Andreas Unterweger

„Wo bist du?“ (Grabrede für Alfred Kolleritsch auf Radio ORF Steiermark, Literatur spezial)

Posted in manuskripte, Trauer by andreasundschnurrendemia on 6. Juli 2020

Meine Grabrede für Alfred Kolleritsch wurde von ORF Steiermark aufgenommen und am 5.7. in „Literatur spezial“ gesendet. Bis Samstag, den 11.07.2020, war die Sendung noch in der ORF Radiothek nachzuhören. Moderation: Ilse Amenitsch. Hier ein Bootleg meiner Grabrede:

(c) Christian Jauschowetz

Der Text wird gemeinsam mit anderen Grabreden, Erinnerungen und Einordnungen, Anekdoten, Grüßen und Würdigungen in manuskripte 229 (Oktober 2020) veröffentlicht.

*

Weitere Berichte über die Verabschiedung in Mureck:

Steiermark heute, ORF Steiermark (TV), mit Interviews mit Barbara Frischmuth und mir (u.a. über Alfred Kolleritschs Vermächtnis) von Ilse Amenitsch und Gernot Rath,

Kleine Zeitung von Werner Krause,

Kronen Zeitung von Hannah Michaeler.

 

 

„Seine Neugierde hat ihn bis zum Schluss nie verlassen“ (Kulturzeitung 80, Juli 2020)

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 26. Juni 2020

In der aktuellen Ausgabe der Grazer Kulturzeitung „80“:

Besten Dank an Stefan Zavernik für das freundlich geführte Interview!

Mehr zum Vermächtnis Alfred Kolleritschs und zur Zukunft der manuskripte gab es neulich auch in Der Standard zu lesen.

„Die Grazer Gruppe“ (Literaturhaus Graz, 23.06.2020)

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 25. Juni 2020

Nachtrag zum Termin:

 

 

Im impliziten Gedenken an unseren lieben Alfred Kolleritsch …

… ging am 23.06. die Vorpremiere von Markus Mörths Dokufilm „Die Grazer Gruppe“ im Grazer Literaturhaus über die Bühne.

Wieder beeindruckten mich der Drive und die Dichte des Films, der uns in 45 Minuten 5 Jahrzehnte Grazer Literatur (ab 1960) erleben ließ.

Anschließend Podiumsdiskussion …

 

Foto: (c) Literaturhaus Graz

… die sich u. a. um Alfred Kolleritschs bzw. der Grazer Gruppe Verdienste um das Label „Literatur-“ oder gar „Kulturhauptstadt Graz“ drehte – und darum, ob, nein, wie dieses Vermächtnis weiter besteht.

Um den großen Klaus Hoffer …

… zu paraphrasieren: „Was so begann, muss fruchtbar weitergehen!“

(c) Sepp Unterweger

Ich danke Klaus Kastberger und dem Literaturhaus Graz für die Einladung, meinen PodiumskollegInnen für die anregende Unterhaltung, dem Publikum für das ebenso zahlreiche wie angesichts der Corona-Abstände höchst disziplinierte Erscheinen und Markus Mörth für seinen gelungenen Film!

(c) Nora Edelsbacher

„In großen Fußstapfen“ (Der Standard v. 10.06.20)

Posted in manuskripte, Trauer by andreasundschnurrendemia on 10. Juni 2020

Heute in Der Standard: Michael Wurmitzer hat mich dazu befragt, wie es nach dem Tod meines lieben Freundes und Herausgeberkollegen Alfred Kolleritsch mit den manuskripten weitergeht.

 

Danke für die Geduld beim ausführlichen Telefon-Interview und bei der grafischen Tüftelei mit den Schnappschüssen aus unserem Büro, lieber Herr Wurmitzer!

Update: Hier der Link zur Online-Ausgabe des Artikels.

manuskripte 227 – Marginalie

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 1. April 2020

Die manuskripte 227 wurden am Dienstag, 31.3.2020, online präsentiert.

