Andreas Unterweger

„L’Europe poétique“ – Podcast, Festival Magnifique Printemps (Villa Gillet Lyon)

Posted in Poèmes by andreasundschnurrendemia on 17. März 2021

Gestern aufgezeichnet, aber ab heute und in alle Ewigkeit unter diesem Link zu hören: 4 auch übersetzende Dichter*innen aus 4 Ländern diskutieren rund um Guillaume Métayers neues Meisterwerk „A comme Babel“ (La rumeur libre 2020) über Übersetzung, Dichtung …

… und Wahrheit:

Am Start (v.r.u. nach r.o.): Vanda Miksic (Kroatien), Tóth Krisztina (Ungarn), Guillaume Métayer (Frankreich: mit Mikrophon im Gesicht und Organisatorin Lucie Campos Mitchell neben sich) und ich (Österreich).

Die Ankündigung der Villa Gillet:

„A wie Babel : ein Europa der Dichtung“
Mit dem Untertitel „Übersetzung, Dichtung“ vermischt der Guillaume Métayers Essay „A comme Babel“ (La rumeur libre, 2020) Berichte aus der Übersetzungswerkstatt mit einer theoretischen Reflexion, die tief in der Poesie und der Liebe zu den Sprachen verankert ist. Er lädt uns ein zu einer Reise zu zeitgenössischen Texten und Dichtern, deren Fährmann er ist. Mit
Krisztina Tóth (Code-barres, Gallimard, 2014), Andreas Unterweger (Le livre jaune, Lanskine, 2019) und Vanda Miksic (Des transports : septembre 2014-décembre 2016, Lanskine, 2019): eine mehrsprachige Fahrt in ein ganzes Universum der zeitgenössischen Poesie, die den Blick auf Ungarn, Österreich, Kroatien und andere Landstriche der Dichtung richtet.“

Folgende Fragen standen u.a. zur Debatte:

Welche Rolle spielt das Internet in Ihrer Übersetzungsarbeit?

Welchen Platz nimmt die Übersetzung in Ihrer Arbeit als Schriftsteller*in ein?

Befürchten Sie, dass die Übersetzungsarbeit Sie vom Schreiben abhalten könnte?

Welches Bild haben Sie vom Übersetzer/von der Übersetzerin? Tauchen er oder sie in Ihren literarischen Arbeiten als Figur auf? Wenn ja, als welche?

Wer ist Ihr/e Lieblingsübersetzer*in?

Usw. usf.

(Achtung: die Diskussion wird auf Französisch geführt! Vorbereitung war très nécessaire!)

Herzlichen Dank, lieber Guillaume für die Einladung, das gelungene Konzept und die großartigen Fragen (die Dikussion war mir eine große Freude!), herzlichen Dank liebe Vanda Miksic und Krisztina (ich habe viel gelernt!), herzlichen Dank, liebes Team von der Villa Gillet (alle waren sehr freundlich und der technische Support durch Pierre-André Pernin war topp!)!

(Foto: Guillaume Métayer, er war beneidenswerterweise vor Ort. Wir anderen saßen, wie er zu Beginn sagte, „chacun dans sa ville, chacun dans sa villa“*.)

*“Jeder in seiner Stadt, jeder in seiner Villa.“ Wortspiel, unübersetzbar. 🙂

Micropoetica (zu Peter Handke, Olga Tokarczuk u. a.)

Posted in Das gelbe Buch, manuskripte, Mikroessays, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 11. Oktober 2019

Mehr als nur ein Zufall, nämlich zwei Zufälle: In einem Vortrag über das (und mein) Schreiben von kurzen Prosaformen, den ich vor 8 Jahren im Literaturhaus Lettrétage in Berlin-Kreuzberg gehalten habe (erstveröffentlicht in manuskripte 194) tauchen gleich beide Nobelgepriesene von gestern auf.

Wenn ich meinen Aufzeichnungen trauen kann, habe ich von Olga Tokarczuk gelernt, wie ein Roman auch aussehen kann (wichtig etwa für Das gelbe Buch). Und Peter Handke hat mich davor bewahrt, Germanist zu werden.

HIER ZUR GÄNZE NACHZULESEN!

