Andreas Unterweger

„Worte sind nicht im Lockdown“ (Kleine Zeitung v. 20.01.2021)

Posted in Uncategorized by andreasundschnurrendemia on 20. Januar 2021

Heute im Rahmen einer Rundschau zum Thema Grazer Literaturzeitschriften in der Kleinen Zeitung:

Ich danke Bernd Melichar für das so freundlich ausgeuferte Interview, das dem Artikel voranging.

Alfred Kolleritsch. Eine Hommage – Vorschau, Live-Stream, Live-Ticker

Posted in Uncategorized by andreasundschnurrendemia on 24. Oktober 2020

Heute Abend präsentiere ich die neue manuskripte-Ausgabe 229 („Für Fredy“) in einem etwas größeren Rahmen als üblich:

Alfred Kolleritsch. Eine Hommage

Sa, 24.10., 19:30 Uhr, Schauspielhaus Graz (Haus Eins). Geschlossene Veranstaltung.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Graz in Zusammenarbeit mit manuskripte – Zeitschrift für Literatur, Forum Stadtpark und Schauspielhaus Graz.
In Kooperation mit Literaturverlag Droschl und ORF-Landesstudio Steiermark.

„Auch für mich ist das ein furchtbarer Schreck. Man denkt sich unwillkürlich: Jetzt hat er so viel durchgemacht, da hätte er jetzt auch nicht sterben müssen! Es ist sehr selten, daß ein großer Schriftsteller wie er auch ein großer Kommunikator und Organisator ist. Man denkt immer, das schließt sich aus. Aber der Fredy war einfach alles, und das, ohne ein Gschaftlhuber zu sein. Das ist sehr selten. Er war auch als Veranstalter und Zeitschriftenherausgeber ein großer, freier Geist, aber mit den Wurzeln doch immer in diesem wahnsinnigen Graz, man hätte ihn nie ausreißen können.” (Elfriede Jelinek)

Alfred Kolleritsch ist am 29.5.2020 in Graz verstorben. Weggefährt*innen und Autor*innen würdigen das Werk des vielfach ausgezeichneten Autors und seine einzigartigen Verdienste um die Vermittlung deutschsprachiger Literatur.

Das Programm:

Die Veranstaltung wird im Live-Stream übertragen.

Parallel zum Live-Stream läuft der manuskripte-Live-Ticker mit der ebenso wortgewandten wie flinkfingrigen manuskripte-Autorin Verena Stauffer auf dem Facebook– und Twitter-Kanal der manuskripte.

„Das Schweigen ansprechen“ (4.10.20, Forum Stadtpark)

Posted in Uncategorized by andreasundschnurrendemia on 9. Oktober 2020

Nachtrag zum Termin:
Das Schweigen ansprechen. Wie man über Schweigen schreibt und wie man über Schreiben schweigt. Eine Literarische Matinee im Forum Stadtpark“
Literarische Matinee von und mit den Styria Artists in Residence Tanja Sljivar (SRB) und Vera Schindler (D) und der Schauspielerin Ninja Reichert.
Lesung, Film, Diskussion mit den Künstlerinnen, Heidrun Primas und Andreas Unterweger.
Forum Stadtpark, 04.10.2020, 11 Uhr.
Eine Kooperation von Forum Stadtpark, manuskripte und St.A.i.R. (Styria Artist in Residence) des Landes Steiermark.

V.r.n.l.: Heidrun Primas, Vera Schindler, io mio.
Foto: Jennifer Eckert (danke!)

Eine spannende Literaturveranstaltung erwuchs aus einem der ersten Gespräche, die ich mit Vera Schindler in Graz führte. Vera ist Dramatikerin aus Berlin, wurde ab diesem Semester an der Wiener Schule für Dichtung angenommen und derzeit Styria Artist in Residence des Landes Steiermark in Graz, wo sie von mir organisatorisch betreut wird.

Andreas, ungefähr so: Hier ist der Schlüssel, hier ist der Corona-Test, dann ist die Vorstellungsrunde, und wann und wo machen wir dann eine öffentliche Präsentation deiner Arbeit?
Vera hingegen: Eine Lesung? Warum? Ich schreibe doch, das muss reichen.

Aus dieser dialektischen Spannung und ihrer Vorliebe dafür, sich durch ihre künstlerische Arbeit zu artikulieren, anstatt ihre Person in die Öffentlichkeit zu stellen, entwickelte Vera gemeinsam mit Tanja Sljivar, ihrer Styria Artist-Kollegin aus Serbien, eine erstaunlich komplexes Konzept für einen Vormittag, der sowohl künstlerische als auch kulturpolitische Brisanz in sich barg.
Efreulicherweise erklärte sich Heidrun Primas vom Forum Stadtpark, das Tanja Sljivar betreut, bereit, die Veranstaltung ins Forum-Programm aufzunehmen.

