Andreas Unterweger

„Das K von Don Juan“ (Catastrophes)

Posted in Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 29. Januar 2019

Kolossal! Krandios!! Kenial!! Jedenfalls eine kroße Ehre … Meine Erzählung „Don Juans“ spielt eine kapitale Rolle in Guillaume Métayers Essay „Le K de Don Juan“, den er für die französische Literaturzeitschrift „Catastrophes“ verfasst hat.
Der Text ist hier zur Gänze zu lesen!

Einige meiner Lieblingsformulierungen daraus:
„Diese Mischung aus Don Juan und der Prinzessin auf der Erbse“ (über den Inhalt von „Don Juans“), „k-Moll (oder -Dur?)“ (über die Tonart des Texts) und: „die Kapitale der Unbefriedigtheit“ – ihr Schauplatz).

Es handelt sich um Métayers vierten Beitrag zur Kolumne mit dem Titel „Après Babel“, die sich Übersetzungsproblemen im weitesten, freiesten Sinn widmet und dabei sozusagen „alphabetisch“ vorgeht.
Bisherige Beiträge nahmen ihren Ausgang bei Texten von Endre Ady (und dem Buchstabe Z), Aleš Šteger (A) und Frigyes Karinthy (D).

Guillaume Métayer, Dichter, Geisteswissenschaftler (an der Sorbonne), Übersetzer (aus dem Ungarischen, Deutschen, Slowenischen) und Freigeist, wird Graz als Styrian Artist in Residence im Juni und Juli 2019 (wieder) beehren. Er hat „Don Juans“ für die französische Literaturzeitschrift „Po&Sie“ (Heft 162) ins Französische übersetzt. Sein brillanter Kurzessay (in deutscher Fassung!) und die französische Übersetzung sind hier nachzulesen.

Im November 2018 wurde „Dons Juans“ vom Schauspieler Paul Tchakarian beim Festival „Livres en tête“ an der Sorbonne grandios gelesen.


(c) Bernhard Engel

Merci beaucoup, cher Guillaume! Ich freue mich sehr!

(c) Bernhard Engel

P.S. Hier gibt es übrigens die deutsche Fassung von „Don Juans“.

„Don Juans“ gewann 2009 den Literaturpreis der Akademie Graz und ist die eigentlich noch recht unkomplizierte Vorstufe zu der Erzählung „Das Liebesleben der Meerjungfrauen“ aus „Grungy Nuts“, in der sich 17 Meerjungfrauen tummeln, deren Vorname mit „M“ beginnt.

 

„Grungy Nuts“ im Café Museum

Posted in Grungy Nuts, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 26. Januar 2019

Nachtrag zum Termin:
14.01.2019, 19:30, Andreas Unterweger liest aus „Grungy Nuts“ (Droschl 2018). Und er bringt seine Gitarre mit. Café Museum, Operng. 7, 1010 Wien.

Ein sagenhafter Abend im Café Museum!
Insofern kann ich mich also Wolfgang Bauers Dichter Torquato Sagenhaft aus dem Opern-Libretto „Café Museum – Die Erleuchtung“ nur anschließen:

Und das sogar, obwohl das Café heute linoleumfrei ist!

Hier die wichtigsten Stationen des Abends im Schnelldurchlauf:

Schon die Anreise steht im Zeichen wachsenden Glamours: Oper …

… Rockopa …

… Operngasse:

Im Café dann überall diese schicken Plakate (für das Foto nachgestellt) …

… überall gute Bücher …

sehr gute Bücher …

… kurz: Wiener Kaffeehauskultur vom Feinsten!

Wir drehen noch schnell das erfolgreichste Internetvideo, an dem ich je teilhaben durfte: 5 spontane Antworten auf Fragen von Alexandra Kaminska, gestellt von Chefin Irmgard Querfeld höchstpersönlich:

 

… danach begrüßt Chefin Irmgard Querfeld das Publikum, und der Autor und Musiker Gerhard Loibelsberger, Organisator der Lesereihe, leitet launig ein:

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

Seine Bühnen-Partnerin, „Clown“ Heidi, knabbert derweil freundlich an ihrem Cafétisch:

Ich lese vor ausreservierter Kulisse aus „Grungy Nuts„, die Erzählungen „Koffeinismus“ und „Elf. Erzählungen“ …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… und spiele meine Grunge-Songs „Gegenteil„, „Bestraft die, die verlassen“ und, als Zugabe: „Ich habe mich in einen Clown verliebt“:

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

Hinterher: Großzügiger Geschenkskorb mit Kaffee, Marmelade, Notziblock …

… und ebenso kunstvoller wie schmackhafter Torte (konnte bei aller Reaktionsgeschwindigkeit leider nicht mehr im Ganzen fotografiert werden) …

… jede Menge Autogramme …

… freundliches Beisammensein …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… und Danksagung im Gästebuch …

… die auch heute noch nichts von ihrer Gültigkeit verloren hat:
Herzlichen Dank, lieber Gerhard Loibelsberger, liebes Team vom Café Museum, für diesen wunderbaren Abend!

