Andreas Unterweger

Interview über Asli Erdoğan für Cocon

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 22. Dezember 2018

Neulich bekam ich in der manuskripte-Redaktion netten Besuch von Emel Heinreich, Petra Paul und Sebastian Stefan Golser von Cocon, Verein zur Entwicklung und Umsetzung von Kunstprojekten, aus Wien.

In einem Interview durfte ich über meine Erfahrungen mit der türkischen manuskripte-Autorin Asli Erdoğan berichten.
Frau Erdoğan und ich haben uns zwar nie persönlich getroffen, das Interview ist aber alles andere unpersönlich geworden, denke ich!

Cocon bereitet das Theaterprojekt „Nicht einmal das Schweigen“ mit Texten Asli Erdoğans vor, das 2019 in Graz Premiere feiern wird. Im Rahmen der Aufführung wird auch eine Reihe von Videointerviews zu sehen sein.
Es ehrt und freut mich, dass das Interview mit mir als Teaser für das Projekt fungiert!

Mehr dazu:

https://coconkulturwien.wordpress.com/

https://coconkulturwien.wordpress.com/cocon-zu-gast-bei-manuskripte/

Alles Gute weiterhin, liebe Asli Erdoğan, liebe Leute von Cocon! Und danke für das nette Gespräch!
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„kaspar aus stein“ (manuskripte 222)

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 16. Dezember 2018

Mein eigener Beitrag zu Heft 222 der manuskripte:

Laure Gauthier: kaspar aus stein
Aus dem Französischen von Andreas Unterweger

Die poetische Erzählung kaspar de pierre wurde seit ihrem Erscheinen 2017 im Verlag La Lettre volée in positiven bis hymnischen Rezensionen gefeiert, für mehrere Preise nominiert und in Genf szenisch aufgeführt.

Als Bearbeitung des Kaspar Hauser-Mythos weist der Text zahlreiche Bezüge zur deutschen Sprache im Allgemeinen und zur österreichischen Literatur im Besonderen auf – man denke nur an Peter Handkes Drama Kaspar. Die 1972 geborene Pariserin hat sich sowohl als Dichterin als auch als Literaturwissenschaftlerin intensiv mit Elfriede Jelinek und ihren österreichischen GenerationsgenossInnen auseinandergesetzt.

 

Hier die Anfänge der Übersetzung: Leibnitz, Sommer 2018 …

Lesen Sie hier den Beginn des in den manuskripten abgedruckten Auszugs aus kaspar aus stein!

Bestellen Sie hier die manuskripte 222!

Laure Gauthier lebt in Paris und schreibt wunderbar eigensinnige Gedichte, Erzählungen und Libretti. Mehr, auch über kaspar aus stein, auf ihrer (auch deutschsprachigen) Homepage: laure-gauthier.com/de
2015 habe ich ihr Theaterstück marie weiss rot für die manuskripte besprochen: „Übersetzen. Schreiben. Lesen“.
2016 erschien in manuskripte 215 meine Übersetzung eines Textausschnitts aus Gauthiers aktuellem Buch, je neige (entre les mots de villon) (Lanskine 2018).
Dank eines Werkzuschusses der Literar Mechana werde ich das ganze Buch kaspar aus stein übersetzen können – herzlichen Dank, Literar Mechana!

 

manuskripte 222 – Präsentation

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 22. November 2018

Nachtrag zum Termin:
21.11.2018, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 222.
Mit Lesungen von Arnold Stadler und Andrea Winkler. Schauspielerin Susanne Konstanze Weber liest Lyrik von Kornelia Koepsell, Ursula Krechel und Max Sessner. Schauspielhaus Graz, Haus 3, 8010 Graz. Eintritt und Wein frei.

Titelbild: Jack Bauer, aus der Serie „Schäferstündchen“, 2018.

 

222 – eine magische Nummer, ein magisches Heft, eine magische Präsentation!

Hier die wichtigsten Stationen des Abends im Schnelldurchlauf: Ilse Amenitsch von ORF Steiermark hat ihr Mikrofon platziert: am 22.11., 18:30,und am 2.12., 22:00, auf ORF Radio Steiermark zu hören.

Ich spreche über das Heft, den Begriff der Offenheit, die „Weltreise der Literatur“, die die aktuelle Ausgabe der manuskripte antritt (s.u.) und stelle die ProtagonistInnen des Abends vor:

Arnold Stadler liest seinen Beitrag, „Am Kilimandscharo. Unterwegs zu einer Erzählung“:

Andrea Winkler las ihren Beitrag: „An einem Tag wie keinem“:

Schauspielerin Susanne Konstanze Weber las Lyrik von Kornelia Koepsell, Ursula Krechel und Max Sessner:

Anschließend: Après-Poesie mit vielen Freundinnen und Freunden! Alfred Kolleritsch, Gründer und Herausgeber der manuskripte, war zwar leider aus gesundheitlichen Gründen verhindert, aber durch seine Präsenz in jeder Anekdote mittendrin im Geschehen!

Arnold Stadler

Andrea Winkler, Franz Weinzettl

Heft 222 der manuskripte lässt sich hier bestellen: bestellung@manuskripte.at oder http://www.manuskripte/webshop

 

Pressetext der manuskripte 222:

Weltreise der zeitgenössischen Literatur

 

Alle, die angesichts des mild, aber doch heranrückenden Winters das Fernweh packt, können mit der aktuellen Ausgabe der manuskripte im Kopf verreisen:

Folgen Sie Arnold Stadler zum Kilimandscharo und an andere Sehnsuchtsorte, streifen Sie mit Leopold Federmair durch die „Gegend von Takehara“ (in Japan), mit Rosa Pock durch „die stadt der müßiggänger“ oder schauen Sie mit Jan Volker Röhnerts Gedichten durch „Teheran-Fenster“. Die ganze Ambivalenz des Exotischen zeigt sich in Milena M. Flašars Erzählung „Ferngespräch“, die sich auf die Spuren von Exilanten begibt – von der Kaspar-Hauser-Variation der französischen Avantgarde-Dichterin Laure Gauthier ganz zu schweigen.

 

Ebenso buntgemischt wie hochkarätig die Liste der BeiträgerInnen aus insgesamt sechs Ländern:

Internationalen Literaturstars wie Büchner-Preisträger Arnold Stadler oder Ursula Krechel (Dt. Buchpreis 2016) stehen neben nationalen Größen wie Milena Michiko Flašar (Österr. Buchpreis Shortlist 2018), Andrea Winkler oder Lydia Mischkulnig und Newcomern wie der Grazerin Silvana Cimenti (manuskripte-Förderpreis der Stadt Graz 2018). Die Germanistin Alexandra Millner bespricht Thomas Antonics Wolfgang Bauer-Biografie, Literaturhauschef Klaus Kastberger Flašars Roman „Herr Kato spielt Familie“.

Und mit Rui Nunes präsentieren die manuskripte 222 auch eine überraschende Neuentdeckung: Der arrivierte portugiesische Autor lebt seit Jahren vom hiesigen Literaturbetrieb unbemerkt in St. Pölten. Die Prosastücke in den manuskripten 222 sind seine erste Publikation in Österreich.

 

Bleiben Sie weltoffen – lesen Sie die manuskripte!

 

AutorInnen der manuskripte 222:

Thomas Ballhausen
Xaver Bayer
Ruth Johanna Benrath
Silvana Cimenti
Jan Decker
Leopold Federmair
Milena Michiko Flasar
Laura Freudenthaler
Laure Gauthier
Jörg Hannemann
Ingeborg Horn
Daniel Jurjew
Günther Kaip
Klaus Kastberger
Kornelia Koepsell
Ursula Krechel
Elke Laznia
Alexandra Millner
Lydia Mischkulnig
Boris A. Novak
Rui Nunes
Mario Oppelmayer
Christine Pitzke
Rosa Pock
Jan Röhnert
Max Sessner
Cordula Simon
Arnold Stadler
Christian Steinbacher
Andrea Winkler

Buch Wien 2018: manuskripte-Meet and Drink

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 17. November 2018

Nachtrag zum Termin:
09.11.2018, 15:00, Andreas Unterweger bewirtet manuskripte-AutorInnen und -AbonnentInnen (und solche, die es werden wollen) beim manuskripte-Meet and Drink auf der Buch Wien mit südsteirischem Weißwein und der besten Information, wie es mit der Literatur weitergeht. Stand der Verlage Droschl und Residenz, C19, C21.

Eine Buch Wien ohne manuskripte-Meet and Drink wäre wie Wien ohne …

… den Eiffelturm!

Deshalb wurde die seit dem Jahre 17 unseres Jahrhunderts bestehende Tradition auch heuer fortgesetzt. Und tatsächlich stürmten die Autorinnen und Autoren, Abonnentinnen und Abonnenten, Freundinnen und Freunde der manuskripte (und solche, die es werden wollten [sprich: wurden!]) auch diesmal wieder den Droschl-/Residenz-Stand, an dem Helga Höhn und ich unsere Zelte in Form von Heften, Flaschen und Grazer Königstalern aufgeschlagen hatten.
Hier ein paar kleine Ausschnitte der regen Betriebsamkeit:

Max Droschl, Daniela Strigl
(wie in der Folge: v.l.n.r.)

Tadeja Lackner, Verena Stauffer, Fridolin Stauffer

Almut Tina Schmidt

Andreas Unterweger, Heinz Fischer, Daniela Strigl

Helga Höhn

Anna Baar

Karin Rick

Helga Höhn, Karin Rick und Heide Schmidt (beim Kauf eines guten Droschl-Buchs)

Sebastian Raho

Andreas Unterweger, Frédéric Beigbeder, Thomas Stangl

Herbert J. Wimmer

Helga Höhn und Andreas Unterweger auf der Buch Wien Party

Wir danken allen fürs Kommen! Bis zum nächsten Mal!

Und für diejenigen, die zwar Abo-Karten mitgenommen haben, sie aber im prall gefüllten Messe-Sack nicht mehr wiederfinden: ein manuskripte-Abo kann man auch online bestellen: http://www.manuskripte.at/webshop/ – 4 x 150 Seiten mit der besten Information, wie es mit der Literatur weitergeht – um nur 29,70 Euro (innerhalb Österreichs).

 

Augsburger Rauchzeichen 2018

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 21. Oktober 2018

Nachtrag zum Termin:
18.10.2018, Andreas Unterweger liest Gedichte bei den „Augsburger Rauchzeichen“. Außerdem lesen: Michael Hammerschmid und Verena Stauffer. Brechthaus, Auf dem Rain 7, 86152 Augsburg (D).

Vielen Dank an die lieben Kuratoren und Organisatoren der „Augsburger Rauchzeichen“, allen voran dem Lyriker Max Sessner und dem Buchhändler Kurt Izidrovic, für den sowohl literarisch als auch menschlich gelungenen Abend im Geburtshaus Bertolt Brechts!

Wir österreichischen (manuskripte-)Dichter haben uns jedenfalls wohlgefühlt:

(c) Verena Stauffer

Ich selbst habe das Gedicht „Kabul“ und die beiden Zyklen „Fünf Freunde“ und „Die Eltern“/“Der Vater“/“Die Mutter“ gelesen.

Hier die Reise als Fotofibel:

Tag 1

Hinfahrt:

Grandhotel Cosmopolis Augsburg:

Hotellobby:

Hotelzimmer:

Ausblick:

Der Dichter …

… ins Brechthaus:

Backstage:

Publikum (u. a. mit dem Lyriker Gerald Fiebig, 1. Reihe rechts):

Michael Hammerschmid liest:

Verena Stauffer liest:

Ich lese:

Mit Brecht:

(c) Verena Stauffer

Mit Brechts:

Mit Brechts Haus:

(c) Verena Stauffer

Tag 2

Hotelzimmer:Ausblick:

Stadtbücherei:

Brechtshop (in der Buchhandlung am Obstmarkt):

Dinkelscherben:

Puppenkiste?

Rückfahrt:

 

Glückliche Wiederkehr:

Danke, liebe Freundinnen und Freunde in Augsburg, für die schöne Zeit!
Wenn ich in die Augen schließe, gehe ich immer noch in Augsburg herum, und es macht gar nichts, dass ich mich, immer noch, ständig verirre.

„Kabul“ und weitere Gedichte (manuskripte 221, grazkunst)

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 18. Oktober 2018

Während ich auf dem Weg nach Augsburg bin, um dort gemeinsam mit Michael Hammerschmid und Verena Stauffer Gedichte vorzulesen, ist in zwei Grazer Kunstzeitschriften folgende lyrische Parallelaktion zu beobachten:
Mein Gedicht „Kabul“ findet sich sowohl in manuskripte 221 (auf Wunsch von Alfred Kolleritsch) als auch in grazkunst, der Zeitschrift der Kunstuniversität Graz, deren aktuelle Ausgabe dem Thema „Begehren“ gewidmet ist (mit Beiträgen von Robert Menasse, Robert Pfaller, Beat Furrer u.a.m.).

„Kabul“ variiert ein bekanntes Übersetzungsproblem aus dem Koran – angeblich sind mit den „Huris“, die im Paradies auf Märtyrer und andere Gerechte warten, gar keine Jungfrauen gemeint, sondern Weintrauben …
In den manuskripten wird „Kabul“ von den Gedichten „Qikiqtaq“ und „An einen, den ich kannte“ begleitet – Reaktionen auf Berichte über die Franklin-Expedition und (ein Gedicht von) Charles Bukowski.

 

 

 

 

 

Kabul

 

1

 

Wenn der Frühling kam, war wieder Krieg,

und wir achteten darauf, dass wir die Sonne,

wie wir es gelernt hatten, immer im Rücken

 

hatten. Auf den Terrassen all der Teehäuser

auf den Kabuler Boulevards besetzten wir

immer dieselben Plätze (die mit dem Rücken

 

zur Sonne), so dass für all die Mädchen, die,

damals noch, täglich ins Teehaus kamen, nur

noch die anderen, die in der Sonne, blieben.

 

Während die Mädchen somit, um uns sehen

zu können, gegen das Licht blinzeln mussten,

konnten wir die Mädchen ansehen, ohne zu

 

blinzeln. Und während sie die Augen, wegen

der Sonne, bald ganz geschlossen hielten (so

dass es uns, in ihren Augen, eigentlich nicht

 

mehr gab), gab es für unsereins, wenn er auf

diese Weise (großäugig) ein Mädchen ansah,

nichts, was mehr da war (nichts mehr, was da

 

war?) als sie … Ihre Haut war so hell, dass

man das Mark in ihren Knochen sah … Ein

Tuch auf ihrem Haar war besser als die Welt.

 

 

 

 

 

2

 

Für sie zu sterben war das Mindeste. Doch

mindestens genauso gut war es, hier so, die

Sonne hinter uns, zu sitzen, und die Mädchen

 

anzusehen … Wie sie so dasaßen, die Sonne

im Gesicht, die Augen (schwarz umrandet)

zu, musste ich jedes Mal wieder – das weiß

 

ich noch – an Weintrauben denken … Nicht

an Korallen, Perlen und Rubine, sondern an

Trauben, Weißweintrauben, solche mit sehr,

 

sehr hellem Fleisch … Aber in Wirklichkeit,

schon klar, waren es keine Trauben (oder

Korallen, Perlen und Rubine), die wir sahen,

 

sondern nur: Mädchen – Mädchen mit sehr,

sehr weißen Lidern, Mädchen, weiß von dem

Sonnenlicht, in dem sie saßen, warm von der

 

Sonne, und die Augen zu … Es waren weiße,

kristallklare Trauben. Alles, vom Himmel

bis zum Boden, war von ihrem Duft erfüllt.

 

 

 

 

 

 

 

3

 

Von uns aus hätte es bis in alle Ewigkeit so

(Teehaus-Terrasse, Sonne, Mädchen in der

Sonne) weitergehen können, aber: so ging es

 

eben nicht, nicht hier bei uns, hier in Kabul,

schon gar nicht hier, bei uns, in Kabul, wenn

der Frühling kam … Wenn der Frühling kam,

 

war wieder Krieg, und im Krieg sah man

keine Mädchen, konnte das nicht, wie auch,

sondern starb für sie – das war (das wussten

 

wir, die wir damals dort saßen, auch) der

Krieg: Wir starben für Mädchen, die es gar

nicht gab … Es gab ja nur das Teehaus und,

 

in der Sonne dort, die Mädchen. Wir sahen

die Gesichter, hell und: unsagbar klar … Was

sich in ihnen spiegelte, erleuchtete die Welt.

 

 

 

 

 

Qikiqtaq

 

1

 

Damals hatten wir jede Menge Schnee –

damals gab es das noch: richtige Winter!

–, und es lief gut für uns, richtig gut (All

 

well), lief wie auf Kufen, nein, wirklich

auf Kufen: unser Beiboot nämlich, das

wir mit Seifen und mit Seidentüchern,

 

Haarbürsten, Bibeln und goldenen Uhren

bis über die Freibordkante hoch beladen

hatten. Damals gab es das noch: echtes

 

Gold, wir verwendeten Taschentücher

aus Naturseide, und jeder von uns besaß

seine eigene mechanische Uhr … Heute

 

noch finden sich (haufenweise!, alles

echtes Handwerk!) unsere Schiffsöfen,

Schaufeln, Eispickel und Ruder auf dem

 

Archipel. Von ihr, der Großen, unserer

Pyramide, die wir aus Konservendosen

(erst ausgelöffelt, dann mit Kies befüllt)

 

errichtet hatten, ganz zu schweigen. Die

Dosen waren aus echtem, englischem

Zinnblech. Verlötet mit: reinstem Blei.

 

 

 

 

 

2

 

Denn darum geht es doch, nicht? Spuren

zu hinterlassen. Und ich meine nicht die

des Schlittens im Schnee. Ich spreche

 

von etwas anderem, Größerem … Und

sei es nur eine Line Earl Grey, Type für

Type übers Eis verstreut, ein Formblatt

 

unter einem Stein: so was setzt doch auf

jeden Fall ein Zeichen – und wenn dieses

unleserlich ist wie das Tagebuch eines

 

Maats … Ihr, habgierig, hinterhältig und

grausam, mit eurer Vorliebe für Blut und

Walfischspeck, könnt das natürlich nicht

 

begreifen. Doch wahrlich, ich sage euch:

Wer nicht vergessen werden will, muss

Spuren legen … Schnitte setzen … Und

 

sei es mit einem Messer – aus echtem

Silber, versteht sich, mit Monogramm –

auf Johns Oberarmknochen … John,

 

der den Schlitten zog wie ein Ochse. Ein

waschechter englischer Fleischberg von

Ochse. Der trotz des Hungers gut schlief.

 

 

 

An einen, den ich kannte

 

 

Wie all meine autobiografischen Gedichte / ist auch dieses hier an

jemanden gerichtet / den ich in Wahrheit nie kennengelernt habe

 

Nur seine schiefgelatschten Schuhe / kannte ich, & wie es ist, mit

einem Koffer aus Papier / in eine Stadt zu kommen, wo es regnet

 

& nichts im Bauch zu haben als Sehnsucht / nach einem ruhigen

Zimmer, billigem Rotwein / Zigaretten, Sinfonien von Brahms &

 

einer Schreibmaschine, die noch durchhält / eine letzte Nacht …

Von allen Schreibmaschinen in der Hölle / war deine die heißeste

 

die, von der selbst einer wie du / immer wieder schnellstmöglich

die Finger lassen musste / wohl deshalb hacktest du so auf sie ein

 

Wenn deine Hinterhofboxerfäuste / die Tasten schlugen, schlugen

Flammen daraus / zumindest stellte ich mir das damals oft so vor

 

Du warst ein Dichter, ich / ein Junge, aber nicht zu jung für diese

Art Brand, noch heute / hüte ich seine Nester unter nassem Papier

 

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Hart, aber book fair (Frankfurt 2018)

Posted in Grungy Nuts, manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 16. Oktober 2018

Frankfurter Buchmesse 2018 – und ganz Frankfurt jammerte.
Die Leute von der Buchmesse jammerten über zu wenige LeserInnen, die LeserInnen jammerten über zu viele Bücher, die AutorInnen über viel zu viele andere AutorInnen …
Ganz Frankfurt jammerte? Nein, eine Handvoll steirischer AutorInnen, JournalistInnen und Kulturschaffender strahlte um die Wette …

(c) Akademie Graz/Land Steiermark

Schließlich wurde ihnen die Freude und Ehre zuteil, als Teil einer Landesdelegation, unter der Führung von Kulturlandesrat Christopher Drexler höchstpersönlich (Mitte/best dressed), einen Abend, eine Nacht und einen Tag, und das auch noch hintereinander, auf der Buchmesse zu verbringen!

Talking about my delegation

Organisiert wurde diese Horizonterweiterung des steirischen Kulturlebens, an der ich erfreulicherweise teilhaben durfte, von der Akademie Graz (im Bild vertreten durch Astrid Kury, 2. v. r., und Heidi Oswald, 1. rechts der Mitte) – und zwar so trefflich und reibungslos, dass ich, ohne eine einzige eigene Entscheidung zu treffen, vom Flughafen Graz-Thalerhof bis zum berühmten Österreich-Empfang im Städel-Museum in Frankfurt gelangte. Eine angenehme Art zu reisen – vielen Dank!

Im Städel-Museum führte mein erster selbstbestimmter Schritt – der in den Schatten von Kulturminister Gernot Blümel nämlich, aus dem heraus ich ein, zwei Fotos einer berühmten Persönlichkeit schießen wollte (nein, ich meine nicht die geschätzte Direktorin der Steiermärkischen Landesbibliothek, Katharina Kocher-Lichem …

… sondern diesen local hero …

) – freilich dazu, dass die Security mich aus dem nur österreichischen Kulturministern samt Entourage vorbehaltenen Obergeschoss in den Keller bzw. Hinterhof des Museums bugsierte … Was für ein Glück – fand dort doch das Galabuffet statt! Ich begann also erst gar nicht damit zu jammern, sondern strahlte aufs Neue – diesmal im Kreise meiner Homies vom Grazer Literaturverlag Droschl, die natürlich auch, als eigene Delegation, auf der Buchmesse alle Hände voll zu tun hatten:

(v. l. n. r., hinten: Lektor Christopher Heil, Autor ich, Verlegerin Annette Knoch,
vorne: Autorin Ally Klein, Pressedame Julia Marquardt.
(c) Literaturverlag Droschl)

Nach zahlreichen Gesprächen mit Persönlichkeiten des österreichischen, deutschen und sogar schweizerischen Literaturbetriebs sowie der Wiedervereinigung mit der Delegation des Ministers …

(c) BKA

… begaben wir uns mit einem Großraumtaxi (dessen Chauffeur über die geringe Zahl an taxifahrenden Messegästen jammerte), in die Hotelbar, wo im Rahmen einer innersteirischen, aber interdisziplinären Nachbesprechung des Empfangs die Vorbesprechung für eine der aus steirischer Sicht wesentlichsten Veranstaltungen der Buchmesse, das manuskripte-Sektfrühstück am nächsten Morgen, stattfand.

(Konzeptkünstler und Lyriker Jimi Lend, Romancière Nava Ebrahimi)

(Angelika Reitzer: Prosa und Drehbuch, Alter Egon: Prosa, Lyrik, Rockmusik)

Das Geheimherz der Buchmesse

… schlug, soviel steht fest, am Donnerstag, 11.10.18, zumindest für zwei Stunden lang (10-12) am, im und rund um den Stand des Hauptverbands des österreichischen Buchhandels, wo die manuskripte, älteste und renommierteste Literaturzeitschrift Österreichs, ihr Sektfrühstück veranstalteten.

So stand es in der Einladung …

… hier …

… kaufte ich ein …

… und erreichte dann auch, sicher geleitet und beim Tragen unterstützt von den Damen und Herren der Delegation plus einem jammernden Frankfurter Taxifahrer, als Erster den Schauplatz:

In den folgenden zwei turbulenten Stunden bewirtete ich die zahlreichen Interessierten, darunter AutorInnen wie Daniel Wisser und Mareen Bruns …

… Robert Huez vom Literaturhaus Wien …

… die extra für das Sektfrühstück aus Köln angereiste Autorin Roswitha Haring …

… JournalistInnen wie Ute Baumhackl, Michaela Reichert und Christoph Hofer …

… Jimi Lend, Astrid Kury und Heidi Oswald …

… Nava Ebrahimi und Wolfgang Lampl …

… Angelika Reitzer und viele andere mehr …

… mit Bio-Prosecco, Bio-Brezeln und der „besten Information, wie es mit der Literatur weitergeht“!

Anschließend ein zweites Sektfrühstück mit der Delegation, Come-together mit Starautor Ilja Trojanow …

(c) Akademie Graz

… und Zaza Burchuladze …

… ein hastiger Blick aus dem Glastunnel …

… und ab zum Stand des Literaturverlags Droschl …

(c) Literaturverlag Droschl

… der bekanntlich das Herz der Veranstaltung darstellt – sofern eine Halle weiter nicht gerade ein manuskripte-Sektfrühstück stattfindet.

Ach ja, ich habe ja in diesem Herbst auch ein Buch am Start.

Und da sind auch schon wieder meine Homies!

(Bildbeschreibung s.o., diesmal mit Henrike Blum, Presse Österreich, ganz links.
(c) Literaturverlag Droschl)

Danach ab zum Lesestudio des Literadio: erst Angelika Reitzers Lesung aus ihrem sehr empfehlenswerten Roman „Obwohl es kalt ist draußen“, dann mein eigener Auftritt mit Redakteur Herbert Gnauer. In dem rund halbstündigen Gespräch erzählte ich mehr über „Grungy Nuts“ als je zuvor: hier der Bericht mit Link zur Audiodatei!

(c) Regina Leibetseder-Löw

Nach einem kurzen Abstecher zum Sekt-Empfang des Droschl-Empfangs (40-Jahr-Jubiläum: herzlichen Glückwunsch!), dem dritten Sektfrühstück des Tages …

(c) Literaturverlag Droschl

… ging es zum ersten (und letzten) gemeinsamen Abendmahl der Delegation:

(c) Akademie Graz

Dort trennten sich unsere Wege. Während das Gros der Landesdelegation den Nachtflug zurück nach Graz nahm, hielten der Performance-Lyriker Jimi Lend und ich auch noch bei der erstmals veranstalteten Messeparty der Verlage im Literaturhaus Frankfurt die Stellung. Und da waren ja auch wieder meine Homies!

(c) Literaturverlag Droschl

Hier sieht man Jimi Lend und mich beim Gedankenaustausch mit Adrian Kasnitz vom Verlag Parasitenpresse und der Fotografin:

(c) Kinga Toth

Mit vereinten Kräften gelang es Team Droschl, beim Wettfeiern der Verlage so manch größeres Unternehmen in den Schatten zu stellen! Es war also alles wie in Wirklichkeit, beim Wetteifern … Bravo, …

(c) Literaturverlag Droschl!

Am nächsten Morgen: Noch einmal auf die Buchmesse! Dazu durch das Stadtzentrum. Nanu, wohin sind die kleinen Fachwerkhäuschen von gestern Abend verschwunden?

… dann noch einmal zum Droschl-Stand …

… und zurück …

… durch die Straßen von Frankfurt …

… zum Flughafen …

… und nach Hause! Dort wurde ich mit veganer Erdnuss-Grungy-Torte …

… und Ernte-Punk-Fest stilecht willkommen geheißen. Außerdem waren mir die Berichte über die Reise der Delegation quasi vorausgereist:

Besten Dank an die Damen und Herren vom Land Steiermark, die unser Steuergeld auf diese sinnvolle Weise investiert haben!
Und danke, sehr geehrte Damen von der Akademie Graz, für die perfekte Organisation!

Die Reise war nicht eben unintensiv, aber unbezahlbar, was das Knüpfen und Pflegen von Kontakten anbelangt: eine wichtige Horizonterweiterung – und lustig!

manuskripte 221 – Präsentation

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 18. September 2018

Nachtrag zum Termin:
18.09.2018, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 221. Mit Lesungen von Günther Freitag (Prosa) und Verena Stauffer (Lyrik). Schauspielerin Julia Gräfner liest Lyrik von Antonio Fian und Miroslava Svolikova. Schauspielhaus Graz, Haus 3, 8010 Graz.

So jung kommen wir nicht mehr zusammen!

Und noch dazu zu so schönen Lesungen!

DSC05555.JPG

(c) manuskripte

Erst Verena Stauffer …

… dann Günther Freitag (*einmal die) …

… schließlich Schauspielerin Julia Gräfner:

Wir Herausgeber lauschten gebannt …

… und freuten uns über die so zahlreich erschienen Gäste, darunter die AutorInnen Fiston Mwanza Mujila, Valerie Fritsch, Max Höfler, Daniel Nachbaur, Florian Labitsch, Alexander Micheuz, Harald Miesbacher, Helmut Moysich u.a.m.

Presseinformation:

Titelbild: Günter Brus, „Kammerkopf“, Mischtechnik auf Papier 1979. Zur Verfügung gestellt von Galerie Sommer, Graz, Bürgergasse 5, 8010 Graz.

 

manuskripte 221: die Vielseitigkeit guter Literatur!

In Ausgabe 221 zeigen sich die manuskripte wieder einmal von ihrer besten Seite – und präsentieren die schier unerschöpfliche Vielseitigkeit zeitgenössischer Literatur.

Erzählungen und Romanauszüge stehen Seite an Seite mit Bewusstseinsströmen, „Apokalypsychosen“ und Reisereportagen, Kindergedichte neben Experimentallyrik, Prosa in Versen neben Versen in Prosa, der flammende Appell neben dem tiefschürfenden, zitatenreichen Essay …

Ebenso abwechslungsreich die Liste der BeiträgerInnen aus insgesamt sechs Ländern. „Große Namen“ wie Friederike Mayröcker, Josef Winkler oder Kinga Toth (die neue Grazer Stadtschreiberin) fehlen darin ebenso wenig wie die von jungen Talenten (Miroslava Svolikova, Marie Gamillscheg, Alexander Micheuz) oder gar Debüts (Silvan Beer aus der Schweiz).

Offene Literatur für eine offene Gesellschaft: Lassen Sie sich ein auf 148 Seiten Vielseitigkeit!

Die manuskripte 221 sind im gut sortierten Buchhandel, via lz@manuskripte.at oder unter www.manuskripte.at/webshop erhältlich.

manuskripte 220 – Präsentation

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 3. Juli 2018

Nachtrag zum Termin:
29.06.2018, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 220. Lesungen von Valerie Fritsch und Silvana Cimenti. Daniel Doujenis liest Lyrik von W. S. Merwin und Prosa von Jürg Laederach. Steiermärkische Landesbibliothek, Kalchbergg. 2, 8010 Graz.

Ausverkauft! Und das bei freiem Eintritt! Bei der Präsentation der manuskripte 220 war nicht nur der Veranstaltungssaal der Steiermärkischen Landesbibliothek bis auf den letzten der eilig aufgestellten Zusatzstühle gefüllt, sondern auch die manuskripte-Hefte gingen weg wie die kühlen Gläser Weißwein, die im Foyer serviert wurden …

Kurze Chronologie des Abends:

Ich spreche über das Heft, seine BeiträgerInnen und die Geheimbotschaft, die ich im wunderbaren Cover von Hans Eichhorn gefunden zu haben glaube („Ich sehe triumphierend geilen Cover“).

(c) Barbara Belic (danke!)

Dann die Stars des Abends:

Oh ja.

Heft 220 ist wie immer im gut sortierten Webshop der manuskripte und in den Buchhandlungen Ihres Vertrauens erhältlich.

Mehr Informationen zum Heft:

manuskripte 220 – Pressetext

Zur Präsentation:

Die Grazer Starautorin und Fotokünstlerin Valerie Fritsch liest ihre berührende Erzählung „Morbus“, die sie für die manuskripte verfasst hat.

Mit der 1981 geborenen Grazerin Silvana Cimenti stellen die manuskripte eine echte Debütantin vor. Sie liest einen Auszug aus ihrem bemerkenswerten Romanmanuskript „Die Reste meines Gestern liegen noch immer im Kühlschrank“ – ihre allererste Veröffentlichung.

Daniel Doujenis trägt Gedichte des im deutschen Sprachraum neu entdeckten US-amerikanischen Altmeisters W.S. Merwin vor (Übersetzungen von Hans Jürgen Balmes). Der Zyklus trägt den wunderbaren Titel „Die Nachtpflaumen“. Zum Abschluss liest er einen bislang unbekannten Text unseres im März verstorbenen Autors und Freunds Jürg Laederach

 

Zum Heft:

Der Auftakt der 220. Ausgabe der manuskripte ist der Erinnerung an Jürg Laederach gewidmet. Neben Alfred Kolleritsch nehmen u. a. Elfriede Jelinek, Ilma Rakusa und Marianne Schroeder mit bewegenden und unterhaltsamen Worten Abschied vom Schweizer Dichter. Felix Philipp Ingold hat Laederach die deutsche Erstübersetzung eines Gedichtzyklus des russischen Klassikers Boris Pasternak gewidmet.

Der Hauptteil des Heftes überzeugt mit einer Mischung aus bewährter Qualität und Neuentdeckungen.

Darin finden sich u. a. neue Prosatexte der oberösterreichischen Avantgardisten Hans Eichhorn und Erwin Einzinger, eine exzellente Essay-Erzählung von Leopold Federmair, das Schwimmtagebuch der Kärntnerin Helga Glantschnig (der Sommertext schlechthin!), eine Erzählung der Anton-Wildgans-Preisträgerin Sabine Scholl und experimentelle Prosa der ungarischen Multikünstlerin Kinga Tóth.

Den Lyrikteil bilden Beiträge von AutorInnen aus fünf verschiedenen Ländern. Neben W. S. Merwin sind dies Dana Ranga aus Rumänien mit Raumfahrtgedichten, Dieter M. Gräf (D) mit drei genresprengenden Textcollagen, Patrick Beurard-Valdoyes (F) lyrische Porträts u. a. von Friederike Mayröcker und Zoltan Lésis Gedichte, die den Spagat zwischen Poesie und Unterhaltung nicht scheuen.

Im Essayteil: ein brillanter Essay von Andrea Scrima über Lydia Davis, Harald Miesbacher zum einjährigen Todestag von Hansjörg Zauner und Hedwig Winglers Rezension zu Die Generalin von Manfred Mixner.

 

(c) manuskripte

(c) Barbara Belic

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Die Grazer Gruppe – Kick-off

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 8. Juni 2018

Nachtrag zum Termin:

„05.06.18, 18:00, Andreas Unterweger liest Alfred Kolleritsch. Außerdem lesen: Max Höfler, Angelika Reitzer, Stefan Schmitzer, Clemens Setz, Silvia Stecher, Christoph Szalay. Filmprojektstart: „Die Grazer Gruppe“. Regie: Markus Mörth. Forum Stadtpark, 8010 Graz“

Hier der Bericht von Nora Edelsbacher vom Filmteam:

„Ja, es gab das eine oder andere höchst spannende Detail bei unserem Kick-off zum Dokumentarfilm „Die Grazer Gruppe“.

➡ Die ersten Filmausschnitte sorgten für Verzückung.
➡ Die Lesungen der Autor/innen Höfler, Reitzer, Schmitzer, Setz, Stecher, Szalay, Unterweger waren höchst inspirierend.
➡ Eine spontane szenische Lesung von Stefan Schmitzer, Silvia Stecher und Max Höfler erfreute die Menge.
➡ Special Effect: Originale 1968er Luft.
➡ Last but not least: Alfred Kolleritsch, Literaturpapst in u. a. der „Grazer Gruppe“ war zum ersten Mal auf der Terrasse des Forum Stadtpark.

(Heidrun Primas, Andreas Unterweger, Alfred Kolleritsch)

❗Frohe Kunde: Ihr könntet sogar bei den Dreharbeiten im Backstage Bereich sein.❗

Das ist eines der Goodies auf:

https://wemakeit.com/projects/die-grazer-gruppe

*

Und hier weitere Fotos von Nora Edelsbachers, mit meinen Kommentaren:

Ich zeige zu Beginn des Leseblocks und meiner eigenen Lesung die erste Erwähnung der „Grazer Gruppe“ in …

… Heft 18 der manuskripte, 1968: Ankündigung für …

… Heft 19, mit „Prosa der Grazer Gruppe“.

Ich lese Alfred Kolleritschs Marginalie aus Heft 19 („… war es vielleicht ein Fehler, von einer Grazer Gruppe zu sprechen“ …), anschließend Gedichte Kolleritschs, die einigen anderen Autoren der Gruppe – Bauer, Falk, Handke, Schwab – gewidmet sind.

Christoph Szalay liest Gunter Falk.

Angelika Reitzer liest Elfriede Jelinek und Peter Handke.

Max Höfler raucht Wilhelm Hengstler.

Silvia Stecher liest Wolfgang Bauer.

Stefan Schmitzer liest Barbara Frischmuth.

Clemens Setz liest Klaus Hoffer.

Und wer ist diese motivierte Truppe?
Ah, es ist die Podiumsdiskussion nach den Lesungen beim Kick-off zum Dokumentarfilm „Die Grazer Gruppe“!
(Moderation: Günther Encic)

Zur allgemeinen Freude …

… unter reger Beteiligung der Herren Hengstler, Eichberger und Kolleritsch in der ersten Reihe.

(Alle Fotos bis auf dieses, das ich gemacht habe, (c) Nora Edelsbacher.)

Fazit:
1. Ein fröhlicher Literaturabend!
2. Ein schönes und wichtiges Projekt, dem ich viel Erfolg wünsche!

Mehr Infos und Unterstützungsmöglichkeiten:
https://wemakeit.com/projects/die-grazer-gruppe

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