Andreas Unterweger

„Als ich kein Waldbauernbub war“ (Kleine Zeitung v. 25.12.2019)

Posted in Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 25. Dezember 2019

Heute auf S. 4 und 5 der Kleinen Zeitung: meine ultimative Weihnachtsgeschichte!

Vor rund 25 Jahren habe ich das erste Mal versucht, sie schreiben, nun gab es endlich eine Deadline.
Ich danke Ute Baumhackl und Martin Gasser für die freundliche redaktionelle Betreuung!

All jene, die keine Zeitung aus den Ständern ergattert haben, können den Text via Digital-Abo der Kleinen Zeitung nachlesen.

Oder gleich unten stehend – dann eben freilich ohne die tolle Illustration von Margit Krammer.
Wie auch immer: Frohe Weihnachten!

 

Als ich kein Waldbauernbub war

 

 

Ich war nie ein Waldbauernbub. Trotzdem sehen die Weihnachten meiner Kindheit in der Erinnerung den Bildern aus Peter Roseggers Als ich noch der Waldbauernbub war verdächtig ähnlich. Genauer gesagt: Den Bildern aus der dazugehörigen Fernsehserie – schließlich konnte ich in jenen Weihnachtsferien, von denen hier die Rede ist, noch nicht lesen. Dafür aber wurde die Serie Aus der Waldheimat damals zum ersten Mal ausgestrahlt. Gut möglich also, dass so manches Element der folgenden Weihnachtsgeschichte gar nicht wirklich passiert, sondern aus dem Feiertagsfernsehprogramm in mein Kindergehirn hinübergeflackert ist …

Andererseits: „Viel Schnee“ lag damals jedenfalls in beiden Realitäten, Bauernhäuser kauerten da wie dort an steilen, dicht bewaldeten Hängen, und auch dass man den Buben, der ich damals war – eben ganz genauso wie den Waldbauernbuben in Roseggers Als ich Christtagsfreuden holen ging –, am 24. Dezember mit einem wichtigen Auftrag in den Winterwald hinausschickte, ist Tatsache.

Aber der Reihe nach.

 

Als ich noch kein Waldbauernbub war, scheute meine Familie weder treats noch tricks, um mir den Glauben ans Christkind zu bewahren. Diesem schrieb ich Anfang Dezember einen Brief, dann tat sich lange gar nichts, dennoch erstrahlte am Heiligen Abend, kaum dass das Glöckchen geläutet hatte, im Esszimmer ein imposanter Christbaum – umringt von ebenso schatten- wie sagenhaften Geschenken.

Es war wirklich ein Wunder. Keine hektischen Hamsterkäufe, kein Herumhantieren mit einem übergroßen, stacheligen Stück Forst, kein „Stress durch ,Wir schenken uns heuer nichts‘-Geschenke“ … Nein, all die Plackerei, die bestimmt auch schon damals, als man noch fest daran glaubte, citoyen zu sein und nicht bloß consumer, zu Weihnachten anfiel, erledigte bei uns das Christkind.

Freilich: Es hätte mich misstrauisch stimmen können, dass besagtes Esszimmer in den Vorweihnachtstagen stets abgesperrt war. Und dass alle anderen Familienmitglieder dennoch, zunehmend abgekämpft, dort ein- und aushuschten, und nur ich allein keinen Schlüssel besaß. Aber: Ich war kein argwöhnisches Kind. Im Gegenteil. Niemand hätte von mir behaupten können, dass ich einer sei, der den Realismus der Magie vorzog … Fakt ist: Ich schöpfte nie Verdacht. Ich habe mich immer auf die Ehrlichkeit meiner Nächsten verlassen.

 

Weihnachten verbrachten wir im Haus der Großeltern, in der Weststeiermark, an der Ostseite des Reinischkogels. Von den Balkonen und Fenstern des Hauses aus sah man an klaren Tagen über Hunderte Hügel, Graz und die Riegersburg hinweg bis nach Ungarn.

Am spektakulärsten war jedoch, jedenfalls im Advent, die Aussicht bei Nacht. Kaum ging die Sonne unter, erstrahlten in den Nachbarsgärten mehrere mit elektrischen Lichterketten beleuchtete Christbäumchen. Diese schienen mir Wunderwerke der Technik. Jedenfalls staunte ich bei ihrem Anblick nicht schlecht – kaum schlechter etwa als neulich, als mein Schwager sein Küchenregal mit einem weiblichen Vornamen ansprach und dieses daraufhin tatsächlich antwortete.

