Andreas Unterweger

Micropoetica (zu Peter Handke, Olga Tokarczuk u. a.)

Posted in Das gelbe Buch, manuskripte, Mikroessays, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 11. Oktober 2019

Mehr als nur ein Zufall, nämlich zwei Zufälle: In einem Vortrag über das (und mein) Schreiben von kurzen Prosaformen, den ich vor 8 Jahren im Literaturhaus Lettrétage in Berlin-Kreuzberg gehalten habe (erstveröffentlicht in manuskripte 194) tauchen gleich beide Nobelgepriesene von gestern auf.

Wenn ich meinen Aufzeichnungen trauen kann, habe ich von Olga Tokarczuk gelernt, wie ein Roman auch aussehen kann (wichtig etwa für Das gelbe Buch). Und Peter Handke hat mich davor bewahrt, Germanist zu werden.

HIER ZUR GÄNZE NACHZULESEN!

Für Klick- und Downloadfaule habe ich die Stellen mit Handke und Tokarczuk hier herausfotografiert:

manuskripte 225 – Präsentation

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 10. Oktober 2019

Nachtrag zum Termin:
08.10.2019, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 225. Mit Lesungen von Josef Winkler, Birgit Pölzl und Max Höfler. Steiermärkische Landesbibliothek, Kalchbergg. 2, 8010 Graz.

Einen bis auf den letzten zusätzlichen Sessel gefüllten Lesesaal, gute Stimmung, einen leergekauften Büchertisch und fast die gesamte Bandbreite der Gegenwartsliteratur in nur drei Lesungen bot die Präsentation der manuskripte 225 in der Steiermärkischen Landesbibliothek!

Hier der Abend im Schnelldurchlauf:

Josef Winkler kommt an, Alfred Kolleritsch ist schon im Haus. Links von ihm Thomas Antonic, rechts hinten Helwig Brunner.

Ich spreche über das Heft:

Was ich sage, lässt sich weiter unten sinngemäß nachlesen („Zum Heft“).

Josef Winkler liest aus seiner Erzählung „Ah, diese viehische Kunst“ …

… und erzählt über seine Beziehung zum Maler Edgar Degas, ihrem Protagonisten.

Birgit Pölzl erläutert die poetologischen Grundlagen ihres rhythmischen Prosatextes …

… und liest daraus. Der Text ist Teil ihres Romans „Frei. Leib“, der nächstes Jahr bei Leykam erscheinen wird.

Max Höfler liest seine sämtlichen Hochleistungsgedichte …

… und bedankt sich performativ bei WIRKLICH allen, die diesen Abend möglich gemacht haben.

Après-Poesie:

Jsoef Winkler, Alfred und Julian Kolleritsch.

 

Josef Winkler und Anna Baar lesen die manuskripte.

Zum Heft:

Die Ausgabe 225 der manuskripte lässt zumindest drei Schwerpunkte erkennen.

Der erste ist Josef Winkler gewidmet. Zwischen der Prosa des Büchner-Preisträgers und den Beiträgen der beiden Kärntner Schreibenden Anna Baar und Björn Treber lassen sich zahlreiche, mehr oder weniger versteckte Verbindungen herstellen. Übrigens: Am 7.11.19 werden die manuskripte 225 auch bei Winklers Lesung im Café Museum im Rahmen der Buch Wien präsentiert.

Günter Eichberger bildet ein weiteres Zentrum des gewohnt dezentral organisierten Heftes. Neben neuer Prosa des Grazer Klassikers, der jüngst (!) seinen 60. Geburtstag feierte, wird sein Gesamtwerk in einem Essay von Gerhard Fuchs gewürdigt.

Olga Martynowa ist die dritte Protagonistin des Heftes. Wie Leopold Federmair nimmt auch sie auf das berühmte Hölderlin-Gedicht „Hälfte des Lebens“ Bezug, im Interview mit Tatjana Hofmann spricht sie über die Hintergründe ihrer Arbeit.

Weitere Highlights der Ausgabe sind neue Prosa von Gertrud Kolmar-Preisträgerin Ulrike Draesner, Shortlist-Dauergast Raphaela Edelbauer, Manon Hopf (Open Mike 2019) oder Wolfgang Pollanz, unveröffentlichte Lyrik von Friederike Mayröcker, Kornelia Koepsell, Helwig Brunner, Gerald Fiebig oder Ann Kathrin Ast, Essays zu Werner Schwabs Anfängen von Harald Miesbacher und Peter Handkes graphischem Werk von Helmut Moysich sowie Hubert Burdas heitere Erinnerung an den verstorbenen Dichter Peter Hamm.

Das Titelbild stammt vom steirischen Künstler Martin Roth (1977-2019): Ohne Titel, Acryl auf Leinwand, 2006.

