Andreas Unterweger

Metropolis Graz (ARTE)

Posted in Grazer Glossen, manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 1. Dezember 2019

Ab 1.12.2019 bis 28.02.2020 online verfügbar: „Metropolis Graz“, die Filmdoku von ARTE, in der ich mitwirken durfte:

Hier klicken! Hier klicken! Hier klicken!
(Wenn man die Sendung ansehen möchte, versteht sich.)

In weiteren Hauptrollen: Alfred Kolleritsch, Heidrun Primas, Günter Brus, Titus Probst und mein Nachnamensvetter Tom Unterweger, der Punksänger.

Jedenfalls gibt es in „Graz – Stadt der Kontraste“ viel Sehenswertes. Z. B. habe ich bei den Dreharbeiten gelernt, „natürlich zu gehen“*!

Aber auch davon abgesehen eine gelungene Produktion mit vielen wahren Sätzen über Graz.

Mein Dank gebührt Marco Giacopuzzi (unten links) und seinem sympathischen Team, mit dem ich einen nassen, kalten, aber dennoch sehr fröhlichen und produktiven Tag verbringen durfte!

 

* Bei strömendem Regen, ohne Schirm, wieder und wieder dasselbe Straßenstück entlang, während ein Kameramann rückwärts vor einem herläuft – auch eine Kunst!

manuskripte 226 – glänzende Premiere(n)!

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 30. November 2019

Nachtrag zum Termin:
28.11.2019, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 226. Mit Lesungen von Nava Ebrahimi, Florian Dietmaier und Valentina Colonna (I). Klaviermusik von Valentina Colonna. Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30, 8010 Graz. Eintritt: 4-6 Euro.

Gleich mehrere glänzende Premieren gab es am Donnerstag Abend im Literaturhaus Graz zu feiern!

Erste manuskripte-Präsentation im Literaturhaus Graz:

(c) manuskripte

Auch zur Freude des anwesenden manuskripte-Gründers Alfred Kolleritsch und des Literaturhauschefs Klaus Kastberger, der den Beginn einer engeren Zusammenarbeit zwischen Literaturhaus und manuskripte ankündigte.

(c) manuskripte

Erster Auftritt des brandneuen manuskripte-T-Shirts …

(c) manuskripte

… vom Grazer Künstler Leon Podesser im Siebdruckverfahren bedruckt und aus nichts als fair gehandelter Biobaumwolle bestehend.
Während ich das T-Shirt vorführte, sprach ich über die Autor*innen des Abends und das Heft (s. Pressetext, u.):

(c) manuskripte

Erster öffentlicher Auftritt von Nava Ebrahimi als Morgenstern-Preisträgerin des Landes Steiermark:

(c) manuskripte

Sie las ihre Kurzgeschichten „Vor lauter Blech“ und „Jung wird sie nicht bleiben“.

Erste Lesung überhaupt von Florian Dietmaier (manuskripte-Förderungspreis der Stadt Graz 2019):

(c) manuskripte

Er las – abgebrüht wie ein Profi – seine Erzählung „Einsichtnahme“.

Erstes Österreich-Konzert der italienischen Pianistin und Komponistin Valentina Colonna …

(c) manuskripte

(c) manuskripte

… die sich als Dichter gleichzeitig über ihre erste Veröffentlichung als Dichterin in einer österreichischen Literaturzeitschrift freute:

(c) manuskripte

Ruth Karzel, die Colonnas Texte übersetzt hatte, las die deutschen Übersetzungen:

(c) manuskripte

Valentina Colonna trug auf Italienisch vor und spielte zwei wunderbare Eigenkompositionen zu Beginn und Ende der Lesungen:

(c) manuskripte

Nachzuhören auf ihrer Homepage.

