Andreas Unterweger

„So long, Annemarie“ in der Alten Schmiede

Posted in So long, Annemarie by andreasundschnurrendemia on 23. September 2022

Letzten Dienstag, 20.9.22, war ich mit meinem neuen Roman in den heiligsten Hallen der österreichischen Literaturlandschaft zu Gast: in der Alten Schmiede in Wien!
Ich war für den literarischen Artpop zuständig, nach mir performte die geschätzte Kollegin Mieze Medusa literarischen und auch musikalischen feministischen Rap.

Diesmal las ich das Kapitel „Der erste Schlag“ und Auszüge aus „12, Calle Jimena“ und konnte einige Witze ein- und ausbauen, mit denen ich mich seit der ersten Lesung selbst unterhalte. Den über die Unterschiede zwischen erstem und zweitem Teil etwa, und auch ein paar Autobiografie-Witze.

(c) Alte Schmiede

Mein Dank gilt der Germanistin Johanna Öttl (r.), die souverän durch den ebenso heterogen wie stimmig konzipierten Abend und mit mir ein sehr anregendes, die Tiefen des Romans auslotendes Podiumsgespräch führte …

(c) Alte Schmiede

… sowie dem sehr aufmerksamen Publikum!
Wieder waren zahlreiche Kolleginnen und Kollegen gekommen (etwa die frisch gebackene rotahorn-Förderpreisträgerin Sophia Schnack), was immer besonders schön ist – so ein/e Autor/in ist ja nicht zum Lesen und Zuhören da, sondern zum Schreiben und Vorlesen.
Dass manche zum zweiten Mal gekommen war, übersteigt freilich die Grenzen des Vorstellbaren – vielen Dank, liebe Lea Sauer und lieber Hanno Millesi!

Mit Daniel Terkl war auch einer der talentiertesten Literaturvermittler Österreichs anwesend, um sich für die Lesung am 28.9. im Literaturhaus Graz vorzubereiten. Bestimmt wird er seine Moderationskunst dort in neue Höhen treiben – wir dürfen gespannt sein!

Blick von der Bühne:

Eingang Alte Schmiede:

Hintereingang Alte Schmiede:

„Französisch beschwingt“ – „So long, Annemarie“ im Frankreich Magazin

Posted in So long, Annemarie by andreasundschnurrendemia on 21. September 2022

Kurz, aber franko- und „So long, Annemarie“-phil: aus dem schönen Frankreich Magazin!

Vielen Dank!

P.S. Zuerst habe ich „Schriftsteller, Songwriter und Aluhut“ gelesen.

„So long, Annemarie“ im Café Museum

Posted in So long, Annemarie, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 17. September 2022

Am 14.09. war ich mit meinem neuen Roman „So long, Annemarie“ (Droschl 2022) im legendären Wiener Café Museum zu Gast.

Ich las die Kapitel „Der erste Schlag“ und „Warum geben wir nicht acht?“ …

(c) Jimi Lend

… und spielte aus dem Soundtrack zum Buch eine Version von Noir Désirs „Le vent nous portera“, die bewusst alles andere als ein Cover ist oder gar eine Hommage ist.

(c) Jimi Lend

Mein Dank gilt Kurator und Moderator Gerry Loibelsberger, der launig durch den Abend führte und auch von eigenen Erlebnissen in Frankreich erzählte …

(c) Jimi Lend

… dem die Sitzbänke füllend erschienenen Publikum, darunter lieben Kolleginnen und Kollegen wie Hanno Millesi, Katharina Ingrid Godler und Jimi Lend (alias Wolfgang Lampl – oder umgekehrt), der trotz seines Tour- und Probenstresses (zurzeit steht er als Hödlmoser, der letzte Ursteirer, auf Österreichs Bühnen) mehrere Fotos für diesen Beitrag beigesteuert hat, sowie dem Team des Café Museum!

Wie schon 2019 wanderte ich reich beschenkt zurück zum Zug, wie schon 2019 gelang es mir nicht, die Torte in unangeknabberten Zustand zu fotografieren.

Ich werde also wiederkommen müssen!

Deutschlandfunk über „So long, Annemarie“

Posted in So long, Annemarie by andreasundschnurrendemia on 8. September 2022

Gestern, am 7.9.22, lief auf Deutschlandfunk in der Sendung Büchermarkt die sprachmächtige und klug analysierende Rezension des von mir sehr geschätzten Lyrikers und Kritikers Nico Bleutge über „So long, Annemarie“ (Droschl 2022) – mit schönen Zitaten wie:

„Seine große Stärke hat Andreas Unterweger dort, wo er Danis biographische Suche mit dessen Lektüren kurzschließt und diese Verbindung für die Form des Romans nutzt. Wie schon in seinen Gedichten arbeitet er mit Überschreibungen und Zitaten, die so genau in die Kapitel eingepasst sind, dass man sie manchmal erst beim zweiten oder dritten Lesen bemerkt. … So entsteht eine mal witzig, mal melancholisch eingefärbte Montage.“

Hier zu hören und zu lesen!