Für Klick- und Downloadfaule habe ich die Stellen mit Handke und Tokarczuk hier herausfotografiert:

Printemps des poètes – Hors saison

Posted in gedichte, Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 14. Juli 2019

Spät, dafür aber am französischen Nationalfeiertag – Nachtrag zu den Terminen:

  1. 23.05.19, 19 Uhr, Andreas Unterweger liest beim Poesiefestival Printemps des poètes aus seinem in Kooperation mit Versopolis erscheinenden dreisprachigen Gedichtband. Guillaume Métayer liest die Übersetzungen ins Französische. Außerdem lesen:  Luljeta Lleshanaku (Albanien), Eleanor Rees (GB), Ivan Hristov (Bulgarien). Centre national du livre, 53 Rue de Verneuil, 75007 Paris, und
  2. 24.05.19, 19 Uhr, 23.05.19, 19 Uhr, Andreas Unterweger liest beim Poesiefestival Printemps des poètes aus seinem in Kooperation mit Versopolis erscheinenden dreisprachigen Gedichtband. Yekta liest die Übersetzungen ins Französische. Außerdem lesen: Luljeta Lleshanaku (Albanien), Eleanor Rees (GB), Ivan Hristov (Bulgarien). Café La Pomme d´Eve, 1 Rue Laplace, 75005 Paris.

Paris, bekanntlich ein Fest fürs Leben, hat auch für zwei Leben ausreichend Feste zu bieten. Und so durfte Ende Mai nicht nur der Prosaschriftsteller meines Namens jubilieren (bei der Nuit de la littérature: wir berichteten), sondern auch sein Gedichte schreibendes Alter Ego – wurde doch im Rahmen meiner Teilnahme an der Sonderschiene „Hors saison“ des Lyrikfestivals „Printemps des poètes“ mein erster Gedichtband veröffentlicht:

Die Einladung nach Paris und das im Verlag La Traductière erschienene Büchlein verdanke ich meiner  virtuellen Präsenz auf der internationalen Lyrikplattform Versopolis, die vom Verlag Beletrina in Ljubljana organisiert wird und zu der ich vom Unabhängigen Literaturhaus Niederösterreich eingeladen wurde. Vielen Dank, liebe Sylvia Treudl und Michael Stiller! God save the E.U.!

Die erste Lesung fand im renommierten Centre national du livre statt.
Von l.n.r.: Ivan Hristov, io, Luljeta Lleshanaku, Eleanor Rees:

Hier sieht man, wie der Dichter dreinschaut, wenn das Flugzeug der AUA zwischen Graz und Wien so viel Verspätung aufreißt, dass es den AUA-Anschlussflug nach Paris verpasst und der Lesereisende trotz Dauerlaufs vom Flughafen über die RER- und Métro-Bahnsteige (auch solche in die falsche Richtung) erst 15 Minuten nach programmiertem Beginn der Veranstaltung auftaucht:

(c) Printemps des poètes

Ich las drei Gedichte („An einen, den ich kannte“, „Großvatersprache“, „Die Schlange“, glaube ich), alle drei übersetzt von Guillaume Métayer, der auch die französischen Fassungen vortrug.

Anschließend eine lange Diskussion über „die neue europäische Lyrikwelle“, die von einigen ihrer Protagonisten im schönen Garten des CNL fortgesetzt wurde.
Hier unterhalten sich Ivan Hristov, Guillaume Métayer und die bulgarisch-französische Dichterin Velina Minkoff

… hier Luljeta Lleshanaku mit Leserinnen …

… hier zitiert ein AUA-Geprüfter wieder einmal Arthur Rimbaud: Ich ist ein anderer:

Die Vorbereitungen auf die Lesung am Abend darauf lassen sich auf Facebook trefflich nacherleben, dort so geschildert:

„Paris – Stadt der Dichterinnen und Dichter!
Erst Rimbaud und Verlaine gesucht und gefunden …

… dann zufällig (!), einen Tag vor den vereinbarten Treffpunkt, Laure Gauthier getroffen (kein Wunder, dass wir doublecheesen) …

… danach geplantes Posen mit dem designierten Styrian Artist In Residence Guillaume Métayer vor der Buchhandlung Tchann, wo er demnächst seine über 1000-seitige Nietzsche-Lyrik-Gesamtübersetzung (in Reimen!) präsentiert …

Guillaume und ich besuchten auch das Café La Pomme d’Eve im Quartier latin, in dessen mittelalterlichem Kellergewölbe am Abend die zweite Lesung des Festivals stattfand – schon die Klingel war ein Gedicht …

Am Abend wurde wieder Gutes von Luljeta Lleshanaku (Albanien), Mystisches von Eleanor Rees (GB) und Witziges von Ivan Hristov (Bulgarien) geboten.
Ich las das lange Gedicht „Kabul“, das der ebenfalls anwesende Laurent Cassagnau, bekannt als brillanter Übersetzer von „Das gelbe Buch“ („Le livre jaune“), ins Französische übertragen hatte.

 

(c) Laurent Cassagnau

(c) Printemps des poètes

Musikalischer Höhepunkt des Abends war zweifelsohne Ivan Hristovs Flötenperformance.

Danke Österreichisches Kulturforum in Paris

… danke Versopolis, danke Linda Maria Barros und Louise Champiré von Printemps des poètes!
Danke auch für die netten Unterhaltungen auf diversen Flughäfen, lieber Paris-Flug- und Verspätungsgenosse Christoph Urban!