Anschließend: Run auf die Hefte (ausverkauft!), Wein (danke, Literaturhaus!) und geselliges Beisammensein in großer Runde, u.a. mit den Autor*innen Thomas Antonic, Valentina Colonna, Julia Dengg, Christoph Dolgan, Nava Ebrahimi, Günter Eichberger, Klaus Hoffer, Harald Miesbacher, Helmut Moysich u.a.m.:

Herzlichen Dank an Klaus Kastberger und Elisabeth Loibner vom Literaturhaus Graz, an das zahlreich erschienene Publikum und die Autor*innen, insbesondere Valentina Colonna, die ja die weiteste und beschwerlichste Anreise auf sich genommen hatte. Zum Glück ging sich am Vormittag danach noch die Besichtigung der wichtigsten Grazer Sehenswürdigkeiten aus: manuskripte-Büro, Café König:

*

manuskripte 226 – Pressetext

 

Do, 29.11.2019, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 226. Mit Lesungen von Nava Ebrahimi, Florian Dietmaier und Valentina Colonna (Lyrik und Klavier).

Literaturhaus Graz, Elisabethstr. 30, 8010 Graz.

Eintritt 6 Euro (ermäßigt: 4 Euro). Wein frei.

Titelbild: Christoph Dolgan.

Die Literatur in Zeiten des Klimawandels

Die halb zertrümmerte Schreibmaschine auf dem Titelbild und das Pianino, an dem sich die italienische Lyrikerin Valentina Colonna beim Vortrag ihrer Gedichte selbst begleiten wird, markieren nur zwei der ästhetischen Pole, zwischen denen sich die schier unglaubliche Vielfalt der aktuellen manuskripte-Ausgabe ausbreitet.

Erster Blickfang sind natürlich Christoph Dolgans atemraubende Ruinen-Fotografien, denen neben dem Cover ein umfangreicher Bildteil gewidmet ist. Der Autor und bildende Künstler wurde von den manuskripten für das Art Steiermark-Stipendium des Landes Steiermark nominiert. Er präsentierte seine Fotos am 21.11. im Steiermark-Büro in Brüssel, wo manuskripte-Mitherausgeber Andreas Unterweger auch die Zeitschrift international vorstellte.

Weiters hervorstechend: Ein neuer Text von Paul Nizon, der Anfang Dezember seinen neunzigsten Geburtstag feiert. Die im Faksimile des Typoskripts abgedruckte Prosa wird von einem Porträt Christoph W. Bauers begleitet, dessen Begeisterung für Leben, Werk und Welt Nizons ansteckend ist. Wer möchte da nicht mit durch Paris vagabundieren!

Ausgezeichnete Prosa von mehreren 2019 ausgezeichneten AutorInnen findet sich in der Rubrik Prosa, darunter Texte von Olga Flor (Franz-Nabl-Preis), Nava Ebrahimi (Morgenstern-Preis) oder Florian Dietmaier (manuskripte-Förderpreis). Lydia Davis erteilt amüsante Französisch-Lektionen in einer weiteren Meister-Übersetzung von Klaus Hoffer, Johannes Wally begibt sich auf eine erzähltechnisch bemerkenswerte Spurensuche, der Tscheche Josef Pánek informiert uns über Die Liebe in Zeiten des Klimawandels.

10 Beiträge aus 7 Ländern versammelt die exzellent besetzte Lyrikabteilung, zu der auch die amerikanische Lyrikikone Louise Glück, ihre Übersetzerin Uta Gosmann, Lia Likokeli aus Georgien oder die deutsche Debütantin Nina Lenz Texte beigesteuert haben.

Thomas Antonics Aufsatz „Unter Nazis. William S. Burroughs in Wien 1936/37“ wird nicht nur Fans der Beat Generation neue Erkenntnisse bescheren.

Hier das gesamte Inhaltsverzeichnis:

Die manuskripte 226 sind unter bestellung@manuskripte.at zu bestellen.

*

Presse:

Radio ORF Steiermark, Ilse Amenitsch interviewt Andreas Unterweger bei der Präsentation der manuskripte 226.

