Andreas Unterweger

Lecture Anglistik Graz

Posted in Grungy Nuts, Tingeltangel-Tour, Wie im Siebenten by andreasundschnurrendemia on 30. April 2019

Nachtrag zum Termin:
06.05.2019, 19 Uhr, Andreas Unterweger spricht auf der Anglistik der Karl-Franzens-Universität zum Themenkreis: „Übersetzen. Schreiben. Leben“. GEWI-Sitzungszimmer, Universitätsplatz 3, Hauptgebäude, EG, Karl-Franzens-Universität Graz.

Wie auf dem sehr schönen Plakat von Caterina Hauser angekündigt, trat ich bei meinem Gastvortrag auf der Grazer Anglistik gleich doppelt auf …

Als Schriftsteller …

(c) Caterina Hauser

… und als Übersetzer:

(c) Caterina Hauser

Im gediegenen Ambiente des Gewi-Sitzungszimmers (von dessen Existenz gleich hinter der Germanistik-Bibliothek ich trotz der Jahrzehnte, die ich auf der dort studiert habe, nichts geahnt habe) …

… berichtete ich, nach der viel zu freundlichen Einführungen von Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr.phil. Margit Reitbauer und Mag. M.E.S. Dr.phil. Johannes Wally …

(c) Margit Reitbauer

… und vor den ausgeschlafenen Augen der sehr aufmerksamen und exzellent vorbereiteten Studierendenschar …

(c) Margit Reitbauer

… erst über meine Erfahrungen mit dem Schreiben (Antworten auf die beiden ewigen Post-Lesungsfragen: 1. Wie bin ich „zum Schreiben gekommen“? 2. Kann man davon leben? Mit Kurzlesungen aus „Wie im Siebenten“ und „Grungy Nuts“) …

(c) Caterina Hauser

… dann über jene mit dem Übersetzen.

(c) Caterina Hauser

Dabei sprach ich auch über jenes „Übersetzungs“-Verfahren, bei dem ich zwar, bis auf die Silbe genau, die Form des Primärtextes einhalte, dafür aber den Inhalt verändere. Dies gilt etwa für das Hofmannsthal-Cover „Zwei Briefe“ (manuskripte 200) oder für die Songs Norb Payrs, die ich auf Deutsch neu getextet habe (EP „Tankstellenmorgen“):

(c) Caterina Hauser

Danach ging es ums Übersetztwerden – die Studierenden Johannes Wallys hatten ja dankenswerter auch sehr gute Übersetzungen (ins Englische) einiger meiner Texte vorgenommen. Da ich teilweise bewusst „Unübersetzbares“ und auch manche schon übersetzte Texte ausgewählt hatte, gab es reichlich Stoff für die abschließende Diskussion.

(c) Caterina Hauser

Fazit: Auf der Grazer Anglistik würde ich auch selbst gerne wieder zum Studenten werden!

(c) Margit Reitbauer

Ich danke Johannes Wally für die Einladung und seine Mühe mit Organisation und Übersetzungen, Studiendekanin Margit Reitbauer für die nette Betreuung und Caterina Hauser für das gelungene Plakat! Dank an due beiden Damen auch für die sehr schönen Fotos!

 

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„Grungy Nuts“-Premieren-Video

Posted in Cobainologie, Grungy Nuts by andreasundschnurrendemia on 30. März 2019

2. Nachtrag zum Termin:
16.08.2018, 20:00: Andreas Unterweger liest aus „Grungy Nuts“ (Droschl 2018). Außerdem liest: Manfred Rumpl. Musik von Maja Jaku & Band. ORF-Hör- und Seebühne, Graz.

Wer letzten Sommer die erste Lesung aus „Grungy Nuts“ verpasst hat, kann die Buchpremiere jetzt in Form dieses gewohnt hochprofessionellen Videomitschnitts von Edwin Rainer alias Voiceinspiration nacherleben:

– 01:45 Launige Anmoderation von Günter Encic.
– 05:43 Interview, geführt von Günter Encic. Ich erkläre den Grunge und die Nuts.
– 20:28 GAK-Lob und Sturm-Witze, gefolgt von Lesung aus „Koffeinismus“, Kapitel 1-9. Die restlichen Kapitel, 10-17, sind bitte dem Buch zu entnehmen.

