Andreas Unterweger

Literaturfestival Novotvar Bratislava 2021

Posted in gedichte, Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 10. Oktober 2021
Sprache. Kultur. (c) Novotvar

Am 8.10. reiste ich von der Poesiegalerie zum groß angelegten und gut besetzten Literaturfestival Novotvar in Bratislava.

Zur Begrüßung packte ich mein bestes Slowakisch aus – „for those who don’t speak English“ hier im Original:
„Dobrý večer! Som veľmi šťastný, že som tu! Ďakujem za pozvanie a veľkú podporu. Hotel je pekný a susedia sú veľmi milí.“

(c) Novotvar

Festivalleiter Peter Breznan überraschte mich auf der Bühne mit 2 schwierigen Fragen, wobei die erste, „How do you like Bratislava?”, eingedenk des nachmittäglichen Flanierens mit meinem lieben Freund Guillaume Métayer, dem Dichter und mitteleuropäischen Gesamtgenie aus Paris, noch relativ einfach zu beantworten war: “Bratislava is the Paris of the east!”

Die Laternen auf der Place Vendôme von Bratislava.

Die zweite, die das Zusammenspiel von Elternschaft und Kind-Sein in der Mitte des Lebens betraf, konnte ich mit meinen Gedichten „Der Vater“ und „Die Mutter“ beantworten, die von Terézia Klasová dankenswerterweise (und dem Vernehmen nach sehr gut) ins Slowakische übersetzt worden waren.

Weitere von Frau Klasová übersetzte Gedichte, die wir lasen, sind „Flug LH2344“, „Jedes Mal beim Rasenmähen“ (beide auch im Festival-Reader), „An einen, den ich kannte“ und „Kein Gedicht“.

Im Reader finden sich auch noch „Großvatersprache“, „Die Sonnenblumen“ und „Klimatologen“ in der englischen Übersetzung von Greg Nissan für Versopolis.

Meine weiteren Höhepunkte des Abends: der Auftritt der großen ungarischen Schriftstellerin Tóth Krisztina (s. auch manuskripte 231) …

… der Tanztruppe von Jana Terekova mit ihren unheimlichen Verwicklungen …

(c) Novotvar

… des deutschen Lyrikers Ron Winkler, dessen Gedichte ein ganz eigenes sanftes Gesetz zum Klingen bringen …

… des ungarischen Perkussionisten und Naturlyrikers Sirokaï Mátyás

… und natürlich jener Guillaume Métayers, der nach Beantwortung noch schwierigerer Fragen u.a. das Gedicht „Sables“/„Sand“ las, das ich für seinen Gedichtband „Simulakren“ übersetzt habe (hier nachzulesen).

Anschließend feierte das Gros der Festivalgäste die Poesie bei der offiziellen After Party im A4 – Space Zero, wo wir u.a. eine Etymologie der lebenswerten Städte entwickelten (Paris, Parislava, Grazislava usw.).

Mein Dank für diesen schönen Abend und die genossene Gastfreundschaft gilt dem so engagierten Organisationsteam des Festivals Novotvar, Direktor Peter Brezňan, seiner Mitarbeiterin Martina Kotlarikova und auch dem Festival-Gründer Peter Sulej!

Vanda Mikšić in manuskripte 232

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 26. September 2021

Für die aktuelle Ausgabe der manuskripte habe ich das Gedicht „vacances“ von Vanda Mikšić übersetzt.

Auch wenn der Sommer nun schon wieder vorbei ist, bleibt das Gedicht leider aktuell.

Vanda Mikšić ist eine kroatische Literaturwissenschaftlerin und Dichterin, schreibt aber auch auf Französisch – kein Wunder, dass sie als eine der wichtigsten literarischen Übersetzerinnen aus dem Französischen ins Kroatische gilt.
Kennengelernt habe ich sie passenderweise bei der Diskussion „A comme Babel : une Europe poétique“, initiiert und moderiert von Guillaume Métayer, im Rahmen des Festival Maginifique Printemps in der Villa Gillet, Lyon(-line).