TV ORF Steiermark: Ilse Amenitsch mit einem hochinfomativen Bericht über Art Steiermark 2019: Christoph Dolgan mit seinen Ruinen-Fotografien und Texten aus manuskripte 226 mit manuskripte-Herausgeber Andreas Unterweger im Steiermark-Büro in Brüssel.

Kleine Zeitung v. 24.11.19, von Julia Schafferhofer:

Kronen Zeitung v. 24.11.19, von Christoph Hartner:

Kleine Zeitung v. 27.11.19, von Ute Baumhackl und Werner Krause:

Günter Encics Literaturpodcast v. 3.12.19:

„Bollwerk gegen Haus- und Hofpoesie“ (Kleine Zeitung v. 27.11.19)

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 27. November 2019

Heute in der Kleinen Zeitung: Alfred Kolleritsch und ich sprechen „über Gegenwartstexte, ein nahes Jubiläum und literarische Trends“:

Vielen Dank für das freundliche Gespräch, liebe Ute Baumhackl, lieber Werner Krause!

Art Steiermark 2019: Brüssel!

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 23. November 2019

Nachtrag zum Termin:
21.11.2019, 18:30, Andreas Unterweger präsentiert die manuskripte 226 in Brüssel: Vernissage und Lesung von Christoph Dolgan („Art Steiermark“). Steiermark-Büro, avenue de Tervuren 82-84. B-1040 Bruxelles.

Dieses Jahr wurden die manuskripte vom Land Steiermark eingeladen, für das „Art Steiermark“-Stipendium des Landes eine/n Künstler/in zu nominieren – unsere Wahl fiel auf Doppelbegabung Christoph Dolgan.

Christoph verbrachte mehrere Tage in Brüssel, wo er im Steiermark-Büro die Ausstellung seiner „Lost places“-Fotografien vorbereitete. Diese finden sich auch auf dem Cover und in einem umfangreichen Bildteil innerhalb der kommenden manuskripte-Ausgabe 226 (Präsentation am 28.11. im Literaturhaus Graz).
Am Abend des 21.11. las er seinen die Bilder begleitenden Text aus manuskripte 226 („Ab.Orte“). Und ich durfte die Zeitschrift in diesem internationalen Rahmen präsentieren und ein Podiumsgespräch mit Christoph führen.

Ich danke Roswitha Preininger und dem Team des Steiermark-Büros für ihre so herzliche Gastfreundschaft, Wilhelm Pfeistlinger, dem Direktor des Österreichischen Kulturforums in Brüssel, für seine Begrüßung, den zahlreichen, aus aller Welt (Belgien! Horn von Afrika! Deutschlandsberg!) angereisten Gästen und dem Land Steiermark, Abteilung A9, insbesondere Christiane Kada und Petra Sieder-Grabner, für diese geglückte Kooperation!

Nach so viel Text nun endlich ein umfassender Bildbericht …

Das Steiermark-Büro – das grüne Herz Brüssels:

Ich spreche über die manuskripte und Christoph Dolgan:

 

Christoph Dolgan liest aus manuskripte 226:

Mit unserer charmanten Gastgeberin Roswitha Preininger, dem Herz des grünen Herzens von Brüssel:

Alle Fotos bisher: (c) Cornelia Schwar, Steiermark-Büro Brüssel – vielen Dank!

Durch meine Handykamera betrachtet sah Brüssel hingegen so aus:

Bilder einer Ausstellung:

Das ORF-Steiermark-Interview, Ilse Amenitsch befragt Christoph Dolgan:

Es ist reich gedeckt:

 

Bruxelles, la belle:

Ab-Ort in einem nahegelegenen Restaurant:

Manches ändert sich nie:

 

***

Julia Schafferhofer in der Kleinen Zeitung v. 24.11.19:

Christoph Hartner in der Kronen Zeitung v. 24.11.19:

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Landes Kunst und Kultur Preise 2019

Posted in manuskripte, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 20. November 2019

Eine ebenso passende wie erbauliche Reiselektüre: Auf dem Weg nach Brüssel, wo ich morgen im Steiermark Büro den Autor und Fotografen Christoph Dolgan und seine in manuskripte 226 enthaltenen spektakulären Ruinenfotos samt kongenialem Begleittext präsentieren darf (Art Steiermark 2019), studiere ich die äußerst lesenswerte Publikation zu den Kunst- und Kulturpreisen des Landes Steiermark!