Vielen herzlichen Dank, lieber Edwin Rainer!

 

 

„(Wahn)witzige Sprachgebilde“ (Medienimpulse über „Grungy Nuts“)

Posted in Grungy Nuts by andreasundschnurrendemia on 24. März 2019

Ich freue mich sehr über Johanna Lenharts Rezension zu „Grungy Nuts“ für das Magazin „Medienimpulse“!

Die Rezensentin hat mein Buch außergewöhnlich genau gelesen und glücklicherweise günstige Schlüsse aus ihrer Lektüre gezogen …

Hier einer meiner Lieblingsabsätze:

„Gespickt mit Anspielungen auf alles Mögliche, die aber stets mit Humor und einer Begabung für absurde Kombinationen versehen sind, entsteht ein Karaoke-Chor aus verschiedensten Stimmen (Balzac, Celan, Coldplay*, Nirvana – sehr viel Nirvana, wie es sich für 17-jährige des letzten Jahrtausends gehört –, um nur einige wenige zu nennen), die sich immer wieder verselbständigen und ausscheren, sodass auch hier oft witzig-absurde Verbindungen entstehen, wie etwa die Rilke/Wolfang Petry Collage am Ende von „Diving Deep“: „Wer also, als Koffer schrie, hörte ihn denn: ‚Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle?‘? ‚Hölle Hölle Hölle’, echote jene blonde, seltsam vertraute Frau.““

Die ganze Besprechung ist hier online nachzulesen!

Herzlichen Dank, liebe Johanna Lenhart, lieber Thomas Ballhausen aus der medienimpulse-Redaktion!

* Coldplay habe ich nicht bewusst eingebaut. Das muss aber nicht heißen, dass es nicht irgendwo doch eine Anspielung darauf gibt. Im Gegenteil, womöglich!

Lesefest 2019: Kinga Tóth über „Grungy Nuts“

Posted in Grungy Nuts, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 16. März 2019

Nachtrag zum Termin:
09.03.2019, Lesefest 2019, ca. 17:20, Andreas Unterweger liest aus „Grungy Nuts“ (Droschl 2018). Einführung von Kinga Tóth. Kulturzentrum bei den Minoriten, 8020 Graz.

(c) Barbara Belic

Unmittelbar vor Max Höflers sprunghafter Performance und zwei Slots, bevor ich Angelika Reitzer vorstellen durfte, hatte ich, wie angekündigt …

… die Freude, Kinga Tóths Ausführungen zu meinem Buch „Grungy Nuts“ lauschen zu dürfen.

Zu meinem Glück hatte sich schon ein paar Tage zuvor im Café König herausgestellt, dass Kinga trotz ihrer Jugend die Grunge-Ära am eigenen Leib miterlebt hatte und damit mit den im Buch entworfenen Welten vertrauter war als wohl die meisten anderen RezensentInnen davor.
Kein Wunder, dass sich unsere Arbeiten ähnlicher sind, als man auf den ersten Blick vermuten möchte.

Und vielleicht lag es auch daran, dass ich bei dieser Lesung aus „Grungy Nuts“, der womöglich letzten aus dem Buch, das erste Mal den Eindruck hatte, tatsächlich das so genannte Zielpublikum zu erreichen. Darauf ließen jedenfalls die Unterhaltungen schließen, die sich danach ergaben – mit Leuten, die in den 90ern in Graz jung gewesen waren, Leute, denen man nicht nur nicht erklären muss, was „Grunge“ bedeutet, sondern denen auch Namen wie Musichouse, Q, Black Box usw. ein Begriff sind und denen man solche Widmungen in die Bücher schreiben kann: „Viel Freude in den Kellern von damals!“

Herzlichen Dank, liebe Kinga, für den gelungenen Einführungstext voller wunderbarer Zitate (etwa die Motivkette: „MaschinenMinnesänger“, „DJ des Grunge“, „Grungefuge“, „Fugenmühle“ und „nach Grungy Nuts spalten wir uns zu Bohnenpulver und werden neu konstruiert“!), danke, dass ich ihn hier publizieren darf!