Am Start (v.r.u. nach r.o.): Vanda Mikšić (Kroatien), Tóth Krisztina (Ungarn), Guillaume Métayer (Frankreich: mit Mikrophon im Gesicht und Organisatorin Lucie Campos Mitchell neben sich) und ich (Österreich).


Vielen Dank für die so angenehme Zusammenarbeit, liebe Vanda!

Die manuskripte 232 sind im Buchhandel oder im manuskripte-Webshop erhältlich.

Guillaume Métayer, „Blicke“: Gedicht von heute (Poesiegalerie v. 23.03.2021)

Posted in Simulakren by andreasundschnurrendemia on 23. März 2021

Guillaume Métayers Gedicht „Regards“ ist im französischen Original und in meiner Übersetzung („Blicke“) als Gedicht von heute“ in Udo Kawassers lobenswerter Poesiegalerie ausgestellt (zum Lesen hier oder auf das Bild klicken):

„Ochsenauge“ wird übrigens nicht nur das Auge eines Ochsen genannt, sondern auch eine Blume, ein Schmetterling und vor allem: eine Fensterform.

Weitere Gedichte Guillaume Métayers, die ich übersetzt habe, finden sich im Gedichtband „Simulakren“ (Yara 2016) oder in manuskripte 192, 201 und 224.
Ebenso lesenswert Métayers Essays „Von unserem Sonderberichterstatter in Poesie“ (manuskripte 218) und „Meine Begegnung mit Alfred Kolleritsch“ in manuskripte 229.

Weitere Informationen zu Guillaume Métayer auf Poesiegalerie und auf dieser Homepage.

 

Danke, lieber Udo Kawasser, liebe Bea Schmiedl,
danke, lieber Guillaume, für Dein Vertrauen!

 

(c) Aleš Šteger

 

„L’Europe poétique“ – Podcast, Festival Magnifique Printemps (Villa Gillet Lyon)

Posted in Poèmes by andreasundschnurrendemia on 17. März 2021

Gestern aufgezeichnet, aber ab heute und in alle Ewigkeit unter diesem Link zu hören: 4 auch übersetzende Dichter*innen aus 4 Ländern diskutieren rund um Guillaume Métayers neues Meisterwerk „A comme Babel“ (La rumeur libre 2020) über Übersetzung, Dichtung …

… und Wahrheit:

Am Start (v.r.u. nach r.o.): Vanda Miksic (Kroatien), Tóth Krisztina (Ungarn), Guillaume Métayer (Frankreich: mit Mikrophon im Gesicht und Organisatorin Lucie Campos Mitchell neben sich) und ich (Österreich).

Die Ankündigung der Villa Gillet:

„A wie Babel : ein Europa der Dichtung“
Mit dem Untertitel „Übersetzung, Dichtung“ vermischt der Guillaume Métayers Essay „A comme Babel“ (La rumeur libre, 2020) Berichte aus der Übersetzungswerkstatt mit einer theoretischen Reflexion, die tief in der Poesie und der Liebe zu den Sprachen verankert ist. Er lädt uns ein zu einer Reise zu zeitgenössischen Texten und Dichtern, deren Fährmann er ist. Mit
Krisztina Tóth (Code-barres, Gallimard, 2014), Andreas Unterweger (Le livre jaune, Lanskine, 2019) und Vanda Miksic (Des transports : septembre 2014-décembre 2016, Lanskine, 2019): eine mehrsprachige Fahrt in ein ganzes Universum der zeitgenössischen Poesie, die den Blick auf Ungarn, Österreich, Kroatien und andere Landstriche der Dichtung richtet.“

Folgende Fragen standen u.a. zur Debatte:

Welche Rolle spielt das Internet in Ihrer Übersetzungsarbeit?

Welchen Platz nimmt die Übersetzung in Ihrer Arbeit als Schriftsteller*in ein?

Befürchten Sie, dass die Übersetzungsarbeit Sie vom Schreiben abhalten könnte?

