Andreas Unterweger

7 Grazer Glücksversprechen

Posted in Grazer Glossen, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 17. Mai 2012

Letzte Woche wurde in der Grazer designHalle das von Luise Kloos (s. u.) bei edition keiper herausgegebene „Citybook“ Graz präsentiert (mit schönen Texten von Werner Schandor, Andrea Stift u. a.) – ich durfte freundlicherweise eine Art Vorwort beisteuern, das Schauspieler Rudi Widerhofer sehr gut vorgelesen hat (Beginn der Lesung ca. 2:50):

(Video vom arrivierten Jungregisseur Edwin Rainer alias voiceinspiration – besten Dank!)


7 Grazer Glücksversprechen

 1

Schließ die Augen. Stolpere so bis zum Hochhaus am Lendplatz (dem mit der Uhr drauf), fahr
mit dem Lift bis ganz hinauf, zur Waschküche, taste dich an ein Fenster … Öffne die Augen.

2

Warte auf den heißesten Tag des Jahres. Wandere dann, auf dem größtmöglichen Umweg,
zum Landhaushof, setz dich unter die Arkaden. Die Bänke dort liegen seit 1505 im Schatten.

3

Geh die Keplerstraße auf und ab (oder die Kärntner Straße oder die Conrad-von-Hötzendorf-
Straße oder die Triester Straße oder die Grabenstraße …) – so lange, bis es zu regnen beginnt.

4

Leg dich unter den Hummelbaum – Yggradsilkrone aus summenden Blüten – im Innenhof der
Universität. Leg den Wittgenstein weg, die Zigaretten weg. Beginn die Hummeln zu zählen.

5

Lauf am linken (oder rechten) Murufer entlang nach Norden (oder Süden). Lauf unter der
letzten Brücke durch. Lauf, bis der Weg endet, die Welt endet, der Wald beginnt. Lauf weiter.

6

Lern Fahrradfahren im Volksgarten. Versuch es immer wieder – bis deine Zähne nicht mehr
den Boden berühren. Versuch das dann mit den Knien. Mit den Füßen. Dann: mit den Reifen.

7

Mach dir Freunde in Andritz. Tauch unter in ihrem Swimmingpool. Werde ein erstes gelbes
Blatt, ein Katzenhaar, ein Pingpongball. Treib so (so langsam es nur geht) aufs Meer hinaus.

Du bist mein Meer – neues Video!

Posted in Du bist mein Meer, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 17. März 2011

Nachtrag zum Termin: 13.03.2011, ab 10:00, „Neue Texte“, Lesefest bei den Minoriten: 11:00: Andreas Unterweger liest aus „Du bist mein Meer. Novelle (in 3 x 77 Bildern)“ (Vorstellung durch Erika Kronabitter). 12:00: Lesung Gertrude Grossegger, 13:00: Lesung Friederike Schwab (Vorstellung jeweils durch Andreas Unterweger). U. v. a. m. Mariahilferplatz 3, 8010 Graz.

Wieder ein Video, wieder dankenswerter vom engagierten Jungregisseur voiceinspiration alias Edwin Rainer zur Verfügung gestellt, und wieder sieht und hört man, wie ich aus „Du bist mein Meer“ lese, aber diesmal länger, von Bild 1 bis 22, ca. 8 Minuten.
Die sehr freundliche Einführung stammt von Erika Kronabitter – danke, Erika, dass ich mir das anhören durfte!

Die Einführungen, die der aus dem obigen Film bekannte Zappel- und Zottelbär (ich meine MICH!) an diesem sehr gemütlichen und gut besuchten Vormittag gehalten hat, kann man zwar nicht als Videos sehen/hören, aber hier nachlesen:

Er soll über ein Buch sprechen (15 Notizen zu Gertrude Maria Grossegger: Gedichte [In: Antje Senarclens de Grancy, Getrude Maria Grossegger und Petra Sterry: Bruchstücke. Jüdische Friedhöfe in der Steiermark])

und

Er soll über noch ein Buch sprechen* (15 Notizen zu Friederike Schwab: Die Insel im Maismeer)

*Wobei anzumerken ist, dass die erwähnte Co-Kuratorin tatsächlich nicht gewusst hat, dass das Buch 310 Seiten hat. Der Auftrag wurde in allerbester Absicht an mich vergeben: die Jungväter Schmitzer und Unterweger durften als einzige jeweils 2 Einführungen halten – und damit mehr Geld verdienen. Da denkt jemand nicht nur mit, sondern auch mit Herz!

Wie schön man es gehabt haben könnte …

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 25. Februar 2011

… wenn man dabei gewesen wäre, als ich am 16.02.2011, bei der Präsentation von „Das schönste Fremde ist bei dir. Alfred Kolleritsch zum 80. Geburtstag (Droschl 2011)“, mein im Buch enthaltenes Dramolett „Wie schön wir es haben könnten“ gelesen habe – kann man sich jetzt als YouTube-Video anschauen:

Gefilmt wurde das Schauspiel von voiceinspiration, sprich: Jungregisseur Edwin Rainer, bei dem ich mich auf diesem Weg herzlich bedanke!