 

Kinga Tóth:

Willkommen auf Dimension D7

Straight as an arrow//Defect defect//Not straight, not so straight//
Reject reject//Towards anti-social ///Standing on the stairs//Cold, cold morning//Ghostly image of fear
Mayday mayday//Gonna leave this region//They’ll take me with them///Dimension seven

singt Kurt Cobain, Frontman der legendären Band „Nirvana”, der unsichtbare aber immer spürbare Geist des neuen Buches von A.U. Sieben ist auch in Ungarn eine magische Zahl: durch sieben Felder fahren die Söhne, die auf Abenteuer gehen, sieben Felder lang dauert eine Hochzeitfeier, sieben Meilen groß ist der Stiefel, womit man eben überallhin fliegen kann, auch zu Dimension Sieben, und sieben Phasen durchlaufen auch die MaschinenMinnesänger von Andreas Unterweger, bis sie endlich bei D7 im Untergang18 landen und eine Band gründen – oder eher nicht.

Fehlhören hilft bei dem Titel und bei dem Bandnamen: Müsligedichte – crunchy Nuts hätte nicht so cool geklungen, also lieber Grungy Nuts, und wir gehen auch garantiert Nuts nach dem Dadawahnsinn mit Haushaltsobjekten, mit Kurt Schwitters in dem WG-BadezimmerProberaumLebensraumKummerparadise, aber dieses „going Nuts“ ist, was wir am meisten brauchen, um endlich wieder etwas spüren zu können, also schließen wir die Augen und lass uns wieder Sweet 16 – ups 17 sein, in düsteren Räumen philosophieren, und uns mit grotesken Sprachspielen öffnen und wieder verbergen – lass uns wieder back to Konjunktiv 2 Plusquamperfekt—„was hätte sein können“ und the ultimate MAYDAYMAYDAY wieder fühlen

(ok-sind die Augen offen?, dann losgeht’s: )

„Es war keinmal, es war-ist nichts passiert, doch hatte dieses Nichts schon einen Klang oder mehrere, AU baut die Grungefuge auf: mit wiederkehrenden Sätzen, Polizeisirenen, Meereshexe mit Wellenhaar… während bei uns unsere OstblockVäter noch „Perlenhaargirl“ von Omega sangen – mit the Winds of change of course, haben die Babies damit nicht aufgehört im Schwimmbecken mit Geld und Pistole rundherum zu schwimmen, eingewogen von den Meerjungfrauen, jetzt hören wir schon das Unterwasserlullaby: come as you are, as you were als und wie du 17 warst, a good friend oder a memory, wie war es, wie wir uns alle daran nicht mehr erinnern.

Zuerst nehmen wir die Kaffeeoverdose ein (filter- löffelchen- schwarzer Liebeskummer in der Kaffeekanne) und gucken unsere Lebensgeschichte in der Tasse an – A.U. sieht die Zukunft wie die alten Wahrsagerinnen: wer wird deine Geliebte sein? –we dive now deeper und jetzt marmeln wir weiter über gebrochene Herzen, die Räder rattern weiter im Schriftstellerhirn und im Erzählertraum rollt „the wheel of fortune“ aber da ist Ace of Base, sowas steht auf A.U.-s Setlist eigentlich nicht, (er sitzt im Zentral (im Geheimnis!) und da ist er Dj of Grunge, vielleicht mag er es im Geheimnen auch da zu sitzen- es gibt nämlich nur eine Brücke zw. Zentral und König, aber das ist schon eine andere Playlist!)