Welches Bild haben Sie vom Übersetzer/von der Übersetzerin? Tauchen er oder sie in Ihren literarischen Arbeiten als Figur auf? Wenn ja, als welche?

Wer ist Ihr/e Lieblingsübersetzer*in?

Usw. usf.

(Achtung: die Diskussion wird auf Französisch geführt! Vorbereitung war très nécessaire!)

Herzlichen Dank, lieber Guillaume für die Einladung, das gelungene Konzept und die großartigen Fragen (die Dikussion war mir eine große Freude!), herzlichen Dank liebe Vanda Miksic und Krisztina (ich habe viel gelernt!), herzlichen Dank, liebes Team von der Villa Gillet (alle waren sehr freundlich und der technische Support durch Pierre-André Pernin war topp!)!

(Foto: Guillaume Métayer, er war beneidenswerterweise vor Ort. Wir anderen saßen, wie er zu Beginn sagte, „chacun dans sa ville, chacun dans sa villa“*.)

*“Jeder in seiner Stadt, jeder in seiner Villa.“ Wortspiel, unübersetzbar. 🙂

„Klimatologen“ (Poème hebdomadaire)

Posted in Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 7. April 2020

Juhu, mein Gedicht „Klimatologen“* ist „poème hebdomadaire“ (das wöchentliche Gedicht? Gedicht der Woche?) des Österreichischen Kulturforums in Paris!

Die französische Übersetzung stammt von Guillaume Métayer, Dichter und Übersetzer aus Paris.

Ich danke dem Team des forum culturel autrichien à Paris, insbesondere Alexandra Filippi, für diese Auszeichnung und die freundliche redaktionelle Betreuung!

„Klimatologen“ als „poème hebdomadaire“ ist derzeit zu lesen auf Instagram …

… Twitter …

… und Facebook:

Hier in Originalgestalt:

 


 

 


 

„Klimatologen“ wurde 2014 geschrieben, und zwar jenseits aller Ausgangsbeschränkungen, irgendwo zwischen den schottischen Föhren des Schlossparks von Grafenegg und niederösterreichischen Weiden am Spielplatz in Kirchberg am Wagram.

Aus dem für mich sehr erfreulichen französischen Begleitschreiben:
„Das Gedicht ‚Klimatologen‘ ist charakteristisch für [Andreas Unterwegers] Schreiben – Musikalität, formale Ästhetik, leise Melancholie, die subtil eine Kritik äußert – oder eine Befürchtung?“


* „Klimatologen wurde auf Deutsch erstveröffentlicht in manuskripte. Zeitschrift für Literatur. Heft 213. Graz: 2016.

Die französische Übersetzung von Guillaume Métayer erschien 2016 in Place de la Sorbonne. Révue internationale de poésie de Paris-Sorbonne.

Beide Fassungen sind Teil von „Poèmes“, meinem 2019 dank Versopolis bei La Traductière erschienenen dreisprachigen Gedichtband.

„Poèmes“ ist erhältlich in Angelika Schimuneks Bücherstube in Graz und in Draxlers Büchertheke in Leibnitz.

Drei Handkedoten („Europe, centrale. 2“ Po&Sie 171)

Posted in Mikroessays, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 19. März 2020

„Wie aus einer Parallelwelt, die nicht mehr ist und nie mehr die gleiche sein wird“*: Mein Beitrag zu Ausgabe 171 der renommierten französischen Literaturzeitschrift Po&Sie mit dem Thema „Europe, centrale“* sind drei Kurzprosagedichte (oder so etwas Ähnliches) über meine Erfahrungen mit den Büchern von Peter Handke.
Ein Auftragstext, den ich ursprünglich dreist „Drei Handkedoten“ genannt hatte.
Übersetzt und eingeleitet von meinem bewunderswerten Freund, dem Dichter Guillaume Métayer, der auch das Heft redigiert und ein äußerst Leseappetit anregendes Vorwort beigesteuert hat.