Hier Alfred Kolleritschs und meine Marginalie als Leseprobe:

 

Marginalie

 

„ich bin hier wo die
richtung des neuen noch steil ist“
Freda Fiala, S. 69

 

Ida von Szigethys Titelbild scheint auf den ersten Blick eine aussichtslose Situation darzustellen. Eine von jenen, wie sie uns aus den täglichen Nachrichten nur allzu bekannt sind … Was aber, wenn es sich um den Augenblick unmittelbar vor dem Aus- und Aufbruch handelt, das Sammeln der Kräfte, bevor die Jacke der Zwänge gesprengt und all das, was die Welt verstellt, übersprungen wird?

Die 33 Beiträge der vorliegenden Ausgabe, geschrieben von 19 Autorinnen und 13 Autoren aus zehn Ländern (und mehr als dementsprechend unterschiedlich!), haben den Akt ihrer eigenen Befreiung schon hinter sich. Auch wenn es bislang keine andere als die papier- bzw. bildschirmweiß flimmernde Grenze zum Bislang-so-noch-nicht-Gesagten ist, die überwunden wurde. Immerhin. Nein: umso bemerkenswerter.

 

Dieses Jahr sind es genau 60 Jahre, dass die manuskripte damit begonnen haben, sich aus freien Stücken wieder und wieder, Heft für Heft, hart an solchen Mauern zu positionieren: „hier wo die / richtung des neuen noch steil ist“. Ein Standpunkt, der keiner ist, weil er nie stillsteht, immer in Bewegung bleiben muss, per definitionem nicht exakt definiert werden kann – und gerade deshalb oft einen schweren Stand mit sich bringt …

Zum 60. Geburtstag unserer Zeitschrift geht im Literaturhaus Graz ein Symposium des Franz-Nabl-Instituts über die Bühne, das den schon lange gültigen Anspruch der manuskripte an sich selbst im Namen trägt: „(Die beste Information,) wie es mit der Literatur weitergeht“. Zwei Tage voller Vorträge, Filmvorführungen und Diskussionen zu den Aufbrüchen, die in dieser Zeitschrift Platz fanden, finden und finden werden. Und bestimmt sind auch die mehr oder weniger erwünschten Nebenwirkungen auf Städte der Volkserhebung, selbst ernannte Kulturhauptstädte und weit darüber hinausreichende Bubbles ein Thema. Das Programm liegt dem Heft bei.*

 

Immer noch freuen wir uns darüber, dass Peter Handke, der 1964 in Heft 10 der manuskripte als Schriftsteller debütiert und insgesamt 43mal zu unserer Zeitschrift beigetragen hat, 2019 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Herzlichen Glückwunsch auch an dieser Stelle!

 

Und immer noch trauern wir um unseren so lieben Freund, den Schriftsteller, Maler und Fischer Hans Eichhorn, der uns Ende Februar 2020 seine letzten Gemälde-Postkarten geschickt hat. Eine davon wird das Cover der manuskripte 228.

 

 

A.U./A.K.

 

*

Das Symposium wurde leider wegen der Maßnahmen gegen Corona abgesagt.
Dennoch gehen die wissenschaftlichen Beiträge nicht verloren. Sie werden gesammelt und im Herbst in einer Sonderpublikation der manuskripte und auf Dossier Online veröffentlicht.

 

 

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manuskripte 227 – Online-Präsentation, Pressetext

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 1. April 2020

Nachtrag zum Termin:
31.03.2020, 19 Uhr, Online-Präsentation der manuskripte 227 auf dem neuen YouTube-Kanal der Literaturzeitschrift
(Die ursprünglich geplante Präsentation am 31.3. im Schauspielhaus Graz mit Lesungen von Michael Donhauser, Volja Hapeyeva und Susanne Konstanze Weber musste aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus abgesagt werden.)