Im Orgelakkumulator sitzen wir neben Andreas und dem Kurt, der sich ständig austauscht, zuerst ist er eine Kaffeemühle dann Koffernautilus, wo Meerjungfrauen schwimmen: Sulamits Haare, die goldene Margarethe kreisen rundherum, während die Engel hoch Schwammrollen essen gehen, läuft der Sirenengesang weiter, Side A-Side B, in dieser WGKasette mit Multipersonas sinken alle langsam: u1 u2 u3 u18 In dem Lift nach unten walzt eine Meerjungfrau allein mit einer Messer, was Aschensulamimt zuguckt und dann wenn sie fertig sind, kämmen die beide sich die Haare..

„gluck glack glückglock kling klong klenglongen“- Die Fugenmühle mahlt weiter mit Niveacremetiegel, Tischmistkübel, Zahnputzbecher, Handstaubsauger, Porzellanmesserbänkchen- weiß wie naked bones – Ttischfussballtisch, wackelnden Begräbniskoffern singender Schwester am Ufer, Skelettsound, Wasserpfeife, Chips, Flaschen – in den Flaschenhals gesprochenen Gedanken – kreisen wir immer tiefer „dig down and find piece“ -oder Noise oder Stimme, dive immer mehr down, wo die Zeilen zu Bitumen mutieren, wo die p-s (fonds) sich ändern, wo Black hole sun die Schrift beleuchtet

„etwas zermalmte mich – steht auf Seite 11. und es stimmt, nach Grungy Nuts spalten wir uns zu Bohnenpulver und werden neu konstruiert, in die Milchstrasse geschmolzen, „standing on the stairs“ mit neuem Geschmack, Neuresonanz schweben wir in Dimension 7. Schließen Sie die Sicherheitsgurte, wir landen gleich in Endstation MAYDAY

(c) Barbara Belic

Vielen Dank, liebe Birgit Pölzl und Kathrin Kapeundl vom Kulturzentrum bei den Minoriten, für dieses wiederum sehr gelungene Lesefest!

„Du kannst nicht immer 17 sein“ (APA über „Grungy Nuts“)

Posted in Grungy Nuts by andreasundschnurrendemia on 1. Februar 2019

Wer die sehr positive, ausführliche und intensiv recherchierte Rezension zu „Grungy Nuts„, die Angelika Grabher-Hollenstein für die APA verfasst hat, zur Gänze nachlesen will, kann dies nun in der Tiroler Tageszeitung tun …

Drei meiner Lieblingszitate aus der Besprechung:

„Unterweger (…) beschreibt als einfallsreicher Sprachhandwerker die Abenteuer der 17-Jährigen der 1990er-Jahre.“

oder

„Unterweger hat ein witziges, sprachverliebtes Buch vorgelegt, das Über-17-Jährige in vergangene Zeiten zurückkatapultiert.“

oder

„Das Buch ist ein wildes, poetisches Puzzle, so rätselhaft wie Nirvana-Songtexte, bei dem der Leser viele Teile selbst beisteuern muss. Denn am Ende heißt es: „Erst jetzt bemerken Sie, dass Sie wieder (noch immer?) 17 sind (wie ich). Gleichzeitig haben Sie aber (wie ich!) nicht aufgehört, mehr als doppelt so alt zu sein.“ Und tatsächlich: Am Schluss scheint sich alles zu einem Ganzen zu fügen.“

Vielen Dank, Angelika Grabher-Hollenstein!

„Grungy Nuts“ im Café Museum

Posted in Grungy Nuts, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 26. Januar 2019

Nachtrag zum Termin:
14.01.2019, 19:30, Andreas Unterweger liest aus „Grungy Nuts“ (Droschl 2018). Und er bringt seine Gitarre mit. Café Museum, Operng. 7, 1010 Wien.

Ein sagenhafter Abend im Café Museum!
Insofern kann ich mich also Wolfgang Bauers Dichter Torquato Sagenhaft aus dem Opern-Libretto „Café Museum – Die Erleuchtung“ nur anschließen:

Und das sogar, obwohl das Café heute linoleumfrei ist!

Hier die wichtigsten Stationen des Abends im Schnelldurchlauf:

Schon die Anreise steht im Zeichen wachsenden Glamours: Oper …

… Rockopa …

… Operngasse:

Im Café dann überall diese schicken Plakate (für das Foto nachgestellt) …

… überall gute Bücher …

sehr gute Bücher …

… kurz: Wiener Kaffeehauskultur vom Feinsten!