Die Texte der Ausgabe lassen sich nicht nur analog, sondern auch online anlesen und kaufen (ein Text kostet 3 Euro).

Die französische Leseprobe besteht aus zweieinhalb Handkedoten.

Den dritten Text biete ich hier im deutschen Original an, als zusätzliche Leseprobe:

Beeindruckend das Line Up des Hefts: Neben Juri Andruchowytsch (UKR), Aleš Šteger (SLO) und István Kemény (UNG) springen der heimischen Literaturfreundin/dem heimischen Literaturfreund wohl die nicht nur aus den manuskripten bestens bekannten Herren Michael Donhauser**, Leopold Federmair (beide übersetzt vom großartigen Laurent Cassagnau) oder Michael Hammerschmid ins Auge.
Und natürlich Alfred Kolleritsch, dessen neu übersetztes Gedicht „Für P.H.“ gemeinsam mit meinem Beitrag den Schwerpunkt im Schwerpunkt (zum Thema Handke) bildet.

Vielen Dank, lieber Guillaume, für die gelungenen Übersetzungen und die gewohnt charmant-professionelle redaktionelle Betreuung!

*****

*Guillaume Métayer über Po&Sie 171 auf Facebook.

** (~ Mitteleuropa/Europa im Mittelpunkt)

*** Sein Text „Vier Bilder“ erscheint Ende März im deutschen Original erstmals in Ausgabe 227 der manuskripte.

Landes Kunst und Kultur Preise 2019

Posted in manuskripte, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 20. November 2019

Eine ebenso passende wie erbauliche Reiselektüre: Auf dem Weg nach Brüssel, wo ich morgen im Steiermark Büro den Autor und Fotografen Christoph Dolgan und seine in manuskripte 226 enthaltenen spektakulären Ruinenfotos samt kongenialem Begleittext präsentieren darf (Art Steiermark 2019), studiere ich die äußerst lesenswerte Publikation zu den Kunst- und Kulturpreisen des Landes Steiermark!

Ich gratuliere allen PreisträgerInnen herzlich, insbesondere Gerhild Steinbuch zum manuskripte-Preis …

Nava Ebrahimi zum Morgenstern-Preis …

… und Guillaume Métayer noch einmal zum Styrian Artist-Stipendium!

Die Kleine Zeitung über die Preisverleihung am Montag im Orpheum:

„Ohne Graz wäre die Dichtung ein Irrtum“ in „Das rote Mikro“

Posted in Poèmes, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 1. September 2019

Am Montag, 02.09.2019, 20:00, sendete Barbara Belic auf Radio Helsinki in ihrer Sendung „Das rote Mikro“ den Mitschnitt der früh zur Legende gewordenen Sommerlesung in Angelika Schimuneks „Bücherstube“

… mit dem damaligen Styrian Artist des Landes Steiermark Guillaume Métayer, der damaligen Grazer Stadtschreiberin Kinga Tóth und dem damaligen Andreas Unterweger, der sich vom heutigen kaum unterscheidet.

HIER DER LINK ZUR SENDUNG!

Barbara Belics Ankündigungstext:
„„Ohne Graz wäre die Dichtung ein Irrtum“ war das Motto einer kurzweiligen Lesung im Freien in der Grazer Altstadt. Auf dem kleinen Platz vor Angelika Schimuneks Bücherstube lasen Kinga Tóth aus Ungarn, Grazer Stadtschreiberin 2018/19, Guillaume Métayer aus Frankreich, damals Styrian Artist in Residence, und der Autor und manuskripte-Mitherausgeber Andreas Unterweger, der auch als Moderator auftrat. Auf dem Programm standen Maislieder, ein Backhendl-Essay und andere Liebeserklärungen an, von und aus Graz. Zudem gab es Gedichte von Friedrich Nietzsche, die Guillaume Métayer ins Französische übertragen hat. – Alle Texte wurden auf Deutsch und in der Originalsprache gelesen, um ein Gefühl davon zu vermitteln, wie sie in der Sprache klingen, in der sie geschrieben wurden.“

Und wie Barbara Belic noch meint: „Für diejenigen, die bei der Lesung waren und nicht gut gehört haben, wäre die Sendung eine ideale Gelegenheit, doch noch alles zu verstehen.“

Und wie ich meine: Diejenigen, die nicht bei der Lesung waren, werden erst recht Ohren machen!