Aber so weit sind wir noch nicht. Noch ist es früh, früher Nachmittag an einem 24.12. Anfang der 80er, und ich lasse die Tür zum Esszimmer nicht mehr aus den Augen. Nun kann es nicht mehr lange dauern, bis das Christkind kommt! Und wirklich: Schon erzittert der Boden, nähern sich Schritte – ach, es ist nur der Großvater, der mich von meinem Wachtposten holt. Warum? Nun, es ist wie verhext – und jedes Jahr dasselbe. Just jetzt, da das Christkind endlich tatsächlich vor der Tür steht, müssen wir beide los, um einen unaufschiebbaren Auftrag auszuführen!

Freilich: So viel nicht-altersgerechte Verantwortung wie dem Waldbauernbuben, der im Morgengrauen hinausgeschickt wird, um in einem Ganztagsgewaltmarsch Schulden einzutreiben und die Zutaten für das Festmahl der ganzen Familie zu besorgen, lud man mir nicht auf die Schultern. Und doch: „Peter“, nein: „Andreas“, sagte mein Großvater, „jetzt höre, was ich dir sage. Wir nehmen deinen Schlitten, denn es ist viel Schnee. Da haben wir eine Flasche Schilcher, die bringen wir dem Onkel und der Tante in ihrem Knusperhäuschen, sie werden sich daran laben.“

Das war alles gut und recht. Den Schlitten nahm ich in die rechte Hand, die rechte Hand des Großvaters in die linke. Und so stapften wir davon, fort von dem Haus, wo jeden Augenblick das Christkind landen konnte – so, wie wir in jener Zeit des Jahres alle Jahre wieder just dann, wenn es spannend wurde, davongestapft waren.

 

Der Onkel und die Tante bewohnten in Wirklichkeit kein Knusper-, sondern ein Schrebergartenhäuschen, und sie waren auch gar nicht meine echten Tante und Onkel, sondern ich hatte sie nur so gern, als wären sie‘s. Trotzdem erging es mir dort immer wie dem Hänsel im Märchen. Sprich: Ich wurde gnadenlos gemästet – glücklicherweise ohne kannibalistische Absicht.

Jener Heilige Abend bildete da keine Ausnahme. Während mir das dritte Lebkuchenhaus noch ebenso gut schmeckte wie dem Waldbauernpeter seine eine Jausensemmel, übten sich der Onkel und der Großvater, im Hinblick auf den abendlichen Schmaus, im Fasten: „Wenn man nie und nie einen Mangel zu leiden hat, wie ist man da arm!“

Um die Zeit nicht nur mit Aphorismen totschlagen zu müssen, entkorkte der Onkel unser Geschenk. Dann beschenkte er den Großvater, sie schenkten sich gegenseitig ein, und nachdem auch dieses Präsent geleert, ein weiteres ausgepackt und sogar der Geist einer vergangenen Weihnacht seiner Schnapsflasche entstiegen war, wurde es langsam besinnlich …

Der Großvater erzählte Witze, erst witzige, dann welche, die ich nicht verstand, dafür lachte der Onkel Tränen. Nur die Tante fand dies weniger zauberhaft und zitierte den Realisten Rosegger: „Das schnelle Schlucken ist nicht gesund!“ Dass sie recht behalten sollte, zeigte sich bei Anbruch der Dämmerung, dem Zeichen zum Aufbruch, den der Großvater, unbewusst einem seiner Witze entsprechend, eher als Zusammenbruch interpretierte.

„Steh auf, Faulenzer“, sagte da die Tante zum Onkel, „jetzt höre, was ich dir sage. Du nimmst den Großvater beim Arm, denn der Pfad ist schlecht und die Stege vereist. Außerdem ist der Zustand des guten Mannes ganz allein deine Schuld!“

Und so stapften wir wieder davon, diesmal zu dritt.

 

Spaziergänge mit meinem Großvater waren immer schön, so lustig wie dieser aber war noch keiner gewesen. Die alten Herren sangen, schunkelten und tanzten mit vollen roten Wangen hinter mir her, und als wir den steilen Weg erreichten, der vom Wald zum Dorfteich hinunterführte, rodelten die zwei, zu meiner Begeisterung, neben mir den Abhang hinunter – und das ganz ohne Schlitten!

Die Schwierigkeiten begannen erst später – zuhause nämlich, wo uns die weitaus weniger festlich gestimmte Großmutter schon erwartete. Unter ihrer Weihnachtspredigt verblasste die gute Laune der Herren wie die Umrisse der Nachbarshäuser in der hereinbrechenden Dunkelheit. Während die Großmutter ihrem Gatten heim- und dem Onkel zurück in den Wald leuchtete, setzte ich mich in ans Fenster der warmen Stube und bestaunte die draußen erwachenden Lichter.