Auch bei Roxana V. (?), der Gewinnerin eines Exemplars von „Grungy Nuts“ (Publikumsverlosung), bedanke ich mich herzlich für ihre gelungenen Porträt-Zeichnungen!

Dichtung …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… und Wahrheit

P.S.

Das war die Vorschau auf diesen Abend:

Wie cool ist das denn! Nächsten Montag lese ich im Rahmen einer „exklusiven Kaffeehauslesung“ in einem Opern-Libretto von Wolfgang Bauer*!

Vorschau: Andreas Unterweger liest aus „Grungy Nuts“ (Droschl 2018). Café Museum, Operng. 7, 1010 Wien.

Ich bringe zwar weder drei Bier, zwei Buttersemmeln usw. …

… noch Schlapphut und Mantel mit …

… dafür aber meinen Erzählband „Grungy Nuts“, die druckfrischen Ryan Adams-Übersetzungen, meine Gitarre …

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… und meine Brille.

Herzlichen Dank, lieber Gerhard Loibelsberger für die Einladung und den schönen Flyer (PDF)!!

Ich freue mich schon!

* Wolfgang Bauers Libretto findet sich in Band 9 der 2004 bei Droschl erschienenen Werkausgabe:

Nachwort von einem sehr jungen Germanisten und Rettungsfahrer:

Ryan Adams: „Unendlichkeitsblues“. Gedichte

Posted in Adamsologie, Unendlichkeitsblues by andreasundschnurrendemia on 5. Januar 2019

Meine Übersetzungen ausgewählter Gedichte von Ryan Adams sind nun als Gedichtband mit dem Titel „Unendlichkeitsblues“ bei Edition Yara erschienen – ich freue mich sehr!

Mein Dank gilt dem Autor …

… der Verlegerin/Lektorin/Coverfotografin Bernadette Schiefer und jenen Freundinnen und Freunden, die mir bei der Übersetzung geholfen haben: Andrea Scrima, Barbara Schrammel, Gertraud Dayé, Johannes Wally und Sarah Stadler.

Was nicht in der Kurzbio steht: Ryan Adams ist mein Lieblingssänger – warum, sieht und hört man hier:

Usw.

Ich habe 2014 oder 2015 mit den Übersetzungen begonnen. Damals habe ich auch eine Projektbeschreibung für die Rechteinhaber bzw. Verlage verfasst, hier ein Auszug daraus:

„„17 Gedichte / maximal / mindestens aber 3“ schreibe er täglich auf seiner „Intensivstation Schreibmaschine“, heißt es in „Infinity Blues“, Adams´ erstem, 2009 erschienenem Gedichtband (dem, bei dem Arbeitstempo nicht verwunderlich, noch im selben Jahr „Hello Sunshine“ folgte).

Diese Gedichte, falls es denn welche sind (der Schriftsteller Eileen Myles spricht in seiner positiven Kritik treffend von einem langen Selbstgespräch über die Grenzen des einzelnen Gedichts hinweg), thematisieren die autobiographischen Umstände, wobei der fast pathologisch anmutende Liebeskummer eindeutig das Leitmotiv darstellt.

Adams´ Texte begegnen dem persönlichen Jammer freilich nicht unreflektiert: der Akt des Schreibens und die Möglichkeiten bzw. die Limitierungen der (eigenen) Sprache werden immer mitbedacht. Das reicht von selbstironischem Understatement („Ich halte die Sprache einfach / ich sage mir: „es muss mehr wie E. E. Cummings sein“ / aber in Wirklichkeit habe ich nur Angst / vor Rechtschreibfehlern“) bis zu der komplexen, die Techniken des luziden Träumens mit jenen des Schreibens verschmelzenden Poetik, die im Gedicht namens „Traumzeilen für Kritiker“ formuliert wird.

Prominente Kollegen wie Stephen King oder Cameron Crowe waren von Adams´ Lyrik  angetan. King schrieb: „The images are vivid and the voice is honest and powerful.“ Crowe sprach von „soul poetry of the highest order““

Ryan Adams: „Unendlichkeitsblues“ ist hier zu bestellen! Zum Spottpreis von 5 Euro pro Stück!

Die 17 Gedichte von Ryan Adams sind den Gedichtbänden „Infinity Blues“ und „Hellosunshine“ von Ryan Adams entnommen und wurden zuerst bei Akashic Books, NY, im Jahre 2009 veröffentlicht.

Die Rechte für die deutschsprachige Veröffentlichung wurden vom Verlag Edition Yara mit Unterstützung des Landes Steiermark 2017 erworben.“

P.S.
Weitere Spuren von Ryan Adams in meiner Arbeit finden sich u. a. hier:

In „Fast alles über Fast alles“ in Salz 173,

bei der Aktion „Muca Maca“

(c) Boris Jausevec, Vecer

… und sogar hier:

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