Das Heft lässt sich im manuskripte-Webshop oder in der Buchhandlung Ihres Vertrauens, etwa in Angelika Schimuneks Bücherstube, erwerben.

Ohne Graz wäre die Dichtung ein Irrtum! (Lesung Bücherstube)

Posted in Grazer Glossen, manuskripte, Poèmes, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 21. Juli 2019

Nachtrag zum Termin:
24.07.2019, 17:00, Styrian Artist in Residence Guillaume Métayer und Andreas Unterweger lesen Gedichte von Friedrich Nietzsche und eigene Texte. Special guest: Kinga Tóth. Anschließend Prosecco und Knabberei. Bücherstube, Prokopig. 16, 8010 Graz.

Was auf dem von den Styrian Artists in Residence Nadia Guerroui (Design) und Dan Lahiani (Foto) gestalteten Flyer so …

 

… und in der Steirerkrone so angekündigt wurde …

… sah in Wirklichkeit so aus:

Angelika Schimunek von der allzeit besuchenswerten Bücherstube baute mit ihrem Kollegen einen märchenhaft charmanten kleinen Lesesaal auf, dessen verzauberte Decke den blauen Himmel zeigte …

Im Backstagebereich machte sich schon das Buffet bereit …

Großer Publikumsandrang! Zusatzstühle! Danke fürs Kommen, liebe Leute!

Ich begrüßte und dankte:

(c) Barbara Belic

 

Guillaume Métayer las Texte über Graz, darunter Auszüge aus dem „Backhendlessay“ in manuskripte 218 und mehrere seiner vielbeachteten Nietzsche-Übersetzungen ins Französische:

 

Gott ist Tóth, es lebe die Kinga! Und so trug Kinga Tóth ihre Mais- und Marienlieder vor:

(c) Barbara Belic

Kinga Tóth und Guillaume Métayer lasen simultan auf Deutsch und Ungarisch – Kinga die deutsche Übersetzung, Guillaume, als mitteleuropäisches Gesamtgenie, das ungarische Original!

(c) Barbara Belic

Ich las „Die Schlange“ aus meinem Gedichtband

(c) Barbara Belic

… und das Dramolett „Wie schön wir es haben könnten“ aus „Das schönste Fremde ist bei dir“:

(c) Literaturverlag Droschl

Anschließend mitteleuropäische Begegnung bei Prosecco, Keksen und Gebäck – plus Signierstunde!

Ich danke allen Beteiligten herzlich, insbesondere Angelika Schimunek, Kinga Tóth , allen Fotograf*innen des Abends und Barbara Belic, deren rotes Mikro zu Aufnahmezwecken immer gut im Bild war – laut vorläufiger Planung wird der Mitschnitt des Abends am 2.9., 20:00, in ihrer Literatursendung „Das rote Mikro“ auf Radio Helsinki gesendet.

Und so begeistert berichtete Philipp Braunegger in „Der Grazer“ vom 28.07.19 (danke!) – mit Wortspenden von Angelika Schimunek und Fotos von Barbara Belic sowie Literaturverlag Droschl:

Fazit: Ohne Dichtung wäre Graz ein Uhrturm!

 

manuskripte 224 – Präsentation

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 28. Juni 2019

Nachtrag zum Termin:
26.06.2019, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 224. Mit Lesungen von Hans Eichhorn, Erwin Einzinger und Schauspielerin Sarah Sophia Meyer. Steiermärkische Landesbibliothek, 8010 Graz.

Heiß her ging es bei der Präsentation der manuskripte 224 – und das trotz der unverschämt angenehmen Kühle im Veranstaltungssaal der Steiermärkischen Landesbibliothek.

Der Saal war bis auf den letzten Stehplatz gefüllt, unter den Zuhörenden befanden sich erfreulich viele Schreibende wie etwa Christoph Dolgan, Günter Eichberger, Max Höfler, Heidi Wingler, Silvana Cimenti, Florian Dietmaier, Gerhard Melzer, Helmut Moysich und Klaus Hoffer. Danke fürs Kommen!

Ich eröffnete den Abend mit schönen Grüßen von Alfred Kolleritsch, der leider aus gesundheitlichen Gründen verhindert war. Zum Glück ist es nichts Ernstes – noch am Vormittag befand sich mein lieber Kollege wohl genug, um im Büro rund 23 Einsendungen abzulehnen.

(c) manuskripte

 

Anschließend die ProtagonistInnen des Abends, zuerst die Doppelspitze der progressiven oberösterreichischen Literatur, Hans Eichhorn …

 

… und Erwin Einzinger:

Danach las Schauspielerin Sarah Sophia Meyer Gedichte von Yevgeniy Breyger, Lynn Salcom, Walle Sayer und Guillaume Métayer.

An- und abschließend reger Heftverkauf und Weingenuss!

Vielen Dank, liebe Katharina Kocher-Lichem und Christine Wiesenhofer für die Gastfreundschaft!