Teil 1

Ich spreche über das Heft und die dazugehörigen Absagen und Vorhaben:

Teil 2

Die Grazer Stadtschreiberin Volja Hapeyeva liest einige ihrer Gedichte aus dem Heft: „mutantengarten“

Teil 3

Freda Fiala wandert durch Taipei und liest aus ihrem Heftbeitrag: „NEU TAIPEI an PLUS VIER DREI“

***

Pressetext der manuskripte 227:

 

Krise und Aufbruch

 

„Ida von Szigetys Titelbild scheint auf den ersten Blick eine aussichtslose Situation darzustellen. Eine von jenen, wie sie uns aus den täglichen Nachrichten nur allzu bekannt sind … Was aber, wenn es sich um den Augenblick unmittelbar vor dem Aus- und Aufbruch handelt, das Sammeln der Kräfte, bevor die Jacke der Zwänge gesprengt und all das, was die Welt verstellt, übersprungen wird?“

Dies fragen sich Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger in ihrer dem Heft vorangestellten Marginalie. Als diese geschrieben wurde, war das Ausmaß der Corona-Krise noch nicht abzusehen – der Hoffnungsschimmer, der den Worten der Herausgeber innewohnt, ist aber wohl willkommener denn je.

 

Mit oder ohne Corona-Problematik lassen sich die 33 Beiträge der Ausgabe, geschrieben von 19 Autorinnen und 13 Autoren aus 10 Ländern, als Sammlung literarischer Sturmläufe gegen alle möglichen Zwänge lesen: Aufbrüche noch und nöcher, die angeblich Unumstößliches wieder und wieder kippen.

Hier einige Streiflichter: Michael Donhauser poetische wie psychedelische Kurzprosa zu Fotos von Natascha Auenhammer etwa ist nicht nur das poetische Protokoll einer Bewusstseinserweiterung, sondern auch Mittel zurselben, Felix Philipp Ingolds Essay zu „Anonymität und Exhibitionismus“ stellt die Eckpfeiler des Literaturbetriebs in Frage, Sabine Scholl schildert Venedig unter der Quarantäne des Faschismus, Hanno Millesi liefert sozial hellwache Großstadtimpressionen, in den Gedichten der Grazer Stadtschreiberin Volja Hapeyeva verwandeln sich Männer in Torten, Valerie Fritschs Gedichte porträtieren die Liebe gleich als „Kannibalismus“, und Freda Fialas Text- und Bildbericht aus Taipei skizziert mit wohltuend unkonventionellen Sätzen eine Situation, die nicht nur jener der Titelfigur des Heftes, sondern auch der ästhetischen Position der manuskripte seit nunmehr 60 Jahren ähnelt: „ich bin hier wo die / richtung des neuen noch steil ist“.

 

Auffällig der hohe Anteil an neuen Stimmen in dieser Ausgabe: der Steirer David Misch steuert eine Kurzgeschichte über den nicht banalen „Büroalltag“ bei, der Mariborer Tomo Podstenšek stellt einen seltenen Aspekts des kleinen Grenzverkehr dar, Nora Wicke gibt Einblick in ihr „diary of an extremely hungry feminist person raised in leipzig schwankend in berlin“.

Beeindruckend auch die debütierenden Lyrikerinnen wie Rahel Mayfeld mit ihrem Zyklus „heufieber“ oder Marit Heuß mit ihrem Langgedicht „Palacio inivisível“.

 

In der Lyrik-Sparte gibt es einen Schwerpunkt in Erinnerung an den unvergessenen Dichter und Übersetzer Fabjan Hafner, der drei seiner bislang unveröffentlichten Übersetzungen von Gedichten Uroš Zupans und Jasmina Topićs vereint.

Und Helmut Moysichs Rezension Die große Ausschüttung gedenkt des jüngst Verstorbenen manuskripte- und rotahorn-Preisträgers Hans Eichhorn.

Hier das gesamte Inhaltsverzeichnis:

P.S.

Dem Heft liegt ein Folder bei, der auf das Symposium „Wie es mit der Literatur weitergeht“ des Franz-Nabl-Instituts im Literaturhaus Graz hinweist. Dieses hätte sich am 23. und 24.4. dem 60. Geburtstag der manuskripte widmen sollen, wurde aber leider wegen der Maßnahmen gegen Corona abgesagt.

Dennoch gehen die wissenschaftlichen Beiträge nicht verloren. Sie werden gesammelt und im Herbst in einer Sonderpublikation der manuskripte und auf Dossier Online veröffentlicht.

P.P.S.

Die manuskripte 227 sind in unserem Webshop (http://www.manuskripte.at/webshop/) oder in der ausliefernden Buchhandlung Ihres Vertrauens erhältlich.
(In Graz liefert etwa Angelika Schimuneks Bücherstube aus, in Leibnitz Erwin Draxlers Büchertheke.)

