Andreas Unterweger

Leipziger Poesieautomaten

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 7. Juni 2022

Bei der Vernissage von Matthias Göritz‘ Leipziger Poesieautomaten am 1.6. im Literaturhaus Leipzig lasen Gerhild Steinbuch und ich sämtliche Gedichte aus dem Poesieautomaten „Liebe aus Österreich“, den ich gemeinsam mit Matthias kuratiert habe.

Erste Reihe, v.r.n.l.: Frieder von Ammon (Vorstandsvorsitzender des Vereins Literaturhaus Leipzig e.V.), Thorsten Ahrend (Leiter Literaturhaus Leipzig, Wallstein Verlag), Franc But (Botschafter Sloweniens in Deutschland) mit Begleitung, Burkhard Jung (Oberbürgermeister von Leipzig), Gerhild Steinbuch (Autorin und Leiterin der Sprachkunst Wien), Andreas Unterweger (ich)

Der Automat „Liebe aus Österreich“ …

… hat seinen Baum im wunderschönen Garten des Literaturhauses Leipzig mittlerweile verlassen und wird bis zur Leipziger Buchmesse 2023 Standort Schaubühne Lindenfels positioniert sein, wo Gastland Österreich sein Hauptquartier hat.
Bei der Präsentation lasen Gerhild Steinbuch und ich abwechselnd alle 14 Liebesgedichte und -Prosagedichte (von Christoph W. Bauer, Franz-Joseph Czernin, Erwin Einzinger, Barbara Frischmuth, Valerie Fritsch, Sabine Gruber, Elfriede Jelinek, Sarah Kuratle, Elke Laznia, Fiston Mwanza Mujila, Maja Haderlap, Ferdinand Schmatz, Verena Stauffer, Gerhild Steinbuch) aus dem Automaten.

Es handelt sich um die Ausbaustufe des vom Grazer Desginer Michael Neubacher designten Poesieautomaten „Gefühlsechte Gedichte“, der letztes Jahr in Graz zu sehen war (ein Projekt von Kunst im öffentlichen Raum Steiermark/Dr. Elisabeth Fiedler und Matthias Göritz).
Zum Abschluss der Präsentation las ich die Gedichte „Nebel ist die Musik“ von Alfred Kolleritsch und „Nahuatl“ von mir, die sich mit 12 anderen Texten darin befunden hatten.

„Liebe aus Österreich“ wurde wesentlich von der Literaturzeitschrift manuskripte finanziert – aus Mitteln des Archivverkaufs an das Land Steiermark.

Die anderen beiden Poesieautomaten, die Matthias Göritz für Leipzig konzipiert hat:

„Mein Nachbar aus der Wolke“ mit Gedichten von slowenischen Lyriker*innen, wie man sie auch aus der gleichnamigen Rubrik in den manuskripten kennt.
„Frische Gedichte“: junge Lyrik aus Leipzig

Weitere Highlights:

Der slowenische Automat wird staatstragend eröffnet: in der fröhlichen Gruppe sind u.a. der Dichter Tone Skrjanec (2. v.l.), die Dichterin Ana Pepelnik (2. v.r.) und Amalija Maček, Co-Kuratorin und Übersetzerin (ganz rechts), auszumachen.
Matthias Göritz, der Erfinder und Mastermind des Poesieautomatenprojekts, eröffnet die Eröffnung und moderiert.
Burkhard Jung, der Oberbürgermeister von Leipzig, liest Gedichte aus den Automaten und hält eine erfrischende Ansprache.
Vermutlich brauchen wir mehr ehemalige Deutsch-Lehrer*innen in der Politik.
Lara Rüter, eine von mehreren anwesenden manuskripte-Autor*innen (u.a. Sibylla Vričić Hausmann), liest aus dem Poesieautomaten „Frische Gedichte“ mit junger Literatur aus Leipzig.
Vorbildliche Buchstadt Leipzig: Neben dem Büchertisch gibt es einen eigenen manuskripte-Tisch.
(c) Literaturhaus Leipzig/Haus des Buches

Mein Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere Matthias Göritz und Thorsten Ahrend, meiner exzellent lesenden lieben Kollegin Gerhild Steinbuch und allen österreichischen Autorinnen und Autoren, die ein Gedicht für den Automaten geschrieben haben!

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Leipzig – Poesieautomaten, wohin man schaut:

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