Vielen Dank für Deine Mühe, liebe Barbara!

Tour de Styrian Artist 2019

Posted in Poèmes, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 8. August 2019

Zwei Monate lang war ich nun der offizielle Wingman eines waschechten Styrian Artist in Residence des Landes Steiermark, des Dichters, Übersetzers, Geisteswissenschaftlers und mitteleuropäischen Gesamtgenies aus Paris, Frankreich: l´unique Monsieur Guillaume Métayer!

Der Artist, der im Priesterseminar göttlich untergebracht war, nutzte seinen Aufenthalt nicht nur zu intensiver literarischer Arbeit über Graz und seine Kaffeehäuser, sondern auch zu mehreren Arbeitsreisen durch Mitteleuropa (Maribor, Ljubljana, Zagreb, Bratislava, Wien, Leibnitz, Weststeiermark etc.) und einigen viel beachteten Auftritten.

Den ersten Höhepunkt stellte ein literaturwissenschaftlicher Vortrag an der Romanistik der Karl-Franzens-Universität Graz dar, den er am 7.6. gemeinsam mit Alexandre Gefen, seinem Kollegen vom Centre National de la Recherche Scientifique an der Sorbonne, hielt.

Das äußerst unterhaltsame Thema: Die französische Gegenwartsliteratur.

(V.r.n.l.: Gefen, Steffen Schneider, Métayer)

Alexandre Gefen thematisierte die Entwicklungen in der Prosa, Guillaume Métayer jene in der Lyrik – hier mehr zum Inhalt.
Anschließend vertiefte sich Alexandre Gefen in Gedichte aus Österreich:

Vielen Dank an Astrid Poier-Bernhard und Steffen Schneider von der Romanistik für die geglückte Organisation!

*

Nach mehreren kleinen Reisen durch den steirischen Spätfrühling …

… allerlei interessanten Begegnungen, wie etwa dieser folgenschweren mit der Grazer Stadtschreiberin Kinga Tóth

… und allerlei feldforschenden Aktivitäten …

 

… begaben wir uns am 22.6.auf die Reise nach Ljubljana.

Wir besuchten die Übersetzerin und Lyrikerin Urška P. Černe in Maribor, übersetzten – wie schon 2017 – am Trojane-Pass aus dem Deutschen ins Französische …

… und aus dem Französischen ins Deutsche …

(c) Guillaume Métayer

(c) Guillaume Métayer

… und trafen in Ljubljana den weit über die Grenzen Sloweniens hinaus bekannten Schriftsteller und Literaturorganisator Aleš Šteger:

(c) Guillaume Métayer

In der beeindruckend schönen Bibliothek des leider schon verstorbenen Dichters Tomaž Šalamun

… las Guillaume Métayer Gedichte aus seiner jüngst erschienenen Übersetzung der gesammelten Gedichte Friedrich Nietzsches (in Form, sprich: Reim!), die auch im Bezug auf die deutsche Edition neue Maßstäbe setzt, sowie eigene Gedichte aus seinen Gedichtbänden „Fugues“, „Libre jeu“ und „Simulakren“:

Ich las Nietzsches Nachdichtungen von Métayers Übersetzungen sowie Gedichte aus meinem Gedichtband und meinem Handy:

(c) Guillaume Métayer

Und unser Gastgeber Aleš Šteger las die slowenischen Übersetzungen und performte ein Gedicht von Tomaž Šalamun:

Der hier noch volle Büchertisch leerte sich anschließend rapide!

Vielen Dank für diesen schönen Abend, lieber Aleš!

Und ich danke auch dem Österreichischen Kulturforum in Lijubljana

… sprich: Direktor Andreas Pawlitschek und Marjeta Malus, herzlich für die freundliche Betreuung und Unterstützung meines Aufenthalts!