 

Ich hatte eine glückliche Kindheit, und mein Großvater war mein Held. Dass ich dieses eine Mal etwas länger auf die Bescherung warten musste als üblich – so lange nämlich, bis er wieder fit genug war, um „O Tannenbaum“ in der jugendfreien Version zu singen –, tat dem keinen Abbruch. Im Gegenteil. Schließlich sah ich ausgerechnet an diesem Heiligen Abend, just damals, als ich, satt vom Lebkuchen und müde vom Rodeln, am Fenster saß, zum ersten und einzigen Mal in meinem Leben das Christkind! Es bestand ganz aus Lichterketten und flog, einen strahlenden, über und über mit sterngelb funkelnden Geschenken beladenen Schlitten lenkend, am Haus vorbei …

Als ich mich umdrehte, saß hinter mir mein Großvater. Seine Wangen leuchteten nun wieder, und da wusste ich: Er hatte es auch gesehen.

Aber wir hüteten uns beide, etwas zu sagen.

„Mit spitzen Fingern“ (Über Sarah Kuratle)

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 22. Dezember 2019

Mein Porträt der Schriftstellerin Sarah Kuratle ist nun online: auf der ARTfaces- Galerie des Landes Steiermark: HIER KLICKEN! HIER KLICKEN!

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Sarah Kuratle bei der Präsentation der manuskripte 211.

Zwei Auszüge aus dem Text mit dem Titel „Mit spitzen Fingern. Sarah Kuratles literarische Überschreitungen der Wirklichkeit“:

„Bei unserer ersten Begegnung, 2015 anlässlich einer manuskripte-Präsentation, waren es freilich andere Schreibende, die uns zusammenführten. Sie war begeistert von der eben zu Ende gegangenen Lesung Ingeborg Horns. Ich interessierte mich für die Seminararbeit über Walter Benjamin, an der sie arbeitete. Ob sie auch literarisch schreibe, fragte ich. Sie schien zu verneinen, deshalb beglückwünschte ich sie: „Geschrieben wird eh genug!“ Ach, Andreas … Was du gesagt hast, mag zwar stimmen, aber: Wirklich gut geschrieben wird doch immer viel zu wenig!“

„An Literatur“, sagt Sarah Kuratle, „fasziniert mich als Leserin wie als Autorin, dass sie uns mit spitzen Fingern zurücklassen kann. Damit meine ich: sachte mit Feinheiten, feinfühliger und flexibler, was die Stelle angeht, wohin wir unsere Finger, dann vielleicht unsere Hände legen, wie lange wir sie dort lassen. An literarischen Texten, ob ich sie lese oder schreibe, reizt mich fast im selben Maße, dass, wenn überhaupt, die Phantasie ihre Grenzen steckt, dass sie uns die Wirklichkeit überschreiten lassen.“

*

Ich danke Werner Schandor für die gute Zusammenarbeit!

Und Sarah Kuratle danke ich für die vielen Auskünfte und das Beisammensein samt Lesetipps im Café Daniel und anderswo. Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen: weiter so, liebe Sarah!

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Literarischer Abend in der Apotheke Krems in Voitsberg

Posted in Das gelbe Buch, Grungy Nuts, Koffeinismus, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 21. Dezember 2019

Nachtrag zum Termin:
12.12.2019, 19 Uhr, Andreas Unterweger liest das Beste aus seinen Büchern. Apotheke Krems, Grazer Vorstadt 152, 8570 Voitsberg.

Nach Krems kam gleich die Apotheke Krems – und zwar in der Grazer Vorstadt – in Voitsberg!

Die Vorberichterstattung war großartigerweise opulent …

… das spektakuläre Buffet samt Buchtelplatten und eigens kreiertem Drink („Der Apotheker“) startklar …

(c) Kremser Apotheke

… nur einer fehlte … Wer? Der, der andauernd fröhlich über die Adresse gewitzelt hatte  …

Wer hätte auch ahnen können, dass es sich um eine Art Bermuda-Dreieck handelte?