Wir drehen noch schnell das erfolgreichste Internetvideo, an dem ich je teilhaben durfte: 5 spontane Antworten auf Fragen von Alexandra Kaminska, gestellt von Chefin Irmgard Querfeld höchstpersönlich:

 

… danach begrüßt Chefin Irmgard Querfeld das Publikum, und der Autor und Musiker Gerhard Loibelsberger, Organisator der Lesereihe, leitet launig ein:

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

Seine Bühnen-Partnerin, „Clown“ Heidi, knabbert derweil freundlich an ihrem Cafétisch:

Ich lese vor ausreservierter Kulisse aus „Grungy Nuts„, die Erzählungen „Koffeinismus“ und „Elf. Erzählungen“ …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… und spiele meine Grunge-Songs „Gegenteil„, „Bestraft die, die verlassen“ und, als Zugabe: „Ich habe mich in einen Clown verliebt“:

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

Hinterher: Großzügiger Geschenkskorb mit Kaffee, Marmelade, Notziblock …

… und ebenso kunstvoller wie schmackhafter Torte (konnte bei aller Reaktionsgeschwindigkeit leider nicht mehr im Ganzen fotografiert werden) …

… jede Menge Autogramme …

… freundliches Beisammensein …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… und Danksagung im Gästebuch …

… die auch heute noch nichts von ihrer Gültigkeit verloren hat:
Herzlichen Dank, lieber Gerhard Loibelsberger, liebes Team vom Café Museum, für diesen wunderbaren Abend!

Auch bei Roxana V. (?), der Gewinnerin eines Exemplars von „Grungy Nuts“ (Publikumsverlosung), bedanke ich mich herzlich für ihre gelungenen Porträt-Zeichnungen!

Dichtung …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… und Wahrheit

P.S.

Das war die Vorschau auf diesen Abend:

Wie cool ist das denn! Nächsten Montag lese ich im Rahmen einer „exklusiven Kaffeehauslesung“ in einem Opern-Libretto von Wolfgang Bauer*!

Vorschau: Andreas Unterweger liest aus „Grungy Nuts“ (Droschl 2018). Café Museum, Operng. 7, 1010 Wien.

Ich bringe zwar weder drei Bier, zwei Buttersemmeln usw. …

… noch Schlapphut und Mantel mit …

… dafür aber meinen Erzählband „Grungy Nuts“, die druckfrischen Ryan Adams-Übersetzungen, meine Gitarre …

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… und meine Brille.

Herzlichen Dank, lieber Gerhard Loibelsberger für die Einladung und den schönen Flyer (PDF)!!

Ich freue mich schon!

* Wolfgang Bauers Libretto findet sich in Band 9 der 2004 bei Droschl erschienenen Werkausgabe:

Nachwort von einem sehr jungen Germanisten und Rettungsfahrer:

„Groteske Einfälle“ („Grungy Nuts“ bei Ö1, Radiogeschichten)

Posted in Grungy Nuts by andreasundschnurrendemia on 14. Dezember 2018

Meine Erzählung „Koffeinismus“ aus „Grungy Nuts“ (Droschl 2018) wurde heute, am 14.12.18, auf Ö1in „Radiogeschichten – Neue Literatur aus Österreich“, gesendet.

Gelesen (und zwar fabelhaft!) hat sie der große Grazer Schauspieler und Theatermacher Daniel Doujenis, gestaltet wurde die Sendung von ORF-Routinier Günter Encic, der sich in den letzten Jahrzehnten um die steirische Literatur sehr verdient gemacht hat.

Herzlichen Dank an beide Herren!

Die Sendung ist hier nachzuhören!

Screenshots von der Ankündigung, Kurzrezension von Günter Encic:

 

 

Paris 2018

Posted in Das gelbe Buch, gedichte, Grungy Nuts, Le livre jaune, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 3. Dezember 2018

Wie meine letzte Reise nach Paris war auch meine heurige Lesereise in die französische Hauptstadt wieder ein Fest – ein Fest fürs Leben!

