Andreas Unterweger

„Da kommt der GAK!“

Posted in Stanglpass by andreasundschnurrendemia on 13. Januar 2018

Mein Beitrag zum Fußballmagazin „Der tödliche Pass, Heft 87. Mit bestem Dank an Johannes John für die Einladung und liebe redaktionelle Betreuung!

 

Umfrage Dezember 2017

 

  1. Tor des Jahres

 

Das Tor zum Café König, Sackstraße 14, 8010 Graz.

 

  1. SpielerIn des Jahres

 

Gottfried Lamprecht, Spieler des GAK (Grazer AK) von 1970-1981, Stammgast im Café König.

 

  1. Spiel des Jahres

 

Es ist immer dasselbe Spiel. Man betritt z. B. an einem Montagmorgen das Café König …

 

  1. Szene des Jahres

 

…  und bespricht mit den Stammgästen die Fußballspiele des Wochenendes – vom GAK (derzeit in der Landesliga, vierthöchste Spielklasse) abwärts (Sturm Graz, Bundesliga).

 

  1. Enttäuschung des Jahres

 

Weder Gottfried Lamprecht noch Alfred Kolleritsch noch Heimo Steps sind morgens anwesend, und es wird notwendig, anderes zu besprechen (Politik, z. B.).

 

  1. Größtes Ärgernis des Jahres

 

Weder Gottfried Lamprecht noch Alfred Kolleritsch noch Heimo Steps sind morgens anwesend, und es wird notwendig, anderes zu besprechen (Innenpolitik, z. B.).

 

  1. Überraschung des Jahres

 

Man spricht nun auch ab und zu über Frauenfußball (das österreichische Damen-Nationalteam, z. B.).

 

  1. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte …

 

… würde man im Café König schon bald den geglückten „Durchmarsch“ des GAK von der untersten Spielklasse zurück in die Bundesliga besprechen.

 

  1. Satz / Spruch / Wort des Jahres

 

„Da kommt der GAK!“ (GAK-Fan Alfred Kolleritsch, wenn Gottfried Lamprecht das Café König betritt.)

 

  1. Welche Wendung wollen wir 2018 NIE mehr hören

 

„In welcher Liga spielt der GAK noch einmal?“ (Heimo Steps, Sturm-Fan)

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„Versteckte Sprachphilosophie“ (Alfred Kolleritsch über „Das gelbe Buch“)

Posted in Das gelbe Buch by andreasundschnurrendemia on 11. Februar 2016

Hier das Transkript von Alfred Kolleritschs Rede auf „Das gelbe Buch“ als sein „Buch des Jahres“ im Literaturhaus Graz („wir“ berichteten) – neben dem relativ reibungslos und sogar mit Spaziergang vor der Bescherung abgelaufenen Heiligen Abend mit meiner Familie in diesem Jahr mein schönstes Weihnachtsgeschenk!

Vielen Dank!

Alfred Kolleritsch
über
Andreas Unterweger: „Das gelbe Buch“
als „Buch des Jahres“ 2015

Literaturhaus Graz, 17.12.2015
Gesprächsrunde mit Werner Krause, Klaus Nüchtern, Daniela Strigl und Überraschungsgästen (Christoph Hartner, Alfred Kolleritsch, Clemens Setz). Moderation: Klaus Kastberger

Alfred Kolleritsch:

Ich habe mich für ein Buch entschieden, das ich zuerst zögerlich gelesen habe, um dann immer begeisterter in das Buch hineinzukommen. Das Buch nennt sich „Das gelbe Buch“, von Andreas Unterweger. Es hat schon eine ganze Reihe Besprechungen gegeben, und ich habe mir einige Gedanken dazu gemacht.

In dem Buch steckt sehr viel Sprachphilosophie – versteckt. Wenn man das so oberflächlich liest, hat man das Gefühl: „Mei, ein Kinderbuch!“ – es geht ja auch um Kinder –, aber dahinter steckt ein ganz bestimmtes, nicht unbekanntes sprachkritisches Verständnis. Das Buch zitiert ja, ganz schüchtern, eigentlich, einige Stellen Wittgenstein, es wird auf Hugo von Hofmannsthal hingewiesen, auf den „Chandos-Brief“ usw. Mit einem Wort, es geht um das Missverhältnis, das es zwischen der Einbildung und dem „Sachverhalt“, wie der Autor schreibt, gibt.