*

Am nächsten Tag ging es über die bewährte Arbeitsstation …

(c) Guillaume Métayer

… zurück nach Graz, wo den Artist das nächste Highlight erwartete:

Drei Gedichte von Guillaume Métayer in meiner Übersetzung erschienen in Heft 224 der manuskripte. Bei der Präsentation der Ausgabe am 26.06. in der Steiermärkischen Landesbibliothek las Schauspielerin Sarah Sophia Meyer das Sonett „FB World“:

 

Der Text zum Nachlesen und mehr dazu hier.

*

Der Juli stand zunächst im Zeichen ruhiger und konzentrierter Schreibarbeit und Recherche in Graz.

Guillaume Métayer beschäftigte sich intensiv mit der österreichischen Kaffeehauskultur und -literatur – er arbeitet(e) an einem Buch zum Thema. Ein Besuch im Café König durfte nicht fehlen:

Mitte Juli reiste Guillaume Métayer nach Bratislava, wo er mit slowakischen Kolleginnen an einer Anthologie slowakischer Lyrik in französischer Übersetzung arbeitete, die er demnächst in Paris herausgeben wird.

Ich folgte ihm am 18.7. durch atemberaubende Landschaften …

… ins schöne Bratislava:

Dort fand im renommierten Literárne informačné centrum diese prächtig besuchte Veranstaltung statt:

Mit Mária Ferenčuhova, Nóra Ružičkova, Katarína Kucbelova, Peter Šulej, Michal Habaj, Agda Bavi Pain und Silvia Majerská lasen einige der wichtigsten Stimmen der slowakischen Gegenwartslyrik, andere wichtigste saßen im Publikum, dazu gesellten sich als Lesende Guillaume Métayer und ich (zum ersten Mal in meinem Leben ein „speciálny host“!) mit eigenen Texten.
Ich danke Silvia Majerská (u. r.) herzlich für die Übersetzungen meiner Gedichte ins Slowakische!

 

(c) Marcela Mokranova, Österreichisches KF Bratislava

(c) Marcela Mokranova, Österreichisches KF Bratislava

Gastgeberin und Moderatorin Miroslava Vallova, (c) Marcela Mokranova, Österreichisches KF Bratislava

Ich danke dem Österreichischen Kulturforum in Bratislava für die Unterstützung …

… und Direktor Wilhelm Pfeistlinger und Marcela Mokranova für die nette Betreuung und die tollen Fotos!

Nach der Lesung: Interviews aller DichterInnen mit dem slowakischen Rundfunk …

… interessante Gespräche …

und viele neue Eindrücke!

Auch die Rückreise am nächsten Tag gestaltete sich ebenso eindrucksvoll wie arbeitsreich:

Zurück in Graz begannen dann die intensiven Vorbereitungen auf Guillaume Métayers große Abschiedslesung in Graz.

Es war Guillaume Métayers hervorragende Idee, sie in bzw. vor Angelika Schimuneks zauberhafter Bücherstube

… stattfinden zu lassen, die Grazer Stadtschreiberin Kinga Tóth

(c) Kinga Tóth

… war sein Wunsch-speciálny host, er gewann die Styrian Artists in Residence Dan Lahiani und Nadia Guerroui für das Veranstaltungsfoto bzw. Flyerdesign (s.u.) und auch der Titel für die Lesung, eine Nietzsche-Paraphrase, stammte von ihm:

Von mir hingegen die B-Seite des Titels: Ohne die Dichtung wäre Graz ein Uhrturm!

Wochenlang tauchten Guillaume und ich also regelmäßig wie die Tanzfiguren des nahen Glockenspielplatzes teilweise mehrmals täglich in der Tür zur Bücherstube auf, mit neuen Fragen und Vorschlägen …

… bis die Kronen Zeitung am 23.7. endlich berichten konnte:

Unser großer Dank gilt Angelika Schimunek, die sich mit enormem Einsatz auf die Herausforderung eingelassen hat und gemeinsam mit ihrem Kollegen Werner eine märchenhafte Leselocation auf die Beine stellte!

