und erreichte dann auch, sicher geleitet und beim Tragen unterstützt von den Damen und Herren der Delegation plus einem jammernden Frankfurter Taxifahrer, als Erster den Schauplatz:

In den folgenden zwei turbulenten Stunden bewirtete ich die zahlreichen Interessierten, darunter AutorInnen wie Daniel Wisser und Mareen Bruns …

… Robert Huez vom Literaturhaus Wien …

… die extra für das Sektfrühstück aus Köln angereiste Autorin Roswitha Haring …

… JournalistInnen wie Ute Baumhackl, Michaela Reichert und Christoph Hofer …

… Jimi Lend, Astrid Kury und Heidi Oswald …

… Nava Ebrahimi und Wolfgang Lampl …

… Angelika Reitzer und viele andere mehr …

… mit Bio-Prosecco, Bio-Brezeln und der „besten Information, wie es mit der Literatur weitergeht“!

Anschließend ein zweites Sektfrühstück mit der Delegation, Come-together mit Starautor Ilja Trojanow …

(c) Akademie Graz

… und Zaza Burchuladze …

… ein hastiger Blick aus dem Glastunnel …

… und ab zum Stand des Literaturverlags Droschl …

(c) Literaturverlag Droschl

… der bekanntlich das Herz der Veranstaltung darstellt – sofern eine Halle weiter nicht gerade ein manuskripte-Sektfrühstück stattfindet.

Ach ja, ich habe ja in diesem Herbst auch ein Buch am Start.

Und da sind auch schon wieder meine Homies!

(Bildbeschreibung s.o., diesmal mit Henrike Blum, Presse Österreich, ganz links.
(c) Literaturverlag Droschl)

Danach ab zum Lesestudio des Literadio: erst Angelika Reitzers Lesung aus ihrem sehr empfehlenswerten Roman „Obwohl es kalt ist draußen“, dann mein eigener Auftritt mit Redakteur Herbert Gnauer. In dem rund halbstündigen Gespräch erzählte ich mehr über „Grungy Nuts“ als je zuvor: hier der Bericht mit Link zur Audiodatei!

(c) Regina Leibetseder-Löw

Nach einem kurzen Abstecher zum Sekt-Empfang des Droschl-Empfangs (40-Jahr-Jubiläum: herzlichen Glückwunsch!), dem dritten Sektfrühstück des Tages …

(c) Literaturverlag Droschl

… ging es zum ersten (und letzten) gemeinsamen Abendmahl der Delegation:

(c) Akademie Graz

Dort trennten sich unsere Wege. Während das Gros der Landesdelegation den Nachtflug zurück nach Graz nahm, hielten der Performance-Lyriker Jimi Lend und ich auch noch bei der erstmals veranstalteten Messeparty der Verlage im Literaturhaus Frankfurt die Stellung. Und da waren ja auch wieder meine Homies!

(c) Literaturverlag Droschl

Hier sieht man Jimi Lend und mich beim Gedankenaustausch mit Adrian Kasnitz vom Verlag Parasitenpresse und der Fotografin:

(c) Kinga Toth

Mit vereinten Kräften gelang es Team Droschl, beim Wettfeiern der Verlage so manch größeres Unternehmen in den Schatten zu stellen! Es war also alles wie in Wirklichkeit, beim Wetteifern … Bravo, …

(c) Literaturverlag Droschl!

Am nächsten Morgen: Noch einmal auf die Buchmesse! Dazu durch das Stadtzentrum. Nanu, wohin sind die kleinen Fachwerkhäuschen von gestern Abend verschwunden?

… dann noch einmal zum Droschl-Stand …

… und zurück …

… durch die Straßen von Frankfurt …

… zum Flughafen …

… und nach Hause! Dort wurde ich mit veganer Erdnuss-Grungy-Torte …

… und Ernte-Punk-Fest stilecht willkommen geheißen. Außerdem waren mir die Berichte über die Reise der Delegation quasi vorausgereist:

Besten Dank an die Damen und Herren vom Land Steiermark, die unser Steuergeld auf diese sinnvolle Weise investiert haben!
Und danke, sehr geehrte Damen von der Akademie Graz, für die perfekte Organisation!