Unten noch weitere Infos zu manuskripte 224: Pressetext, Cover, Erwerbsmöglichkeit …

 manuskripte 224: Lektüre für einen ganzen herrlichen Sommer …

 

… bietet die Ausgabe 224 der manuskripte. Davon kann man sich bereits bei der Präsentation des Heftes am 26.6. in der Landesbibliothek überzeugen. Die Erzählung des Dichter-Malers Hans Eichhorn liefert die Hintergrundstrahlung zum seesommerfrischen Grün seines Titelbilds, Erwin Einzinger entführt uns in die phantastischen Schattenbilder seiner Verstreuten Märchenbaumkalenderblätter, und Schauspielerin Sarah Sophia Meyer deklamiert die heißeste Lyrik der Gegenwart, darunter die eben erst mit dem Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichneten Gedichte Yevgeniy Breygers (D) sowie Texte der kanadischen Newcomerin Lynn Salcom und des aktuellen Styrian Artist in Residence des Landes Steiermark, Guillaume Métayer (F).

 

Weitere Hotspots des Heftes:

Warm und kalt gibt es für Peter Handkes Roman Die Obstdiebin in Leopold Federmairs Essay Im Wechselbad der Gefühle, Debütantin Freda Fiala führt uns mit ihren Gedichten durch die glühende Hitze Houstons, Ludwig Hartinger erklimmt überhaupt Lichtsteige.

Wem dies zu heiß ist, der halte sich an Almut Tina Schmidts Trostspender-Dramolette oder mag in Wolfgang Hermanns Garten am Meer, Bodo Hells Öde[r] Kirche oder gar Ingeborg Horns Zwei Paradiesen Abkühlung suchen. Und besonders lichtempfindliche LeserInnen folgen am besten Christoph Dolgan in die Elf Nächte und ein[en] Tag seines Romanvorabdrucks (Droschl, Herbst 2019) oder Michael Donhauser in die Sommernachtsepisoden seiner subtil formvollendeten Epoden.

Besonderes Augenmerk sei den essayistischen Beiträgen geschenkt: Christoph W. Bauer poetischer Erinnerung an Gert Jonke, Daniela Strigls euphorischer Diagnose des Morbus Setz oder Thomas Rothschilds Analyse des Gesamtwerks der jüngst mit dem Ehrenring des Landes Steiermark geehrten Barbara Frischmuth.

Den Auftakt bildet diesmal eine Marginalie der trotz ihrer Jugend schon langjährigen manuskripte-Autorin Gerhild Steinbuch: Ihre sprachlich fundierte Kritik an der „vermeintlich neuen sehr sehr alten Rechten“ macht deutlich, dass es im Widerstand gegen eine Politik, die die Freiheit der Kunst und Medien beschränken will, keine Sommerpause geben darf.

Alle Autor*innen des Hefts:

Thomas Antonic
Christian W. Bauer
(michael johann bauer) blume
Katharina Bendixen
Yevgeniy Breyger
Christoph Dolgan
Michael Donhauser
Hans Eichhorn
Erwin Einzinger
Freda Fiala
Leopold Federmair
Natascha Gangl
Helga Glantschnig
Ludwig Hartinger
Lydia Haider
Bodo Hell
Wolfgang Hermann
Ingeborg Horn
Sarah Kuratle
Guillaume Métayer
Jari Niesner
Barbara Rauchenberger
Thomas Rothschild
Lynn Salcom
Walle Sayer
Lisa Spalt
Almut Tina Schmidt
Daniela Strigl
Mikael Vogel

 

Die manuskripte 224 sind zu bestellen im umfassend bestückten Webshop:

http://www.manuskripte.at/webshop/

Oder unter: bestellung@manuskripte.at

Guillaume Métayer: Drei Gedichte (manuskripte 224)

Posted in manuskripte, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 27. Juni 2019

Mein persönlich(st)er Beitrag zu Heft 224 der manuskripte sind diese Übersetzungen dreier Gedichte von Guillaume Métayer, zurzeit Styrian Artist In Residence des Landes Steiermark.

Während Guillaume Métayer in Frankreich eben mit seiner Übersetzung der gesammelten Gedichte Friedrich Nietzsches (in Form, sprich: Reim!), die auch im Bezug auf die deutsche Edition neue Maßstäbe setzt, große Erfolge feiert (s. etwa Rezension in Libération oder Le nouveau magazine littéraire) …

 

(Foto: lesbelleslettresblog)

… ist er hierzulande hauptsächlich als Dichter bekannt. Dies mag an seinem Gedichtband „Simulakren“ (Yara 2016) ebenso liegen wie an seinen Veröffentlichungen in den manuskripten (z. B. der Essay „Von unserem Sonderberichterstatter in Poesie“, manuskripte 218) und seinen Aufenthaltsstipendien im Rahmen des Styrian Artist in Residence-Programms (2017 und 2019).

