Andreas Unterweger

The American Notebook

Posted in Adamsologie, Cobainologie, Dylanologie, manuskripte, Mikroessays, Notizen, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 12. April 2015

Mein Beitrag zu Heft 207 der manuskripte:
„The American Notebook. Eine Art Hymne
Bordbuch meiner zweiten Reise nach Amerika, Washington, D.C., November 2014“

Der Text zum Lesen (PDF)

Der Text zum Hören: meine Lesung in „Das rote Mikro“ von Barbara Belic, mit Interview, Radio Helsinki, 13.04.15:

Fotos zum Text, in der Reihenfolge ihres Gemachtwerdens*:

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Und zum Ausklang empfehle ich diese Playlist:

Ryan Adams, Kim
Nirvana, Radio Friendly Unit Shifter
Bob Dylan, Sara
Ryan Adams, Oh My Sweet Carolina

* In der Ankündgung hieß es: “in der Reihenfolge ihres Erscheinens im Text”, das war natürlich ein Blödsinn. Die Fotos erscheinen ja nicht im Text, die Bilder des Textes sind andere, und der Text, den die Fotos bilden, erst recht.

P.S. Alle weiteren Beiträge zu meiner zweiten Amerika-Reise, mit Danksagungen (an die manuskripte, das Austrian Cultural Forum in Washington, D.C. etc.), Fotos von der Lesung, vom Kaffeetrinken, vom Weintrinken, vom Inneren des Weißen Hauses etc.

manuskripte 194

Posted in manuskripte, Notizen, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 10. Dezember 2011
Nachtrag zu: „07.12.2011, 20:00, Schauspielhaus Graz, ebene 3. Andreas Unterweger liest bei der Präsentation der neuen, wie immer sehr empfehlenswerten Ausgabe der Literaturzeitschrift manuskripte. Außerdem lesen: Julya Rabinowich und Andrea Winkler.“
 

Für alle, die an diesem schönen Abend nicht leibhaftig teilhaben konnten – hier das Video meiner Lesung, gefilmt von Jungregisseur voiceinspiration alias Edwin Rainer  (herzlichen Dank!):

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Das gleiche Video gibt es übrigens auch auf voiceinspiration.com – mit Einführung von Alfred Kolleritsch!

 
 
P.S.
Falls jemand durch den Text daran erinnert wurde: hier die Direktlinks zu den Foto-Artikeln Strandgut und Fenster.

Das Gnu

Posted in Notizen by andreasundschnurrendemia on 29. Oktober 2011

Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens hat das Gnu, die PatientInnenzeitschrift der LSF* Graz,
mehrere mit der Steiermark verbundene Schriftstellerinnen und Schriftsteller
(u. a. Michael Scharang, August Schmölzer, Andrea Stift)
um eine Geschichte/ein Gedicht gebeten.
Hier mein Beitrag zur „literarischen Sondernummer“:

 Die Stricherlliste

3 x 3 Notizen

für das Gnu
Zeitschrift der Patientinnen und Patienten der LSF Graz

1

 Unter den 177 Schriftstellern (meint auch: Schriftstellerinnen), deren Bücher ihm in seinem Arbeitszimmer den Rücken zuwenden, befinden sich – wie er, mit einer Tabelle (einer „Stricherlliste“, denkt er) die Regale abschreitend, feststellt – 23, die als Patienten in einem Krankenhaus wie der LSF gewesen sind – oder, in anderer Zeit, anderem Umfeld, dort gewesen sein hätten können.

 Dass es niemandem einfallen würde, die Bücher dieser 23 in ein separates Regal zu stellen – oder gar, sie wegzusperren, denkt er.

 (Das, denkt er, wäre wirklich verrückt.)

 *

 „17 Abhängigkeitssyndrome“, notiert er, „3 Depressionen, 3 Schizophrenien (ohne damit einhergehendes Drogenproblem)“ und: „4 Suizide“.

Dass diese Wörter nichts, aber auch rein gar nichts, denkt er, über das aussagen, was sie bedeuten.

(Wenn er irgendetwas über diese Dinge weiß, dann das.)

*

 Und: Dass nicht nur die Wörter auf seiner Liste, sondern auch die Zahlen, die sich aus all den Strichen ergeben, nichts („null“, denkt er) zu bedeuten haben.

 Denn – wie es in Berichten zu diesem Thema (und anderen) heißt: „Die statistische Erfassung erweist sich als ausgesprochen schwierig.“

 Oder: „Die Dunkelziffer liegt mit Sicherheit höher.“

 Oder: „Es fällt schwer, eine Grenze zu ziehen.“
(Um nicht zu sagen: Es gibt keine.)