Ich gratuliere allen PreisträgerInnen herzlich, insbesondere Gerhild Steinbuch zum manuskripte-Preis …

Nava Ebrahimi zum Morgenstern-Preis …

… und Guillaume Métayer noch einmal zum Styrian Artist-Stipendium!

Die Kleine Zeitung über die Preisverleihung am Montag im Orpheum:

Buch Wien 2019

Posted in manuskripte, Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 10. November 2019

Nachtrag zu den Terminen:
07.11.2019, 19:30, Andreas Unterweger (re-)präsentiert die manuskripte 225 bei der Lesung Josef Winklers im Café Museum im Rahmen der Buch Wien, Operng. 7, 1010 Wien.
08.11.2019, 22:00, Andreas Unterweger liest Gedichte bei der Poesiegalerie. IG Architektur, Gumpendorfer Str. 63B, 1060 Wien. Für die manuskripte lesen am selben Abend auch Verena Stauffer (20 Uhr), Miroslava Svolikova (21 Uhr).

7. November 2001 … In ganz Wien wird eine Buchmesse gelesen … In ganz Wien? Ja!

Freilich wurden nicht nur in Privathaushalten, sondern im auch wie immer strahlenden Café Museum

… Bücher präsentiert. Dort kam es etwa zur allerersten Lesung Josef Winklers aus seinem neuen Buch „Der Stadtschreiber von Kalkutta“ (Suhrkamp 2019).
Da Josef Winkler, seit Heft 61 manuskripte-Autor, gerade eben in den manuskripten wieder eine Erzählung veröffentlicht hat, „Ach, diese viehische Kunst“ über den Maler Edgar Degas, lag eine Kooperation im Rahmen der Buch Wien nahe:

Café Museum-Chefin Irmgard Querfeld begrüßte, Gerhard Loibelsberger, Kurator der Lesereihe im Café Museum und selbst Autor (von, u.a., sehr erfolgreichen historischen Romanen), stellte den Autor vor …

… und widmete auch den manuskripten breiten Raum:

Fazit: Ein sehr gelungener Abend, von dem mir die von Josef Winkler generierte indische Sprachbilderflut …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… das angeregte Podiumsgespräch zwischen Autor und Moderator …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… und das sympathische Publikum, darunter Günter Kaindlstorfer und Anna Baar, in guter Erinnerung bleiben wird!

Danke für die Kooperation, lieber Josef Winkler, lieber Gerhard Loibelsberger, liebes Café Museum, liebe Buch Wien!

*

Am 8.11. waren die manuskripte bei dem von Udo Kawasser (s.u.) initiierten Lyrikfestival namens Poesiegalerie zu Gast.

Für die manuskripte ware  drei Leseplätze reserviert – wobei das Format der Poesiegalerie für uns eine synergetische Goldgrube ist.

So lasen am Abend des 8.11. nicht nur die Damen und der Herr des nominierten Trios …

… nämlich Verena Stauffer

Miroslava Svolikova

… und ich …

(c) Verena Stauffer

… sondern auch zahlreiche weitere manuskripte-Autor*innen wie Christoph W. Bauer

… Übersetzer Alexander Sitzmann (für Lidija Dimkovska) …

Günther Kaip

… oder Helwig Brunner, der sogar zur Gänze aus seiner Publikation in manuskripte 225 las.

