Andreas Unterweger

Literaturfestival Novotvar Bratislava 2021

Posted in gedichte, Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 10. Oktober 2021
Sprache. Kultur. (c) Novotvar

Am 8.10. reiste ich von der Poesiegalerie zum groß angelegten und gut besetzten Literaturfestival Novotvar in Bratislava.

Zur Begrüßung packte ich mein bestes Slowakisch aus – „for those who don’t speak English“ hier im Original:
„Dobrý večer! Som veľmi šťastný, že som tu! Ďakujem za pozvanie a veľkú podporu. Hotel je pekný a susedia sú veľmi milí.“

(c) Novotvar

Festivalleiter Peter Breznan überraschte mich auf der Bühne mit 2 schwierigen Fragen, wobei die erste, „How do you like Bratislava?”, eingedenk des nachmittäglichen Flanierens mit meinem lieben Freund Guillaume Métayer, dem Dichter und mitteleuropäischen Gesamtgenie aus Paris, noch relativ einfach zu beantworten war: “Bratislava is the Paris of the east!”

Die Laternen auf der Place Vendôme von Bratislava.

Die zweite, die das Zusammenspiel von Elternschaft und Kind-Sein in der Mitte des Lebens betraf, konnte ich mit meinen Gedichten „Der Vater“ und „Die Mutter“ beantworten, die von Terézia Klasová dankenswerterweise (und dem Vernehmen nach sehr gut) ins Slowakische übersetzt worden waren.

Weitere von Frau Klasová übersetzte Gedichte, die wir lasen, sind „Flug LH2344“, „Jedes Mal beim Rasenmähen“ (beide auch im Festival-Reader), „An einen, den ich kannte“ und „Kein Gedicht“.

Im Reader finden sich auch noch „Großvatersprache“, „Die Sonnenblumen“ und „Klimatologen“ in der englischen Übersetzung von Greg Nissan für Versopolis.

Meine weiteren Höhepunkte des Abends: der Auftritt der großen ungarischen Schriftstellerin Tóth Krisztina (s. auch manuskripte 231) …

… der Tanztruppe von Jana Terekova mit ihren unheimlichen Verwicklungen …

(c) Novotvar

… des deutschen Lyrikers Ron Winkler, dessen Gedichte ein ganz eigenes sanftes Gesetz zum Klingen bringen …

… des ungarischen Perkussionisten und Naturlyrikers Sirokaï Mátyás

… und natürlich jener Guillaume Métayers, der nach Beantwortung noch schwierigerer Fragen u.a. das Gedicht „Sables“/„Sand“ las, das ich für seinen Gedichtband „Simulakren“ übersetzt habe (hier nachzulesen).

Anschließend feierte das Gros der Festivalgäste die Poesie bei der offiziellen After Party im A4 – Space Zero, wo wir u.a. eine Etymologie der lebenswerten Städte entwickelten (Paris, Parislava, Grazislava usw.).

Mein Dank für diesen schönen Abend und die genossene Gastfreundschaft gilt dem so engagierten Organisationsteam des Festivals Novotvar, Direktor Peter Brezňan, seiner Mitarbeiterin Martina Kotlarikova und auch dem Festival-Gründer Peter Sulej!

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