Organisiert wurde mein Aufenthalt von Guillaume Métayer, meinem lieben Freund: Er lebt als Dichter, Geisteswissenschaftler, Übersetzer und Freigeist in Paris, Montparnasse.

Unterstützt wurde meine Reise vom Österreichischen Kulturforum Paris.

Vielen herzlichen Dank!

  1. Club des Poètes

(24.11.2018, 22:00, Andreas Unterweger liest Gedichte im Rahmen des Leseabends des Club des Poètes. 30 Rue de Bourgogne, 75007 Paris)

Gleich nach meiner weichen Landung …

…  hatte ich die Ehre, im ebenso streng bewachten …

… wie legendären, 1961 gegründeten Pariser Club des poètes zu lesen.

Erst ein Abendessen mit anderen poètes …

 

 

… darunter Guillaume Métayer …

 

 

… Krisztina Tóth aus Ungarn – hier mit dem vielfach begabten Gastgeber Blaise Rosnay – …

… Theaterwissenschaftlerin Zoe Schweitzer …

… Alexandra Filippi vom Österreichischen Kulturforum in Paris (3.v.l., mit exzellentem Literaturzeitschriftengeschmack) und Künstler Elias (Editions Caractères, r.):

(C) Österreichisches Kulturforum in Paris

Um 22 Uhr wird die Tür geschlossen, das Licht ausgeschaltet – „wir betreten das Territorium der Poesie“ … Der heutige Abend ist übersetzter Lyrik gewidmet.

Blaise Rosnay, Sohn des Gründers und heute selbst Leiter des Clubs, zu dessen Aufgaben auch das Bekochen der Gäste zählt, trägt auswendig Gedichte von Garcia Lorca, Georges Séferis u. a. vor:

 

 

 

Seine Mutter interpretiert ein Gedicht einer brasilianischen Dichterin:

 

 

Ich trete gemeinsam mit Krisztina Tóth aus Ungarn und Guillaume Métayer auf.
Krisztina und ich lesen Gedichte auf Ungarisch/Deutsch, Guillaume leitet ein und liest seine Übersetzungen.

(C) Österreichisches Kulturforum in Paris

Unsere Themen: Bestiarium und Familie – heißt für meine Texte: „Die Maus“ (neu übersetzt), „Die Schlange“, „Der Vater“, „Die Mutter“ (die drei letzteren sind 2016 in der Übersetzung von Guillaume Métayer in der französischen Literaturzeitschrift Place de la Sorbonne erschienen).

 

  1. Cabaret Culture Rapide, Belleville

25.11.2018

 

Am Ende eines langen, eindrucksvollen Nachmittags im Pariser Stadtteil Belleville …

… traten Guillaume Métayer und ich …

… zur Spontanlesung auf der Slambühne des Cabaret Culture Rapide an.

 

Soundtrack: The Cure, Townes van Zandt, das Hereinrauschen des abendlichen chinesisch-afrikanisch-französischen Kulturengemischs von Belleville, Paris …

 

  1. Festival „Livres en tête“, Paris-Sorbonne

(26.11.2018, Sorbonne, École Normale Supérieure, 45, rue d’Ulm 75005 Paris)

Wow! In der ausverkauften Salle des actes (rund 80 Leute) der ebenso altehrwürdigen wie vor Studentenleben sprühenden Pariser Universität Sorbonne wurden die Texte von 5 AutorInnen präsentiert: Neben meiner Erzählung „Don Juans“ auch Gedichte und Prosa von Christian Doumet, Claude Mouchard, Sanda Voica und Laure Gauthier, deren Texte ich bereits für die manuskripte übersetzt und besprochen habe.