*

Zum Gedichtbuch:

Es enthält folgende Gedichte im deutschen Original und ihre Übersetzungen ins Französische und Englische:

Donauebene (Dezember), frz. v. Laurent Cassagnau, engl. v. Greg Nissan.
An einen, den ich kannte, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Greg Nissan.
Kabul, frz. v. Laurent Cassagnau, engl. v. Greg Nissan.
Großvatersprache, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Greg Nissan.
Die Sonnenblumen, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Greg Nissan.
Klimatologen, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Greg Nissan.
Das Tonstudio, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Greg Nissan.
Юдит, frz. v. Laurent Cassagnau, engl. v. Greg Nissan.
Die Maus, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Gertraud Dayé.
Die Spinne, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Gertraud Dayé.
Die Schlange, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Gertraud Dayé.
Kein Gedicht, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Gertraud Dayé.

(Herzlichen Dank auch den ÜbersetzerInnen!)

Das Buch ist in den Buchhandlungen Bücherstube, Prokopigasse 16, 8010 Graz …

… und Büchertheke Draxler, Schmiedgasse 12, 8430 Leibnitz, erhältlich.
Veranstalter*innen/Journalist*innen beschicke ich gerne selbst.

 

Nächste Lesungen aus dem Buch:

Podujatie, Slowakei.

24.07.2019, 17:00, Guillaume Métayer und Andreas Unterweger lesen Gedichte von Friedrich Nietzsche und eigene Texte. Special guest: Kinga Tóth. Anschließend Prosecco und Knabberei. Bücherstube, Prokopig. 16, 8010 Graz.

 

„Hölle Kitty“ (Poetin 25)

Posted in Das kostbarste aller Geschenke, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 13. September 2018
Mein Beitrag zur Leipziger Literaturzeitschrift „poetin“ (vormals: „poet“), Nr. 25, Thema „Autorschaft und Elternschaft“ sind mehrere Notizen aus einer losen „Kindergeschichtengeschichten“-Sammlung mit dem Arbeitstitel Hölle Kitty.
Angesichts des Themas erinnern sich manche vielleicht auch an mein Buch Das kostbarste aller Geschenke (Droschl 2013) oder die Anthologie Mein Kind ist ein Vogerl (Edition Yara 2014), die ich gemeinsam mit Bernadette Schiefer herausgegeben habe (bzw. mein Vorwort dazu: Vaterbücher).
*
Leseprobe aus „Hölle Kitty“ in der „Poetin“:
(…)
DIE KUNST, AUF JEDEM BILD ZUALLERERST DIE KATZE ZU ENTDECKEN
(und es gibt sie, tatsächlich, auf jedem Bild: nicht nur bei Picasso, Dora
Maar au chat, sondern auch auf dem Rahmen des Fensters, das man
durch das Klofenster des Zahnarzts sieht, in einer Ecke des Wand –
teppichs, den Jeanne in Une vie von Maupassant betrachtet, und sogar,
zu mehrt!, auf dem Foto, das der Lektor von seiner »Bücherwand
Rushmore« schickt), habe ich von meinen Kindern erlernt.
(…)
AUCH DER BUB IM AUTOSCOOTER,
der – das Gesicht verzerrt und »Ich schießen euch alle nieder!« kreischend
– auf die Kinder in den anderen Autoscootern losschießt, wird
von seinen Eltern, die, wie wir, mit ihren Smartphones hinter der Bande
stehen, verzückt fotografiert.
(…)
»ICH SEH, ICH SEH, WAS DU NICHT SIEHST,
und das ist hellblau und sehr, sehr klein!«
Das Kind, wie aus der Pistole geschossen: »Österreich!«
Der Vater: lacht.
Das Kind, beleidigt: »Da, auf dem Globus!«
(…)
*
Mit bestem Dank an Katharina Bendixen für die freundliche redaktionelle Betreuung!
*
poetin nr. 25
Literaturmagazin
Herausgeber: Andreas Heidtmann
Konzept: Carolin Callies
Prosaredaktion: Katharine Bendixen
poetenladen, Herbst 2018
272 Seiten, 9.80 Euro
Beiträge von Andreas Heidtmann, Andreas Unterweger, Björn Kuhligk, Michelle Steinbeck, Ulrike Almut Sandig, Dagmara Kraus, Daniela Seel, Arne Rautenberg, Jan Volker Röhnert, Janin Wölke, Carl-Christian Elze, Ron Winkler, Nora Nora-Eugenie Gomringer, Hendrik Jackson, Christian Filips, Timo Berger, Kathrin Schadt, Walle Sayer, Francis Nenik, Soulemane Diamanka, Hiromi Ito, Elo Viiding, Kerstin Preiwuß, Nancy Hünger, Sünje Lewejohann, Max Wallenhorst, Thomas Kunst, Sophie Sumburane, Anke Stelling, Melanie Katz, Simone Scharbert, Markus Orths, Isabelle Lehn, Kathrin Bach, Mithu Melanie Sanyal, Christiane Rösinger, Christina Mohr, Hauke Hückstädt.