Und so verirrte ich mich irgendwo zwischen Krems, Graz und Voitsberg dermaßen, dass die Lesung leider mit 20 Minuten Verspätung starten musste …

Ich danke den vielen Gästen, die ausgeharrt haben …

(c) Der Weststeirer

… darunter der Voitsberger Bürgermeister Bernd Osprian und die Gastgeberin, Mag. Alexandra Fuchsbichler:

(c) Der Weststeirer

Ich las aus „Das gelbe Buch“ …

(c) Der Weststeirer

… und „Grungy Nuts„. Anschließend gab es Buchteln, Palatschinken-Brötchen und  Apotheker-Drinks – so viel Spaß hatte ich in einer Apotheke noch nie!

Herzlichen Dank für die Einladung, liebe Alexandra Fuchsbichler, danke für die Vermittlung, lieber Droschl-Verlag!

(c) Der Weststeirer

„Dichter im Fokus: Catull“ (Literaturhaus NÖ)

Posted in gedichte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 13. Dezember 2019

Nachtrag zum Termin:
06.12.2019, 19 Uhr, Andreas Unterweger bei „Netzwerk : Poesie“. Ralph Dutli, Margret Kreidl, Judith Nika Pfeifer, Arne Rautenberg, Armin Senser, Gerhard Ruiss, Lydia Steinbacher und Andreas Unterweger lesen ihre Catull-Variationen; Special Guest: Jasmina Topić. Moderation: Christoph W. Bauer.  Unabhängiges Literaturhaus NÖ. Steiner Landstraße 3. 3504 Stein/Krems . Eintritt 10-12 Euro.

Zweifellos einer meiner schönsten Ausflüge dieses Jahres –  am besten daran: dass er gleich zweimal stattfand!

Eingeladen und hervorragend betreut von den Dichtern/Organisatoren Christoph W. Bauer, Michael Stiller und dem Team des ULNÖ Krems trafen sich die acht oben abgebildeten LyrikerInnen im Mai …

… im schönen Krems. Dort hörten wir mehrere Vorträge Christoph W. Bauers über Catull und erhielten 8 Übersetzungen von berühmten/typischen carmina, die er angefertigt hatte (darunter das einflussreiche „Kussgedicht“, carmen 5, mehrere mehr oder weniger obszöne Wutgedichte, aber auch Selbstmitleidig-Trauriges, die Sappho-Nachdichtung carmen 51 [„otium, Catull, ist nichts für dich“ …] und Catulls berühmtestes Gedicht, 85 [„Odi et amo“ – „Ich hasse und ich liebe …“).
Auf diese Texte sollte jede/r von uns über den Sommer mit jeweils einem eigenen Gedicht reagieren.
Im Dezember sahen wir uns und Krems wieder …

… und lasen die Gedichte bei der Präsentation dieser sowohl außen als auch innen schön gewordenen, sehr gut zu lesenden Anthologie:

(c) Literaturhaus NÖ

Hatte es im Mai eine Privatlesung gegeben, bei der nur wir Dichter und die Organisatoren anwesend waren (v.o.n.u.: Ralph Dutli, Margret Kreidl, Judith Nika Pfeifer, Arne Rautenberg, Gerhard Ruiss, Armin Senser, Lydia Steinbacher und ich)  …

(c) Arne Rautenberg

(c) Arne Rautenberg

… folgte nun der offizielle Teil der Veranstaltung:

Vormittags eine Lesung vor Schülerinnen und Schülern, zu der fast alle, deren Teilnahme vorgesehen waren, rechtzeitig kamen …

(c) Literaturhaus NÖ

(c) Literaturhaus NÖ

(c) Literaturhaus NÖ

.. abends dann die öffentliche Lesung im Literaturhaus:

V.l.n.r.: Christoph W. Bauer, io mio, Lydia Steinbacher, Armin Senser, Gerhard Ruiss, Arne Rautenberg, Judith Nika Pfeifer, Margret Kreidl, Ralph Dutli:

(c) Literaturhaus NÖ

Christoph W. Bauer stellte Catull und seine Kolleg*innen vor und las jeweils eine seiner Übersetzungen …

(c) Literaturhaus NÖ

… woraufhin wir reihum unsere dazu passende Variation vortrugen. 8 x 8 Variationen, alle ohne Ausgangsgedicht lesbar und verständlich, jede Stimme unverwechselbar – alles in allem: ein faszinierender Parcours!

(c) Lukas Cejpek

(c) Lukas Cejpek

Den Abschluss machte eine Lesung des gegenwärtigen Gastes in der Atelierwohnung des Literaturhauses, Jasmina Topic las mehrere ihrer Gedichte vor, Christoph W. Bauer die Übersetzungen des unvergessenen Fabjan Hafner:

(c) Literaturhaus NÖ

(c) Literaturhaus NÖ

Anschließend: Weinverkostung, Gespräche …

Ralph Dutli und Judith Nika Pfeifer

Christoph W. Bauer und Gerhard Ruiss

Lukas Cejpek und Michael Stiller

… und Büchertisch:

(c) Literaturhaus NÖ

Zwischen den Lesungen im Mai und im Dezember lag ein arbeitsreicher Sommer, der wohl nicht nur in meinem Fall gegen Ende August (Deadline!) zunehmend hektischer wurde.

