Andreas Unterweger

Nuit de la littérature

Posted in Das gelbe Buch, Le livre jaune, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 30. Mai 2019

Rückblick auf den Termin:
25.05.2019, 18:00-23:00, jeweils zur vollen Stunde: Schauspieler Paul Tchkarian liest aus „Le livre jaune“ (Édition Lanskine 2019, „Das gelbe Buch“ in der Übersetzung von Laurent Cassagnau), Laurent Cassagnau, Paul de Brancion und Andreas Unterweger sprechen über „Das gelbe Buch“ und das gelbe Leben. Nuit de la littérature, ALLEY CONCEPT LIFESTYLE – 4 rue Androuet – 75018 Paris.

Ich bin wirklich ein „champignon de bonheur“, wie der Germanismus sagt …

Erstens fand „Das gelbe Buch“ mit Laurent Cassagnau einen herausragenden Übersetzer, der sich nach Goethe und Donhauser auch für meinen Freund Biber Zeit nahm und seine Erlebnisse aus reiner Lesefreude übersetzte …

(c) Laure Gauthier

Zweitens fand Laurent Cassagnau, mit Hilfe Laure Gauthiers, für unser „Le livre jaune“ den renommierten Verlag Édition LansKine!
Auf dem Foto: die äußerst engagierte Verlegerin Catherine Tourné, (2.v.l.), Schriftsteller Paul de Brancion (2.v.r., er gibt die Reihe „Régions froides“ heraus, „Le livre jaune“ ist das erste Buch der Reihe), Laurent Cassagnau, ich.

(c) Laure Gauthier

Drittens fand das Österreichische Kulturforum in Paris …

… dass es eine gute Idee wäre, im Rahmen des internationalen Lesefestivals Nuit de la littérature im entzückenden Quartier Abbesses als österreichischen Schriftsteller den Herrn meines Namens auftreten zu lassen. Was für ein Ort für eine Buchpräsentation!

(c) Alexandra Filippi, Österreichisches Kulturforum

Und viertens hatte ich mit Paul Tchkarian schon beim Festival „Livres en tête“ (Paris 2018), zu dem mich mein lieber Dichterfreund Guillaume Métayer* eingeladen hatte, einen Schauspieler gefunden, der die Figuren aus meinen Texten so authentisch verkörperte, dass ich selbst zum dankbar glucksenden Publikum werden durfte. Zu meiner Freude erklärte er sich bereit, bei der Nuit de la littérature aus „Le livre jaune“ zu lesen.

(c) Bernhard Engel

Wie die anderen Protagonist*innen an den anderen 17 Locations traten wir an diesem Abend fünfmal auf. Zu jeder vollen Stunde in der jedes Mal mit anderen Leuten vollen Boutique …

… immer in derselben Reihenfolge, aber mit einem etwas anderen Programm:

Begrüßung durch Sigrid Bigot-Baumgartner vom …

… danach kurze Begrüßung durch mich …

(c) Alexandra Filippi, Österreichisches Kulturforum

… ein Kapitel auf Deutsch …

(c) Alexandra Filippi, Österreichisches Kulturforum

… längere Lesung auf Französisch durch Paul Tchkarian …

(c) Alexandra Filippi, Österreichisches Kulturforum

Anschließend Vorstellung der Reihe und des Buchs durch Paul de Brancion (dessen jedes Mal auf neue Weise brillanten Vortrag wir hier alle bestaunen) …

(c) Alexandra Filippi, Österreichisches Kulturforum

… und detailliertere Vorstellung des Buchs durch Laurent Cassagnau …

(c) Alexandra Filippi, Österreichisches Kulturforum

… mit ein paar Fragen an den wacker mit seinem Französisch kämpfenden Autor …

(c) Alexandra Filippi, Österreichisches Kulturforum

… danach seriöse Diskussion:

(c) Alexandra Filippi, Österreichisches Kulturforum

Es war einfach herrlich, den drei Herren zuhören zu dürfen – schade, dass das Ganze schon nach dem fünften Mal vorbei war!

Paul Tchkarian Performance war einfach  umwerfend, ich musste peinlicherweise immer wieder über seine, also meine Witze lachen …
Auch in der Diskussion meldete er sich immer wieder zu Wort und wies etwa auf stilistische Ähnlichkeiten zwischen „Das gelbe Buch“ und „Don Juans“ hin.
Paul ist 21 Jahre jung, Spanisch-Lehrer (ein paar Schuljahre übersprungen …) und ist nicht nur in Filmen wie Pedro Almodóvars „Dolor y gloria“ eine wirkliche Entdeckung.

Durch Pauls Lesung wurde mir neuerlich klar, wie großartig die Übersetzung von Laurent Cassagnau ist.

