Andreas Unterweger

„Poezije se veliko piše, a ne bere dosti“ (Delo v. 01.09.2020)

Posted in manuskripte, Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 1. September 2020
Heute in Delo, der größten slowenischen Tageszeitung: Die Journalistin Špela Kuralt hat ein langes „intervju“ mit mir geführt:

 

Die Themen:

Meine holprige Zweisprachigkeit, was ich mit den Celjer Jungdichter*innen im Workshop gemacht habe, meine eigenen Erlebnisse als Jungdichter, meine Schreibroutine, ob das Erbe Alfred Kolleritschs eine Ehre oder Bürde darstellt, die Autor*innen der manuskripte, Trends in der Gegenwartsliteratur, Prosa vs. Lyrik, Wunsch nach einem slowenischen Gedichtband und und und.

Hier ein paar Zitate aus dem ungewöhnlich offenen* Gespräch:

„Mit 17 dachte ich, ich sei ein super Dichter, weil ich 17 Gedichte am Tag schrieb.“

„Später versteckte ich, dass ich schrieb. Ich hatte einen Kollegen, der seine Gedichte immer begeistert herzeigte. Mir erschienen sie freilich sehr schlecht, und ich habe nicht und nicht verstanden, warum es ihm nicht peinlich war, so was herzuzeigen. Ein paar Jahre später sind wir beim selben Verlag gelandet.“

„Es gibt nicht viel Prosa, die auf der sprachlichen Ebene interessant wäre.“

„Die Leute schreiben gerne Gedichte, und Dichter lesen andere Dichter, aber die Mehrheit liest kaum Gegenwartslyrik (…) wenn man immer nur Paulo Coelho liest, versteht man das auch gar nicht mehr.“

Und so weiter. 🙂

Ich danke Špela Kuralt für das äußerst unterhaltsame und lehrreiche Gespräch im Café Evropa, Celje, Marjeta Malus vom Österreichischen Kulturforum Ljubljana für die Vermittlung und Kristian Koželj für die Einladung zu Izrekanja – celjski pesniški festival und seine herrlich herzliche Betreuung!
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* Ich dachte immer, ich sei auf Slowenisch ein besserer Mensch (der weniger spricht, keine Schimpfwörter kennt etc.). Vielleicht bin ich wegen der fehlenden sprachlichen Möglichkeiten aber auch einfach nur direkter – ob das nun besser ist oder auch nicht.

P.S.

Sehr gefreut habe ich mich auch über die Reaktionen meiner slowenischen Freundinnen und Freunde auf Facebook:

Špela Kuralt publizierte u. a. mein Gedicht „Die Mutter“ in der Übersetzung von Aleš Šteger:

Und Kristian Koželj, Organisator des Lyrikfestivals Izrekanja, Celje, veröffentlichte ein weiteres Gedicht, „Kein Gedicht“, diesmal in der Übersetzung von Urška P. Černe.

 

„Das diesjährige, süße Andreas Unterweger“ – die automatischen Übersetzungen von Facebook sind aber auch ein Hit! Vor allem auch der Gedichte! :-))

Die Originalfassung von „Die Mutter“ findet sich übrigens hier. Beide Gedichte sind Teil meines kleinen, dreisprachigen Gedichtbands „Poèmes“, ermöglicht von der slowenischen, europaweiten Lyrikplattform Versopolis:

© Lea Remic Valenti, Robi Valenti

Der lässt sich übrigens direkt bei mir bestellen. Kosten 5 Euro, no matter what Porto. Bei einer Auflage von 4000 Stück kein Problem. 🙂

 

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