Das gesamte Programm der Poesiegalerie an ihrem Tag 2:
18-19 Uhr Robert Prosser & Christoph Szalay (Hg):
Wo warn wir. Ach ja: Junge österreichische Gegenwartslyrik, (Limbus)
Daniela Chana (Limbus)
19-20 Uhr Christoph W. Bauer (Haymon)
Susanne Toth (fabrik.transit)
Alexander Sitzmann übersetzt Lidija Dimkovska (Parasitenpresse)
20-21 Uhr Christoph Theiler (edition ch, wechselstrom)
Verena Stauffer (manuskripte)
Jonathan Perry (Sisyphus)
21-22 Uhr Christian Futscher (Czernin)
Miroslava Svolikova (manuskripte)
Günther Kaip (Bibliothek der Provinz, Klever)
22-23 Uhr Adrian Kasnitz (Parasitenpresse)
Andreas Unterweger (manuskripte)
Helwig Brunner (Keiper)
23-24 Uhr Udo Kawasser (Keiper)
Gerald Jatzek (Podium Literatur)

Ich habe übrigens das Gedicht „Kabul“ und aus den vom ULNÖ Krems und demnächst bei Edition Aramo erscheinenden Catull-Variationen gelesen.

Fazit: Ein ebenso abwechslungsreicher wie gemütlicher Abend – gerne wieder!

Dank an Miru Svolikova und Verena Stauffer für ihre Bereitschaft zu lesen, danke, liebe Poesiegalerie, für die Kooperation!

*

Am Samstag, 9.11., dann noch auf die Buch Wien selbst – um die Messe selbst vor lauter Rahmenprogramm nicht aus den Augen zu verlieren …

Zentrum der Veranstaltung war wie immer der Stand des Literaturverlags Droschl, und ich freute mich über zahlreiche Begegnungen, etwa mit Verlegerin Annette Knoch

… den Kollegen Stefan Schmitzer (r.) und Tomer Gardi (Mitte) …

 

.

… der slowakischen Autorin Katarina Kucbelova

Barbara Frischmuth

… und Literatursauriern wie dem bereits ein langes Jahr alten Erzählband „Grungy Nuts“:

Fazit: Schön war´s!

Micropoetica (zu Peter Handke, Olga Tokarczuk u. a.)

Posted in Das gelbe Buch, manuskripte, Mikroessays, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 11. Oktober 2019

Mehr als nur ein Zufall, nämlich zwei Zufälle: In einem Vortrag über das (und mein) Schreiben von kurzen Prosaformen, den ich vor 8 Jahren im Literaturhaus Lettrétage in Berlin-Kreuzberg gehalten habe (erstveröffentlicht in manuskripte 194) tauchen gleich beide Nobelgepriesene von gestern auf.

Wenn ich meinen Aufzeichnungen trauen kann, habe ich von Olga Tokarczuk gelernt, wie ein Roman auch aussehen kann (wichtig etwa für Das gelbe Buch). Und Peter Handke hat mich davor bewahrt, Germanist zu werden.

HIER ZUR GÄNZE NACHZULESEN!

Für Klick- und Downloadfaule habe ich die Stellen mit Handke und Tokarczuk hier herausfotografiert:

manuskripte 225 – Präsentation

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 10. Oktober 2019

Nachtrag zum Termin:
08.10.2019, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 225. Mit Lesungen von Josef Winkler, Birgit Pölzl und Max Höfler. Steiermärkische Landesbibliothek, Kalchbergg. 2, 8010 Graz.

Einen bis auf den letzten zusätzlichen Sessel gefüllten Lesesaal, gute Stimmung, einen leergekauften Büchertisch und fast die gesamte Bandbreite der Gegenwartsliteratur in nur drei Lesungen bot die Präsentation der manuskripte 225 in der Steiermärkischen Landesbibliothek!

Hier der Abend im Schnelldurchlauf:

Josef Winkler kommt an, Alfred Kolleritsch ist schon im Haus. Links von ihm Thomas Antonic, rechts hinten Helwig Brunner.

