Andreas Unterweger

Mit Aleš Šteger in der Galerie Marenzi

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 13. Februar 2022

Welch Freude, den slowenischen Dichter Aleš Šteger in Leibnitz willkommen zu heißen!

Die drei Literatur-Musketiere von Leibnitz: Aleš Šteger, Bürgermeister Helmut Leitenberger und yours truly (v.r.n.l.).
Nicht im Bild: Unser D’Artagnan, Galerie-Leiter Klaus-Dieter Hartl, der sich leider im zeittypischen Krankenstand befindet.
(c) Sepp Unterweger

Dieser Meinung waren auch Bürgermeister Helmut Leitenberger, Vize-Bürgermeisterin Helga Sams und mehrere Dutzend weiterer Leibnitzerinnen und Leibnitzer, die – motiviert wohl nicht zuletzt durch Daniela Winklers schönen Ankündigungsartikel in der Kleinen Zeitung – erfreulicherweise alle Sitzgelegenheiten im Hauptraum der Ausstellung „fresh evidence – work in progress“ von Helmut Tezak in der Galerie Marenzi besetzten.

Die Lesung, eine gemeinsame Initiative der Galerie Marenzi und der Literaturzeitschrift manuskripte („manuskripte in der Region“), entpuppte sich in mehrerlei Hinsicht als Dialog: zwischen bildender Kunst und Literatur …

Der Dichter und der Fotograf.

… zwischen Österreich und Slowenien, zwischen Aleš Šteger und mir:

(c) Sepp Unterweger

Nach meiner Einführung las Aleš Šteger mehrere Gedichte aus seinen Gedichtbänden „Buch der Körper“ (Schöffling 2012) und „Über dem Himmel und unter der Erde“ (Hanser 2019), danach aus seinem wunderbaren, sehr empfehlenswerten, ebenso schrägen wie erschütternden Maribor-Roman „Archiv der toten Seelen“ (Schöffling 2016), was nicht zuletzt mit Helmut Tezaks Bildserie über die nordslowenische Stadt korrespondierte.

Nach einem Gespräch über den Roman und seine zahlreichen Ebenen (von der schreiend komischen Kulturbetriebs- und Lokalpolitiksatire über Fantasy- und Thriller-Elemente bis zur Aufarbeitung historischer Traumata) lasen Aleš und ich gemeinsam unseren literarischen Dialog aus den manuskripten 233.*

Cover der manuskripte 233 von studio ASYNCHROME

Nach der Lesung fand sich noch Zeit für einen gemeinsamen telegenen Spaziergang über den Leibnitzer Hauptplatz, der vom „SLORF“ („slowenischer ORF“ aka Volksgruppen-ORF), der dank Redakteur Simon Ošlak erfreulicherweise quasi live berichtete, eingefangen wurde …

https://tvthek.orf.at/profile/Dober-dan-tajerska/342675/Dober-dan-tajerska/14126019/Branje-teger-Lesung-in-Leibnitz-Lipnica/15114791

… und in einer kleinen, aber süßen Jause im Café Elefant kulminierte.

Herzlichen Dank für den schönen Samstagnachmittag, lieber Aleš!

Ljubljana 2019
(c) Guillaume Métayer

Termine mit Aleš Šteger in naher Zukunft:

  • 16.3.2022, 19 Uhr, Verleihung des Franz-Nabl-Preises und der Alfred-Kolleritsch-Förderpreis der Stadt Graz. Ich halte die Laudatio für Aleš Šteger (Alfred-Kolleritsch-Förderpreis). Literaturhaus Graz
  • 04.04.2022, 19 Uhr, Aleš Šteger liest aus seinem neuen Roman „Neverend“ (Wallstein 2022). Ich moderiere. Literaturhaus Graz

*Mehr zu „Neverend. Literarische Dialoge zwischen Nord und Süd“, einem Projekt von Monique Schwitter und mir sowie eine Kooperation der Literaturzeitschrift manuskripte und der Freien Akademie der Wissenschaften und Künste Hamburg, gefördert im Rahmen von „Internationale Literaturdialoge“ vom Bundesministerium für Europäische und internationale Angelegenheiten, findet sich übrigens hier:

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