 

* Das Video wurde in meinem Arbeitszimmer aufgenommen.
Gemälde im Hintergrund von Sepp und Mona Unterweger.
Abgesehen davon geht es mir wie vielen anderen YouTubern: Sonst bekannt für meine tipptopp geschniegelte Frisur und den millimetergenau getrimmten Bart, haben die Wochen der Ausgangsbeschränkung und Selbstisolation kleine, aber feine Spuren hinterlassen …

Alles Gute, lieber Alfred Kolleritsch!

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 16. Februar 2020

Alles Gute zum 89. Geburtstag, lieber Fredy!

Mit Dir die manuskripte herauszugeben ist immer ein Fest, nicht nur letzten Freitag, als wir in der manuskripte-Redaktion gefeiert haben.
Mit vielen lieben Freundinnen und Freunden aus nah und fern, von Graz bis Chaville:

Alle Fotos: (c) manuskripte

Über die Freundschaft zwischen Peter Handke und Alfred Kolleritsch: vgl. u. a. meinen Katalogbeitrag zur Handke-Ausstellung in Griffen.

*

Weitere Gratulationsmöglichkeiten warten am 31.3. bei der Präsentation der manuskripte 227 im Schauspielhaus Graz (mit Lesungen von, u.a., Volja Hapeyeva)* und am 23./24.4. im Literaturhaus Graz, beim Symposium „Wie es mit der Literatur weitergeht – 60 Jahre manuskripte“.

*

Kleine Zeitung über Peter Handkes Besuch in der manuskripte-Redaktion:

orf.at über Peter Handkes Besuch in der manuskripte-Redaktion.

Die Kleine Zeitung über Peter Handkes Besuch in der manuskripte-Redaktion.

Die ganze Woche über dasselbe Thema.

„Der Grazer“:

*

Beim Après-Geburtstagsfest:

*****

* Wegen der Maßnahmen gegen die allzu schnelle Ausbreitung des Corona-Virus ABGESAGT – soll nachgeholt werden!

„Mit spitzen Fingern“ (Über Sarah Kuratle)

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 22. Dezember 2019

Mein Porträt der Schriftstellerin Sarah Kuratle ist nun online: auf der ARTfaces- Galerie des Landes Steiermark: HIER KLICKEN! HIER KLICKEN!

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Sarah Kuratle bei der Präsentation der manuskripte 211.

Zwei Auszüge aus dem Text mit dem Titel „Mit spitzen Fingern. Sarah Kuratles literarische Überschreitungen der Wirklichkeit“:

„Bei unserer ersten Begegnung, 2015 anlässlich einer manuskripte-Präsentation, waren es freilich andere Schreibende, die uns zusammenführten. Sie war begeistert von der eben zu Ende gegangenen Lesung Ingeborg Horns. Ich interessierte mich für die Seminararbeit über Walter Benjamin, an der sie arbeitete. Ob sie auch literarisch schreibe, fragte ich. Sie schien zu verneinen, deshalb beglückwünschte ich sie: „Geschrieben wird eh genug!“ Ach, Andreas … Was du gesagt hast, mag zwar stimmen, aber: Wirklich gut geschrieben wird doch immer viel zu wenig!“

„An Literatur“, sagt Sarah Kuratle, „fasziniert mich als Leserin wie als Autorin, dass sie uns mit spitzen Fingern zurücklassen kann. Damit meine ich: sachte mit Feinheiten, feinfühliger und flexibler, was die Stelle angeht, wohin wir unsere Finger, dann vielleicht unsere Hände legen, wie lange wir sie dort lassen. An literarischen Texten, ob ich sie lese oder schreibe, reizt mich fast im selben Maße, dass, wenn überhaupt, die Phantasie ihre Grenzen steckt, dass sie uns die Wirklichkeit überschreiten lassen.“

*

Ich danke Werner Schandor für die gute Zusammenarbeit!

Und Sarah Kuratle danke ich für die vielen Auskünfte und das Beisammensein samt Lesetipps im Café Daniel und anderswo. Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen: weiter so, liebe Sarah!