(Der junge Nietzsche und sein Übersetzer [v.l.n.r.])

Für die eben erschienenen manuskripte 224 habe ich drei neue Gedichte übersetzt, die Métayers lyrische Bandbreite skizzieren – vom zeitkritischen, ebenso ironischen wie formvollendeten Sonett über die kurze subjektive Reflexion bis zum epischen Langgedicht à la István Kemény (den Métayer ins Französische übersetzt):

 

 

FB WORLD

 

 

Wir haben erfunden: das Buch der Gesichter

wo jedes Maul wie eine Flaschenpost ist

Wir sind alle zu schön jeder ein Spezialist

darin nett großzutun bei der Jagd auf Irrlichter

 

Seht hier unsere Posten und Pfoten und Dichter

unser bestes Profil Kleinkram der uns anpisst

Aber weil zurückschnellt was nicht abwürgbar ist

kommt unsere Traurigkeit hoch vor die Richter

 

Die Glätte des Bildschirms bietet keinen Stopp

Wir sind hier gefangen im großen Als-ob

beim Casting für ein terroristisches Stück

 

Trauerweide von Pest als Baum unsrer Ahnen

Passfotos wie Aschenfahnen

Fajumporträts sind wir Untote vor Glück

(Schauspielerin Sarah Sophia Meyer liest „FB World“ bei der Präsentation der manuskripte am 26.06.19 in der Stmk. Landesbibliothek, (c) manuskripte)

 

 

Recht

 

 

Papier Gewalt

Die in Wettbewerb tritt mit dem Gewicht eines Kindes

Tintenseerose

Die all die Zimmer füllt, all meine Zeit.

Verlorenes Juwel

Am Grunde eines Brunnens des Argwohns.

Tunnel der Pflichtfigur

Für den Vitruvianischen Menschen in seinem Spinnennetz.

 

 

 

 

Von einem nuklearen Epos

 

 

Rauch zwischen dem roten Blinken,

Aber die Installation ist nicht in Gefahr.

Das Wasser bleibt glatt, die Leere und die Wand intakt.

Im einzigen Strahl eines schüchternen Mondes

Badet die Spitze eines Zeigefingers,

Beladen mit unendlich codierten Wellen,

Vertrautes Labyrinth, Rivale trüben Wassers,

Milchstraßen, die sich in schwarze Löcher knüllen,

Sandrosen des Himmels …

Dieser Finger, der sich da windet, ähnelt

Einem jener Fische, die zum Licht hochschwimmen,

Wie in einem aufsteigenden Tanz, einem Karussell

Der Kegel, der Marionetten, deren Fäden das Licht wären

Und deren Magnet der Mondstein.

Oder der alte Bärtige, der diesen anstößigen Finger

Beunruhigt, dann befriedigt untersucht,

Erst ganz still, dann mit einem murrenden Sermon

Sicher stellt, dass seine unzähligen taktilen Kanäle

Ihren Platz auf seinem Zeigefinger eingenommen haben: er macht sich bereit, von der Höhe

Des Damms die längste Angel der Welt auszuwerfen,

Ganz hinunter, ganz hinunter, weit weg von diesem Rauch hier,

Der ganz hinauf, ganz hinaufsteigt, auf diesen Mond zu

Und dem Himmel gegenüber, die Hand in der Leere, fühlt er, wie

In Extase, weit weg, das Abendessen zappeln. Danach, es hinaufziehen,

Vorsichtig, über mehrere hundert Meter.

Dann essen, schlafen gehen, wie üblich,

Gemäß der persönlichen Philosophie des Hosha Suru,

Nach der die geringste falsche Bewegung

Einen Sturz aus dreihundert Metern zur Folge hat und den Tod,

Unweigerlich. Ideal einer absoluten Selbstbeherrschung,

Wo das geringste Stampfen für den Schläfer tödlich sein kann,

Außer wenn er in seinem Fall die raue Wand zu krallen kriegt

Und Halt findet in dieser Mauer ohne Griff, deren

Geringste Reliefs für Riesen bemessen zu sein scheinen.

So, mit dem fernen Schnee der Berge als Decke

Und dem blauen Himmel als Schal, nistend

Über diesen verlassenen Amphitheatern,

Diesen Gavarnie´schen Karen, die eine übermenschliche Technik

Von Insel zu Insel säte, als wahrer

Floh auf so manchem Argus aus Beton mit blinkenden Augen,

So lebt seit über zwanzig Jahren Hosha Suru,

Der Verstrahlte.

*

Die manuskripte 224 sind u. a. im manuskripte Webshop erhältlich!

Lei lei, Leipzig! (Buchmesse Leipzig 2019)

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 2. April 2019

Nachtrag zum Termin:
21. und 22.03.2019, 9-18 Uhr: Andreas Unterweger und Verena Stauffer vertreten die Literaturzeitschrift manuskripte auf der Buchmesse Leipzig, zumeist am Stand der manuskripte, Halle 4, HVB-Gemeinschaftsstand, D213+E210.