Die Sprachkrise, das ist ja bekannt, ist Anfang des 20. Jahrhunderts ein großes Thema gewesen, Wittgenstein usw., das muss ich hier nicht erzählen. Nun, da haben sich zwei Wege auseinandergetrennt, die einen sind sozusagen den Weg der experimentellen Literatur gegangen oder haben die Literatur überhaupt aufgegeben, weil jemand, dem das politische Denken wichtiger ist, hat andere Probleme.

Der gute Autor, den ich da zu besprechen habe, ist einen eigenen Weg gegangen. Er hat die Probleme der Sprachkrise zwar mit hineingenommen, aber er hat sich gleich in eine Welt der Phantasie begeben.

Das ist ein Buch, das man liest, als ob man in der Hülle einer Monade eingeschlossen wäre. Alles, was in dem Buch geschieht, alle Tiere, alle Menschen, sind gelb. Das Gelb ist ein Fluidum, ein alles übergreifendes Phänomen, und in dieser Welt, in dieser Monade, spielen Kinder. Es ist eine Kinderwelt, aber das Ganze ist eben nicht eine Kinderwelt, sondern die Kinder sind Beispiele für das, was ihnen ein Anliegen ist, nämlich, darüber zu reden, dass ein Zustand von der Welt erhofft werden könnte, wo das Denken und das Sein nicht irgendwie auseinandergesetzt sind, sondern in dem irgendeine Einheit, eine Möglichkeit einer geschlossenen Welt, eine Art lebensfähiger Heimat geteilt und besprochen wird, beschrieben wird.

Die Bewohner dieser Welt, dieser gelben Welt, dieser Monade, die ja ohne Fenster ist, wie man bei Leibnitz liest, sondern eine riesige geschlossene Kuppel – es wird auch kaum vom Tod, vom Ende geredet –, werden in vielen kleinen Episoden dargestellt

Im Mittelpunkt stehen ein Großvater – eine liebliche Figur, wie Kinder sie sich wünschen, der alles macht, die Schuhe putzt, kocht, für die Kinder sorgt –, dann Kinder, die wohnen in einem Haus, ein Fluss ist in der Nähe, die Kinder baden, die Kinder sind fröhlich, so wie man sich ein Kinderleben vorstellt. In diese Welt dringen immer wieder einige neue Figuren ein. Da ist zum Beispiel der berühmte Waldläufer, der von außen kommt und quasi Meldungen bringt von anderen Geschehnissen in dieser Gegend. Der Waldläufer ist so etwas wie ein Philosoph, ein Denker, der versucht, Ordnung zu schaffen, obwohl dort ohnehin eine gewisse Ordnung herrscht. Mir ist eingefallen, jetzt: er ist ein Dadasoph, dieser Mann, der da kommt, und den alle mögen, und der die kleine Welt mit Neuigkeiten versieht.

Die vielen Differenzierungen dessen, was dort geschieht, sind in einer wunderbaren und genauen Sprache beschrieben. Es ist keine Phantasiesprache, sondern da wird die Phantasie zu einer ganz merkwürdigen Realität. Wenn man das liest – es sind so wunderbare Stellen drinnen. Es treten natürlich auch Frauen auf, Mädchen, in die die Buben verliebt sind. Diese Passagen sind so, dass man sie verwenden könnte für Liebesbriefe usw., so viel Herzliches …

Und trotzdem ist das Buch jetzt keine Idylle, sondern es ist der Entwurf, die Konstruktion einer Idylle. Es ist kein psychologisches Buch, keine Kinderpsychologie wird da betrieben, sondern es geht letztlich um die Sprache oder um die Fähigkeiten der Sprache – es ist ein Buch der Möglichkeiten.

Klaus Kastberger:

Wem würden sie es schenken?

Alfred Kolleritsch:

Ich habe es selbst geschenkt bekommen … (Lachen) Nein, also: Kindern kann es man schwer schenken …

Klaus Kastberger:

Ab 18 Jahren! (Lachen)

Alfred Kolleritsch:

Jemanden, der gerne phantastische Erzählungen liest, Kleinigkeiten, Idyllen – der aber weiß, dass das alles zerbrechliche, gebrechliche Situationen sind.