Dort haben die Autorinnen den Vormittag so angekündigt:

„Eine Autorin, die das Blatt leer lässt. Ein Buch ohne Buchstaben. Ein Umschlag ohne Inhalt. Ein ungeposteter Post. Eine wortlose Diskussion.
Ein schweigendes Gespräch._
Das Schweigen ansprechen.Wie man über Schweigen schreibt
und
wie man über Schreiben schweigt.Eine Lesung und ein Gespräch über Künstlergespräche“

Heidrun Primas begrüßte:

Ninja Reichert las Vera Schindlers Standortbestimmung:

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist 20201004_112130.jpg.
Hinten, im Bildvordergrund: Vera Schindler. Auf der Bühne vorne, im Bildhintergrund: Ninja Reichert

Tanja Sljivar kombinierte auf famose Weise Textsplitter über das Wesen der Arbeit mit Songs quer durch die Musikgeschichte, von der kommunistischen Arbeitsverherrlichung bis zum Gastarbeiter-Lied:

Tanja Sljivar und Vera Schindler

Anschließend entspann sich eine selten gesprächige Diskussion über Wohl und Wehe der verschiedenen Arten des Schweigens in der Kunst mit dem zahlreich erschienen und hochkarätig besetzten Publikum:

Ninja Reichert und Vera Schindler

Ich steuerte u.a. Erfahrungsberichte aus der eigenen Schriftstellerexistenz bei (so wurde mir etwa vor meinem Debüt der Rat gegeben, mich künftig relativ beliebig zu möglichst vielen Themen via Zeitung/Internet zu Wort zu melden, um nur ja wahrgenommen zu werden, im Gespräch zu bleiben, Werbung für meine Bücher zu machen – leider nicht mein Ding [aber es gibt ja genug hochmotivierte Kolleg*innen]) und Erfahrungen aus Jurysitzungen, in denen Künstler*innen, deren Arbeiten politiker- und mainstreammedienfreundlich in Themen gefasst werden können (und damit weniger offen, letztlich weniger widerständig sind), in letzter Zeit einen Startvorteil zu haben scheinen.

Ich danke den beiden Künstlerinnen sowie Heidrun Primas und ihrem Team für diesen so fleißig zugebrachten Sonntagvormittag!

V.r.n.l.: Heidrun Primas, io mio, Vera Schindler.
Foto: Jennifer Eckert

Wartholz 2017 – Rückblick

Posted in Uncategorized by andreasundschnurrendemia on 15. März 2017

Wie mittlerweile aus der Presse bekannt, habe ich beim Literaturwettbewerb Wartholz zwar keinen Literaturpreis, aber mit meinem Team „Plan A“ das 1. traditionelle Asphaltstockschießen der Wartholz-Autoren gewonnen.

„Plan A“ – darunter, in der Mitte, die Autoren Matthias Amann, Andreas Unterweger und Christian Ritter (v.l., Foto: Christian Blazek).

Die Literaturpreise gingen an Cédric Weidmann und Sebastian Hage-Packhäuser – herzlichen Glückwunsch!

Dass die Entscheidungsfindung der Jury sehr lange dauerte, noch länger als das Stockschießen der Autoren nämlich, zeigt, dass das Niveau der Final-Texte dieses Jahr extrem hoch war – mehrere hätten als verdiente Sieger bezeichnet werden können.

Der Publikumspreis ging mit Abstand an Markus Liske, der den mit Abstand lustigsten Text vorlas. Chapeau!

Ich danke den Mitgliedern der Jury (Wynfried Kriegleder, Angelika Klammer, Olga Flor, Michael Stavaric) für den Respekt, den sie allen Texten gegenüber bekundeten.

Und für die äußerst freundliche Besprechung meiner Erzählung „Koffeinismus“.
Insbesondere die Worte Michael Stavarics haben mir sehr viel bedeutet.

Ich danke der Fam. Blazek und dem Kulturreferenten der Schlossgärtnerei Wartholz, Norbert Mang, für ihre ebenso professionell wie familiär-herzlich gestaltete Veranstaltung. Ich kann mir keinen anderen Liteaturwettbewerb vorstellen, bei dem solch eine fröhliche Atmosphäre herrscht. Und wie die Fotos unten andeuten, sind die Schlossgärtnerei Wartholz und ihre Umgebung auch in der literaturpreislosen Jahreszeit eine Reise wert.

Mein Fazit: Kein Geld gewonnen, aber neue Freunde. Und eine Augenentzündung, die bei meinem Rückblick das weinende Auge verschuldet.