*

Weitere Texte aus „Hölle Kitty“ finden sich in der Anthologie „Verführung zum Staunen“ (hg. v. Friederike Schwab, Leykam 2016).

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poet

Posted in Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 26. März 2013

Meine Beiträge zu Heft 14 der Literaturzeitschrift poet, die den von Katharina Bendixen zusammengestellten (und mit einem sehr lesenswerten Einleitungsessay versehenen!) Schwerpunkt „Prosaminiaturen“ eröffnen:

Über die Polen

Man unterscheidet vier Arten von Polen: Die Nordpolen, die Südpolen, die Pluspolen und die Minuspolen. Von den Pluspolen und Minuspolen ist bekannt, dass zwar einerseits Pluspolen Minuspolen und Minuspolen Pluspolen ungemein anziehend, andererseits aber Pluspolen Pluspolen und Minuspolen Minuspolen ungeheuerlich abstoßend finden. Deshalb trifft man niemals auf Pluspolen im Kreise von Pluspolen, und nirgendwo auf Minuspolen im Kreise von Minuspolen. Da hingegen vielmehr Pluspolen ausschließlich an der Seite von Minuspolen, und Minuspolen ausschließlich an der Seite von Pluspolen gesichtet werden, ist die Unterscheidung der Polen in Pluspolen einerseits und Minuspolen andererseits eigentlich hinfällig. Ähnliches gilt für Nordpolen und Südpolen. Es gibt überhaupt nur einen einzigen Nordpolen, doch niemand hat ihn jemals zu Gesicht bekommen. Es gibt auch nur einzigen Südpolen. Der lebt aber gar nicht in Polen, sondern in der Antarktis. Er wurde 1911 von Amundsen entdeckt.

Lieben

„Es gibt nicht: die Liebe. Es gibt: die Lieben.“ Es gibt so viele Lieben, wie es Menschen gibt. Es gibt für jeden Menschen nur: die eine. Sie bricht das erste Mal aus, wenn er sechzehn ist. Sie wird zu viel für ihn sein, schon das erste Mal. Erst viel zu leicht und dann: schon viel zu schwer. Er wird die Liebe einem auf die Schulter legen, der sie nicht haben will. Dann wird der Mensch sich wundern: ach, wie schwer das ist. So eine Liebe loszukriegen. So allein mit der Liebe. So allein mit sich. Der Mensch wird weiter nach dem suchen, der die Liebe trägt. Seine Liebe: erträgt. Und wird vielleicht, von Zeit zu Zeit: jemanden finden, der sie auf sich nimmt. Für eine Zeit und dann: wieder allein. Mit seiner Liebe und: allein mit sich. Und immer schwerer wird die Liebe werden, weil: die Liebe wächst. Sie wächst und wächst, wenn: keiner da ist, der: sie haben will. Sie halten und: für sich behalten will. Der Mensch wird mit der Liebe weitertaumeln, die: ihn fast erdrückt. Der Mensch wird schwer bewaffnet sein, mit seiner Liebe. Und so wird es geschehen, dass der Mensch: den Menschen, den er, lebenslang!, gesucht hat, trifft. Mit seiner Liebe. Und: ihn so erschlägt.

Ein Bild von dir

Du hast ein Bild von dir bei mir vergessen. Es ist ein ganz ganz kleines Bild von dir, mit einer Kerze und mit, hinter dir, einem ganz schwarzen Nachthimmel im Fenster. Einem noch ganz ganz schwarzen Morgenhimmel. Ein Bild vielleicht wie der Kaffee, den du am Bild gerade trinkst. Ganz schwarz, ganz stark, mit Honig drinnen und mit Kardamom. Mit ein paar Brösel Toast vielleicht, mit einem Brösel Schafskäse vielleicht, vielleicht mit einem Brösel noch einer Olive. Oder von dem, was sonst noch auf dem Tisch da steht, an dem du sitzt, da, auf dem Bild von dir. Dem Bild, das wie ein Song ist von, vielleicht, so einem wie Van Morrison. Oder vielleicht von so einem wie Townes Van Zandt. Aber es ist kein Song von einem von den beiden. Es ist ein Song, in dem es um ein Mädchen geht wie dich. Das schon am Küchentisch sitzt und Kaffee trinkt, schwarz, mit Honig, wenn es noch finster ist, wenn es im Fenster hinter ihm noch viel mehr Nacht ist als schon Morgen. Das Honigsüße dieser Nacht sei, heißt es in dem Song, die Hoffnung, die das Mädchen bringt. Die schon der Anblick vom Gesicht von diesem Mädchen da im Song, das so wie deines ist, dem einen bringt, der es besingt. Wenn er es denn nur sehen könnte, einmal noch, und sei es noch so früh am Morgen, wie es da, schlaflos schön, in seiner Wohnung sitzt, an seinem Küchentisch, und den Kaffee, den er gemacht hat, trinkt, ganz schwarz, mit Honig drin. Und von den Augen von dem Mädchen da im Song heißt es, sie seien außen grün und innen schwarz, wie Kardamom. „Grün wie die Hoffnung“, heißt es etwas kitschig, du weißt ja, wie die Songschreiber so sind, „tief wie der Ozean, schwarz wie die Nacht“. Ganz so wie deine Augen sind. Wie deine Augen auf dem Bild da sind, dem Bild von dir, das du vergessen hast. Ich kann die Melodie hören von dem Song über das Mädchen, das so ist wie du, und ich kann mitsingen, ja, ich kann mitsingend den Song über das Mädchen schreiben, das so ist wie du, wenn ich dich sehe, auf dem Bild von dir. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich das Bild.