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P.S.
Übrigens, nicht verpassen: Heute, am 11.02.: Präsentation der Neuauflage von Alfred Kolleritschs Roman „Allemann“ im Literaturhaus Graz, mit Alfred Kolleritsch, Angelika Reitzer, Thomas Stangl, Jochen Jung u.a.m.!

Buch des Jahres 2015

Posted in Das gelbe Buch, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 19. Dezember 2015

Für mich ist das Christkind (oder der Weihnachtsmann? Väterchen Frost?!) heuer schon ein bisschen früher gekommen – in Gestalt von Alfred Kolleritsch, der vorgestern, am 17.12., bei der prominent besetzten Gesprächsrunde* Bücher des Jahres – Bücher für Weihnachten im Literaturhaus Graz „Das gelbe Buch“ als sein Buch des Jahres vorgestellt hat …

In Ermangelung unscharfer Handyfotos von den Protagonisten des Abends hier ein unscharfes Handyfoto meiner Mitschrift:

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Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, geneigte Userin/geneiger User, ich jedenfalls kann ein paar der Wörter entziffern.

Aus Alfred Kolleritschs philosophischer Rede zu meinem Buch etwa (links unten) die schönen Splitter:
„Es ist keine Idylle, sondern das Konstrukt einer Idylle“,
„in dem Buch steckt eine Menge Sprachphilosophie“,
„der Waldläufer ist ein Dadasoph“
und
„herrlich unpsychologisch“ (auch wenn ich, beflügelt von Kolleritschs „hochgebildeter“ [rechts unten] Lesart meines Buches, „unphilosophisch“ geschrieben habe).

Des Weiteren lassen sich ein paar Buchtipps der anderen Gäste in Klaus Kastbergers Diskussions-Wohnlandschaft ausnehmen, von denen mir besonders „The Tweets Of @taolin“ (Tipp von Clemens Setz) und Toon Tellegen/Ingrid Godon: „Ich denke“ (Christoph Hartner) erwähnenswert scheinen.

Und dann ist da noch der Versuch, meine eigenen Bücher des Jahres shortzulisten (Neologismus?!):

Gustave Flaubert: „L´èducation sentimentale“
Thomas Mann: „Der Erwählte“
Thomas Mann: „Lotte in Weimar“

Ich danke allen Beteiligten** für den schönen Abend!
Und herzlichen Dank für das wunderbare Geschenk, liebes Fredy-Christkind!

*Werner Krause, Klaus Nüchtern, Daniela Strigl, Klaus Kastberger und Überraschungsgäste.

** Auch der tollen Band Catch Pop String Strong!

„Kaffee mit Kolleritsch“ – Die Grazer Woche

Posted in Das gelbe Buch, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 4. November 2015

Maximillian Daublebsky hat mich für die Grazer WOCHE so freundlich porträrtiert, dass ich mir nun sogar selbst sympathisch bin. Und das trotz eines mehr als einstündigen, gründlich vorbereiteten Interviews mit häufigen exakten, auch über das Thema hinausgreifenden Nach-Fragen, die eigentlich keinerlei Schummeln zulassen hätten sollen … Wie auch immer: Vielen herzlichen Dank für das schöne Gespräch! Und das neue Selbstbild!

die ganze woche 04.11.2015 Image

manuskripte 208

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 27. Juni 2015

Nachtrag zu dem Termin vom 17.06.2015

Alfred Kolleritschs Begrüßung und mein Sprechen über Heft 208, Ernst Jandls Beziehung zu den manuskripten, Vanessa Hannesschläger, Ingeborg Horn, Tomas Venclova, Franz Weinzettl und die Vorlesenden Susanne Konstanze Weber und Daniel Doujenis gibt es jetzt als Video, gefilmt vom routinierten Jungregisseur Edwin Rainer alias voice-inspiration (danke!):

<p><a href=“https://vimeo.com/131735096″>&quot;manuskripte&quot; HEFT 208/2015 – Pr&auml;sentation durch ALFRED KOLLERITSCH und ANDREAS UNTERWEGER im Schauspielhaus Graz</a> from <a href=“https://vimeo.com/voiceinspiration“>voice-inspiration</a&gt; on <a href=“https://vimeo.com“>Vimeo</a&gt;.</p>

P.S. Kleine Korrektur: Ich bin Redaktionsmitglied der schönen manuskripte, nicht ihr Mitherausgeber.

Der Elefant der Liebe (Zu: Wolfgang Bauer, „Der Rüssel“)

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 21. Februar 2015

Hier mein Artikel über das wiedergefundene Stück von Wolfgang Bauer, der gestern, am 20.02.2015, in der Kleinen Zeitung zu lesen war – dort unter dem Titel „Der Elefant der Liebe bringt das Glück“.
 

Der Elefant der Liebe

 

Was für ein Glück! In Leibnitz wurde das verschollen geglaubte Theaterstück „Der Rüssel“ von Wolfgang Bauer gefunden. Die Geschichte des Typoskripts klingt abenteuerlich. Noch abenteuerlicher aber ist das Stück selbst.

 

Es sind gleich mehrere glückliche Zufälle, die zur Entdeckung von „Der Rüssel“ führten. Nicht zuletzt schien das Stück den richtigen Finder „gesucht“ zu haben. Schließlich kann man Klaus-Dieter Hartl, Kurator am Stadtmuseum Leibnitz, durchaus als „Bauer-Kenner“ bezeichnen – wenn auch, bis jetzt, auf einer eher persönlichen Ebene.

Hartl kannte nicht nur Wolfgangs Vater Rolf (als Lehrer), sondern auch den Autor selbst (als Nachbarn). Kein Wunder, dass er aufmerkte, als er im Nachlass des Komponisten Franz Koringer auf ein Typoskript stieß, das mit „Wolfgang Bauer / „Der Rüssel“ / Eine Tragödie in elf Bildern.“ betitelt war.

 

Bauer und Koringer – wo liegt da die Verbindung? Den Hinweis liefert die Widmung: „Lieber Lois, erlaube mir bitte, daß ich Deine Weihnachtswünsche mit einer meiner Schreibereien erwidere. Die herzlichsten Wünsche, Dein W Bauer“.

Offenbar schickte Bauer das Stück Alois Hergouth, der im Forum Stadtpark den Dichter-Nachwuchs betreute. Hergouth hingegen gab es Koringer, der schon einige seiner Gedichte vertont hatte. Danach geriet der Text des Jungautors in Vergessenheit …

 

Von den weiteren Kopien des Stücks blieb nur das Bild 4 erhalten. Es wurde 1970 in „Ver Sacrum“ und in der Droschl-Werkausgabe veröffentlicht. Der Rest galt als verloren.

Als Hartl klar wurde, dass er es mit einer Sensation zu tun hatte, wandte er sich an „manuskripte“-Herausgeber Alfred Kolleritsch. Und in dessen Büro, wo der Fund am 13.2. präsentiert wurde, lernte er mit Wolfgangs Sohn Jack auch noch die dritte Generation der Bauers kennen.

 

Ein richtiger Wolfi Bauer!

 

Wolfgang Bauer war wohl erst 21 Jahre jung, als er „Der Rüssel“ schrieb (1962). Und doch wirkt das Stück „wolfibaueresker“ als andere frühe Dramen. Wie in einer Keimzelle scheint vorgebildet, was das spätere Werk, jenseits des Hyperabsurden („Mikrodramen“) und des Hyperrealistischen („Magic Afternoon“), ausmacht.

 

In „Der Rüssel“ kommt es zum Clash zweier Realitäten. Jener eines Volksstücks mit seinen typischen, freilich grotesk überzeichneten Wilderern, Wildbächen und Generationenkonflikten. Und jener eines märchenhaften Afrikas, dessen Palmen und Riesenschnecken (!) die alpine Kulisse überwuchern.

Dies klingt verrückter, als es vielleicht ist. Denn wie in Bauers späterem „Traumtheater“ lässt sich auch hier das vorgeblich Absurde realistisch „entschlüsseln“.

 

Aus der Sicht des Protagonisten Florian Tilo nämlich, dem die Welt seiner Familie zunehmend monströs erscheint. Er flüchtet in eine Wahnvorstellung, ein imaginäres Afrika.

DAS Symbol für dieses Wunderland ist ein Elefant. Als dieser tatsächlich auftaucht, verkündet Florian: „das unendliche Glück kommt“! Dieses hängt für ihn v. a. an der Erfüllung seiner Liebe zu Anna, der auch sein dämonisch viriler Großvater nachstellt.

 

Die kurz, aber grotesk aufflackernde Utopie missglückt – auf alberne Weise (Bauers absichtlich schlechte Gedichte lassen grüßen!): der „liebe Elefant“ bleibt im Fenster des Tilo´schen Hauses stecken.

Was für ein Unglück! Das Tier wird erschossen, Florian, eben noch Dorfhäuptling im Lendenschurz, baumelt vom Gipfelkreuz – darunter gibt sich Anna dem Großvater hin – bevor diesen die Geier zerfleischen …

 

Was für ein Glück! „Der Rüssel“ ist nicht nur ein richtiger Wolfi Bauer, sondern auch ein richtig guter …
Und: Das Stück wird in der nächsten Ausgabe der „manuskripte“ zur Gänze abgedruckt.

 

Mit bestem Dank an Ute Baumhackl, Werner Krause und Julia Schafferhofer für die freundliche Betreuung.

Buchkultur (manuskripte 205)

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 20. Dezember 2014

Erfreuliche Rezension im Magazin „Buchkultur“ (Dezember 2014) zur vorletzten Ausgabe der „manuskripte“ (Heft 205 [!]), wobei mir der Satz, in dem „Größen wie Julian Schutting oder Ursula Krechel oder Franz Josef Czernin oder Michael Buselmeier“ erwähnt werden, natürlich besonders zu Herzen geht.

buchkultur

andreas

Fotos (c) Andrea Stift (danke!)

(Die Rede ist von diesen Gedichten.)

Tatsächlich ist der Lyrikteil dieser Ausgabe geradezu verschwenderisch stark besetzt, erwähnt werden können hätten genauso gut „Größen wie“ Uwe Kolbe (mit seinen berührenden Psalmen) oder Maja Vidmar (mit ihren ebenso unglaublich leichten wie unglaublich guten, von Slowenisch-Übersetzungs-Star Fabjan Hafner übertragenen Texten), und dass die Gedichte von Marija Ivanovic, Vasyl Lozynskyi, Nana Kelechidse, Ronald Pohl, Barbara Rauchenberger, Michael Hammerschmid oder Theodora Bauer (manuskripte-Förderungspreis 2014) „durchaus“ daneben „zu bestehen vermögen“.

Alles in allem jedenfalls: ein Gedicht.

Unterweger las Brus

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 6. Dezember 2014

Nachtrag zum Termin:
04.12.14, 19:00, manuskripte-Präsentation (Heft 206!).
Einleitung: Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger.
Es lesen: Dietmar Krug und Schauspieler Daniel Doujenis (Gedichte von Ilma Rakusa und Dragana Tripković). Andreas Unterweger liest 4 Kurzgeschichten von Günter Brus.
Schauspielhaus Graz, Ebene 3.,

Was so – “

 

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liest

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“ – bzw. so – “

“ – angekündigt war, hat dann so ausgesehen:

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*

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Mehr Fotos von diesem rundum gelungenen Abend und seinen Protagonisten (Dietmar Krug, Daniel Doujenis, angeregtes Publikum …) gibt es auf dem Facebook-Account der manuskripte.

* Foto-Credits:
Andreas Unterweger – Selbstübermalung © Andreas Unterweger, PRIVAT (übernommen von http://www.andreasunterweger.at)
Günter Brus – Selbstübermalung © Günter Brus, MUMOK (übernommen von http://www.zintzen.org)
Andreas Unterweger – Studiert die Rückseite von Heft 206 der manuskripte im Redaktionsbüro © Andrea Stift (übernommen von manuskripte auf Twitter)
Andreas Unterweger – Spricht über Heft 206 der manuskripte und richtet schöne Grüße vom anwesenden Herausgeber Alfred Kolleritsch aus © Andrea Stift (übernommen von manuskripte auf Facebook)
Andreas Unterweger – Liest „4 Kurzgeschichten“ von Günter Brus © Andrea Stift (übernommen von manuskripte auf Facebook)
Titelbild der manuskripte gemalt von Franz YangMocnik (Porträt von Friederike Mayröcker, die am 20.12. ihren 90. Geburtstag feiert und in der aktuellen Ausgabe der manuskripte durch mehrere Laudationes geehrt wird)

September (und Oktober) 2014

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 11. September 2014

Der aufmerksamen Userin/dem aufmerksamen User wird es schon aufgefallen sein – in der Spalte “Termine” zur Rechten finden sich diese beiden neuen Einträge:

18.09.2014, 20:00. Andreas Unterweger liest bei der Präsentation der neuen Ausgabe der Literaturzeitschrift manuskripte. Außerdem lesen: Franz Josef Czernin und Schauspielerin Ninja Reichert (einen Text von Elfriede Jelinek). Schauspielhaus Graz, ebene 3. Eintritt frei.

02.10.2014, 19:00, Andreas Unterweger liest im Rahmen des manuskripte-Abends in der Alten Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien. Außerdem lesen: Klaus Hoffer, Marija Ivanovic, Elke Laznia. Begrüßung: Alfred Kolleritsch.

Ad 18.09.: Ich werde klarerweise jene neun Gedichte lesen, die im Heft enthalten sind (kleine Abweichungen möglich). Sie wurden in den Jahren 2012 – 2014 beendet, sind damit die ersten Gedichte, die ich als Vater geschrieben oder zumindest veröffentlicht habe. Ihr gemeinsamer Nenner ließe sich vielleicht als „die neue Seltsamkeit“ umschreiben, um mit dem Titel eines großartigen Tocotronic-Songs zu sprechen.
Ad 02.10. In Wien lese ich dasselbe – oder etwas ganz, ganz anderes, aber womöglich um nichts weniger Seltsames, so viel steht fest.

manuskripte-Herausgeber Alfred Kolleritsch hat das Zusammenstellen (s)einer Literaturzeitschrift mehrfach mit der Arbeit eines Fußballtrainers verglichen. (Z. B.: „Der Fußballtrainer muss aus einer Fülle von herumkickenden Menschen, wir aus einer Fülle von schreibenden Menschen, eine  Auswahl treffen. Der Trainer trägt das Risiko. Manchmal greift er daneben, manchmal gelingt etwas.“ In: X-Rockz-Magazin.)
Da ich nun schon seit einigen Jahren bei den manuskripten den Job eines Assistenz- oder vielleicht eher Spartentrainers bekleide (der Scout? Der Taktikfuchs? Nein, der eiserne Konditionsschinder!), könnte man sagen, dass ich bei beiden Anlässen als Spielertrainer (oder, genauer: Spielerspartentrainer) fungiere. Sprich: ich mache jedes Mal, neben meiner eigenen Lesung, auch die Autorenvorstellungen am Anfang. Das heißt aber nicht, und das ist vielleicht wichtig zu bemerken, dass ich mich auch selbst aufgestellt habe.

Jedenfalls hoffe ich bei beiden Gelegenheiten auf ein zahlreiches Erscheinen meiner ebenso geschätzten wie beschwatzten User- und Leserschaft – wem es gelingt, zu beiden Lesungen zu kommen, dem widme ich mein nächstes Tor.

Frankfurt (2)

Posted in Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 4. November 2011

Ich war beileibe nicht der einzige, der am 14.10. auf der Buchmesse Frankfurt Fotos gemacht hat.

Man sehe etwa hier, dieses ungestellte Herausgeberfoto von Annette Knoch …

(Alfred Kolleritsch, Andrea Stift, Alfred Kolleritsch, Alfred Kolleritsch, Mr. Living Culture – v. r. n. l.,
(c) Literaturverlag Droschl)

oder hier, wiederum ungestellt, ein Schnappschuss von Helmut Utri …

(Andrea Stift, Mario Vargas Llosa, Dr. Heimo Steps, ich – v. r. n. l.,
(c) Helmut Utri)

und v. a. auch die Porträtsfotos, die der Berliner Fotograf Ekko von Schwichow im Auftrag des Droschl-Verlags von mir geschossen hat:

HIER ANZUSCHAUEN!

(Mir gefallen die Bilder gut, auch wenn ich beim Porträtstehen dummerweise darauf vergessen habe, meine Copyright-Maske abzunehmen …)