Meine Catull-Versionen sind an diversen Schreibplätzen zwischen Leibnitz …

… und Kroatien …

… entstanden.

Es war keine leichte Arbeit, noch ein Stück intensiver als die letztjährige Schreibaufgabe durch das ULNÖ Krems. Resultat: noch ein Stück mehr Zweifel, noch ein Stück mehr Freude!

Lesungen aus meinen Catull-Variationen gab es bislang bei der Versopolis-Lesung in Frankfurt und bei der Poesiegalerie in Wien.

Als Beispiel mag das erste Gedicht aus der Reihe dienen, carmen 5.

Gaius Valerius Catullus:

Ego:

Die Anthologie ist hier zu bestellen: office@literaturhausnoe.at

Liebe Organisatorinnen und Organisatoren, liebe Kolleginnen und Kollegen, die gesammelten Abenteuer dieser Veranstaltungen waren mir – Besprechung für Besprechung, Lesung für Lesung, Weinverkostung für Weinverkostung – eine Riesenfreude! Ich hoffe, den/die eine oder andere/n von Euch bald wiederzusehen!

Und herzlichen Glückwunsch zu Euren gelungenen Gedichten, liebe Kolleg*innen!

Vielen Dank allen Fotograf*innen!

Und vielen herzlichen Dank, liebes Unabhängiges Literaturhaus Niederösterreich in Krems! Weiter so

***

P.S. Presse aus Serbien:

(c) Jasmina Topic

„En attendant Nadeau“ über „Le livre jaune“

Posted in Das gelbe Buch, Le livre jaune by andreasundschnurrendemia on 5. Dezember 2019

Ich freue mich sehr über eine neue Rezension zu Le livre jaune (Lanskine 2019), „Das gelbe Buch“ in der Übersetzung von Laurent Cassagnau in der renommierten Online-Zeitschrift „En attendant Nadeau“!

Mit der Dichterin Marie Étienne ist es eine Grande Dame der französischen Poesie, die sich ausgesprochen freundlich zu „Le livre jaune“ äußert:

„Man verschlingt die Seiten, oder schlürft sie ganz langsam, man reißt sich schwer los, so sehr ist dieses Universum verzaubert, aber beschrieben und wiedergegeben ohne jeglichen Schnörkel, mit keinem Wort mehr als jenen, die für den Ablauf der Geschichte benötigt und ihren überraschenden Schluss eben gebraucht werden.
Die Reise ins gelbe Land lohnt sich.“

Und als Textbeispiele gibt es, thematisch konsequent, die Kapitel „Die Pilze“ und „,Die Pilze'“ in französischer Übersetzung.

Hier auf Französisch zu lesen! Hier klicken!
Auch Rezensionen sind im Original immer besser!

(Die Ausnahme „Le livre jaune“ bestätigt die Regel.)

Merci beaucoup, Madame Étienne!

Metropolis Graz (ARTE)

Posted in Grazer Glossen, manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 1. Dezember 2019

Ab 1.12.2019 bis 28.02.2020 online verfügbar: „Metropolis Graz“, die Filmdoku von ARTE, in der ich mitwirken durfte:

Hier klicken! Hier klicken! Hier klicken!
(Wenn man die Sendung ansehen möchte, versteht sich.)

In weiteren Hauptrollen: Alfred Kolleritsch, Heidrun Primas, Günter Brus, Titus Probst und mein Nachnamensvetter Tom Unterweger, der Punksänger.

Jedenfalls gibt es in „Graz – Stadt der Kontraste“ viel Sehenswertes. Z. B. habe ich bei den Dreharbeiten gelernt, „natürlich zu gehen“*!

Aber auch davon abgesehen eine gelungene Produktion mit vielen wahren Sätzen über Graz.

Mein Dank gebührt Marco Giacopuzzi (unten links) und seinem sympathischen Team, mit dem ich einen nassen, kalten, aber dennoch sehr fröhlichen und produktiven Tag verbringen durfte!

 

* Bei strömendem Regen, ohne Schirm, wieder und wieder dasselbe Straßenstück entlang, während ein Kameramann rückwärts vor einem herläuft – auch eine Kunst!