Lesen Sie hier den großen Bericht über diese Lesung, mit allen Fotos und Fotocredits!

(Der Grazer v. 28.7.19)

Mein lieber Guillaume,

hab Dank für diese ebenso zwei ebenso fröhlichen wie kreativen Monate!

Wenn du das Glück hast, als junger Artist in Residence des Landes Steiermark in Graz gelebt zu haben, dann trägst du die Stadt für den Rest deines Lebens in dir, wohin du auch gehen magst, denn Graz ist ein Fest fürs Leben.

Und notfalls bleibt uns immer noch Paris.

So viele süße Erinnerungen – ich freue mich schon auf unsere nächsten Abenteuer!

(c) Aleš Šteger

Und besten Dank für den Auftrag und die gute Zusammenarbeit, liebe Leute vom Land Steiermark

… insbesondere Christiane Kada!

Ohne Graz wäre die Dichtung ein Irrtum! (Lesung Bücherstube)

Posted in Grazer Glossen, manuskripte, Poèmes, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 21. Juli 2019

Nachtrag zum Termin:
24.07.2019, 17:00, Styrian Artist in Residence Guillaume Métayer und Andreas Unterweger lesen Gedichte von Friedrich Nietzsche und eigene Texte. Special guest: Kinga Tóth. Anschließend Prosecco und Knabberei. Bücherstube, Prokopig. 16, 8010 Graz.

Was auf dem von den Styrian Artists in Residence Nadia Guerroui (Design) und Dan Lahiani (Foto) gestalteten Flyer so …

 

… und in der Steirerkrone so angekündigt wurde …

… sah in Wirklichkeit so aus:

Angelika Schimunek von der allzeit besuchenswerten Bücherstube baute mit ihrem Kollegen einen märchenhaft charmanten kleinen Lesesaal auf, dessen verzauberte Decke den blauen Himmel zeigte …

Im Backstagebereich machte sich schon das Buffet bereit …

Großer Publikumsandrang! Zusatzstühle! Danke fürs Kommen, liebe Leute!

Ich begrüßte und dankte:

(c) Barbara Belic

 

Guillaume Métayer las Texte über Graz, darunter Auszüge aus dem „Backhendlessay“ in manuskripte 218 und mehrere seiner vielbeachteten Nietzsche-Übersetzungen ins Französische:

 

Gott ist Tóth, es lebe die Kinga! Und so trug Kinga Tóth ihre Mais- und Marienlieder vor:

(c) Barbara Belic

Kinga Tóth und Guillaume Métayer lasen simultan auf Deutsch und Ungarisch – Kinga die deutsche Übersetzung, Guillaume, als mitteleuropäisches Gesamtgenie, das ungarische Original!

(c) Barbara Belic

Ich las „Die Schlange“ aus meinem Gedichtband

(c) Barbara Belic

… und das Dramolett „Wie schön wir es haben könnten“ aus „Das schönste Fremde ist bei dir“:

(c) Literaturverlag Droschl

Anschließend mitteleuropäische Begegnung bei Prosecco, Keksen und Gebäck – plus Signierstunde!

Ich danke allen Beteiligten herzlich, insbesondere Angelika Schimunek, Kinga Tóth , allen Fotograf*innen des Abends und Barbara Belic, deren rotes Mikro zu Aufnahmezwecken immer gut im Bild war – laut vorläufiger Planung wird der Mitschnitt des Abends am 2.9., 20:00, in ihrer Literatursendung „Das rote Mikro“ auf Radio Helsinki gesendet.

Und so begeistert berichtete Philipp Braunegger in „Der Grazer“ vom 28.07.19 (danke!) – mit Wortspenden von Angelika Schimunek und Fotos von Barbara Belic sowie Literaturverlag Droschl:

Fazit: Ohne Dichtung wäre Graz ein Uhrturm!