Feuchter.

Rax.

Schloss Wartholz.

Schwarza.

James Gray.

Vaterbücher

Posted in Das kostbarste aller Geschenke, Uncategorized by andreasundschnurrendemia on 17. Mai 2014

Einer meiner beiden Textbeiträge zu
Mein Kind ist ein Vogerl. Hg. v. Bernadette Schiefer und Andreas Unterweger. Graz, Wien, Oaxaca, Barcelona: Edition Yara 2014.

NACHBEMERKUNG*

Ich weiß nicht, warum Bernadette mich eingeladen hat, als Co-Herausgeber von Mein Kind ist ein Vogerl mitzuarbeiten – aber es wird wohl mit meinem letzten Buch zu tun haben . Tatsächlich bin ich, wenn ich es recht überblicke, neben Wolfgang Hermann der einzige der im Buch vertretenen Autoren/innen, der/die bereits ein Buch über das eigene Kind bzw. das Leben mit dem Kind geschrieben (und auch veröffentlicht) hat.
Die Frage, ob dieses Thema überhaupt angeschnitten werden dürfe, ob es nicht allzu banal und (im Widerspruch dazu!) allzu gefühlsbeladen, sprich: kitschgefährdet, sei, hat sich mir dabei nicht gestellt. Über neue Erfahrungen , sofern es gute waren, habe ich immer, und meist so schnell wie nur möglich (obwohl das lange dauern kann …), geschrieben – und als meine erste Tochter Maria zur Welt kam, war das das Neueste und Beste, was mir jemals passiert ist.

Außerdem gab es da ja eine ganze Palette an Vorbildern, die – Zufall oder was auch immer – schon in den lange vergangenen kinderlosen Tagen (und eigentlich nur damals) zu meinen Lieblingsbüchern zählten: Peter Kurzecks Übers Eis (u. a.), Durs Grünbein: Das erste Jahr, Nicolas Borns Die erdabgewandte Seite der Geschichte und natürlich Peter Handke mit seiner Kindergeschichte und anderem mehr, v. a. dem Tagebuch Das Gewicht der Welt sowie den Gedichten und kleinen Prosatexten, die unter dem so schönen und den Märchen(vor-?)leser verratenden Titel Als das Wünschen noch geholfen hat versammelt sind.
Diese Bücher bilden nichts weniger als eine eigene, inhaltlich definierte Gattung, die man „Vaterbuch“ oder, da es bestimmt auch „Mutterbücher gibt , „Elternbuch“ nennen könnte.

Typisch für ein solches Buch ist, dass es in unserer Welt, in unserer Realität spielt und tatsächlich den mit dem Kind gemeinsam erlebten Alltag behandelt (anstatt das Eltern-Kind-Thema in einen thrillermäßigen Extremplot, eine Fantasywelt o. Ä. zu verlegen). Die Sache des Elternbuchs ist das Erinnern, nicht das Erfinden (sofern da ein Unterschied ist), könnte man sagen, oder auch: An die Stelle des Erzählens tritt das Nacherzählen (als eine Art Chronik) oder gar Miterzählen (als Tagebuch oder [tw. kämpferischer] Essay) .
Offensichtlich war ich also nicht der Erste, der die Erfahrung gemacht hat, dass Kinder das ach so banale tägliche Leben radikal verändern – und damit zu einem abenteuerlichen, mehr als alles andere beschreibenswerten Neuland machen. Sie schenken uns en passant (en riant, en pleurant …) das, wonach wir Eltern als Kinderlose auf all unseren Reisen und Selbsterfahrungstrips so verzweifelt gesucht haben: „Achtsamkeit“ ist, glaube ich, ein Modewort dafür – jener Zustand eben, in dem einem die allzu routinierten, automatisierten Bewegungsabläufe, deren Trance auch unsere Gedankenwelt prägt, in all ihrer Schönheit (und Schrecklichkeit) zu Bewusstsein kommen (können). Man muss weder Philip K. Dick noch Gott sein, um zu wissen, was „das kostbarste aller Geschenke [ist]: Wirklichkeit“ .