Herzlichen Dank, lieber Nico Bleutge!

„So long, Annemarie“ in den Ö1-Radiogeschichten

Posted in So long, Annemarie by andreasundschnurrendemia on 7. September 2022

Heute, 07.09.2022, 11:05-11:25, erstmals und dann 7 Tage lang zu hören: Daniel Doujenis liest das erste Kapitel aus „So long, Annemarie“ (Droschl 2022) in den Ö1-Radiogeschichten!

(Zum Hören bitte einfach auf die blauen Buchstaben oben und hier oder unten auf das Bild klicken, danke!)

Vielen Dank, liebe Ilse Amenitsch, für die gewohnt freundliche und souveräne redaktionelle Betreuung!

Vielen Dank, lieber Daniel Doujenis, für die gewohnt gelungene Darbietung!

Vielen Dank, lieber ORF, für Ö1!

ORF-Hör- und Seebühne, 25.08.22

Posted in So long, Annemarie, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 29. August 2022

Am 25.08.2022 hatte ich die Ehre und Freude, zur Premierenlesung aus „So long, Annemarie“ (Droschl 2022) mit meinen geschätzten Kollegen Fiston Mwanza Mujila und Patrick Dunst die ORF-Hör- und Seebühne in Graz-St. Peter zu teilen.

Ein Mitschnitt des Abends wurde gestern Abend auf Radio Steiermark gesendet und ist nun 7 Tage nachzuhören – hier die Bilder zum Hörspiel:

Zur Begrüßung lesen Fiston und ich, moderiert von Ilse Amenitsch, sein Gedicht „Brief an G.“, das ich für die manuskripte 235 übersetzt hatte:

(c) Droschl

Ich lese die Kapitel 1 und 8 aus meinem Roman:

Multinistrumentalist Patrick Dunst umrahmt meine Lesungen mit Coverversionen der Noir Désir-Songs „Le vent nous portera“ und „Europe“.
Die Sprache tanzt„!

Die Stellen, an denen im Buch in einem Buch gelesen wird, werden mit einer wohlbekannten Literaturzeitschrift markiert:

Nach der Pause, in der ich mich am Büchertisch der Buchhandlung Plautz …

… dankenswerterweise eifrig im Signieren üben durfte, begeistern Fiston und Patrick mit ihrem Multimediaspektakel: „Tanz der Teufel“!

Kurz: Ein rundum gelungener Abend, gelassen und heiter, getragen von gegenseitiger Sympathie und Liebenswürdigkeit!

Zu verdanken ist er Ilse Amenitsch, der Kuratorin und Moderatorin des Spektakels, ihrem Team vom ORF Steiermark und dem wunderbaren Publikum!

„Redseliger Liebeskummer“ – Der Standard über „So long, Annemarie“

Posted in So long, Annemarie by andreasundschnurrendemia on 24. August 2022

Michael Wurmitzer heute in Der Standard über „So long, Annemarie“:

Hier in der Online-Version.

Hier als Foto:

Hier als PDF:

Ich bin voller Freude und sehr dankbar für diese außerordentlich aufmerksame und freundliche Besprechung …
„Die Sprache tanzt“, yeah!

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Weitere Rezensionen zu „So long, Annemarie“ (Die Presse, Kleine Zeitung etc.) finden sich hier.

„Tollpatsch der Liebe“ – Wiener Zeitung über „So long, Annemarie“

Posted in So long, Annemarie by andreasundschnurrendemia on 22. August 2022

Der Wiener Zeitung verdanke ich die Schlagzeile des Jahres …

… und eine schöne Rezension Werner Schandors zu meinem Roman „So long, Annemarie“ (Droschl 2022) – vielen Dank, lieber Werner!

Der gesamte Text, der den Plot pointiert analysiert und erfreuliche Formulierungen wie „gewitzter Roman über das Erwachsenwerden“ oder „lustvolles Spiel mit Erinnerungen“ enthält, lässt HIER nachlesen

oder hier:

Oder hier:

„Als Rimbaud über ein Tor jubelte“ – Die Presse über „So long, Annemarie“

Posted in So long, Annemarie by andreasundschnurrendemia on 20. August 2022

Ursula Ebel über „So long, Annemarie“ im heutigen Spectrum der Presse:

Ich freue mich sehr – vielen Dank für die genaue Lektüre und die ebenso klugen wie freundlichen Interpretationen!

