Andreas Unterweger

„Wie es mit der Literatur weitergeht“ (Online-Doppelpräsentation manuskripte am 11.1.21)

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 8. Januar 2021

11.01.2021, 19 Uhr, Literaturhaus Graz
Online-Doppelpräsentation: “Wie es mit der Literatur weitergeht”
manuskripte 230 + Sonderpublikation zum 60. Geburtstag der manuskripte

Freda Fiala und Franz Weinzettl lesen aus manuskripte 230.
Vanessa Hannesschläger, Stefan Maurer und Harald Miesbacher diskutieren 60 Jahre manuskripte anhand der manuskripte-Sondernummer “Wie es mit der Literatur weitergeht”, die auf einem für April 2020 geplanten Symposium des Franz-Nabl-Instituts und der manuskripte basiert.

Moderation: Andreas Unterweger.

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manuskripte 230

„Das Glück zwischendurch“

„Schutzmäntel aus Lesestoff“ möge das letzte reguläre manuskripte-Heft des so schwierigen Jahres 2020 bieten – so Herausgeber Andreas Unterweger in seiner Marginalie. Deren Wirkung? „Dass sie den Abstand, den wir im Außen wahren müssen, im Inneren überbrücken.“

Die 230. Ausgabe der manuskripte spannt einen Bogen über die sechs Jahrzehnte, in denen die manuskripte die Literaturgeschichte bereichern, mit Beiträgen von Barbara Frischmuth, Jan Wilm, Hendrik Jackson u.v.a.m.

Bei der Online-Präsentation lesen die manuskripte-Förderpreisträgerin 2020 Freda Fiala (aus ihrem Reisegedicht regen) und Franz Weinzettl, dessen um Berührungen kreisenden Gesamtwerk ein eigener Schwerpunkt mit Interview und Fotos gewidmet ist.

Cover: Dorothee Golz, Madonna in der blauen Bluse (2011), © Bildrecht Wien
(Mit bestem Dank an die Leibnitzer Galerie Marenzi, wo Golz‘ Bild in der Ausstellung Konzept und Kunst noch bis 27.02.2021 zu sehen ist [derzeit online]).

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Wie es mit der Literatur weitergeht

60 Jahre Literaturzeitschrift manuskripte

Zum 60er unserer Zeitschrift erscheint parallel zu Heft 230 eine manuskripte-Sonderpublikation, die sich großteils aus den germanistischen Beiträgen eines für April 2020 geplanten und dann wegen der Pandemie abgesagten Symposiums des Franz-Nabl-Instituts im Literaturhaus Graz zusammensetzt.

Darin werden so vielfältige Themen wie die Verflechtungen zwischen der Beat-Generation und der Grazer Gruppe, Elfriede Jelineks alles andere als marginale Rolle im manuskripte-Kontext, Peter Handkes mehrsprachige Wortspiele in und um die Zeitschrift oder die jüngere Geschichte der manuskripte (ab 1995) detailliert betrachtet, zugleich werden aber auch Ausblicke gewagt.

Bei der Online-Präsentation diskutiert Andreas Unterweger mit den Germanist*innen Stefan Maurer (Thema: Elfriede Jelinek), Vanessa Hannesschläger (Peter Handke) und Harald Miesbacher, der eine umfassende Darstellung der jüngeren manuskripte-Geschichte beigesteuert hat.


Cover: manuskripte-T-Shirt und Foto von Leon Podesser

Beide Publikationen sind unter bestellung@manuskripte.at oder im Webshop der manuskripte erhältlich: http://www.manuskripte.at/webshop/ (Sonderpublikation ab Montag im Shop)

Eine Antwort

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  1. andreasundschnurrendemia said, on 9. Januar 2021 at 8:01 pm

    Zu Freda Fiala: Sie ist die aktuelle manuskripte-Förderungspreisträgerin.
    Unten meine Jurybegründung.
    Und hier der Link zu ihrer Videolesung aus Heft 227 der manuskripte (März 2020), eine gelungene Mischung aus Gedichtverfilmung und Kurzdoku, die mehr über sie aussagen mag, als es jedes Filmporträt könnte:

    —————

    MANUSKRIPTE-FÖRDERUNGSPREIS DER STADT GRAZ 2020 FÜR FREDA FIALA – JURYBEGRÜNDUNG

    Freda Fiala steht noch ganz am Anfang ihres Weges als Schriftstellerin. Und doch könnte man bei Lektüre ihrer bisherigen Veröffentlichungen (erschienen in manuskripte 224 und 227) ab und an den Eindruck gewinnen, sie befände sich bereits in jenem Terrain, das Arthur Rimbaud als Ziel jedes wahren Dichters ausgegeben hatte: im Unbekannten.
    „ich bin dort wo die / richtung des neuen noch steil ist“, heißt es etwa in manuskripte 227. Und tatsächlich sind es bislang unerforschte Positionen fernab der modischen Trampelpfade der Literatur, die Fialas Arbeiten nicht erst erreichen, sondern an denen sie bereits ansetzen.

    Formal handelt es sich um Hybride aus Lyrik und Prosa, die sich Verfahrensweisen des Films, des Hörspiels oder der bildenden Kunst bedienen und dabei selbstbewusst genug sind, um den Spagat zwischen kritischer Selbstreflexion und dem Beharren auf absoluter Unabhängigkeit zu vollbringen.
    Inhaltlich verschwimmen Reiseeindrücke, fremdsprachliche Elemente und die Auseinandersetzung mit, ja, sogar Einbindung von diversen anderen Kunstformen (Fotografie, Malerei, Theater, Musik …) zur Abbildung komplexer emotionaler Zustände, die über die Befindlichkeiten des einzelnen Ichs hinausreichen.

    Hier macht sich wohl der vielseitige autobiografische Hintergrund der 1993 in Graz geborenen und in der Steiermark aufgewachsenen Künstlerin bemerkbar: Freda Fiala forscht und arbeitet zurzeit als Dramaturgin für Theater und Performances in Taipei/Taiwan, wo sie auch ihre Kenntnisse des Mandarin-Chinesischen perfektioniert.
    Davor absolvierte sie ein Studium der Theaterwissenschaft und Sinologie sowie eine Ausbildung als Fotografin an der Akademie für angewandte Fotografie.

    Freda Fialas Weg in Richtung des Neuen mag steil sein, aber nicht nur in der Neurologie weiß man: Nur das Neue macht glücklich! Ihre Positionierung hart an der Steilwand des reizvollen Unbekannten ist jedenfalls deckungsgleich mit der Poetik der manuskripte und macht sie zur idealen manuskripte-Förderungspreisträgerin 2020.

    Andreas Unterweger


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