Ich spreche über das Heft:

Was ich sage, lässt sich weiter unten sinngemäß nachlesen („Zum Heft“) …

… oder hier, im Video von Edwin Rainer aka Voiceinspiration (herzlichen Dank!), anschauen:

Josef Winkler liest aus seiner Erzählung „Ah, diese viehische Kunst“ …

… und erzählt über seine Beziehung zum Maler Edgar Degas, ihrem Protagonisten.

Birgit Pölzl erläutert die poetologischen Grundlagen ihres rhythmischen Prosatextes …

… und liest daraus. Der Text ist Teil ihres Romans „Frei. Leib“, der nächstes Jahr bei Leykam erscheinen wird.

Max Höfler liest seine sämtlichen Hochleistungsgedichte …

… und bedankt sich performativ bei WIRKLICH allen, die diesen Abend möglich gemacht haben.

Après-Poesie:

Jsoef Winkler, Alfred und Julian Kolleritsch.

 

Josef Winkler und Anna Baar lesen die manuskripte.

Zum Heft:

Die Ausgabe 225 der manuskripte lässt zumindest drei Schwerpunkte erkennen.

Der erste ist Josef Winkler gewidmet. Zwischen der Prosa des Büchner-Preisträgers und den Beiträgen der beiden Kärntner Schreibenden Anna Baar und Björn Treber lassen sich zahlreiche, mehr oder weniger versteckte Verbindungen herstellen. Übrigens: Am 7.11.19 werden die manuskripte 225 auch bei Winklers Lesung im Café Museum im Rahmen der Buch Wien präsentiert.

Günter Eichberger bildet ein weiteres Zentrum des gewohnt dezentral organisierten Heftes. Neben neuer Prosa des Grazer Klassikers, der jüngst (!) seinen 60. Geburtstag feierte, wird sein Gesamtwerk in einem Essay von Gerhard Fuchs gewürdigt.

Olga Martynowa ist die dritte Protagonistin des Heftes. Wie Leopold Federmair nimmt auch sie auf das berühmte Hölderlin-Gedicht „Hälfte des Lebens“ Bezug, im Interview mit Tatjana Hofmann spricht sie über die Hintergründe ihrer Arbeit.

Weitere Highlights der Ausgabe sind neue Prosa von Gertrud Kolmar-Preisträgerin Ulrike Draesner, Shortlist-Dauergast Raphaela Edelbauer, Manon Hopf (Open Mike 2019) oder Wolfgang Pollanz, unveröffentlichte Lyrik von Friederike Mayröcker, Kornelia Koepsell, Helwig Brunner, Gerald Fiebig oder Ann Kathrin Ast, Essays zu Werner Schwabs Anfängen von Harald Miesbacher und Peter Handkes graphischem Werk von Helmut Moysich sowie Hubert Burdas heitere Erinnerung an den verstorbenen Dichter Peter Hamm.

Das Titelbild stammt vom steirischen Künstler Martin Roth (1977-2019): Ohne Titel, Acryl auf Leinwand, 2006.

Das Heft lässt sich im manuskripte-Webshop oder in der Buchhandlung Ihres Vertrauens, etwa in Angelika Schimuneks Bücherstube, erwerben.

Ohne Graz wäre die Dichtung ein Irrtum! (Lesung Bücherstube)

Posted in Grazer Glossen, manuskripte, Poèmes, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 21. Juli 2019

Nachtrag zum Termin:
24.07.2019, 17:00, Styrian Artist in Residence Guillaume Métayer und Andreas Unterweger lesen Gedichte von Friedrich Nietzsche und eigene Texte. Special guest: Kinga Tóth. Anschließend Prosecco und Knabberei. Bücherstube, Prokopig. 16, 8010 Graz.

