Andreas Unterweger

„Wurde von ihm gewarnt, nicht zu freundlich zu sein“ (Achtzig 177)

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 20. November 2020

In der aktuellen Ausgabe von „Achtzig„, der Grazer Kulturzeitung:

Danke für den netten Besuch in der Redaktion, lieber Stefan Zavernik!

manuskripte in der Alten Schmiede

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 13. November 2020

Am 9.11. war ich mit den manuskripten in der Alten Schmiede zu Gast:

Wie down die allgemeine Stimmung in und um Wien auch immer gewesen sein mochte, die Veranstaltung fand glücklicherweise trotzdem statt. Ohne Publikum, aber im Livestream, dem doch eine stattliche User*innenschar beiwohnte.
So stellte ich also die Zeitschrift vor, hier das berühmte Heft 2 (feat. Wiener Gruppe) …

(c) Jana Volkmann, Alte Schmiede (danke!)

… spazierte durch die Geschichte der manuskripte, erinnerte an Alfred Kolleritschs Lebensleistung und führte danach die manuskripte-Autor*innen des Abends ein.

Den Auftakt machte Laura Freudenthaler, eben ausgezeichnet mit dem George-Saiko-Reisestipendium.
Sie las ihren absolut wunderbaren Text „Orangen abzugeben“ aus Heft 209 – ich war begeistert, man sieht´s:

(c) Jana Volkmann, Alte Schmiede

Sarah Kuratle, die jüngste Lesende und sozusagen meine erste Entdeckung für die manuskripte, las drei Gedichte (u.a. aus Heft 224) und einen Auszug aus ihrem aktuellen Romanprojekt „Greta und Jannis“ – feinsinnige Montagen abseits der Trampelpfade des Zeitgeistes.

(c) Jana Volkmann, Alte Schmiede

Man sieht es auf dem Foto nicht, denn da zucke ich noch vor mich hin – aber Hanno Millesi brachte mich mit seiner skurrilen, virtuos komponierten Textcollage aus diversen manuskripte-Publikationen (das sehr aktuelle Thema: ein Mann sieht sich das erste Mal in seiner Wohnung um, sieht sie zum ersten Mal wirklich …) einmal mehr zum Lachen:

(c) Jana Volkmann, Alte Schmiede

Letzte Lesung des Abends von Angelika Reitzer, die zwei längere, erzählende Gedichte (aus Heft 228 und 229 der manuskripte) zu den Themen des Jahres 2020 vorlas: Corona und der Tod von Alfred Kolleritsch.
Angelika ist für ihre Prosa berühmt, in der vordergründig wenig und im Hintergrund alles geschieht, erinnerte mit dieser Lesung aber auch daran, dass sie auch eine versierte Lyrikerin ist (die z.B. schon beim Finale des Leonce-und-Lena-Preises eingeladen war).

(c) Jana Volkmann, Alte Schmiede

An- uns abschließend stellte mir Lena Brandauer von der Alten Schmiede mehrere knifflige Fragen, die anderntags in Graz durchwegs gelobt wurde. Kein Wunder, dass ich mir zwischendurch, mitten in einem Exkurs zu Kolleritschs Meinung über Hölderlins „Hälfte des Lebens“ und die Digitalisierung, nur noch durch einen alles andere als vorgetäuschten, aber glücklicherweise harmlosen Erstickungsanfall samt Stimmverlust zu helfen wusste.

Ich danke Lena Brandauer, dem Team der Alten Schmiede und unseren manuskripte-Autor*innen für diesen trotz der widrigen Umstände äußerst gelungenen Abend!

Wien ❤

P.S.

Leseproben der genannten Autor*innen finden sich auf dem You-Tube-Kanal der manuskripte. Die Lesung in der Alten Schmiede war ja ursprünglich für April geplant und wurde dann, im Frühlingslockdown, dankenswerterweise nicht abgesagt, sondern verschoben worden. Damals hatten die manuskripte eine kleine Online-Ersatz-Lesung initiiert, bei der die Autor*innen durchwegs andere Texte lasen als am 9.11.:

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