Für Judith

Der Winter dauerte nur einen Tag

Als ich die Augen aufmachte, fing es an zu schneien. In dicken Flocken fiel der Schnee von der Schimmelschutzdecke auf das Bett herab. Ich kratzte etwas Eis aus meinen Augenwinkeln. Dann stand ich auf. Es war nicht wirklich kalt. Ich ging zu Marie rüber, die beim Ofen kniete. Sie legte ihren Kopf gegen mein Knie und sagte: „Hallo Hans“. Dann kam der Kleine, und wir spielten Bauen. Wir bauten was aus Brennholz. Wir bauten eine Mauer rund um uns. Die Mauer schützte uns vor allem, was nicht so wie wir war. Drinnen, da waren wir – der Rest blieb draußen. Die Mauer schützte uns: den Kleinen und Marie und mich, Hans. Die Mauer schützte uns am Morgen, als wir, sie bauend, vor dem Ofen saßen – sie schützte uns am Abend, als wir, in ihrem warmen Schatten, tanzten. Wir tanzten durch den Schneefall, Hand in Hand, fingen die Flocken auf mit unseren Zungenspitzen. Der Schnee schmeckte wie Staubzucker in diesem Winter. Der Schnee war warm, das Holz brannte im Ofen, die Mauer rund ums hielt allem stand. Es war der schönste Winter meines Lebens. Aber er dauerte nur einen Tag. Nicht, dass es dann am nächsten Morgen nicht geschneit hätte. Im Gegenteil: dicker denn je fielen die Flocken auf das Bett herab. Der Schnee war da, als ich die Augen aufmachte, das Eis war da, in meinen Augenwinkeln, und auch die Mauer war noch da, höher noch, fester, viel fester, als gestern. Dahinter wusste ich Marie in Sicherheit. Beim Ofen kniend, mit dem Kleinen spielend. Ich kratzte etwas Eis aus meinen Augenwinkeln. Dann stand ich auf. Jetzt war es wirklich kalt. Ich ging, ganz müde noch, zur Mauer rüber. Dort fiel es mir dann ein: Ich bin nicht Hans.

Poetisches Daumenkino …

Posted in Du bist mein Meer by andreasundschnurrendemia on 23. Februar 2011

… oder „Auf der Suche nach dem verlorenen Meer“ …

Unter diesem schönen Titel ist auf literaturhaus.at, der Website des Literaturhauses Wien, eine sehr genaue, sehr aufmerksame, sehr gut geschriebene und glücklicherweise auch noch sehr freundliche Rezension zu „Du bist mein Meer“ von Michaela Schmitz erschienen.

Hier nachzulesen!

Ach, wie ich mich freue, wenn ich den Eindruck haben darf, eine Rezensentin/ein Rezensent nimmt ihren/seinen Job genau so ernst wie ich den meinen!

Viel Freude beim Lesen!

Laure Gauthier „kaspar aus stein“ (Edition Thanhäuser 2021)

Posted in kaspar aus stein by andreasundschnurrendemia on 12. September 2021

Große Freude, da dieser Tage in der immerschönen Edition Thanhäuser Laure Gauthiers poetische Erzählung „kaspar aus stein“ erscheint.

Ein toller, aufregender Text, grafisch (kon-)genial illustriert durch Holzschnitte von Christian Thanhäuser, und von mir mit Freude, Herzblut und einem ÜbersetzerInnen-Stipendium der Literar Mechana übersetzt.

Lesungen daraus gibt es demnächst:

Am 1.10. lesen Laure Gauthier und ich im Kultum, Graz (gemeinsam mit Emily Artmann),
am 7.10. bei der Poesiegalerie Wien aus dem Buch (s. Termine, rechts).

Eine Leseprobe fand sich vorabgedruckt in manuskripte 222.