Was auf dem von den Styrian Artists in Residence Nadia Guerroui (Design) und Dan Lahiani (Foto) gestalteten Flyer so …

 

… und in der Steirerkrone so angekündigt wurde …

… sah in Wirklichkeit so aus:

Angelika Schimunek von der allzeit besuchenswerten Bücherstube baute mit ihrem Kollegen einen märchenhaft charmanten kleinen Lesesaal auf, dessen verzauberte Decke den blauen Himmel zeigte …

Im Backstagebereich machte sich schon das Buffet bereit …

Großer Publikumsandrang! Zusatzstühle! Danke fürs Kommen, liebe Leute!

Ich begrüßte und dankte:

(c) Barbara Belic

 

Guillaume Métayer las Texte über Graz, darunter Auszüge aus dem „Backhendlessay“ in manuskripte 218 und mehrere seiner vielbeachteten Nietzsche-Übersetzungen ins Französische:

 

Gott ist Tóth, es lebe die Kinga! Und so trug Kinga Tóth ihre Mais- und Marienlieder vor:

(c) Barbara Belic

Kinga Tóth und Guillaume Métayer lasen simultan auf Deutsch und Ungarisch – Kinga die deutsche Übersetzung, Guillaume, als mitteleuropäisches Gesamtgenie, das ungarische Original!

(c) Barbara Belic

Ich las „Die Schlange“ aus meinem Gedichtband

(c) Barbara Belic

… und das Dramolett „Wie schön wir es haben könnten“ aus „Das schönste Fremde ist bei dir“:

(c) Literaturverlag Droschl

Anschließend mitteleuropäische Begegnung bei Prosecco, Keksen und Gebäck – plus Signierstunde!

Ich danke allen Beteiligten herzlich, insbesondere Angelika Schimunek, Kinga Tóth , allen Fotograf*innen des Abends und Barbara Belic, deren rotes Mikro zu Aufnahmezwecken immer gut im Bild war – laut vorläufiger Planung wird der Mitschnitt des Abends am 2.9., 20:00, in ihrer Literatursendung „Das rote Mikro“ auf Radio Helsinki gesendet.

Und so begeistert berichtete Philipp Braunegger in „Der Grazer“ vom 28.07.19 (danke!) – mit Wortspenden von Angelika Schimunek und Fotos von Barbara Belic sowie Literaturverlag Droschl:

Fazit: Ohne Dichtung wäre Graz ein Uhrturm!

 

manuskripte 224 – Präsentation

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 28. Juni 2019

Nachtrag zum Termin:
26.06.2019, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 224. Mit Lesungen von Hans Eichhorn, Erwin Einzinger und Schauspielerin Sarah Sophia Meyer. Steiermärkische Landesbibliothek, 8010 Graz.

Heiß her ging es bei der Präsentation der manuskripte 224 – und das trotz der unverschämt angenehmen Kühle im Veranstaltungssaal der Steiermärkischen Landesbibliothek.

Der Saal war bis auf den letzten Stehplatz gefüllt, unter den Zuhörenden befanden sich erfreulich viele Schreibende wie etwa Christoph Dolgan, Günter Eichberger, Max Höfler, Heidi Wingler, Silvana Cimenti, Florian Dietmaier, Gerhard Melzer, Helmut Moysich und Klaus Hoffer. Danke fürs Kommen!

Ich eröffnete den Abend mit schönen Grüßen von Alfred Kolleritsch, der leider aus gesundheitlichen Gründen verhindert war. Zum Glück ist es nichts Ernstes – noch am Vormittag befand sich mein lieber Kollege wohl genug, um im Büro rund 23 Einsendungen abzulehnen.

(c) manuskripte

 

Anschließend die ProtagonistInnen des Abends, zuerst die Doppelspitze der progressiven oberösterreichischen Literatur, Hans Eichhorn …

 

… und Erwin Einzinger:

Danach las Schauspielerin Sarah Sophia Meyer Gedichte von Yevgeniy Breyger, Lynn Salcom, Walle Sayer und Guillaume Métayer.