Von 21.-24.3.19 ging es auf der Leipziger Buchmesse wieder einmal um jene Dinge, um die es im ganzen deutschsprachigen Literaturbetrieb heutzutage wirklich geht: Masse …

… und Macht.

Im ganzen deutschsprachigen Literaturbetrieb? Nein, vor einem kleinen Regal am Hauptverband des Österreichischen Buchhandels, jenem der Literaturzeitschrift manuskripte nämlich, wurden die literarischen Tugenden des richtigen Dichtens noch hochgehalten:

(c) Verena Stauffer

(c) Verena Stauffer

Aber der Reihe nach …

Ankunft am 20.3.19: „Empty streets“ …

… „coming home“ …

… „all alone“:

Am nächsten Morgen: Anfahrt zur Buchmesse:

Ankunft beim manuskripte-Regal:

Ansturm der Interessierten …

Letzte Vorbereitungen mit Verena Stauffer …

Erstes Highlight: 15:00: Ich diskutiere im Namen der manuskripte mit Hanns-Georg Schmidt-Bergmann, Matthias Walz (Allmende) und Carolin Callies (poetin) über Wohl und Wehe von „Literaturzeitschriften heute“. Leipzig liest, Leseinsel der Unabhängigen Verlage, Buchmesse Leipzig, Halle 5.

 

Ein beflügelndes Gespräch, das gerne noch länger dauern hätte dürfen. So konnten wir nur die positiven Aspekte der gegenwärtigen Situation von Literaturzeitschriften besprechen: Es wird unheimlich viel geschrieben! Ob aber auch gleich viel gelesen (oder gar gekauft/abonniert) wird, konnten wir leider nicht mehr diskutieren …

Ausflug in die Innenstadt …

… dann nach Leipzig-Lindenau, ins Tapetenwerk, wo in diesem Jahr die Lesungen in der Lyrikbuchhandlung stattfanden.

In der langen, traditionsreichen Geschichte der Lyrikbuchhandlung durften die manuskripte als erste Literaturzeitschrift überhaupt AutorInnen für Lesungen nominieren – danke, lieber Tim Holland!

Aber während die manuskripte-Autorinnen, Carolin Callies und Miroslava Svolikova, noch in den Startlöchern scharrten, waren auf der Bühne bereits die von ihren Verlagen nominierten manuskripte-Autoren Zoltan Lési …

… und mein Lieblingslyriker Max Sessner …

… zu Gange.

Dann, um Mitternacht, die fulminanten Auftritte von Carolin Callies …

… und Miroslava Svolikova:

Anschließend: Köstlichkeiten aus Oberkotzau:

Am nächsten Tag, 22.03.2019, 15:00-17:00, der absolute Höhepunkt der diesjährigen Buchmesse:
manuskripte-Weißwein-Jause: Andreas Unterweger und Verena Stauffer bewirten manuskripte-AutorInnen, -AbonnentInnen, -LeserInnen (und solche die es werden wollen!), mit südsteirischem Weißwein und der besten Information, wie es mit der Literatur weitergeht! Buchmesse Leipzig, Stand der manuskripte, HVB-Gemeinschaftsstand, D213+E210.“

Ansturm der Interessierten …

… darunter Laura Freudenthaler …

(c) Verena Stauffer

… Josef Haslinger (2. v. l.) …

… Tim Holland (Mitte), Yevgeniy Breyger (ganz rechts, eine Woche später Leonce-und-Lena-Preis-Gewinner: Glückwunsch!) …

… Carolin Callies, Nadja Küchenmeister, Matthias Kniep (v.l.n.r.) …

… Oswald Egger (Mitte), David Fuchs (r.) …

… Daniela Seel (l.) …

… Walter Famler …

… u.v.a.m.! Wir danken Euch allen fürs Kommen!

(c) Verena Stauffer

Abschließend: Heimreise durch die unendlichen Hallen …

 

Danke, liebe Verena, für Deine ebenso begeisterte wie begeisternde Unterstützung und die schönen Fotos!

(c) Verena Stauffer

Lesefest 2019: Angelika Reitzer

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 13. März 2019

Nachtrag zum Termin:
09.03.2019, Lesefest 2019, ca. 17:40, Lesung von Angelika Reitzer, Einführung von Andreas Unterweger. Kulturzentrum bei den Minoriten, 8020 Graz.

Kurz nach meiner eigenen Lesung (Bericht folgt) und unmittelbar nach Max Höflers sprunghafter Performance hatte ich, wie angekündigt …

… und wie bereits zwei Tage davor (bei der Präsentation der manuskripte 223), die große Freude und Ehre, meine sehr geschätzte Kollegin Angelika Reitzer vorzustellen.

