Andreas Unterweger

Friederike Schwab

Posted in Das kostbarste aller Geschenke, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 4. März 2014

Nachtrag 2 zum  Termin:
01.03.2014, Andreas Unterweger beim Lesefest NEUE TEXTE 2014. Um 14:00 lese ich aus “Das kostbarste aller Geschenke” (Vorstellung durch Friederike Schwab), um 15:35 stelle ich Wolfgang Pollanz vor. Kulturzentrum bei den Minoriten, Mariahilferplatz 3/I, 8010 Graz.

Vielen Dank, liebe Friederike, für Deine ebenso freundliche wie erfreuliche Einleitung mit den schönen Bildern!

Friederike Schwab

„Andreas Unterweger: Das kostbarste aller Geschenke

Es ist mir eine Freude, das Buch mit dem wunderbaren Titel: Das kostbarste aller Geschenke von Andreas Unterweger vorstellen zu dürfen. An sein letztes Buch, Du bist mein Meer, erinnere ich mich noch sehr gut. Beide Bücher sind bei Droschl erschienen. Ich wusste, dass ich mit einer irgendwie gradlinigen Analyse dem Werk in keiner Weise würde nahekommen können. Also folgte ich der Verheißung auf dem Klappentext. Ein kurzweiliges unterhaltsames Lesevergnügen steht da. Und: Mit schmerzhafter Aufrichtigkeit notiert der Autor seine Gewinne und Verluste in einer Zeit, in der er zum ersten Mal Vater wird. Mehr als 2 Jahre lang schrieb und ordnete Andreas Unterweger diese Notizen.

Beim Lesen der ersten Notizen schon, wünschte ich mir, es möge draußen regnen und ich könnte in einer quasi regnerische Behaglichkeit weiterhin an den Ideen und Gedanken, die ich nach und nach aufnahm, kauen. Dieser Wunsch, dieses innere Bild entsteht nicht von ungefähr. Es ist die Eigenschaft des Textes selbst, der tropfenweise – nämlich Satz für Satz, oft sogar mit eingeklammerten Wortbedeutungen auf den Leser einwirkt. Diese Notizen, die gleichsam über das Alltäglichste herfallen, es zerlegen, verwundert betrachten, sind solide kartographiert. Ein Glück für den Leser. Beispiele: 10 x 5 Notizen aus den ersten 5 Monaten mit Maria. Und: Im Reich der Illusionen, 3 x 3 x 3 Notizen, und: Geschichte aus zwei Haushalten: 2 x 33 x 3 Notizen und so weiter. Zusätzlich zu den gewitzten Regeln der Zahlen begeisterte mich das Sprachgefüge. Denn die Notizen addieren sich auch durch Wortwiederholungen.

Zunächst tropfenweise aber bald wird ein ordentlicher Regen aus all den Notizen. Kind und Frau und Schreiben und Reiseerlebnisse und Musik und Politik und Lesen und Einkaufen und Haushalt und wieder nicht und jetzt doch wieder schreiben können, füllen allmählich ein riesiges Sammelbecken. Amüsiert fragt man sich: wo ist man da eigentlich hingeraten, denn man kennt sich bald nicht mehr aus – und das ist gut so. Das kostbarste aller Geschenke ist nämlich, dass man mit Andreas Unterwegers Notizen völlig durchnässt, also nah an die Wirklichkeit herangeführt wird und wie das so ist bei einem wirklichen Regen hat man plötzlich das zärtliche Gefühl für das Leben wiederentdeckt.“

Du bist mein Meer – neues Video!

Posted in Du bist mein Meer, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 17. März 2011

Nachtrag zum Termin: 13.03.2011, ab 10:00, „Neue Texte“, Lesefest bei den Minoriten: 11:00: Andreas Unterweger liest aus „Du bist mein Meer. Novelle (in 3 x 77 Bildern)“ (Vorstellung durch Erika Kronabitter). 12:00: Lesung Gertrude Grossegger, 13:00: Lesung Friederike Schwab (Vorstellung jeweils durch Andreas Unterweger). U. v. a. m. Mariahilferplatz 3, 8010 Graz.

Wieder ein Video, wieder dankenswerter vom engagierten Jungregisseur voiceinspiration alias Edwin Rainer zur Verfügung gestellt, und wieder sieht und hört man, wie ich aus „Du bist mein Meer“ lese, aber diesmal länger, von Bild 1 bis 22, ca. 8 Minuten.
Die sehr freundliche Einführung stammt von Erika Kronabitter – danke, Erika, dass ich mir das anhören durfte!

Die Einführungen, die der aus dem obigen Film bekannte Zappel- und Zottelbär (ich meine MICH!) an diesem sehr gemütlichen und gut besuchten Vormittag gehalten hat, kann man zwar nicht als Videos sehen/hören, aber hier nachlesen:

Er soll über ein Buch sprechen (15 Notizen zu Gertrude Maria Grossegger: Gedichte [In: Antje Senarclens de Grancy, Getrude Maria Grossegger und Petra Sterry: Bruchstücke. Jüdische Friedhöfe in der Steiermark])

und

Er soll über noch ein Buch sprechen* (15 Notizen zu Friederike Schwab: Die Insel im Maismeer)

*Wobei anzumerken ist, dass die erwähnte Co-Kuratorin tatsächlich nicht gewusst hat, dass das Buch 310 Seiten hat. Der Auftrag wurde in allerbester Absicht an mich vergeben: die Jungväter Schmitzer und Unterweger durften als einzige jeweils 2 Einführungen halten – und damit mehr Geld verdienen. Da denkt jemand nicht nur mit, sondern auch mit Herz!