Andreas Unterweger

manuskripte 238 – Marginalie und mehr

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 5. Dezember 2022

Meine Marginalie zu Heft 238 der manuskripte, das letzten Mittwoch, 30.11.2022, im Literaturhaus Graz präsentiert wurde (s.u.).

Marginalie

Gleich zwei Protagonisten der manuskripte-Geschichte feiern in diesem Dezember ihren 80. Geburtstag.
Am 6.12. Peter Handke, der den ersten Schritt auf dem Weg zum literarischen Weltruhm bekanntlich mit einer Veröffentlichung in der Ausgabe 10 der manuskripte (1964) machte. Und am 28.12. Klaus Hoffer, der mit seinem Doppelroman „Bei den Bieresch“ tatsächlich nichts weniger als den „Grazer Moby Dick“* schuf.
Diesen so unterschiedlichen Autoren der Grazer Gruppe, beide auch lebenslange Freunde Alfred Kolleritschs, sind entsprechend unterschiedliche Hommagen gewidmet – kleinteiliges Mosaik die eine (im Stil der legendären Handke’schen Aufzeichnungen), Diptychon die andere.

Sowohl Handke als auch Hoffer wurden einst von den manuskripten „entdeckt“. Umgekehrt sind es ihre Beiträge (gemeinsam rund hundert!), die den Ruf unserer Zeitschriftwesentlichmitbegründet haben.
Lieber Peter, lieber Klaus, wir gratulieren Euch ganz im Sinne des Wortstamms gratus: dankbar!

Dass es gerade „in dürftiger Zeit“ notwendiger denn je ist, die Dichtung mit ihren Heldinnen und Helden zu ehren, davon künden auch die anderen Texte dieser Ausgabe. In all ihrer Vielfalt belegen sie, jeder auf seine eigene, unverwechselbare Weise, Radka Denemarkovás Definition von Literatur als „Oase des Humanismus“, eines „Humanismus der gelebten Hoffnung“, altruistisch und, in jeder Hinsicht, grenzenlos.

Und so laden wir Sie in ein „anderes Graz“ ein. Sie alle, die Sie Literatur wie die hier versammelte lesen, wissen schließlich um die „Möglichkeit, ein Vogel zu werden, immer“ / „mit andren Worten“. Mit den Worten anderer geht das ganz „wie von selbst“.

Andreas Unterweger

* Clemens Setz auf S. 148 dieser Ausgabe

Titelbild

Das wunderbare Titelbild, das mit seiner Wald- und Pilzmotivik einerseits auf die Welt Handkes, mit dem abgründigen Riss aber auch auf die Hoffer’sche Ästhetik verweist, stammt von Isa Riedl.

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Inhalt

Die manuskripte 238 sind nun im Handel und im manuskripte-Webshop erhältlich.

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Präsentation

Bernd Melichar würdigte die Ausgabe mit einer Vorschau in der Kleinen Zeitung (vielen Dank!):

Die erste manuskripte-Präsentation seit rund 7 Jahren, die ich verpasst habe …

Herzlichen Glückwunsch, lieber Kurt Neumann!

Presse

Die Kleine Zeitung brachte am Samstag, den 03.12.2022, eine 6-Seiten-Hommage an Peter Handke, eine Doppelseite war den manuskripten 238 gewidmet – mit Abdrucken und Zitaten aus dem Heft:

Ich danke Kleine-Literaturchef Bernd Melichar für diese schöne Kooperation!

*

Die Kronen Zeitung vom Sonntag, den 04.12.22, würdigte den Jubilar mit dieser schönen Rezension der manuskripte 238:

Herzlichen Dank, lieber Christoph Hartner!

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