2

 „23 von 177 – das macht: dreizehn Prozent“, rechnet er (mit dem Taschenrechner).

 Dass ihm diese Zahl – noch nicht die Dunkel- (aber auch alles andere als eine Hell-)Ziffer, denkt er – recht hoch erscheint.
Doch als Beweis für die (pseudo-)romantische These, dass sich Kreativität und Psychose („Genie und Wahnsinn“, denkt er) gegenseitig bedingen, ist sie wiederum viel zu niedrig.

(Gott sei Dank, denkt er.)

*

Dass ein Buch, z. B. Paris – ein Fest fürs Leben, nicht (noch) besser wird, nur weil man irgendwo gehört hat, dass manches darin auf die Probleme seines Verfassers (Alkoholismus, Depressionen, Paranoia usw.) zurückzuführen sei, denkt er.

 (Aber natürlich wird es dadurch auch nicht schlechter.)

 *

„Bücher, die von den psychischen Krankheiten ihrer Verfasser beeinflusst worden sind, beeinflussen mich – beeinflussen jeden Satz, den ich schreibe“, notiert er (am Rand der Liste).

(„Auch diesen.“)

3

 Dass er sich wohl nur deshalb für den (literatur-)wissenschaftlich-statistischen Ansatz (sprich: die Stricherlliste, denkt er) entschieden hat, damit er um das herum kommt, was er – lt. Einladungsbrief – eigentlich schreiben hätte sollen:
„eine Geschichte über persönliche Begegnungen mit einem Menschen, der auf die eine oder andere Weise in die weiten Krankheitsbilder der in der LSF behandelten Menschen passt“.

(Er will ja nicht immer nur über sich selbst schreiben, denkt er.)

*

 Außerdem:

„Die manisch-depressive Freundin, der alkoholkranke Bekannte, die demente Großmutter“ (es gibt sie tatsächlich alle!, denkt er) sollen nicht zu literarischen (Witz-)Figuren einer jener Anekdoten werden, die sein Ich-Erzähler so gerne erzählt.

(„Das steht mir nicht zu.“)

*

 Und:

 Dass für das Verhältnis zwischen den Patienten einer psychiatrischen Klinik und den angeblich normalen Menschen („uns“, denkt er) das gilt, was Jorge Luis Borges über das Verhältnis zwischen Dichter und Leser gesagt hat:

„Unsere Nichtigkeiten unterscheiden sich kaum; es ist ein bedeutungsloser und zufälliger Umstand, dass du der Leser dieser Übungen bist und ich ihr Verfasser.“

 

* Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz

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Komposthaufentagebuch (1)

Posted in Notizen by andreasundschnurrendemia on 8. Januar 2011

Was ihm nicht und nicht einfallen will:
Ein Werk der bildenden Kunst, das ihn ähnlich ergriffen („erschüttert“, denkt er) hätte, wie – alle paar Tage, wann immer er den Biomüll nach draußen trägt, wieder – das Fallbild? Wimmelbild? Orakel? auf dem Komposthaufen.

02.01.2011

04.01.2011

06.01.2011

I Am From Austria

Posted in Notizen by andreasundschnurrendemia on 3. März 2010

„Bei Olympia, schreiben sie“, sagte Hans, der diesen Abend (wie jeden Abend) mit der Lektüre der Morgenzeitung ausklingen ließ, „zählen nur die Medaillen. Aber in Wirklichkeit“, fuhr er, mit seiner Zigarette auf den Medaillenspiegel tippend, fort, „sind es doch einzig und allein die Goldmedaillen, die zählen … Besser gesagt“ – nach Betrachtung der dicksten Schlagzeile – „die Goldmedaillen der Alpinen … Die der alpinen Herren“, verbesserte er rasch, „versteht sich. – Und eigentlich“, murmelte er, eine Kolumne überfliegend, „zählt doch nur eines: Abfahrtsgold – Gold in der Herrenabfahrt … Das aber haben wir“, schloss er, verdüstert (während im Hintergrund irgendein Schlager lief), „wie jedes Mal auch dieses Mal: schon zu Beginn der Spiele, wenn nicht gar noch früher, verloren …“

Lol

Posted in Notizen by andreasundschnurrendemia on 27. Oktober 2009

Anstatt zu lächeln, sah das eine Mädchen das andere ausdruckslos an und sagte: „Lol.“

(St. Pölten Hauptbahnhof, Bahnsteig 7 A, 27.10.09., 12:32)