Andreas Unterweger

Präsentation der manuskripte 236 – Mitschnitt und Bilder

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 2. August 2022

Am 29.06. wurden die manuskripte 236 im Kunsthaus Graz präsentiert – ein Heft mit Brücken zur Kunsthaus-Ausstellung “Amazons of Pop!” (1961-1973). So stammten etwa die Umschlagbilder (und die grafischen Interventionen im Inneren) von der Avantgarde-Künstlerin Ingeborg G. Pluhar (mehr dazu in meiner Marginalie zum Heft).

In ihrer stets empfehlenswerten Literatursendung Das rote Mikro auf Radio Helsinki hat Barbara Belic nun einen Mitschnitt des Abends ausgestrahlt – vielen Dank! (Zum Nachhören hier klicken!!!)

In den Hauptrollen (in der Reihenfolge ihres Auftretens):

Kunsthaus-Chefkuratorin und Interimschefin Katrin Bucher, die den Abend eröffnete:

Der manuskripte-Herausgeber als dunkelblauer Moderator:

Pekua, die mit ihren Klängen wieder einmal das Publikum begeisterten:

Gerhild Steinbuch, manuskripte-Preisträgerin 2019 und Rektorin der Sprachkunst Wien, zwar verhindert und daher nicht im Bild, aber gut zu hören: Ihr Text „How to Lasso the Truth – ein ziemliches taumelndes Manual“, eine literarische Reaktion auf die Kunsthaus-Ausstellung Amazons of Pop (s. Marginalie), wurde mit musikalischer Umrahmung von Bernhard Fleischmann virtuell performt.

Theodora Bauer, manuskripte-Förderpreisträgerin 2016 und bekannt als LiteraTOUR-Moderatorin von Servus TV, las ihre nachdenklich-schöne Prosa „Wesen, von wo der Abend kommt“:

Schauspielerin Ninja Reichert mit Chrystyna Nazarkewytschs ebenso erschütterndem wie berührendem Kriegsbericht (hier zum online Mitlesen):

Café-König-Chefin Waltraud Merkl, leider auch nicht im Bild, aber stets im Bilde: dank ihres Caterings klang der Abend, der mit einem Begrüßungsgetränk (s.u.) schon gut begonnen hatte, auch stimmungsvoll aus.

Im Namen der manuskripte danke ich allen Beteiligten, insbesondere den Damen und Herren vom Kunsthaus Graz, für die gute Zusammenarbeit!

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Die manuskripte 236 sind im Buchhandel und im manuskripte-Webshop erhältlich.

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Bernd Melichar in der Kleinen Zeitung v. 25.07.2022 über die manuskripte 236:

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Christoph Hartner in der Kronen Zeitung v. 26.07.2022:

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manuskripte 236 – Marginalie

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 30. Juni 2022

Meine Marginalie zu Heft 236 der manuskripte, das am 29.06. im Kunsthaus Graz präsentiert wurde:

Marginalie

„Nein, die Musen schweigen nicht“ – auch wenn die Waffen wüten. Davon zeugt nicht nur Chrystyna Nazarkewytschs unter die Haut schneidender Bericht aus der Ukraine, von dem sich diese Ausgabe ihr Motto geborgt hat, sondern auch der Chor der anderen literarischen Beiträge des Heftes.
Ungebrochenes, nein, oft aus Brüchen schöpfendes Weiterschreiben, das den so nah gerückten und ferneren Barbareien unserer Gegenwart auf seine fragile Weise die Stirn bietet: „Paroligebote / in zerbrechlichem Zusammenspiel“.

Zusammenspiele unterschiedlichster Art prägen das gesamte Heft: von der neuen Kooperation mit der amerikanischen Literaturzeitschrift starORec über die beiden Reden zum Franz-Nabl-Preis (von Preisträgerin Kathrin Röggla und Laudatorin Teresa Präauer) bis hin zur grafischen Gestaltung der Ausgabe durch Ingeborg G. Pluhar.
Ihre Coverkunst, abgedruckt dank einer Kooperation mit Amazons of Pop. Künstlerinnen, Superheldinnen, Ikonen 1961–1973, der aktuellen Ausstellung des Kunsthauses Graz, ermöglicht es den manuskripten,ein Versäumnis nachzuholen. Schließlich hätte Pluhars avantgardistische Persiflage auf Inszenierung und Instrumentalisierung des weiblichen Körpers, die spätere weltweite Aufreger wie Lady Gagas meat dress um Jahrzehnte vorwegnimmt, durchaus schon 1972 in die manuskripte gepasst.
Zugleich wurde Gerhild Steinbuch, manuskripte-Preisträgerin 2019, dazu eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und in einen literarischen Dialog mit den im Kunsthaus präsentierten Vorkämpferinnen zu treten.

Dem 70. Geburtstag des ehemaligen Droschl-Lektors und langjährigen manuskripte-Redakteurs Rainer Götz verdankt das Heft sein Happy End.
Neben Hommagen von Barbara Frischmuth, Tomer Gardi, Iris Hanika und Sissi Tax versucht ein Essay von Harald Miesbacher eine erste historische Einordnung: Schließlich galt Rainer „the phenomenon“ Götz in den letzten Jahrzehnten nicht nur als beliebtester Mensch im deutschsprachigen Literaturbetrieb, sondern prägte die steirische, ja, österreichische Literaturlandschaft auch wie kaum ein anderer.
Neben zahlreichen wesentlicheren Entdeckungen und Anregungen ist sein Einfluss übrigens vermutlich nirgendwo spürbarer als hier. Schließlich war er es, der schon 2009 jene Möglichkeit eines generationenübergreifenden Weitermachens der manuskripte skizzierte, die Alfred Kolleritsch einige Jahre später aufgriff und die mich nun diese Zeilen schreiben lässt.

Andreas Unterweger

Ingeborg G. Pluhar, Kostüm für Humanic Modenschau in Galerie H, 1972, Courtesy Horst Gerhard Haberl, Foto: Pressefoto Horowitz, Wien
Mit Chrystyna Nazarkewytsch am 24.6., einen Tag vor ihrer Rückreise in die Ukraine, im manuskripte-Büro.
Rainer-Götz-Geburtstags-Stadtspaziergang im Mai 2022, nach der ersten Station (ich hatte ihn eben mit dem Bob-Dylan-Fortschreibung „Rainer“ – statt „Sara“ – als unbekannter Straßenmusiker überrascht).
V.r.n.l. Sissi Tax, Rainer Götz, unbekannter Straßenmusiker, Julian Kolleritsch, Silvana Cimenti.

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Die manuskripte 236 sind im manuskripte-Webshop erhältlich.

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Bernd Melichar in der Kleinen Zeitung v. 25.07.2022 über die manuskripte 236:

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Christoph Hartner in der Kronen Zeitung v. 26.07.2022:

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Ein Bericht über die Präsentation der manuskripte 236 am 29.06. im Kunsthaus Graz mit Theodora Bauer, Gerhild Steinbuch, Schauspielerin Ninja Reichert (las den Text von Chrystana Nazarkewytisch) und Musik von Pekua folgt anlässlich von Barbara Belics Radiosendung „Das rote Mikro“ am 1.8. auf Radio Helsinki.

Neverend. Literarische Dialoge in Ljubljana

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 15. Juni 2022

Am 9.6. wurde „Neverend. Literarische Dialoge zwischen Nord und Süd“, das im Rahmen der Reihe „Internationale Literaturdialoge“ des Österreichischen Außenministeriums ausgezeichnete und geförderte Projekt von Monique Schwitter und mir, in den schönen Räumlichkeiten des Društvo slovenskih pisateljev/Slowenischen Schriftstellerverbandes in Ljubljana präsentiert.

Organisiert wurde der rundum gelungene Abend dankenswerterweise vom Österreichischen Kulturforum in Ljubljana – Direktor Andreas Pawlitschek (wir kennen uns aus Washington, D.C.) begrüßte:

© Miha Fras für ÖKF Ljubljana
(Vorne rechts: Der Schweizer Botschafter in Ljubljana, Denis Knobel. Herr Knobel wollte eigentlich bald wieder gehen, es gefiel ihm aber so gut, dass er bis zum Schluss blieb – wie wir anderen auch!)

Monique Schwitter und ich stellten unser Dialog-Projekt vor, verorteten es zwischen Liebe und Krieg.

© Miha Fras für ÖKF Ljubljana
V.l.n.r.: Moderatorin Breda Biščak, die auf Englisch und Slowenisch moderierte, Monique, Andreas

Monique sprach über die Liebe – sie habe sich in die Gedichte Nikola Madzirovs verliebt …

© Miha Fras für ÖKF Ljubljana

… ich hingegen sprach über den Krieg, den „Long Yugoslav War“. Die jugoslawischen Kriege also, die mitnichten beendet sind, sondern in der Diaspora, unter dem Deckmantel anderer Nationalitäten, weiterschwelen (so erlebt etwa in der Auseinandersetzung zwischen Marko Arnautovic und seinem nord-mazedonischen Gegenspieler bei der letzten Fußball-EM – dort gerieten ein Österreicher bzw. Nord-Mazedoniener aneinander, um einen Konflikt zwischen einem Serben und einem Albaner auszutragen).

Anschließend die Lesungen: Monique Schwitter (Schweiz) und Nikola Madzirov (Nord-Mazedonien) lasen ihren Dialog, abgedruckt in manuskripte 233:

© Miha Fras für ÖKF Ljubljana

© Miha Fras für ÖKF Ljubljana

Maša Kolanović (Kroatien) las ihre Beiträge vor Ort, Matthias Nawrat (Deutschland) seine per Videoaufzeichnung:

© Miha Fras für ÖKF Ljubljana

Von Aleš Šteger (Slowenien) und mir (Österreich) stammt der dritte Dialog. Während ich die entsprechende manuskripte-Ausgabe 233 mit dem tollen Cover von studio ASYNCHROME …

© Miha Fras für ÖKF Ljubljana

… und Aleš jüngst bei Wallstein auf Deutsch erschienenen Roman „Neverend„, von dem die Literaturdialoge sich ihren Titel geborgt hatten, in die Kamera hielt …

© Miha Fras für ÖKF Ljubljana

… vollendete Aleš in einer klugen Rede den anfangs begonnen Gedankengang zu Liebe und Krieg: Es gebe eben auch, sagte er, u.a. auf unseren Dialog, der um die Themen Sprache und Grenze kreist, Bezug nehmend, eine Liebe vor der Liebe, einen Krieg vor dem Krieg.

© Miha Fras für ÖKF Ljubljana

Unsere Unterhaltungen führten wir auf Englisch, wir lasen im Original, die zahlreichen Gäste waren vom Österreichischen Kulturforum großartigerweise mit schön gestalteten Übersetzungen ins Slowenische versehen worden. Diese werden in der slowenischen Zeitschrift Vrabec Anarhist veröffentlich werden.

© Miha Fras für ÖKF Ljubljana

Hinterher: Poetisches Mit- und Durcheinander – unter Zuhilfenahme von sensationellen Brötchen aus dem hauseigenen Restaurant und slowenischem Wein:

© Miha Fras für ÖKF Ljubljana

Mein Dank für diese schöne Veranstaltung gilt dem Österreichischen Kulturforum in Ljubljana, besonders Andreas Pawlitschek und seiner großartigen Mitarbeiterin Marjeta Malus, sowie den unterstützenden Institutionen (Schweizerische Botschaft, Goethe-Institut, Slowenischer Schriftstellerverband …), die vom Österreichischen Kulturforum zur Zusammenarbeit gewonnen wurden.

Hvala! Zelo lepo je bilo v Ljubljani!

Selbstporträt als Bücherschrank

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„Neverend“, noch einmal kompakt zusammengefasst:

NEVEREND | Literatur-Dialoge
Monique Schwitter (Schweiz) – Nikola Madzirov (Nordmazedonien)
Andreas Unterweger (Österreich) – Aleš Šteger (Slowenien)
Matthias Nawrat (Deutschland) – Maša Kolanović (Kroatien)

9.6.2022, 18:00 | LJUBLJANA | VRT LILI NOVY | TOMŠIČEVA UL. 12
(beim Regen im Saal des Slowenischen Schriftstellerverbandes)
Moderatorin: Breda Biščak
Sprache: Englisch und ins Slowenische gedolmetscht


Exakt dreißig Jahre nach ihrem Beginn und zwanzig nach ihrem Ende sind die Jugoslawien-Kriege
noch immer eine offene Wunde, die sich über die jugoslawische Diaspora hinaus in allen Bereichen
der europäischen Identität bemerkbar macht. Vom offiziellen Diskurs meist ignoriert, bildet dieser
Schmerz den Ausgangspunkt für die „Neverend“-Dialoge, die nach dem Roman des slowenischen Schriftstellers Aleš Šteger benannt sind. Wie der Roman kreisen die Dialoge um die Frage, welche Auswirkungen dieses ins kollektive Unterbewusstsein verbannte Trauma der jugoslawischen Kriege auf unsere Gegenwart und Zukunft haben. Wie ist der gegenwärtige Zustand der aus dem ehemaligem Jugoslawien hervorgegangenen Staaten, mit ihren regionalen Nationalismen und autoritären Tendenzen? Wie ist in diesem Zusammenhang die EU verfasst? Was erzählen die Flüchtlings-„Lager“? Wie rasch kann der analytische Blick auf den Süden in eine kolonialistische oder imperialistische Überheblichkeit kippen?
Welche Lehren kann Europa ziehen, um dem Gräuel zu entgehen, dem der Balkan erst kürzlich
entflohen ist und der sich leider erneut in der Ukraine wiederholt? Und welche direkten und vor
allem indirekten Spuren hinterließen der Krieg und seine Folgen in den Biografien der
Gesprächsteilnehmer*innen, in ihrem Selbstverständnis und in ihren literarischen Arbeit?


Zu den Autor*innen:
NIKOLA MADZIROV (Nordmazedonien), in Strumica geboren, lebt in Skopje. Er ist Dichter,
Herausgeber und Übersetzer. Er war Gast bei Literaturfestivals auf der ganzen Welt und wurde in
mehr als 40 Sprachen übersetzt. Sein Werk ist vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Gebrüder-
Miladinov-Preis und den Hubert-Burda-Preis.
MATTHIAS NAWRAT (Deutschland), in Opole in Polen geboren, lebt seit 2012 in Berlin. Bisher
veröffentlichte er fünf Romane, die große Aufmerksamkeit erregten sowie übersetzt und
ausgezeichnet wurden. Der jüngste war die „Reise nach Maine“ aus dem Jahr 2021 und im Herbst
2022 erscheint sein Gedichtband bei Parasitenpresse. Nawrat ist Mitglied des Deutschen PEN-
Zentrums.
MONIQUE SCHWITTER (Schweiz), in Zürich geboren, lebt seit 2005 in Hamburg. Sie ist
Schriftstellerin, Theaterregisseurin und Schauspielerin. Seit 2010 widmet sie sich ausschließlich ihrer
schriftstellerischen Tätigkeit. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Robert-Walser-
Preis, dem Schweizer Buchpreis und dem manuskripte-Preis des Landes Steiermark. Sie ist Mitglied
des Deutschen PEN-Zentrums und Präsidentin der Freien Akademie der Künste in Hamburg.
ALEŠ ŠTEGER (Slowenien), geb. 1973, lebt in Ljubljana. Er arbeitet regelmäßig mit Komponisten,
Musikern, bildenden Künstlern und Filmemachern zusammen. Seine Bücher wurden in mehr als 20
Sprachen übersetzt. Neben zahlreichen Preisen wurde sein Buch „The Book of Things“ mit zwei
American Mayor Translation Awards (BTBA und AATSEL) ausgezeichnet. 2016 erhielt er den Horst-
Bienek-Preis für Lyrik und 2021 den Alfred-Kolleritsch-Preis der Stadt Graz. Er wurde vom
französischen Staat mit dem Titel Chevalier des Artes et Lettres ausgezeichnet. Er ist Mitglied der
Berliner Akademie der Künste und Mitglied der Deutschen Akademie der Sprache und Dichtung.
ANDREAS UNTERWEGER (Österreich), geb. 1978 in Graz, lebt in Leibnitz. Er ist Schriftsteller,
Übersetzer und Herausgeber der manuskripte. Im Jahr 2022 erscheint bei Droschl sein Roman So
long, Annemarie. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Literatur-Preis der
Akademie Graz 2009 und dem manuskripte -Preis des Landes Steiermark 2016.


„NEVEREND“ ist ein Projekt von Monique Schwitter und Andreas Unterweger, das im Rahmen der
Ausschreibung „Internationale Literaturdialoge“ des Österreichischen Bundesministerium für
Europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) und in Kooperation mit manuskripte und
der Freie Akademie der Künste Hamburg seine Umsetzung gewann. Das Projekt nominierte drei
Tandems, bestehend aus je einer/einem deutschsprachigen und einer/einem südosteuropäischen
Schreibenden.)

Offizielle Darstellung auf Literaturdialoge.at:

Leipziger Poesieautomaten

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 7. Juni 2022

Bei der Vernissage von Matthias Göritz‘ Leipziger Poesieautomaten am 1.6. im Literaturhaus Leipzig lasen Gerhild Steinbuch und ich sämtliche Gedichte aus dem Poesieautomaten „Liebe aus Österreich“, den ich gemeinsam mit Matthias kuratiert habe.

Erste Reihe, v.r.n.l.: Frieder von Ammon (Vorstandsvorsitzender des Vereins Literaturhaus Leipzig e.V.), Thorsten Ahrend (Leiter Literaturhaus Leipzig, Wallstein Verlag), Franc But (Botschafter Sloweniens in Deutschland) mit Begleitung, Burkhard Jung (Oberbürgermeister von Leipzig), Gerhild Steinbuch (Autorin und Leiterin der Sprachkunst Wien), Andreas Unterweger (ich)

Der Automat „Liebe aus Österreich“ …

… hat seinen Baum im wunderschönen Garten des Literaturhauses Leipzig mittlerweile verlassen und wird bis zur Leipziger Buchmesse 2023 Standort Schaubühne Lindenfels positioniert sein, wo Gastland Österreich sein Hauptquartier hat.
Bei der Präsentation lasen Gerhild Steinbuch und ich abwechselnd alle 14 Liebesgedichte und -Prosagedichte (von Christoph W. Bauer, Franz-Joseph Czernin, Erwin Einzinger, Barbara Frischmuth, Valerie Fritsch, Sabine Gruber, Elfriede Jelinek, Sarah Kuratle, Elke Laznia, Fiston Mwanza Mujila, Maja Haderlap, Ferdinand Schmatz, Verena Stauffer, Gerhild Steinbuch) aus dem Automaten.

Es handelt sich um die Ausbaustufe des vom Grazer Desginer Michael Neubacher designten Poesieautomaten „Gefühlsechte Gedichte“, der letztes Jahr in Graz zu sehen war (ein Projekt von Kunst im öffentlichen Raum Steiermark/Dr. Elisabeth Fiedler und Matthias Göritz).
Zum Abschluss der Präsentation las ich die Gedichte „Nebel ist die Musik“ von Alfred Kolleritsch und „Nahuatl“ von mir, die sich mit 12 anderen Texten darin befunden hatten.

„Liebe aus Österreich“ wurde wesentlich von der Literaturzeitschrift manuskripte finanziert – aus Mitteln des Archivverkaufs an das Land Steiermark.

Die anderen beiden Poesieautomaten, die Matthias Göritz für Leipzig konzipiert hat:

„Mein Nachbar aus der Wolke“ mit Gedichten von slowenischen Lyriker*innen, wie man sie auch aus der gleichnamigen Rubrik in den manuskripten kennt.
„Frische Gedichte“: junge Lyrik aus Leipzig

Weitere Highlights:

Der slowenische Automat wird staatstragend eröffnet: in der fröhlichen Gruppe sind u.a. der Dichter Tone Skrjanec (2. v.l.), die Dichterin Ana Pepelnik (2. v.r.) und Amalija Maček, Co-Kuratorin und Übersetzerin (ganz rechts), auszumachen.
Matthias Göritz, der Erfinder und Mastermind des Poesieautomatenprojekts, eröffnet die Eröffnung und moderiert.
Burkhard Jung, der Oberbürgermeister von Leipzig, liest Gedichte aus den Automaten und hält eine erfrischende Ansprache.
Vermutlich brauchen wir mehr ehemalige Deutsch-Lehrer*innen in der Politik.
Lara Rüter, eine von mehreren anwesenden manuskripte-Autor*innen (u.a. Sibylla Vričić Hausmann), liest aus dem Poesieautomaten „Frische Gedichte“ mit junger Literatur aus Leipzig.
Vorbildliche Buchstadt Leipzig: Neben dem Büchertisch gibt es einen eigenen manuskripte-Tisch.
(c) Literaturhaus Leipzig/Haus des Buches

Mein Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere Matthias Göritz und Thorsten Ahrend, meiner exzellent lesenden lieben Kollegin Gerhild Steinbuch und allen österreichischen Autorinnen und Autoren, die ein Gedicht für den Automaten geschrieben haben!

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Leipzig – Poesieautomaten, wohin man schaut:

Literaare Thun

Posted in Grungy Nuts, manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 23. Mai 2022

Am 21.05. war ich mit „Grungy Nuts“ (Droschl 2018) und ein paar manuskripten zu Gast beim Literaturfestival Literaare in Thun (Schweiz).

(c) Tabea Steiner

Unter dem Titel „Geschichten aus dem Nachbarland“ repräsentierten Laura Freudenthaler, Sarah Kuratle, Kaśka Bryla und ich „die junge österreichische Literatur“. Vor der Lesung stieß auch Lauras und mein Droschl-Verlagskollege und Freund, Leipziger Buchpreis-Gewinner Tomer Gardi zu uns!

Um 21 Uhr durfte ich mich dann wieder einmal in der Doppelrolle als Moderator und Lesender, als manuskripte-Herausgeber und Autor üben.

(c) Österreichisches Kulturforum Bern

Im Zuge der Anmoderation bekam Laura Freudenthaler auch den manuskripte-Preis des Landes Steiermark 2021 überreicht, dessen Verleihung sie unlängst krankheitsbedingt verpasst hatte:

(c) Tabea Steiner

Meine Jurybegründung für Laura:

Laura Freudenthalers Prosa verzaubert durch Geradlinigkeit. Die Sätze, aus denen sie ihre faszinierend vielschichtigen Gefühls- und Bildwelten baut, kommen ganz ohne Showeffekte aus – gerät man aber erst einmal in ihren Sog, sieht man die Dinge (auch außerhalb der Buchdeckel!) mit anderen Augen.

Präzise Beobachtungen, ebenso formuliert, generieren eine zweite Wirklichkeit, die geradezu magisch aufgeladen ist mit hyperrealistischer Intensität. Freudenthalers Romane und Prosastücke, von ihr gerne schlicht als „Geschichten“ bezeichnet, rufen in Erinnerung, was Erzählen (bzw. erzählt zu bekommen) im Grunde darstellt: einen bewusstseinserweiternden Akt.

Die 1984 in Salzburg geborene Autorin gilt als eine der größten Hoffnungen der deutschsprachigen Belletristik. Die Literaturzeitschrift manuskripte ist seit 1960 ein fruchtbarer Nährboden solcher Hoffnungen. Laura Freudenthaler veröffentlicht seit 2010 regelmäßig in der Grazer Literaturzeitschriftund ist der Steiermark auch durch ihren Grazer Verlag Droschl verbunden.

(c) Tabea Steiner

In der abschließenden Diskussion versuchten wir so etwas wie eine Reflexion der Zuschreibung „junge österreichische Literatur“, unter der wir angekündigt worden waren.
„Jung“ war rasch widerlegt, „österreichisch“ langsamer. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten – von den Wohnorten über dialektale Einflüsse bis zum Kanon bzw. den Lektüreerfahrungen („sprachkritische“ Literatur à la Handke, Jelinek, Bernhard) -, aber auch immer Ausnahmen oder Unbehagen, und so konnten wir uns am Ende quasi darauf einigen, dass wir weder jung noch österreichisch sind.

Nichtsdestotrotz wurden wir während Lesung und Gespräch von einheimischen Kunststudierenden porträtiert:

Herzlichen Dank an Tabea Steiner für die Einladung, die perfekte Organisation und die Fotos!
Der Reiz eines solchen Festivals misst sich für uns Teilnehmende immer auch an der Fülle und Güte der Begegnungen mit anderen Kunstschaffenden, und davon hatte Literaare jede Menge zu bieten!

(c) Tabea Steiner

Besten Dank für die Unterstützung des Abends auch an das österreichische Kulturforum in Bern, dessen stellvertretende Direktorin, MMag. Christiane Zaunmair, den Abend einleitete:

Schöne Reise, schöne Schweiz, schönes T(h)un!

1. Grazer Kaffeehausliteratur-Stipendium

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 13. Mai 2022

Das Grazer Kaffeehausliteratur-Stipendium wurde von Silvana Cimenti und mir, also der Redaktion der Literaturzeitschrift manuskripte, für die Murinsel Graz entwickelt.
Erster Stipendiat ist der Grazer Klassiker Willi Hengstler.

Pressetext und mehr:

Grazer Kaffeehausliteratur-Stipendium

Eine Kooperation von Murinsel Graz und der Literaturzeitschrift manuskripte

Auch in Zeiten von Coffee-to-go und Rückzug ins Home-Office hat das Kaffeehaus als Ort der Inspiration nichts an Faszination eingebüßt. Immer noch wird, wie zu Zeiten von Josef Roth, Peter Altenberg oder Alexander Roda Roda, in Cafés geschrieben – und welcher Ort eignete sich dafür besser als das Kaffeehaus auf der Murinsel, die ja selbst, unwahrscheinlich wie der Traum eines Dichters, zwischen den Ufern des Möglichen ankert?

Und so lädt das Murinsel-Café ab Mai 2022 Schreibende, die von der manuskripte-Redaktion ausgewählt werden, für einen bestimmten Zeitraum auf Kaffee ein. Die so entstehenden Prosaskizzen, lyrischen Impressionen und Gedankenspiele werden mit einer Lesung im Café präsentiert.

Mit dem Kaffeehausliteratur-Stipendium bietet Graz einem traditionellen Genre der Moderne eine zeitgenössische Plattform und erweist sich als Hauptstadt auch der Kaffeehauskultur!

Der erste Grazer Kaffeehausliteratur-Stipendiat: Wilhelm Hengstler

Der erste Kaffeehausliteratur-Stipendiat, der von der manuskripte-Redaktion ausgewählt wurde, ist ein echter Grazer Klassiker: Wilhelm Hengstler zählte neben etwa Peter Handke und Alfred Kolleritsch zum innersten Kern der sogenannten „Grazer Gruppe“, die sich in den 60ern aufmachte, um vom Forum Stadtpark und den manuskripten aus „die Literatur zu erobern“.

Hengstler wurde 1944 in Graz geboren, promovierte 1969 als Jurist und arbeitete danach als Kulturjournalist u. a. für die »Volksstimme« und »Die Presse«. Als Regisseur drehte er die Jack-Unterweger-Verfilmung Fegefeuer (1989), Tief oben (1995) sowie mehrere Dokumentationen.
Zu seinen literarischen Werken zählen u. a. Die letzte Premiere (Suhrkamp 1987), fare (Droschl 2003) und flussabwärts, flussabwärts (Droschl 2015). 1995 wurde Hengstler mit dem Viennale-, 2004 mit dem manuskripte-Preis des Landes Steiermark ausgezeichnet. Heute lebt er in Judendorf bei Graz.

Die „Amtszeit“ des ersten Kaffeehausliteratur-Stipendiaten dauert bis Ende Juni. Seine Vorhaben? Im Gespräch mit Murinsel-Programmchef Wolfgang Skerget und der manuskripte-Redaktion kündigte Willi Hengstler an, sich auf der Murinsel regelmäßig mit Grazer Freunden zum Austausch treffen und ein Journal über seine Erlebnisse im Kaffeehaus führen zu wollen.
Am 3.6. um 18:30 liest Wilhelm Hengstler im Murinsel-Café aus seinem Insel-Tagebuch und diskutiert mit manuskripte-Herausgeber Andreas Unterweger und dessen Studierenden vom Institut für Sprachkunst Wien über Kaffeehausliteratur und andere Kurzprosaformen.

Wilhelm Hengstler und Andreas Unterweger im Murinsel-Café  mit den manuskripte-Ausgaben von Hengstlers erster und jüngster Veröffentlichung in der Grazer Literaturzeitschrift (Heft 17, 1966, und 235, 2022. Insgesamt sind es 27).
© manuskripte
Kulturzeitung 80 (Mai/April) über die Kooperation zwischen Murinsel und manuskripte

manuskripte 235 – Präsentation

Posted in manuskripte by andreasundschnurrendemia on 7. April 2022

Hoch her ging es am 31.03. bei GRAZ EXOTIQUE, der Präsentation der manuskripte 235 im Forum Stadtpark! Am Ende musste sogar der Ordnerdienst des Forums eingreifen – geplante literarische Performance oder Randale eines aus seinem Ehrengrab im Forum-Keller auferstandenen Grazer Klassikers? Wer weiß das schon in einer Stadt, in der es – wie Wolfgang Bauer schrieb – „innerlich tobt“ …

Im Fokus des Abends stand das Kapitel „GRAZ EXOTIQUE“ der Ausgabe. Angekündigt wurde das Ganze so:

„Graz in all seiner „Exotik“ widmet sich die Präsentation der 235. Ausgabe der manuskripte im Forum Stadtpark. Wie friendly sind die hiesigen Aliens tatsächlich? Wohin führt die Sporgasse, wenn man durch sie in der Zeit zurückgeht? Und was ist das Lieblingswort der steirischen Eingeborenen?
Blicke von außen und innen versuchen, dem problematischen Begriff Exotik und unserer auch nicht immer unproblematischen Stadt auf die Spur zu kommen. Neben Lesungen und einer Podiumsdiskussion sind Lieder in den 4-6 gängigsten Grazer Sprachen zu hören.
Und wer weiß, vielleicht erhebt sich auch der eine oder andere Grazer Klassiker aus seinem Forum-Ehrengrab, um an den Grundsäulen unseres Verständnisses davon, wie eine Lesung abzulaufen hat, zu rütteln!“

Das Musikduo Bane Pijanco sorgte von Anfang an für höher schlagende Herzen. Auch im Publikum kam immer wieder Unruhe auf:

Stadtrat Günter Riegler bewies starke Nerven und hatte sich in die Höhle der Poet*innen gewagt, um uns freundlicherweise und freundlich zu begrüßen:

Ich stellte das Heft vor (Inhalt: siehe Marginalie):

Florian Dietmaier las aus seiner Erzählung „Anschlussfehler“:

Tabe Steiner aus der Schweiz, Styria Artist in Residence 2021, las ihre Erzählung über Graz namens „friendly alien“:

Guillaume Métayer, Styria Artist in Residence 2017 und 2019, las das Kapitel „Intermezzo“ aus seinem noch unveröffentlichten Buch über Graz („Erst spät habe ich begriffen, dass die Steirer ein Lieblingswort haben“ …)

… sein Übersetzer las die deutsche Version:

Während der Vorbereitung zur abschließenden Diskussion begann es im Publikum, in dem es schon gesiedet hatte, endgültig zu brodeln, ja, toben (wie in Wolfgang Bauers Graz!), und ein vorerst Unbekannter stürmte die Bühne, wo er gleich einmal den Moderator abräumte.
Dass er dabei literarisch anmutende Zitate brüllte („Könnte man sich der Liebe zu dieser Stadt erwehren, man würde sie verlassen“ – wie der gleichnamige Text von Alfred Kolleritsch!), vermochte die Jungs von der Forum-Security, die dem Randalierer blass, aber pflichtbewusst entgegentraten, nicht zu beruhigen. Vielleicht hätten wir sie doch einweihen sollen …

… dass es sich um den Schauspieler Jimi Lend handelte, unseren Mann in Sachen Grazer Klassiker! Nachdem er die Ordner und das Publikum den bestimmt heilsamen Schock überwunden hatte, trug Jimi in gewohnt fulminanter Weise Wolfgang Bauers Gedicht „Graz“ vor.

In der abschließenden kathartischen Seligkeit diskutierten die Autorinnen und Autoren des Abends über die Exotik von Graz. Mit dabei unser Gastgeber, der Literaturreferent des Forum Stadtpark, Literaturstar Fiston Mwanza Mujila („Erst in Graz habe ich gelernt, dass ich schwarz bin“):

Die manuskripte 235 mit wunderbaren Grafiken von Stefanie Moshammer und Gabriel Proedl …

… und Textbeiträgen von Anna Baar, Hannah Bründl, Eva Brunner, Tadeusz Dąbrowski, Florian Dietmaier, Jennifer Eckert, Freda Fiala, Matthias Göritz, Christian von der Goltz, Volha Hapeyeva, Wolfgang Hermann, André Hille, Jürgen Hosemann, Kornelia Koepsell, Halyna Kruk, Sarah Kuratle, Vasyl Lozynsky, Gerhard Melzer, Thea Mengeler, Regina Menke, Guillaume Métayer, Alexander Micheuz, Lydia Mischkulnig, Fiston Mwanza Mujila, Johanna Öttl, Gabriel Proedl, Mario Schlembach, Nora Schramm, Peter Semolič, Cordula Simon, Lisa Spalt, Tabea Steiner, Andreas Unterweger, Janin Wölke sind im gut sortierten Fachhandel und im manuskripte-Webshop erhältlich.

Die teils ehemaligen, teils aktuellen Styria-Artists-in-Residence des Landes Steiermark Thea Mengeler, Guillaume Métayer und Tabe Steiner beim großen Frühstück der manuskripte-Autorinnen und -Autoren im Café König am Tag danach.