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Metropolis Graz (ARTE)

Posted in Grazer Glossen, manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 1. Dezember 2019

Ab 1.12.2019 bis 28.02.2020 online verfügbar: „Metropolis Graz“, die Filmdoku von ARTE, in der ich mitwirken durfte:

Hier klicken! Hier klicken! Hier klicken!
(Wenn man die Sendung ansehen möchte, versteht sich.)

In weiteren Hauptrollen: Alfred Kolleritsch, Heidrun Primas, Günter Brus, Titus Probst und mein Nachnamensvetter Tom Unterweger, der Punksänger.

Jedenfalls gibt es in „Graz – Stadt der Kontraste“ viel Sehenswertes. Z. B. habe ich bei den Dreharbeiten gelernt, „natürlich zu gehen“*!

Aber auch davon abgesehen eine gelungene Produktion mit vielen wahren Sätzen über Graz.

Mein Dank gebührt Marco Giacopuzzi (unten links) und seinem sympathischen Team, mit dem ich einen nassen, kalten, aber dennoch sehr fröhlichen und produktiven Tag verbringen durfte!

 

* Bei strömendem Regen, ohne Schirm, wieder und wieder dasselbe Straßenstück entlang, während ein Kameramann rückwärts vor einem herläuft – auch eine Kunst!

manuskripte 226 – glänzende Premiere(n)!

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 30. November 2019

Nachtrag zum Termin:
28.11.2019, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 226. Mit Lesungen von Nava Ebrahimi, Florian Dietmaier und Valentina Colonna (I). Klaviermusik von Valentina Colonna. Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30, 8010 Graz. Eintritt: 4-6 Euro.

Gleich mehrere glänzende Premieren gab es am Donnerstag Abend im Literaturhaus Graz zu feiern!

Erste manuskripte-Präsentation im Literaturhaus Graz:

(c) manuskripte

Auch zur Freude des anwesenden manuskripte-Gründers Alfred Kolleritsch und des Literaturhauschefs Klaus Kastberger, der den Beginn einer engeren Zusammenarbeit zwischen Literaturhaus und manuskripte ankündigte.

(c) manuskripte

Erster Auftritt des brandneuen manuskripte-T-Shirts …

(c) manuskripte

… vom Grazer Künstler Leon Podesser im Siebdruckverfahren bedruckt und aus nichts als fair gehandelter Biobaumwolle bestehend.
Während ich das T-Shirt vorführte, sprach ich über die Autor*innen des Abends und das Heft (s. Pressetext, u.):

(c) manuskripte

Erster öffentlicher Auftritt von Nava Ebrahimi als Morgenstern-Preisträgerin des Landes Steiermark:

(c) manuskripte

Sie las ihre Kurzgeschichten „Vor lauter Blech“ und „Jung wird sie nicht bleiben“.

Erste Lesung überhaupt von Florian Dietmaier (manuskripte-Förderungspreis der Stadt Graz 2019):

(c) manuskripte

Er las – abgebrüht wie ein Profi – seine Erzählung „Einsichtnahme“.

Erstes Österreich-Konzert der italienischen Pianistin und Komponistin Valentina Colonna …

(c) manuskripte

(c) manuskripte

… die sich als Dichter gleichzeitig über ihre erste Veröffentlichung als Dichterin in einer österreichischen Literaturzeitschrift freute:

(c) manuskripte

Ruth Karzel, die Colonnas Texte übersetzt hatte, las die deutschen Übersetzungen:

(c) manuskripte

Valentina Colonna trug auf Italienisch vor und spielte zwei wunderbare Eigenkompositionen zu Beginn und Ende der Lesungen:

(c) manuskripte

Nachzuhören auf ihrer Homepage.