Die Reaktion der Autorin im Original – und in der immer wieder lustigen Übersetzung von Facebook:

Vielen Dank, liebe Laure!

Hier mein „Postgesicht„, neben dem von Laure Gauthier (Mid-May in Paris, 2019):

Und hier mein Nachwort:

Nachbemerkung des Übersetzers

kaspar de pierre, 2017 bei La lettre volée erschienen, ist gemäß seiner Autorin „eine poetische Erzählung, die Kaspar Hauser, dem nach 17 Jahren Gefangenschaft, 1828 vor den Toren Nürnbergs rätselhaft aufgetauchten Findling, eine Stimme verleiht“.

Der Text arbeitet die historischen Grundlagen auf und wendet sich gegen Auswüchse des Kaspar-Hauser-Mythos – die Autorin sieht darin Merkmale der „spätmodernen Gesellschaft“ vorweggenommen: „den Hunger nach Schlagzeilen, die Faszination vor dem Missbrauch und der Ikonisierung des Individuums“. Anders als in den meisten bisherigen Darstellungen Kaspar Hausers wird die Hauptfigur weder als kognitiv eingeschränkt noch als ideale Projektion für Poeten dargestellt, sondern als „normales“, aber misshandeltes Kind.

Zudem unternimmt der Monolog den paradoxalen Versuch, das sprachliche Porträt der Sprach- und Subjektlosigkeit einer Figur wie Kaspar Hauser abzubilden. In den Ich-Sätzen kaspars finden sich an jenen Stellen, wo das grammatikalische Subjekt stehen sollte, Leerstellen, und wenn sich der Sprecher ab und an doch zu einem Wort für sich selbst durchringt, so artikuliert er verfremdete Störlaute (etwa „erch“ statt „ich“; frz.: „jll“ statt „je“). Damit wird (kaspars) Spracherwerb, sprich: Sozialisierung und Konditionierung, nicht zuletzt in der Beschaffenheit der Sprache, in der kaspar davon berichtet, abgebildet.

Hinter kaspars Leerstellen und Nonsenslauten könnte man die utopische Möglichkeit einer Wahrnehmung, die nicht durch Systeme wie Sprache und Gesellschaftsordnung vorge- und dadurch verformt ist, vermuten. Die Autorin spricht freilich lieber von einem „Raum der Wachsamkeit“, der sich durch die Diskrepanz zwischen der subjektiven Perspektive und anderen, „unpersönlichen“ Blickwinkeln (wie jenem der Wolke oder der Steine) auftue. Diesem wohne nicht zuletzt eine politische Dimension inne.

Damit wird in kaspar de pierre eine ähnliche Stoßrichtung sichtbar, die schon Gauthiers Bücher Je neige (entre les mots de villon) (Ich schneie [zwischen den wörtern villons], LansKine 2018), La cité dolente (Die leidende Stadt, Chatelet-Voltaire 2015)und marie weiss rot / marie blanc rouge (Delatour-France, 2013) prägte. In letzterem, von Gauthier in der Fremdsprache Deutsch verfasst und von Übersetzer Laurent Cassagnau, einem Französisch-Muttersprachler, zurück ins Französische übersetzt, zeichnet sich der utopische Raum, der auch in kaspar aufblitzt, in der herbeigesehnten „Sprache III“, einerdirekten Kommunikationsform, die keiner Übersetzung bedarf, ab.

Tatsächlich bildet kaspar de pierre laut seiner Autorin gemeinsam mit La cité dolente und marie weiss rot / marie blanc rouge einen Zyklus, den sie „Trilogie der Transparenz“ nennt.

Laure Gauthiers wortsezierende Sprachskepsis, ihre Abneigung gegen verbale Vorfabrikate und ihre beständige, die Grenzen zur Verständlichkeit bewusst überschreitende Suche nach frischen, unverbrauchten Formulierungen und Bildern machen klar, dass einige ihre wesentlichsten Vorbilder in der deutschsprachigen, insbesondere der österreichischen Literatur zu finden sind.

Neben Elfriede Jelinek, mit deren Werk sich Gauthier auch wissenschaftlich intensiv auseinandergesetzt hat, drängt sich der Gedanke an Peter Handkes Frühwerk auf, etwa das Drama kaspar, das Wittgensteins Sprachphilosophie und den ihr innewohnenden Zweifel systematisch durchexerziert. Auf sprachlich-stilistischer Ebene mag man Friederike Mayröcker, H.C. Artmann oder auch Thomas Kling als mögliche Bezugspunkte ausmachen.

„Komplexe Überlagerungen“ also, die – laut dem Pariser Literaturwissenschaftler Bernard Banoun – „das Anbrechen eines intermedialen und experimentellen europäischen Schreibens“ bedeuten könnten.

