Andreas Unterweger

Das rote Mikro v. 11.07.22

Posted in So long, Annemarie, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 12. Juli 2022

Am 11.07.2022 war ich bei Barbara Belic zu Gast und durfte nicht nur einundhalb Kapitel aus meinem Roman „So long, Annemarie“ in das berühmte „rote Mikro“ lesen, sondern auch das erste Interview zu meinem Buch geben.
Dabei bestätigte sich eindrucksvoll eine der Thesen des Buchs: „Sie wissen nicht, was sie schreiben“. Was der guten Unterhaltung hoffentlich nicht geschadet haben sollte.

Die Sendung ist hier zu hören!

Barbara Belics schönes Begleitschreiben auf der Homepage von Radio Helsinki:

„Seit seinem Debutroman Wie im Siebenten 2009 hat Andreas Unterweger im Literaturverlag Droschl vier weitere Bücher mit Prosa veröffentlicht. Das sechste Buch ist wieder ein Roman: So long, Annemarie ist dieser Tage erschienen.

Als der 20-jährige „kleine dicke Dani aus Graz“ im September 2001 in Nantes ankommt, um dort ein Studienjahr zu verbringen, sind die Terroranschläge auf die Twin Towers in New York Thema Nummer eins in allen Medien und in den Gesprächen der Menschen. Dani bekommt von den Anschlägen nicht viel mit, er ist viel zu sehr damit beschäftigt, mit seinem Liebeskummer fertig zu werden. Dass er es war, der Annemarie verlassen hat, und nicht umgekehrt, macht den Schmerz nicht geringer. Dani kennt er niemanden in Nantes, sein Untermietzimmer ist winzig, also lässt er sich den ganzen Herbst über Tag für Tag auf langen, ziellosen Spaziergängen durch die Stadt treiben und widmet sich seinem Kummer.

Andreas Unterweger lässt seinen Ich-Erzähler die Geschichte seiner Jugend im Rückblick schildern, verspielt und subjektiv, in direkter Rede, Tagebuchaufzeichnungen und mit vielerlei literarischen und musikalischen Bezügen – Dani hat damals schließlich Literatur studiert und leidenschaftlich gern Musik gehört. Vordergründig ist es eine humorvolle, ironisch grundierte Liebesgeschichte, doch daneben spiegelt sie finten- und anspielungsreich ein Stück Zeitgeschichte, das gravierende Folgen hatte.

Andreas Unterweger liest Ausschnitte aus „So long, Annemarie“ und spricht ausführlich über Entstehung und Hintergrund seines Romans.“

Musik: Noir Désir, CD „des Visages, des Figures“, Barcley 2001

Barbara Belics rotes Mikro und ihre orange Regenjacke (danke!).

Ich lese die Kapitel „Der erste Schlag“ und Auszüge aus „Haus sechs“.
Als Soundtrack Noir Désir – Gänsehaut.
Das Interview – es handelt von Erinnerungen, die sich bei jedem Mal „Aktualisieren“ verändern, die doppelte oder mehrfache Belichtetung der Vergangenheit, die Unmöglichkeit autobiografischen Erzählens, Gestaltwandler wie Ich-Erzähler oder Bertrand Cantat u.v.a.m. – hat mich positiv überrascht. Nicht zum ersten Mal hört sich recht vernünftig an, was ich Barbara Belic erzähle, obwohl ich in der Erinnerung nur gestammelt habe. Das ist eben Barbara Belics Radiomagie!

Barbara Belics Radiomagie: rotes Mikro, ihre penible Vorbereitung, der Kaffee, der Mohnkuchen. Nicht im Bild: die aufmerksame Nachbereitung.

Vielen Dank für die Einladung, liebe Barbara!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

%d Bloggern gefällt das: