Andreas Unterweger

8. internationales Symposium der Literaturkritik in Ljubljana

Posted in Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 10. Dezember 2021

Für das 8. internationale Symposium der Literaturkritik/Mednarodni kritiski simpozij in Ljubljana habe ich mich mit der slowenischen Literaturkritikerin Tanja Petrič über Literaturkritik im deutschsprachigen Raum unterhalten.

Seit der Premiere am 10.12.21, um 17:30, ist das Gespräch hier abrufbar:

Wir sprechen – auf Deutsch mit slowenischen Untertiteln – darüber, welche Formen der Literaturkritik in Österreich existieren, wo sie stattfinden (Spoiler: Literaturzeitschriften habe ich vergessen zu erwähnen …), wie sie sich in den letzten Jahren verändert haben, wer als Kritiker tätig ist, wer es überhaupt sein sollte und viele weitere spannende Fragen.

Das Gesamtprogramm des Symposiums mit dem schönen Jahrestitel „Die Kunst der Kritik – wer ist ein Kritiker?“, in dem auch mein geschätzter Berliner Bekannte Tom Bresemann zu Wort kommt, findet sich hier.

Mein Dank gilt Tanja Petric für die Einladung, die fundierte Vorbereitung und das so freundliche Gespräch, Aljaž Koprivnikar für die reibungslose Organisation sowie Henrike Blum, die mir beim Training für diesen Auftritt mit all ihrem Wissen zur Seite stand. Eine unschätzbare Hilfe!

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Bonus-Content 1: Eine Auswahl an mehr oder weniger Literaturkritikähnlichem, von mir selbst geschrieben:

aus fischhaut, aus stein. Poetische Porträts aus der Edition Thanhäuser. Kultum. Programmzeitung. Sep-Okt 2021, Graz 2021, S. 16 f.

Mit spitzen Fingern. Sarah Kuratles literarische Überschreitungen der Wirklichkeit. ARTfaces Galerie des Landes Steiermark.

Wir brauchen Tausende Don Quijotes! Fiston Mwanza Mujila, der kongolesische Sprachsaxofonist aus Graz. In: Landes Kunst und Kulturpreise 2018. Hg. v. Land Steiermark, 2018, S. 20-25.

Der schüchterne Frechdachs. Franz Weinzettl und seine Suche nach dem Glück zwischendurch. Art Faces Galerie des Landes Steiermark.

Wortnetze, in denen man sich gern verfängt. [Über Hans Eichhorn: „Im Ausgehorchten“] In: Kleine Zeitung v. 12.11.2017, S. 68.

Die Geldnot, der Glanz, das Elend. [Zu F. Scott Fitzgerald: „Für dich würde ich sterben“.] In: Kleine Zeitung v. 20.05.2017, S. 66 f.

Gänzlich unbeschützt im Weltenall. [Zu Iris Hanika: „Wie der Müll geordnet wird“] In: Kleine Zeitung v. 22.03.2015, S. Sonntag 11.

Übersetzen. Schreiben. Lesen. Zu Laure Gauthier: marie weiss rot. marie blanc rouge. In: manuskripte. Zeitschrift für Literatur. Heft 206. Graz: 2014.

Peripheres Porträt. 7 x 10 Zeilen für Klaus Hoffer. In: manuskripte. Zeitschrift für Literatur. Heft 198. Graz: 2012, S.34 – 36.

Die Welt von gestern. Karl Bruckners Fußballroman „Die große Elf“. In: Der tödliche Pass. Magazin zur näheren Betrachtung des Fußballspiels. Heft 60. München: 2011, S. 40 f.

Mehr unter Bibliographie.

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Bonus-Content (Werbung) 2:

Das Spekulieren darüber, ob die Literatur durch die oft nur noch auf Floskeln wie „Phantastisch!“ und „Phänomenal!“ reduzierte Literaturkritik nicht selbst zum Phantasma oder Phänomen werde, hat mich an folgende Stelle aus wärmeren Zeiten bzw. aus „Das gelbe Buch“ erinnert:

Frühstück mit Biber

Seitdem er denken konnte, träumte Biber davon, am Fluss zu frühstücken. Morgen für Morgen, wenn er, „pudel, ja, bernhardinernass“, wie er sagte, am Flussufer stand und die Tröpflein auf seiner Haut in den Strahlen der Morgensonne rot erglitzerten, stellte er sich vor, wie unvorstellbar schön es wäre, hätte er heute Morgen, wie jeden Morgen, in seiner Badevorfreude nicht darauf vergessen, die Jause, die Großvater gewiss für ihn bereit gestellt hatte, an den Fluss mitzunehmen …

Er sah sich in ein Semmelchen beißen, sah sich Malzkaffee schlürfen, Haferbrei löffeln – ja, er sah es nicht nur, sondern hörte es auch, hörte die Semmel krachen, roch den Kaffee, spürte, wie der Brei warm auf der Zunge schmolz – und wenn, wie jeden Morgen, Briefträger Schnecke just jetzt vorbeischlich und den nackt, mit verzücktem Blick ins Nichts beißenden Buben fragte: „Na, wie schmeckt´s?“, dann entsprach Bibers Antwort, wie verträumt sie auch wirken mochte, voll und ganz der Wahrheit:

„Phantastisch!“

(c) Literaturverlag Droschl 2015

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