 

Das Prinzip des Abends: Ein/e Schauspieler/in, Student/in an der Sorbonne, Mitglied der Schauspieltruppe „Les livreurs“ …

(c) Bernhard Engel

… trägt den Text davor, danach ein 5-Minuten-Interview mit dem Autor/der Autorin.
Moderator des Abends, voller Witz, Charme und Esprit wie immer: Guillaume Métayer (mit Claude Mouchard und Christian Doumet [r.], mit Laure Gauthier, mit Sanda Voica, die auch einen lesenswerten Bericht über diesen Abend verfasst hat):

Einer der 5 Höhepunkte des Abends – und für mich eine der Sternstunden meines Dichterlebens:
Paul Tchakarian

(c) Bernhard Engel

… liest die Erzählung „Don Juans“, von Guillaume Métayer für die Zeitschrift „Po&Sie“ übersetzt …

(c) Bernhard Engel

… und wie er sie liest!! Geradezu unheimlich, wie es ihm gelingt, dem Ich-Erzähler der „Hans und ich“-Geschichte (auch aus „Koffeinismus“ bzw. „Grungy Nuts“) bekannt, ein zwischen Naivität und Durchtriebenheit, Lachanfall und Gänsehaut oszillierendes Leben einzuhauchen. Jetzt weiß ich endlich, wie dieses „Ich“ aussieht! Und spricht! Und das alles in einer Übersetzung …
Ein großes Bravo und herzlichen Dank an Paul Tchakarian für seine Performance und Guillaume Métayer, der den Text nicht nur brillant übersetzt hat, sondern den Schauspieler auch dramaturgisch beraten hat (eigentlich ein Duo à la Hans und „ich“, die beiden …).

(c) Bernhard Engel

***

Nicht im Bild finden sich zahlreiche weitere erfreuliche Erlebnisse mit lieben Menschen, darunter:

  • Mein Auftritt im Atélier Poétique, dem Creative Writing-Kurs Guillaume Métayers an der Sorbonne. Eine große Ehre für mich, weil die rund 15 Studierenden die Aufgabe bekommen hatten, Gedichte „à la manière d´Andreas Unterweger“, also Gedichte in „meiner Manier“, zu schreiben.
    Und das ist ihnen auch großartig gelungen! Sobald ich mehr Zeit habe, würde ich an dieser Stelle gerne ein, zwei Übersetzungen aus den gesammelten Texten veröffentlichen.
  • Die amikale Besprechung im Büro des Verlags Éditions Lanskine mit Verlegerin Catherine Tourné und Schriftsteller Paul de Brancion:
    In der unwahrscheinlichen Atmosphäre einer Wohnung mit Gartenzugang Nähe Montparnasse erfuhr ich, dass „Le livre jaune“, „Das gelbe Buch“ in der wunderbaren Übersetzung des Germanisten Laurent Cassagnau, schon demnächst, im Frühling 2019, erscheinen soll.
    Ich bin sehr glücklich, dass dieses Buch, das mir so sehr am Herzen liegt, nun auch in Frankreich, dank Laurent Cassagnaus Bemühungen, einen solch engagierten Verlag mit so freundlichen Verlegern gefunden hat!

 

Paris hat also, zum Glück, wieder einmal kein Ende … Reste à l´écoute, la France!

 

Und herzlichen Dank noch einmal, lieber Guillaume Métayer, liebes 

Ohne Euch wäre dies alles nicht möglich gewesen!

Buch Wien 2018: Lesung auf der Standard-Bühne

Posted in Grungy Nuts, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 17. November 2018

Nachtrag zum Termin:
10.11.2018, 11:00, Andreas Unterweger liest aus „Grungy Nuts“ (Droschl 2018). Moderation: Michael Wurmitzer (Der Standard). Buch Wien, Bühne 2 (Standard-Bühne).

Morgenstunde hat Grunge im Munde … Das alte Sprichwort: nie wahrer als am Morgen nach der Buch Wien Party!
Ich persönlich war bis Mitternacht dort, getan hat sich herzlich wenig, also bin ich – erleichtert, wie es alle Familienväter 40+ gewesen wären – gegangen. Später sollte ich erfahren: Um Mitternacht geht man nicht, da kommt man! Und zwar, um zu bleiben – bis zur Lesung.

Die Abschlusslesung der Party, meine Lesung aus „Grungy Nuts“, fand auf der Bühne 2, der Standard-Bühne der Buch Wien statt. Als Moderator fungierte Journalist Michael Wurmitzer (Der Standard – rechts), der mit guten Fragen und schmeichelhaften Assoziationen (Ernst Jandl!) nicht nur den Autor (links) begeisterte.

(c) Literaturverlag Droschl

Gelesen habe ich das Zwischenspiel „Polen“ aus „Die Instrumente“ und den Anfang von „Das Liebesleben der Meerjungfrauen“.

(c) Elisabeth Eccher

Dank an die zahlreichen Zuhörenden, die uns trotz der frühen Stunde und hektischen Meeseatmosphäre nicht den Rücken zugewendet haben!

(c) Literaturverlag Droschl

Eine sympathische Wiener Tradition: die Autogrammjäger! Diesmal ausrüstet mit einem Foto, das Werner Schandor 2009 geschossen hat:

Auch eine sympathische Tradition: Die gute Stimmung am Stand des Literaturverlags Droschl, an dem sich am Vortag das manuskripte-Meet and Drink abgespielt hatte. Auch am Samstag bildete er wieder das Herz der Veranstaltung – hier sichtbar im herzlichen Lachen der Droschl´schen Pressedame, Henrike Blum!

(c) Literaturverlag Droschl

„Verrückt erheitert“ (Die Furche über „Grungy Nuts“)

Posted in Grungy Nuts by andreasundschnurrendemia on 8. November 2018

Liebe Leute, kauft Die Furche, denn darin finden sich immer die schönsten Rezensionen!
Nun gut, ich gebe zu, diese Feststellung ist subjektiv gefärbt. Aber was soll ich schon anderes sagen bei einer derart präzisen, gebildeten und einfühlsamen Besprechung wie jener, die der Germanist Stefan Neuhaus in der aktuellen Furche zu meinem neuen Buch „Grungy Nuts“ vorgelegt hat?

Ich habe mit diesem Text jedenfalls mannigfaltigen Grund zur Freude – etwa, wenn meine Prosa selbst in einer der hochinteressanten Abschweifungen mit traumwandlerischer Sicherheit zwischen der von Lieblingsautoren wie Heinrich Böll und Thomas Mann verortet wird oder allerlei Wissenswertes über die Zahl 11 in meiner und anderer Literatur mitgeteilt wird.

(aus rechtlichen Gründen unscharf)

Ein paar meiner Lieblingszitate aus Stefan Neuhaus´ Rezension:

1. (Die Wahl des Verlags:)
„Es ist ein Coming-of-Age-Buch über, aber nicht für 17-Jährige, sondern für alle Junggebliebenen, die ein wenig nostalgisch, ein wenig mitleidig und ein wenig amüsiert zurückblicken. Ein bisschen verrückt fühlt man sich nach der Lektüre und auf eine nachdenkliche Weise erheitert.“

2. (Wiederauszupacken bei etwaigen Verhandlungen mit offiziellen Vertretern der Stadt Graz – zumindest manchen von ihnen:)
„Andreas Unterweger wurde 1978 in Graz geboren. Diese Stadt bietet offensichtlich einen guten Nährboden für Ungewöhnliches.“

3. (Wiederauszupacken in der Geschenkeanpreisschlacht vor Weihnachten!)
„Unterweger hat sich bereits einen Namen gemacht als Verfasser von ungewöhnlichen, nachdenkenswerten und dabei stets heiteren Texten. Wer ein Buch zum Verschenken sucht, das keine Konfektionsware ist und über das sich ein längeres Gespräch mit dem Beschenkten nicht vermeiden lässt, der ist bei Unterweger etwa mit ,Wie im Siebenten´, ,Du bist mein Meer´ oder ,Das kostbarste aller Geschenke´ [und hoffentlich auch ,Das gelbe Buch´- Anm. d. Verf.] an der richtigen Adresse.“
Noch wichtiger aber die folgende Feststellung (es ist die erste Rezension, die darauf eingeht):
„Doch der Ton ist für ihn neu“ …

Alles in allem: Tausend – oder nein: Elf Dank, lieber Stefan Neuhaus!