Das hat dann in etwa so ausgesehen …

(c) Josef Wilhelm

(c) Barbara Belic

… und so geklungen:

 

Drei Wege zu Angelika Reitzer

und ihrem Roman Obwohl es kalt ist draußen

 

1.: Der Weg des Lesens

 

Ich bin ganz gut im Schreiben, dafür aber umso schlechter im Lesen.

D. h.: Womöglich lese ich gar nicht einmal extra schlecht, ich bin ja nun sogar ein „professioneller Leser“, lese viele Manuskripte für die Literaturzeitschrift manuskripte, aber, was das „private Lesen“ anbelangt, so bin ich – exakt seit Beginn des professionellen Lesens – sicher maximal Durchschnitt: Ich lese privat genauso gut, genauer gesagt: genauso schlecht wie alle anderen Leserinnen und Leser.

Wie alle Lesenden lese ich also so gut wie gar kein Buch mehr, und wenn ich schon eines lese, dann nur „so ein bisschen rein“. Und selbstverständlich ist mir dieses Buch dann geschenkt worden.

Wenn ich nicht auch ein schreibender Leser wäre, noch dazu einer, der, wie gesagt, zurzeit im „Literaturbetrieb“ drinsteckte (und damit wüsste, wie dieser Betrieb so betrieben wird [und wie wenig das mit dem, worum es beim Schreiben in Wirklichkeit geht, zu tun hat]), dann läse ich, so, wie alle anderen Lesenden, bestimmt auch ausschließlich jene Bücher, auf denen ein Sticker lautend Buchpreis oder Shortlist oder „Grandios!“ prangte. So ein Buch würde ich dann sicher auch kaufen. Um es zu verschenken.

 

Fakt ist: Ich habe im letzten Jahr (2018) kein einziges Buch gelesen.

Zumindest nicht privat, sprich: ungezwungen.

Und schon gar nicht ganz, d. h.: von ganz vorne bis ganz, ganz nach hinten.

Oder etwa mit Begeisterung. Womöglich wachsender.

Kein einziges.

Bis auf dieses.

 

 

 

 

 

2. Der Weg der Wissenschaft

 

 

Würde sich die Welt in die richtige Richtung drehen (was sie zurzeit nicht tut), so gäbe es in 100 Jahren noch so etwas wie Literaturwissenschaft. Und wenn diese dann auf die vor 100 Jahren (sprich: heute) geschriebenen Bücher zurückblickte, dann würde sie erkennen, woran es lag, dass die Welt sich damals (also heute) in die falsche Richtung drehte. Daran nämlich, dass heute (damals) viel zu wenig gelesen wurde!

Aber warum? Käme es daher, dass die Leserinnen und Leser zu faul, gar zu „Smombies“ geworden seien? Iwo!, so die Literaturwissenschaft (selbst eine Leserin), im Gegenteil: Schuld waren die Bücher!

So habe sie etwa, so die Germanistik der Zukunft, unter all den Büchern, die sie aus dem Jahr 2018 gelesen habe, kein einziges gefunden, dass sowohl außerordentlich gut geschrieben gewesen sei („richtige Literatur“) als auch sich der einzig wirklich wichtigen Frage gewidmet habe: Wie glückt Leben?

Ein Buch also, das einer gelingenden Existenz (samt Beziehung, Familie etc.) nachspürt, ohne dabei je trivial zu werden.

Ein Buch, das einem durch eben das den Atem raubt, was alles nicht schiefgeht.

Ein Buch, das sich auf höchstem literarischen Niveau mit dem Einzigen, was uns wirklich kümmert, auseinandersetzt: mit dem Glücklichwerden – und -bleiben.

Nein, würde die Germanistik sagen, und wenn sie ihren Korpus noch so oft durchkämme, sie finde kein solches Buch.

Kein einziges.

Bis auf dieses.

 

 

 

 

 

3. Der Weg des Doppelkurzbiografieparallelsurfens

 

Ab und an passiert Folgendes: Ich stelle beim Surfen durch die Kurzbiografie eines/einer anderen Parallelen zu meiner eigenen fest. So auch bei Angelika Reitzer.

Beide sind wir in den 70ern in Graz geboren, beide haben wir „früher“ am Bauernmarkt gearbeitet (sie Kaiser-Josef-Platz, ich Lendplatz), beide gingen wir „später“ von hier weg – sie erst nach Salzburg, um dort Germanistik zu studieren, dann nach Berlin, dann nach Wien, wo sie heute lebt. Beide schreiben wir Bücher – und zwar jene Art, die man, wird man am Bauernmarkt danach gefragt („Liebesroman oder Krimi?“), nur stotternd erklären kann – ich helfe mir meist mit: „richtige Literatur“. Beide haben wir ein paar Preise erhalten (sie, u. a.: Landesliteraturpreis des Landes Stmk 2014, Outstanding Artist Award 2016). Und beide kommen wir immer wieder gern nach Graz zurück.