Andreas Unterweger

*

„kaspar aus stein“ ist im Buchhandel und bei der Edition Thanhäuser erhältlich.

„Kabul“ bei „Share a light“

Posted in gedichte, Nijedna pesma, Poèmes by andreasundschnurrendemia on 25. August 2021

Mein Gedicht „Kabul“ ist eines der „lights“ im neuen weltumspannenden Poesieprojekt „Share a light“ der Freunde der EU-weiten Literaturplattform Versopolis, das vom slowenischen Verlag Beletrina organisiert wird. Heute Abend wird es bei der Eröffnung des wunderbaren Poesiefestivals „Dnevi poezije in vina – Days of Poetry and Wine“ im slowenischen Ptuj offiziell präsentiert.

„Kabul“ in drei Sprachen lesen (Englisch-Übersetzung von Greg Nissan, Französisch: Laurent Cassagnau) und auf Deutsch hören:

https://www.sharealight.eu/light/andreas-unterweger-kabul

Den Text habe ich aus ebenso naheliegenden wie traurigen Gründen gewählt, bezeichnenderweise sieht es „da drüben“ leider auch auf der „Share a light“-Landkarte düster aus.

Hier der Text noch in einer vierten Dimension oder Sprache, und zwar Serbisch, übersetzt von Vanesa Vaštag und vor Kurzem veröffentlicht in meinem serbischen Gedichtband „Nijedna pesma“ (NoRules izdavaštvo 2021):

Kabul

1.

Sa prolećem, došao je i rat,
i vodili smo računa, tako smo učili,
da suncu uvek budemo leđima okrenuti.

Na terasama svih čajdžinica
na bulevarima Kabula zauzeli bismo
uvek ista mesta ( leđima okrenutim

suncu) tako da bi za sve devojke, koje
su tada još svakodnevno dolazile u čajdžinicu,
ostala samo ona na suncu.

Dok su tako, kako bi nas videle,
treptale zbog svetlosti,
mi smo mogli da ih posmatramo,

bez treptanja.I dok su, oči,
zbog sunca, maltene zatvorile (tako
da u njima nas više nije bilo),

za jednog od nas, kada bi na takav način (iskolačenih očiju)
pogledao devojku,
nije postojalo ništa drugo (ništa više, što je tu bilo?)

osim nje… Njena koža je bila tako svetla,
da se mogla videti srž u njenim kostima…
Marama na njenoj kosi bila je bolja od sveta.

2.

Za njih je trebalo barem umreti.
No, barem isto tako dobro bilo je i sedeti ovde,
sa suncem iza nas, i posmatrati devojke…

Kako su tako sedele, licima ka suncu,
očima (crno uokvirenim) zatvorenim,
morao sam svaki put – toga se još sećam

– da mislim na grožđe…
Ne na korale, bisere i rubine,
već na grožđe, belo grožđe, ono sa jako,

jako svetlom pulpom…Ali, u stvarnosti,
jasno je da nismo videli grožđe
(ili korale, bisere i rubine)

već samo: devojke – devojke sa jako,
jako belim kapcima, devojke bele od
svetlosti sunca, na kome su sedele, tople od

sunca, i zatvorenih očiju… Bilo je to belo,
kristalno jasno grožđe. Sve, od neba
do zemlje, bilo je ispunjeno njihovim mirisom.

3.

Da smo se mi pitali, tako je moglo ići večno
(terasa čajdžinice, sunce, devojke na suncu)
ali: ipak nije tako išlo,

ne ovde kod nas, ovde u Kabulu,
pogotovo ne ovde, kod nas, u Kabulu, kada je
došlo proleće… Sa prolećem,

došao je i rat, i u ratu nismo gledali devojke, nismo
ni mogli, kako i bi,
već smo umirali za njih – to je bio (to smo takođe znali,

mi koji smo tada tamo sedeli) rat:
Umirali smo za devojke, koje
nisu ni postojale… Samo čajdžinica je postojala i,

tamo na suncu, devojke. Videli smo lica, svetla
i: neopisivo jasna…Ono
što se u njima ogledalo, obasjalo je svet.

***

Mehr zu „Share a light“.

Mehr zum Festival „Dnevi poezije in vina – days of poetry and wine“, das heute, am 25.8., in Ptuj eröffnet wird.

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manuskripte 232 – Marginalie

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 16. August 2021

Marginalie

Zu den eindringlichsten Momenten meiner Zusammenarbeit mit Alfred Kolleritsch zählten seine Telefonate mit Friederike Mayröcker. Meist war sie es, die anrief.

„Fredy!“, wisperte sie – deutlich hörbar, denn das Telefon war immer laut gestellt. „Fritzi!“, antwortete er. „„Fredy …“ „Fritzi …“ „Fredy …“ „Schreibst du wohl noch?“ „Ja, ich schreibe. Und du, schreibst du?“

Es hat mich jedes Mal tief berührt, wie sich diese beiden literarischen Allzeitgrößen, über die im Alter unüberwindlich gewordene Distanz zwischen Graz und Wien hinweg, ihres Weiterlebens versicherten, das für sie immer gleichbedeutend mit Weiterschreiben war.