Die Reise war nicht eben unintensiv, aber unbezahlbar, was das Knüpfen und Pflegen von Kontakten anbelangt: eine wichtige Horizonterweiterung – und lustig!

Grotesk oder sublim? (Lesung Literadio in Frankfurt)

Posted in Grungy Nuts, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 12. Oktober 2018

Nachtrag zum Termin:
11.10.2018, 16:30, Andreas Unterweger liest aus „Grungy Nuts“ (Droschl 2018) bei Literadio, Stand der IG Autorinnen Autoren Halle 4.1 B33, Frankfurter Buchmesse.

Gestern habe ich auf der Frankfurter Buchmesse so viel über „Grungy Nuts“ erzählt wie noch nie. Rund eine eine halbe Stunde dauerte das Gespräch auf Literadio, das Redakteur Herbert Gnauer mit tiefem Hintergrundwissen und dem gebotenen Witz leitete. Dazu lese ich noch die erste Seite der ersten Erzählung im Buch, „Koffeinismus“.

Das Gespräch ist hier zur Gänze im CBA-Archiv nachzuhören!!!

Unten noch einige der gelungenen Fotos von Regina Leibetseder-Löw.

Vielen Dank, liebes Team von Literadio, für dieses schöne Erlebnis! Es war der Höhepunkt meiner diesjährigen Frankfurt-Reise.

Alle Fotos (c) Regina Leibetseder-Löw

„Andreas Unterweger: Grungy Nuts Erzählungen, gebaut aus grotesken Einfällen und brillant gebauten Satzgebilden. Unterwegers Fabulierkunst kennt dabei keine Genregrenzen. Beteiligte: Andreas Unterweger (Autor/in) Herbert Gnauer (Redakteur/in)“ (Literadio)

„Eine Mischung aus Nirvana und Arnold Schönberg“ (Buchkultur zu „Grungy Nuts“)

Posted in Grungy Nuts by andreasundschnurrendemia on 7. Oktober 2018

Ich freue mich über Senta Wagners sehr freundliche Besprechung von „Grungy Nuts“ (Droschl 2018), die in der aktuellen Ausgabe der „Buchkultur“ unter dem Titel „Crunchy, nein doch Grungy Nuts“ erschienen ist – vielen Dank!

Schöne Sätze daraus:

„Die Protagonisten der vorliegenden Geschichten sind der erste Kaffee, der erste Liebeskummer, Bandproben, Musik und Drogen.“

oder

„Die Sprache Unterwegers tastet, ringt, stolpert, ruft aus, wiederholt, beschränkt und öffnet sich.“

oder

„Das Buch ist eine Mischung aus Nirvana und Arnold Schönberg.“

Arnold Schönberg, Foto (c) Man Ray,
gelb übermalt von yours truly

 

„Wir brauchen Tausende Don Quijotes“ (Über Fiston Mwanza Mujila)

Posted in Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 1. Oktober 2018

Mein Porträt von Fiston Mwanza Mujila ist nun online – auf der ARTfaces Galerie des Landes Steiermark (zum Lesen hier klicken!).

International gesehen einer der bedeutendsten Schrifsteller der Steiermark, und mehr als das.

Auszug aus dem Text:

„Fiston“, wie er von seinen Grazer Freunden und Bekannten, auch weniger engen, meist kurzerhand genannt wird, ist mittlerweile nicht nur dem Wohnort nach ein steirischer Autor. Tatsächlich beginnt sich in seinem Werk eine wundersame Symbiose aus afrikanischer und europäischer Kunsttradition abzuzeichnen, ein Brückenschlag über alle Grenzen und Ängste hinweg, wie er sonst nur der Musik, dem Jazz etwa, gelingt.

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Ich danke Werner Schandor für die gute Zusammenarbeit. Und Fiston Mwanza Mujila für die vielen Auskünfte und das fröhliche Zusammensein im Gastgarten des Botanik Cafés und anderswo!

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Veranstaltungstipp:

29.11.2018, 19 Uhr, Fiston Mwanza Mujila liest, Andreas Unterweger moderiert. Steiermärkische Landesbibliothek, Kalchberggasse, 8010 Graz.