* In der Druckfassung sind diesem Nachwort, das ja kein klassisches Nachwort ist, sondern ein mehr oder weniger freies Assoziieren zu möglichen literarischen Vorläufern der Texte in unserer Anthologie (also andere Schriftsteller, die über ihre Kinder schreiben), 11 Fußnoten beigefügt. Die erste hängt sich schon an den Titel und lautet: „Dies ist die erste von insgesamt 11 Fußnoten, die der oben stehenden Nachbemerkung, die vom Herausgeberteam betont kurz gehalten wurde, als weitere Nach- und Nebenbemerkungen zur (Unter-)Seite gestellt wurden. Weil das Hin- und Herspringen zwischen Haupt- und Ergänzungstext mitunter wohl Einiges an geistiger Freshness und nervlicher Robustheit erfordert, sind Eltern von der Lektüre der Fußnoten freigestellt – lesen Sie doch bitte ganz normal oben weiter, Ihr Tag war hart genug!“ Sollte Ihr Tag, geneigte Userin, geneigter User, jedoch nicht hart gewesen sein (oder zumindest: nicht hart genug), dann bitte, hier, die Druckfassung mit allen 11 Fußnoten!

 

Weihnachtsgeschenksideen

Posted in Uncategorized by andreasundschnurrendemia on 22. Dezember 2010

… für jene, die schon alles haben (bzw. vorbestellt haben):

* http://shop.caritas.at: „Schenken Sie heuer eine Ziege“

Die Caritas-Idee (man schenkt jemand anderem, dass er gespendet hat) zum Selberbasteln:

* Heinrich Staudinger für Afrika

* Falter-Aktion „Hilfe, Geschenke!“ bzw. www.integrationshaus.at

* www.demokratische-bank.at

* www.waldfexxx.at

* www.wienertafel.at

Usw.

Frohe Weihnachten!

Kunst raus!!

Posted in Uncategorized by andreasundschnurrendemia on 12. Dezember 2010

Erstens erlaube ich mir, die Aufmerksamkeit auf eine Publikation mit dem eingängigen Titel KUNST IM / ÖFFENTLICHEN / RAUM STEIERMARK / ON DISPLAY/ DAS BUCH: PROJEKTE 2009 zu lenken,
in der folgende Damen- und Herrschaften

(mit u. a. diesem, den Leserinnen und Lesern dieser Seite sattsam bekannten Satz) vertreten sind
und die am Dienstag, den 14.12.2010, hier

(Museumsquartier Wien, Raum D, Quartier 21) vom „Team des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum in der Steiermark“ der Kunst-Öffentlichkeit im Raum Wien präsentiert wird.

Und zweitens freut es mich, darauf hinweisen zu können, dass auch meine lieben alten Freunde, die Grazer Kunst-Guerilleros RHIZOM, wieder im Einsatz sind!
Ihr neues Projekt desde aqui. von hier aus.

, das – wenn ich es richtig verstehe – Che Guevaras Kampf gegen die United Fruits Company und andere Ausbeuter Lateinamerikas (u. a. Nicaraguas) nunmehr auch hierzulande weiterführt (mit künstlerischen Mitteln!), wird am Samstag, 18. Dezember, 20 Uhr im Blauen Planeten, Kebab Efendi, Münzgrabenstraße/Ecke Brockmanngasse, 8010 Graz, in „Theorie & Praktik“ präsentiert.

Mehr Informationen dazu gibt es hier.


Saulustorgasse

Posted in Uncategorized by andreasundschnurrendemia on 10. Dezember 2010

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Graz, Paulustorgasse 18, 04.12.2010

Stadtfest Wien

Posted in Tingeltangel-Tour, Uncategorized, Wie im Siebenten by andreasundschnurrendemia on 7. Juni 2010

Nachtrag zu dem Termin:
„29.05.2010, 15:00.
Andreas Unterweger mit Buch (Wie im Siebenten) …

… und Gitarre …

… auf der Literaturbühne des Stadtfests Wien
(im Schweizerhof).“

Wie bei jedem Abenteuer
galt es auch bei diesem
vor dem Eintritt in „die andere Welt“
(den Backstage-Bereich)
an einem grimmigen Schwellenhüter
vorbeizukommen.

„Sie sind also Musiker?“,
fragte der Steward,
nachdem ich mein Auto auf einem „Künstlerparkplatz“ geparkt hatte.
„Wenn Sie wirklich Musiker sind,
dann wissen Sie doch sicher,
was ein Tritonus ist …“

„…“

„Was, Sie sind Musiker und wissen nicht,
was ein Tritonus ist?
Das ist aber schlecht.“

Wie jedes Abenteuer
ist natürlich auch dieses
am Ende doch noch
gut ausgegangen.

Was davon bleibt,
ist lediglich die Rätsel-Frage
der Steward-Sphinx:
Was ist ein „Tritonus“?

Der/dem ersten,
die/der mir das ad hoc sagen kann
(ohne nachzuschlagen – nicht schummeln!),
winkt ein Gastauftritt
(natürlich als Musiker!)
bei meiner nächsten Performance
auf dem Stadtfest Wien!

(Fotos: Roman Pozar)

Textjunkies

Posted in Uncategorized by andreasundschnurrendemia on 19. April 2010