Dem genauen, ja, wissenschaftlichen Leser unserer Kurzbios wird freilich auffallen: Angelika hat alles ein paar Jahre früher gemacht als ich. Diese Jahre sind, stellt man uns nebeneinander, völlig unsichtbar, insofern unerheblich, lösen bei mir aber doch einen wichtigen Gedanken aus: So, wie sie jetzt ist, werde ich bald sein.

Auch das ist mir schon öfter passiert, und jedes Mal war meine Reaktion dieselbe: „Um Himmels willen!“

Ja, tatsächlich habe ich noch nie einen kurzbiografisch zu mir selbst parallelsurfenden Menschen gesehen, bei dem ich mir gesagt hätte: „Weiter so, Andreas! Die Richtung stimmt!“

Keinen einzigen.

Bis auf diesen.

manuskripte 223 – Präsentation

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 9. März 2019

Nachtrag zum Termin:
07.03.2019, 19:00, Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger präsentieren die manuskripte 223. Mit Lesungen von Daniel Wisser, Angelika Reitzer und Schauspieler Daniel Doujenis (Lyrik von Christoph W. Bauer, Stefan Hertmans, Ales Steger und Hedwig Wingler). Schauspielhaus Graz, Haus 3, 8010 Graz.

 

Auch die Präsentation der manuskripte 223 war ein Lesefest!

Im knallvollen Haus 3 des Schauspielhauses Graz gab es schon bei meiner Einführung …

… zweimal Szenenapplaus.


Erstens als ich erzählte, Alfred Kolleritsch befinde sich wohl und habe heute im Büro rund 30 Texte abgelehnt …

… zweitens, als ich mich im Namen der manuskripte für die bislang (seit 1962) 72 manuskripte-Beiträge Heidi Winglers (oben zwischen Wisser und Kolleritsch) bedankte.

Hier das Video meiner Einführung, gefilmt vom unverwüstlichen Jungregisseur Edwin Rainer alias Voiceinspiration (vielen Dank!):

Danach: fulminante Lesungen der KollegInnen Daniel Wisser …

… und Angelika Reitzer.

Abschließend las Daniel Doujenis Gedichte von Christoph W. Bauer …

… Aleš Šteger, Stefan Hertmans und Hedwig Wingler.

((c) aller scharfen Fotos: Julian Kolleritsch/manuskripte)

Unten alle Presse-Informationen zum Heft, das wie immer im manuskripte-Webshop zu bestellen ist:

manuskripte 223: Die Strahlkraft großer Namen

 

Glanz und Glamour bei der Präsentation der manuskripte 223: Mit Daniel Wisser, dem Gewinner des Österreichischen Buchpreises 2018, und Angelika Reitzer sind zwei AutorInnen zu Gast, die mit ihren Romanen im vergangenen Literaturjahr die absoluten Glanzlichter setzten. Wisser liest die abgründig-amüsante Kurzgeschichte Silvia aus seinem neuen Buchprojekt, Reitzer eine berührende Erzählung namens 20.000 Stunden Licht. Dazu präsentiert Publikumsliebling Daniel Doujenis neue Gedichte von drei Starlyrikern aus drei Nationen.

Titelbild: Ida Szigethy, „SHADOW OF A DREAM“, Paris 1980

Für ausgezeichnete Literatur auf der Höhe der Zeit stehen auch die Namen der weiteren BeiträgerInnen im neuen manuskripte-Heft. Der frischgebackene Wortmeldungen-Preisträger Thomas Stangl ist mit dem Beginn seines im Mai bei Droschl erscheinenden Erzählbands vertreten, die Grazerin Nava Ebrahimi (Österr. Buchpreis Debüt 2017) mit einem Auszug aus ihrem neuen Roman, die rotahorn-Preisträgerinnen 2018 Marie Gamillscheg und Miroslava Svolikova mit ihren amüsanten wie aufrüttelnden Dankesreden.

Texte arrivierter Literaturgrößen wie Friederike Mayröcker, Said, Händl Klaus, Wilhelm Hengstler und Günter Eichberger stehen neben jenen von aufstrebenden AutorInnen wie Carolin Callies, Sandra Gugic oder Bastian Reinert und gleich zwei waschechten Debüts: Prosa des Grazers Florian Dietmaier und Lyrik der Vorarlbergerin Verena Längle!