Anschließend: Run auf die Hefte (ausverkauft!), Wein (danke, Literaturhaus!) und geselliges Beisammensein in großer Runde, u.a. mit den Autor*innen Thomas Antonic, Valentina Colonna, Julia Dengg, Christoph Dolgan, Nava Ebrahimi, Günter Eichberger, Klaus Hoffer, Harald Miesbacher, Helmut Moysich u.a.m.:

Herzlichen Dank an Klaus Kastberger und Elisabeth Loibner vom Literaturhaus Graz, an das zahlreich erschienene Publikum und die Autor*innen, insbesondere Valentina Colonna, die ja die weiteste und beschwerlichste Anreise auf sich genommen hatte. Zum Glück ging sich am Vormittag danach noch die Besichtigung der wichtigsten Grazer Sehenswürdigkeiten aus: manuskripte-Büro, Café König:

*

manuskripte 226 – Pressetext

 

Do, 29.11.2019, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 226. Mit Lesungen von Nava Ebrahimi, Florian Dietmaier und Valentina Colonna (Lyrik und Klavier).

Literaturhaus Graz, Elisabethstr. 30, 8010 Graz.

Eintritt 6 Euro (ermäßigt: 4 Euro). Wein frei.

Titelbild: Christoph Dolgan.

Die Literatur in Zeiten des Klimawandels

Die halb zertrümmerte Schreibmaschine auf dem Titelbild und das Pianino, an dem sich die italienische Lyrikerin Valentina Colonna beim Vortrag ihrer Gedichte selbst begleiten wird, markieren nur zwei der ästhetischen Pole, zwischen denen sich die schier unglaubliche Vielfalt der aktuellen manuskripte-Ausgabe ausbreitet.

Erster Blickfang sind natürlich Christoph Dolgans atemraubende Ruinen-Fotografien, denen neben dem Cover ein umfangreicher Bildteil gewidmet ist. Der Autor und bildende Künstler wurde von den manuskripten für das Art Steiermark-Stipendium des Landes Steiermark nominiert. Er präsentierte seine Fotos am 21.11. im Steiermark-Büro in Brüssel, wo manuskripte-Mitherausgeber Andreas Unterweger auch die Zeitschrift international vorstellte.

Weiters hervorstechend: Ein neuer Text von Paul Nizon, der Anfang Dezember seinen neunzigsten Geburtstag feiert. Die im Faksimile des Typoskripts abgedruckte Prosa wird von einem Porträt Christoph W. Bauers begleitet, dessen Begeisterung für Leben, Werk und Welt Nizons ansteckend ist. Wer möchte da nicht mit durch Paris vagabundieren!

Ausgezeichnete Prosa von mehreren 2019 ausgezeichneten AutorInnen findet sich in der Rubrik Prosa, darunter Texte von Olga Flor (Franz-Nabl-Preis), Nava Ebrahimi (Morgenstern-Preis) oder Florian Dietmaier (manuskripte-Förderpreis). Lydia Davis erteilt amüsante Französisch-Lektionen in einer weiteren Meister-Übersetzung von Klaus Hoffer, Johannes Wally begibt sich auf eine erzähltechnisch bemerkenswerte Spurensuche, der Tscheche Josef Pánek informiert uns über Die Liebe in Zeiten des Klimawandels.

10 Beiträge aus 7 Ländern versammelt die exzellent besetzte Lyrikabteilung, zu der auch die amerikanische Lyrikikone Louise Glück, ihre Übersetzerin Uta Gosmann, Lia Likokeli aus Georgien oder die deutsche Debütantin Nina Lenz Texte beigesteuert haben.

Thomas Antonics Aufsatz „Unter Nazis. William S. Burroughs in Wien 1936/37“ wird nicht nur Fans der Beat Generation neue Erkenntnisse bescheren.

Hier das gesamte Inhaltsverzeichnis:

Die manuskripte 226 sind unter bestellung@manuskripte.at zu bestellen.

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Presse:

Radio ORF Steiermark, Ilse Amenitsch interviewt Andreas Unterweger bei der Präsentation der manuskripte 226.

TV ORF Steiermark: Ilse Amenitsch mit einem hochinfomativen Bericht über Art Steiermark 2019: Christoph Dolgan mit seinen Ruinen-Fotografien und Texten aus manuskripte 226 mit manuskripte-Herausgeber Andreas Unterweger im Steiermark-Büro in Brüssel.

Kleine Zeitung v. 24.11.19, von Julia Schafferhofer:

Kronen Zeitung v. 24.11.19, von Christoph Hartner:

Kleine Zeitung v. 27.11.19, von Ute Baumhackl und Werner Krause:

Günter Encics Literaturpodcast v. 3.12.19: