Andreas Unterweger

Goethe-Institut

Posted in Du bist mein Meer, Wie im Siebenten by andreasundschnurrendemia on 19. September 2012

Fabian Thomas hat für die Internet-Redaktion des Goethe-Instituts einen sehr schönen Artikel über die österreichische Gegenwartsliteratur geschrieben („Jenseits der Kaffeehaus-Romantik“).
Meine Arbeit kommt auch vor: ich bin vor lauter Geschmeichelt-Sein gleich ganz rot geworden – und werde es wohl noch länger bleiben …

Herzlichen Dank, Herr Thomas!

Unten stehend der Teil über „Du bist mein Meer“, und hier geht es zum ganzen Artikel!

Aus: Fabian Thomas: Jenseits der Kaffeehaus-Romantik – österreichische Gegenwartsliteratur

„[…]

Urlaubsfotos in Prosa

Beim genaueren Hinsehen ist die aktuelle österreichische Literaturlandschaft umso interessanter. Neben der Hauptstadt Wien spielt Graz eine große Rolle für die Belebung der Szene durch junge Akteure, die unabhängig von der Massenproduktion eigene Akzente setzen. Eine Plattform finden sie in der ebenfalls in Graz beheimateten Literaturzeitschrift Lichtungen (1), wo auch schon Texte von Andreas Unterweger erschienen, einem der vielversprechendsten jungen Autoren in Österreich. Sein künstlerischer Hintergrund unterstreicht die Vielseitigkeit, mit der junge Kulturschaffende ans Werk gehen. Er ist Gitarrist und Sänger der Band Ratlos, schreibt Gedichte, hat einen Roman veröffentlicht und in seinem letzten Buch Du bist mein Meer die Gattung der Urlaubsnovelle auf originelle Weise neu belebt: Ein Paar fährt in den Urlaub, hat aber den Fotoapparat vergessen. So beschränkt sich der Erzähler darauf, in kurzen Prosaskizzen die Eindrücke einer England-Reise festzuhalten. Sprachlich an der Musik und Lyrik geschult, ist der 1978 geborene Unterweger ein gefühlvoller Erzähler mit Gespür für das Ungewöhnliche.

„Er sieht, auf einem solchen Foto, den Bauch der Frau. Er denkt an das Ungeborene darin. Er denkt es als ein Neugeborenes, von dem er kein Foto wird machen können. Er sieht das unmögliche Bild vor sich. Er weiß: so viel hat er von seinem Kind noch nie gesehen.“

[…]“

Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion. September 2012

(1) Wobei meine literarische Heimat immer die manuskripte waren bzw. sind – aber die Lichtungen, in denen zwei meiner Texte erscheinen durften, sind natürlich auch superduper!

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