Abschließend stellt die iranisch-schwedische Autorin Athena Farrokhzad in ihrem „offenen Brief an Europa“ eine Reihe ebenso poetischer wie dringlicher Fragen: Europa, wo hast du die Liebe verlegt?“

*

AutorInnen manuskripte 223 – Gesamtliste:

 

Christoph W. Bauer L niemandsmorgen, fünf fragmente
Carolin Callies L Gedichte
Lucas Cejpek P Umkreisung
Florian Dietmaier P Hörst du zu, wenn du schweigst oder hörst du weg
Nava Ebrahimi P Ali-Reza (Romanauszug)
Günter Eichberger P Bosch 3
Athena Farrokhzad E Offener Brief an Europa
Marie Gamillscheg E Dankesrede rotahorn-Preisverleihung
Stefan Gerlach P Signora Tardelli
Christl Greller L Erzählgedichte
Sandra Gugic L Protokolle der Gegenwart
Klaus Händl L 2 Gedichte
Ingram Hartinger P Aus: Offenheit und Riff
Wilhelm Hengstler P Baumwolle
Stefan Hertmans Gedichte
Barbara Honigmann E Gedenken an Oleg Jurjew
Günther Kaip P Miniaturen
Julian Kolleritsch E 20 Jahre ohne Protokolle
Verena Längle L Gedichte
Friederike Mayröcker L Gedichte
Daniel Nachbaur P Alterserscheinungen
Ioana Orleanu P Zwiegespräch mit Liebelie
Sebastian Raho L Gedichte
Bastian Reinert L Schattentrunken. Gedichte
Angelika Reitzer P 20.000 Stunden Licht
SAID P malone im abfallenden licht
Thomas Stangl P Die Geschichte des Körpers (Anfang)
Aleš Šteger L Aus dem Band: „Über dem Himmel unter der Erde“
Miroslava Svolikova E Dankesrede anlässlich der Verleihung des rotahorn – Literaturpreises 2018
Sissi Tax P auszug aus dem drahtzeilprojekt: modertexte
Juliane von Crailsheim L Gedichte
Hedwig Wingler L Was erlaubt ist
Daniel Wisser P Silvia

 

P = Prosa, L = Lyrik, E = Essay

*

Update: Ein ganzer Podcast über die manuskripte 223 von Günter Encic!

„Nicht nur die „Mischung aus Arrivierten und Newcomern“ in manuskripte 223 ist sehr schön geworden, sondern auch der Podcast von Günter Encic, der seine gesamten 18:30 Minuten unserer aktuellen Ausgabe widmet! Mit einem Interview mit Andreas Unterweger sowie Lesungen aus dem Heft von Angelika Reitzer und Nava Ebrahimi. Schwere Empfehlung! Vielen Dank für dieses gelungene Porträt, lieber Günter Encic!“
(manuskripte auf Facebook)

 

 

Anzeiger 2-2019

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 6. März 2019

Vielen Dank, liebe Elisabeth Stuppnig, für dieses nette Porträt in „Anzeiger. Das Magazin für die österreichische Buchbranche„, dem Medium des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels.

Sowohl das Telefoninterview als auch die Fotosession mit Johanna Riedler/Lumikki waren sympathisch (und) unkompliziert!

Bei den manuskripten arbeiten wir seit letztem Jahr bei unseren Buchmessenauftritten in Frankfurt und Leipzig mit dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels zusammen und waren immer angetan von der Kompetenz und vom Engagement der MitarbeiterInnen.

Das Cover-Foto der manuskripte-Ausgabe 191, die ich oben in Händen halte, stammt übrigens von meinem Vater, Sepp Unterweger.
In seiner ersten Fassung ließ mich der Artikel noch sagen:
„Das war einfach eine Momentaufnahme. Als Maria mit dem manuskripte-Heft gespielt hat, hat mein Vater ein Foto gemacht und es Alfred Kolleritsch geschenkt. Er hat es dann zu meiner Überraschung als Cover gebracht.”

Interview über Asli Erdoğan für Cocon

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 22. Dezember 2018

Neulich bekam ich in der manuskripte-Redaktion netten Besuch von Emel Heinreich, Petra Paul und Sebastian Stefan Golser von Cocon, Verein zur Entwicklung und Umsetzung von Kunstprojekten, aus Wien.

In einem Interview durfte ich über meine Erfahrungen mit der türkischen manuskripte-Autorin Asli Erdoğan berichten.
Frau Erdoğan und ich haben uns zwar nie persönlich getroffen, das Interview ist aber alles andere unpersönlich geworden, denke ich!

Cocon bereitet das Theaterprojekt „Nicht einmal das Schweigen“ mit Texten Asli Erdoğans vor, das 2019 in Graz Premiere feiern wird. Im Rahmen der Aufführung wird auch eine Reihe von Videointerviews zu sehen sein.
Es ehrt und freut mich, dass das Interview mit mir als Teaser für das Projekt fungiert!

Mehr dazu:

https://coconkulturwien.wordpress.com/

https://coconkulturwien.wordpress.com/cocon-zu-gast-bei-manuskripte/

Alles Gute weiterhin, liebe Asli Erdoğan, liebe Leute von Cocon! Und danke für das nette Gespräch!