Einer der schönsten Momente bei der Diskussion: Laurent fragt mich nach Herkunft und Mechanik der logischen (Fehl-)Schlüsse in „Das gelbe Buch“, ich weiß natürlich, wie jeder ernsthafte Dichter, beim besten Willen nicht, was ich warum geschrieben habe (immer nur wann und wo). Leider fällt mir diesmal aber nicht einmal mehr ein ausweichender Witz ein. Zum Glück springt Paul de Brancion in die Bresche: „Kann es sein, dass die Angst vor der Dunkelheit damit zu tun hat? Und dass immer dann, wenn sich die Welt verdunkelt, Dinge geschehen, die man sich nicht erklären kann, als eine Art Rettungsmechanismus, bei den Figuren diese Art von pseudo-logischem Denken einsetzt?“ Na klar! Wow! Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Angst vor der Dunkelheit, und was dagegen hilft (1. Erklärungen, 2. einen Großvater haben), Thema des ersten und letzten Kapitels darstellt. Ich durfte also wieder, dank der beiden klugen Herren, etwas über meine eigene Arbeit lernen, noch dazu etwas Wichtiges. Ich habe mich selten auf so angenehme Weise überflüssig gefühlt wie bei dieser Veranstaltung.

(c) Alexandra Filippi, Österreichisches Kulturforum

Beim anschließenden „after“, wie der Franzose so schön neudeutsch sagt, hatte sich die gute Stimmung, die „Das gelbe Buch“ verbreitet, auch auf alle anderen Teilnehmenden ausgebreitet … Bref: La vie en jaune!

(c) Paul de Brancion

Ich danke allen Beteiligten herzlich, insbesondere natürlich dem

und seinen Mitarbeitern Direktor Mario Vielgrader, Alexandra Filippi und Sigrid Bigot-Baumgartner, für die Einladung und Unterstützung meiner Reise.

Merci beaucoup!

P.S. Bericht über „Printemps des poètes“ folgt in Kürze.

*Guillaume Métayer trat bei der Nuit de la littérature mit János Térey aus Ungarn auf.  Es geht die Mär, dass wir einen Teil unseres Publikums seiner leidenschaftlichen Empfehlung für unser gelbes Programm verdankten. Danke, lieber Freund!

En route pour Paris 2019

Posted in Das gelbe Buch, gedichte, Le livre jaune by andreasundschnurrendemia on 16. Mai 2019

Große Freude! Demnächst erscheint „Le livre jaune“, „Das gelbe Buch“ in der Übersetzung von Laurent Cassagnau, bei Éditions Lanskine, Paris.

Ich freue mich sehr – nicht zuletzt über dieses hübsche Cover!

Mein großer Dank gebührt Laurent Cassagnau, der das Buch exzellent übersetzt hat, meiner neuen Verlagskollegin Laure Gauthier, die den Kontakt zu Lanskine hergestellt hat, und natürlich Verlegerin Catherine Tourné und Paul de Brancion, der die bei Éditions Lanskine erscheinende Reihe „Régions froides“ herausgibt.

Am 25.05. wird erstmals aus „Le livre jaune“ gelesen. Bei der Nuit de la littérature, zu der ich zu meiner Freude vom Österreichischen Kulturforum

… eingeladen wurde, trägt Schauspieler Paul Tchkarian (bekannt für seinen fulminanten Vortrag von „Dons Juans“ beim Festival „Livres en tête“, Paris-Sorbonne 2018 …

(c) Bernhard Engel

…) ausgewählte Kapitel aus „Le livre jaune“ vor, davor und danach und dazwischen diskutieren Laurent Cassagnau, Paul de Brancion und ich über das Buch, darüber, was es anrichten kann, und warum.

Sauvez le date:
ALLEY CONCEPT LIFESTYLE – 4 rue Androuet – 75018 Paris., 18-23 Uhr, jeweils zur vollen Stunde, jeweils 40 Min.

Mehr Informationen, u. a. mit dem französischen Klappentext, hier!

 

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Weil Paris bekanntlich ein Fest nicht nur für einen Tag ist, bin ich auch an den beiden vorhergehenden Abenden im Einsatz. Anfang des Jahres wurde ich mit meinen Gedichten, auf Einladung des Unabhängigen Literaturhauses NÖ (danke!), Teil des höchst lobenswerten Versopolis-Projekts – und kurz darauf freute ich mich schon über die Einladung zum renommierten französischen Poesiefestival „Printemps des poètes“!

Zu diesem Anlass erscheint auch ein Gedichtband, dreisprachig, 12 meiner Gedichte im Original und in den Übersetzungen von Guillaume Métayer und Laurent Cassagnau (ins Französische) sowie Greg Nissan und Gertraud Dayé (ins Englische).

Sauvez les dates: „Hors Saison“ (Festival Printemps des poètes in Kooperation mit Versopolis:

23.05.19, 19 Uhr, Luljeta Lleshanaku (Albanien), Eleanor Rees (GB), Ivan Hristov (Bulgarien) und Andreas Unterweger lesen Gedichte. (Lesung der Übersetzungen ins Französische: Guillaume Métayer). Anschließend Diskussion.
Centre national du livre, 53 Rue de Verneuil, 75007 Paris.

24.05.19, 19 Uhr, Luljeta Lleshanaku (Albanien), Eleanor Rees (GB), Ivan Hristov (Bulgarien), und Andreas Unterweger lesen Gedichte. (Lesung der Übersetzungen ins Französische: Yekta).
Café La Pomme d´Eve, 1 Rue Laplace, 75005 Paris.

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Kurz: Je suis un champignon de bonheur, wie der Germanismus sagt – und ich freue mich sehr auf meine Reise!

Restez à l´écoute! Berichte folgen.

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Die Reise von …

… wird unterstützt von:

Danke!