Andreas Unterweger

Finissage Grazer Poesieautomaten

Posted in gedichte, manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 11. Februar 2022

Im Literaturhaus Graz kam es am 3.2. zum Abschluss eines der originellsten und sympathischsten Literaturprojekte, an denen ich in den letzten Jahren beteiligt war: Die drei Poesieautomaten, die im letzten Jahr Graz bereicherten, wurden mittels der Präsentation einer sehr gelungenen Anthologie ins nächste Level ihres Daseins verabschiedet.

Die Anthologie wurde von Elisabeth Fiedler (Kunst im öffentlichen Raum Steiermark) und dem Autor Matthias Göritz herausgegeben, die das Projekt auch entwickelt hatten.

Die erste Idee dazu hatten die beiden übrigens erstmals beim Begräbnis von Alfred Kolleritsch – als ob dessen Superkräfte als Literaturvermittler auch über den Tod hinaus gewirkt hätten. Insofern ist es nur stimmig, dass die manuskripte den Fortbestand des „Gefühlsechte Gedichte“-Automaten (eines ehemaligen Kondomautomaten, der 2021 am Standort Forum Stadtpark für 50 Cent Liebesgedichte ausgab, darunter je eines von Alfred Kolleritsch und mir) …



Der Automat „Gefühlsechte Gedichte“ am Standort Forum Stadtpark, eingebettet in die Installation „One Monument in Time“ von Werner Reiterer
(c) Katrin Köhler

… gewährleisten. Von März 2022 bis zur Leipziger Buchmesse 2023 soll er als manuskripte-Poesieautomat unter dem Titel „Liebe aus Österreich“ am Standort Schauspiel Leipzig österreichische zeitgenössische (Liebes-)Lyrik ausgeben (kuratiert von Matthias Göritz und mir, eine Kooperation mit Literaturhaus Leipzig). Dazu bald Genaueres.

Hier jedenfalls alle Details von der Finissage letzte Woche:

Ankündigung Literaturhaus Graz
Die gelungene Anthologie.
(c) Thomas Raggam
Hausherr Klaus Kastberger begrüßt.
(c) Thomas Raggam
Herausgeberin Elisabeth Fiedler moderiert.
(c) Thomas Raggam
Matthias Göritz, Mastermind des Projekts, spricht aus dem Schneesturm in St. Louis zu uns.
(c) Thomas Raggam
Amalija Macek, die Co-Kuratorin des Automaten mit slowenischen Gedichten, „Mein Nachbar auf der Wolke“ (s.u.), moderiert die Lesung von Ana Pepelnik (r.) und Tone Skrjanec.
(c) Thomas Raggam
Ich moderiere die Lesungen aus dem Automaten „Gefühlsechte Gedichte“ (s.o.).
(c) Thomas Raggam
Volja Hapeyeva, rotahorn-Preisträgerin 2021, liest aus München.
(c) Thomas Raggam
Der Wiener Lyriker Ferdinand Schmatz wird live zugeschaltet.
(c) Thomas Raggam
Ich lese das Gedicht „Nebel ist die Musik“ von Alfred Kolleritsch in zwei Versionen und mein Gedicht „Nahuatl“ (s.u.).
(c) Thomas Raggam

Bilder vom Eröffnungsspaziergang am 28.05.2021:

„Mein Nachbar auf der Wolke“: Slowenische Gedichte auf dem Schlossberg, nachzulesen auch in manuskripte.
(c) Johanna Lamprecht
Elisabeth Fiedler
(c) Johanna Lamprecht
Der Abstieg: Matthias Göritz, ich, Elisabeth Fiedler, Heidrun Primas …
(c) Johanna Lamprecht
Matthias Göritz erklärt mir den Automaten.
(c) Johanna Lamprecht
Ich lese …
(c) Johanna Lamprecht
… erst Alfred Kolleritschs Gedicht („Nebel ist die Musik“ aus „Befreiung des Empfindens“, Droschl 2004) …
(c) Johanna Lamprecht
… dann mein eigenes Gedicht aus dem Automaten, „Nahuatl“.
(c) Johanna Lamprecht

Das Buch Grazer Poesieautomaten kann am Institut Kunst im öffentlichen Raum Steiermark und in einigen Buchhandlungen in Graz, etwa im Kunsthaus-Graz-Shop, für € 12,50 erworben werden. Mehr Informationen dazu hier.

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