An- und abschließend reger Heftverkauf und Weingenuss!

Vielen Dank, liebe Katharina Kocher-Lichem und Christine Wiesenhofer für die Gastfreundschaft!

Unten noch weitere Infos zu manuskripte 224: Pressetext, Cover, Erwerbsmöglichkeit …

 manuskripte 224: Lektüre für einen ganzen herrlichen Sommer …

 

… bietet die Ausgabe 224 der manuskripte. Davon kann man sich bereits bei der Präsentation des Heftes am 26.6. in der Landesbibliothek überzeugen. Die Erzählung des Dichter-Malers Hans Eichhorn liefert die Hintergrundstrahlung zum seesommerfrischen Grün seines Titelbilds, Erwin Einzinger entführt uns in die phantastischen Schattenbilder seiner Verstreuten Märchenbaumkalenderblätter, und Schauspielerin Sarah Sophia Meyer deklamiert die heißeste Lyrik der Gegenwart, darunter die eben erst mit dem Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichneten Gedichte Yevgeniy Breygers (D) sowie Texte der kanadischen Newcomerin Lynn Salcom und des aktuellen Styrian Artist in Residence des Landes Steiermark, Guillaume Métayer (F).

 

Weitere Hotspots des Heftes:

Warm und kalt gibt es für Peter Handkes Roman Die Obstdiebin in Leopold Federmairs Essay Im Wechselbad der Gefühle, Debütantin Freda Fiala führt uns mit ihren Gedichten durch die glühende Hitze Houstons, Ludwig Hartinger erklimmt überhaupt Lichtsteige.

Wem dies zu heiß ist, der halte sich an Almut Tina Schmidts Trostspender-Dramolette oder mag in Wolfgang Hermanns Garten am Meer, Bodo Hells Öde[r] Kirche oder gar Ingeborg Horns Zwei Paradiesen Abkühlung suchen. Und besonders lichtempfindliche LeserInnen folgen am besten Christoph Dolgan in die Elf Nächte und ein[en] Tag seines Romanvorabdrucks (Droschl, Herbst 2019) oder Michael Donhauser in die Sommernachtsepisoden seiner subtil formvollendeten Epoden.

Besonderes Augenmerk sei den essayistischen Beiträgen geschenkt: Christoph W. Bauer poetischer Erinnerung an Gert Jonke, Daniela Strigls euphorischer Diagnose des Morbus Setz oder Thomas Rothschilds Analyse des Gesamtwerks der jüngst mit dem Ehrenring des Landes Steiermark geehrten Barbara Frischmuth.

Den Auftakt bildet diesmal eine Marginalie der trotz ihrer Jugend schon langjährigen manuskripte-Autorin Gerhild Steinbuch: Ihre sprachlich fundierte Kritik an der „vermeintlich neuen sehr sehr alten Rechten“ macht deutlich, dass es im Widerstand gegen eine Politik, die die Freiheit der Kunst und Medien beschränken will, keine Sommerpause geben darf.

Alle Autor*innen des Hefts:

Thomas Antonic
Christian W. Bauer
(michael johann bauer) blume
Katharina Bendixen
Yevgeniy Breyger
Christoph Dolgan
Michael Donhauser
Hans Eichhorn
Erwin Einzinger
Freda Fiala
Leopold Federmair
Natascha Gangl
Helga Glantschnig
Ludwig Hartinger
Lydia Haider
Bodo Hell
Wolfgang Hermann
Ingeborg Horn
Sarah Kuratle
Guillaume Métayer
Jari Niesner
Barbara Rauchenberger
Thomas Rothschild
Lynn Salcom
Walle Sayer
Lisa Spalt
Almut Tina Schmidt
Daniela Strigl
Mikael Vogel

 

Die manuskripte 224 sind zu bestellen im umfassend bestückten Webshop:

http://www.manuskripte.at/webshop/

Oder unter: bestellung@manuskripte.at