Alfred Kolleritschs Tod war ein schwerer Schlag für Friederike Mayröcker. Das gab sie mir am selben Telefon, in einem langen, dennoch wortarmen Gespräch, zu verstehen. Als sich Anfang Juni die traurige Nachricht verbreitete, dass sie ihrem Fredy ins Unerreichbare gefolgt war, fiel mir eines ihrer Gedichte aus manuskripte 221 ein. Laut ihrer Datierung hatte sie es fast auf den Tag genau drei Jahre zuvor geschrieben.

„I’ll charm the air“, heißt es darin – ein Zitatsplitter aus Macbeth, den sie, verschmitzt oberflächenübersetzend, in die unmittelbare Umgebung ihres Gedichts, „duftende Lindenbäume“, transponiert hatte: „ich werde die Lüfte umschwärmen“.

Shakespeares Vers („I’ll charm the air to give a sound“) lässt sich freilich vor allem als poetische Kurzdefinition von Dichtung (und nicht zuletzt der ihren!) verstehen: mit (Atem-)Luft der banalen Umwelt ihre Zauber entlocken, der Materie eine Stimme verleihen, dem Leben selbst Leben einhauchen …

Auf den folgenden Seiten finden sich „luftge Weisen“ (so lautet die Stelle in der klassischen Übersetzung von Dorothea Tieck) in der ganzen, faszinierenden Vielfalt der Gegenwartsliteratur. Die Bandbreite reicht von der zauberhaften Mayröcker-Hommage des Büchner-Preisträgers Clemens Setz über Ulrike Draesners spracharchäologisches Meisterwerk Doggerland bis hin zu Michael Donhausers Poetik des Schlamms; die „komisch-logisch-ikonische“ Rede im Debüt von AMOS+YPE findet darin ebenso Platz wie Sandra Gugićs „Enthusiastin des Gewöhnlichen“.

Christian Thanhäusers grafische Interventionen kreisen kongenial um zwei der vielen Pole: die in Doggerland aufbrechenden (Ge-)Schichten zum einen und seine Erinnerung an die Herbarien des Jahrhundertdichters H.C. Artmann zum anderen.

Im Zentrum des Heftes gratulieren wir Barbara Frischmuth, der Grande Dame der manuskripte-Geschichte, zu ihrem runden Geburtstag. Beschenkt hat freilich sie uns: mit neuen Gedichten. Charming!

Andreas Unterweger

Einen Teil der Marginalie habe ich bei der Präsentation der manuskripte 232 am 13.08.21 auf den Schlossbergterrassen der Hotels Kai 36 und Schlossberghotel vorgelesen. Bericht dazu folgt in Kürze.
Cover der manuskripte 232 von Christian Thanhäuser, Doggerland. Dreifarbiger Föhrenholzschnitt, Handpressendruck auf Büttenpapier, 2021

„Nijedna pesma“ – serbischer Gedichtband erschienen!

Posted in gedichte, Nijedna pesma, Poèmes by andreasundschnurrendemia on 2. August 2021

Große Freude mit dem Bücherpaket, das aus Belgrad eingetroffen ist!

Auch die österreichischen Zollbeamten haben meinen Gedichtband „Nijedna pesma“ („Kein Gedicht“), eben bei NoRules izdavaštvo erschienen, schon gelesen …

… dabei kannten sie ihn ja schon! Schließlich handelt es sich um die Übersetzung der in „Poèmes“, dem 2019 für das Festival Printemps des poètes bei La Traductière erschienen Bändchen, enthaltenen Gedichte ins Serbische. Und es handelt sich erfreulicherweise um eine zweisprachige Ausgabe:

Mein Dank gilt meiner Verlegerin, der Dichterin Sofija Živković, die dieses Projekt mit bewundernswerter Energie umgesetzt hat, und den Übersetzerinnen Vanesa Vaštag („An einen, den ich kannte“, „Donauebene, Dezember“, „Kabul“, „Großvatersprache“, „Die Sonnenblumen“, „Klimatologen“) und Sofija Mišković („Judith“, „Die Spinne“, „Das Tondstudio“, „Die Maus“, „Die Schlange“, „Kein Gedicht“).
Die Veröffentlichung wurde vom Österreichischen Kulturforum Beograd unterstützt.
Mnogo hvala!

Das Buch lässt sich hier bestellen:

Hier einige Kost- und Leseproben aus dem engagierten Social Media-Auftritts meines serbischen Verlags:

(„Von allen Schreibmaschinen in der Hölle / war deine die heißeste“)