P.S. Hier das Tor, über das Rimbaud auf Seite 235 des Buchs jubelt:

„Gute Kunst ist immer selbst ein Ausweg“ – Interview literaturoutdoors.com

Posted in So long, Annemarie, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 4. August 2022

Walter Pobaschnig hat mir 5 Fragen gestellt und samt Antworten auf seinem Blog literaturoutdoors.com veröffentlicht – vielen herzlichen Dank!

Das Interview ist hier in der Originalfassung oder unten nachzulesen.

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5 Fragen an KünstlerInnen zur Gegenwart

Lieber Andreas, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Es ist ein ständiges Hin und Her. Oder eigentlich nur ein Hin. Viele verschiedene Aufgaben, nein, Hingaben. Mit der Katze zum Frühstück, mit den Kindern in die Schule, mit dem Zug nach Graz, mit dem Fahrrad in die Innenstadt. Schreibkaffee im Café Ducks, Arbeitskaffee in der manuskripte-Redaktion, Besprechungskaffee im Café König. Selten mittags, meist nachmittags, manchmal nachts mit dem Zug nach Hause, nach Leibnitz. Wann immer es möglich ist, abends die Kopfhörer auf und zum Laufen hinaus, in die Felder.

Früher, in Niederösterreich, habe ich über mehrere Jahre hinweg außer der engsten Familie und meinem Laptop eigentlich kaum jemanden gesehen, jetzt begegnen mir täglich viele Menschen: meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Redaktion, manuskripte-Autorinnen und -Autoren, Styria-Artists-in-Residence des Landes Steiermark, die ich während ihres Aufenthaltstipendiums in Graz betreuen darf, Kolleginnen und -kollegen aus diversen Jurys, Journalisten, Kuratorinnen, Kulturamtsdirektoren, Galeristen, Schuldirektorinnen, Lehrerinnen, alte Schulfreundinnen und -freunde, neue Schulfreundinnen und Freunde (die der Kinder nämlich), deren Eltern usw. usf.

Sobald ich einmal allein bin, schreibe ich einen Gedichtanfang auf einen Einkaufszettel oder ein paar Satzfetzen auf ein Kuvert. Mein Roman „So long, Annemarie“, der eben bei Droschl erschienen ist, hat 2017 so begonnen und mich dann jahrelang in jeder freien Minute begleitet. Interessanterweise hat mir das Schreiben in dieser Zeit eher Kraft gespendet als geraubt. Vermutlich habe ich die anderen Dinge mit diesem Ziel vor Augen einfach schneller und effizienter machen können.

Was ist jetzt für uns alle besonders wichtig?

Viel trinken, Abstand halten, Energie sparen? Vor allem aber wird – weiterhin und wie immer – jede und jeder wieder und wieder herausfinden müssen, was für sie/ihn selbst gerade besonders wichtig ist.

Vor einem Aufbruch und Neubeginn werden wir jetzt alle gesellschaftlich und persönlich stehen. Was wird dabei wesentlich sein und welche Rolle kommt dabei der Literatur, der Kunst an sich zu?

Ich spreche ungern für „uns alle“, schließlich bin ich kein Politiker, auch kein selbsternannter. Vielleicht wäre schon das wesentlich: wenn nicht alle immer für andere, schon gar nicht für alle anderen, sprechen zu müssen glaubten.

Es fällt mir auch schwer, der Kunst in ihrer galaktischen Vielfalt eine bestimmte Rolle zuzuweisen. Nach meinen Erfahrungen scheint mir die Aufgabe oder der Sinn von Kunstwerken jedenfalls nicht unbedingt nur darin zu liegen, Auswege aus konkreten Notlagen aufzeigen. Gute Kunst ist aber immer selbst ein Ausweg.

Was liest Du derzeit?

Ich hatte gerade eine Woche Urlaub. Statt der 18 zeitgenössischen Romane für kommende Jurysitzungen, die ich eingepackt hatte, habe ich mir ein älteres Sachbuch aus dem Bücherschrank der Berghütte geholt: Reinhold Messner, Antarktis. Himmel und Hölle zugleich. Auch ein Ausweg.

Welches Zitat, welchen Textimpuls möchtest Du uns mitgeben?

Das Verspaar „Sag mir etwas, / das nicht verschwindet“ von Alfred Kolleritsch. Es kommt mir in letzter Zeit immer häufiger in den Sinn, ob ich nun anderen zuhöre oder mir selbst.

Verschwinden des Schattens in der Sonne, August 2022