(Alle Fotos bis auf Jimi Lend 2 und die Styria Artists (c) manuskripte)

manuskripte 235 – Marginalie

Posted in #standwithukraine, manuskripte by andreasundschnurrendemia on 1. April 2022

Meine Marginalie zu Heft 235 der manuskripte, das am 31.03. im Forum Stadtpark präsentiert wurde:

Marginalie

Angesichts des Krieges in der Ukraine wird alles andere zur Marginalie. Die Literatur – zumal solche, wie wir sie in den manuskripten präsentieren – ist es freilich gewohnt, vom Rand her zu sprechen, und selbst wenn sie in Krisenzeiten noch weiter aus dem Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit rückt, so mag sie der/dem einzelnen Lesenden doch umso mehr bedeuten.
Ich denke dabei an die Verse des ukrainischen Romantikers Taras Schewtschenko, die laut Serhij Zhadan, manuskripte-Autor der Ausgaben 210 und 217, unter den Menschen, die mit ihm gemeinsam in der belagerten Stadt Charkiw ausharren, allgegenwärtig sind.
Oder an die Gedichte, die sich ein politischer Häftling in Belarus ins Gefängnis schicken ließ. Eigentlich sei er gar kein Freund von Poesie gewesen, schreibt Volha Hapeyeva in ihrem jüngst mit dem Wortmeldungen-Preis ausgezeichneten Essay, aber: „Das half ihm, dort zu überleben.“
So gesehen ist die Frage, was unsereins, der doch „nur“ mit und für die Literatur arbeitet, denn schon tun könne, nur scheinbar eine rhetorische: Ja, wir können etwas tun, und wie so vieles, das nicht genug ist, bleibt „weiterschreiben“ eine valide Antwort.

Aber auch „weiterlesen“ ist eine solche, etwa im Rahmen von Benefiz-Veranstaltungen.
Nur wenige Tage nach dem Ausbruch des Krieges wurde die Online-Lesung Unter freiem Himmel gemeinsam von Hermes Baby, einer Plattform für junge Journalist*innen, und manuskripte veranstaltet. Dabei kamen Autorinnen aus der Ukraine, Belarus, Russland und deutschsprachige Kolleg*innen mit Bezug zu diesen Ländern zu Wort. Ein Zusammenlesen und -halten, über die Grenzen sich bekämpfender Staaten hinweg.
Bei unserer Online-Lesung wurde zu Spenden für die Volkshilfe und n-ost – border crossing journalism aufgerufen. Die entsprechenden Kontonummern sowie eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung finden sich auf dem YouTube-Kanal der manuskripte.

Einige der gelesenen Texte, darunter ein unmittelbar nach Kriegsbeginn von der ukrainischen Lyrikerin Halyna Kruk geschriebenes und von Chrystyna Nazarkewytsch (Literaturstipendium des Landes Steiermark 2022) übersetztes Gedicht, bilden den Auftakt der vorliegenden Ausgabe.
Auch die Dankesreden der Gewinnerinnen des rotahorn-Preises 2021 fügen sich in dieses Kapitel ein, war doch auch die Preisverleihung von Friedensappellen und Solidaritätsbekundungen mit der Ukraine geprägt.
Im weiteren Heftverlauf springen neue Kooperationen ins Auge, über die wir uns sehr freuen: mit dem Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien, mit dem Forum Stadtpark, der Online-Plattform Poesiegalerie und dem Schweizer Literaturpreis Textstreich.
Auf ihre Weise zeugen auch diese Partnerschaften vom friedlichen, oft genug fröhlichen Mit- und auch Durcheinander der Menschen, getragen von der Idee des Dialogs, der weder hier noch in größerem Rahmen je enden darf.

Andreas Unterweger, 13.03.2022

Cover: Stefanie Moshammer/Gabriel Proedl

Die manuskripte 235 mit Beiträgen von Anna Baar, Hannah Bründl, Eva Brunner, Tadeusz Dąbrowski, Florian Dietmaier, Jennifer Eckert, Freda Fiala, Matthias Göritz, Christian von der Goltz, Volha Hapeyeva, Wolfgang Hermann, André Hille, Jürgen Hosemann, Kornelia Koepsell, Halyna Kruk, Sarah Kuratle, Vasyl Lozynsky, Gerhard Melzer, Thea Mengeler, Regina Menke, Guillaume Métayer, Alexander Micheuz, Lydia Mischkulnig, Fiston Mwanza Mujila, Johanna Öttl, Gabriel Proedl, Mario Schlembach, Nora Schramm, Peter Semolič, Cordula Simon, Lisa Spalt, Tabea Steiner, Andreas Unterweger, Janin Wölke sind im manuskripte-Webshop erhältlich – erstmals auch als E-Paper!

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*Bericht folgt.

Alfred-Kolleritsch-Würdigungspreise

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 19. März 2022

Am 16.3. wurde im Literaturhaus Graz erstmals der Alfred-Kolleritsch-Würdigungspreis der Stadt Graz vergeben, der – laut Ausschreibung – „Persönlichkeiten und/oder Literaturinitiativen, Vereinen oder Institutionen zu[steht], die sich in ihrem literarischen Werk und/oder in ihrer Tätigkeit zur Vermittlung, Förderung und Verbreitung der zeitgenössischen Literatur herausragende Leistungen erworben haben“.
Der Preis des Jahres 2020 (Corona macht die späte Verleihung möglich) wurde geteilt und ging zu gleichen Teilen und gleichermaßen verdient an die Wiener Initiative Poesiegalerie und an den slowenischen Dichter und Literaturvermittler Aleš Šteger. Beiden gratuliere ich von Herzen, beide sind den Leser*innen dieser Seite bestens bekannt.*

Dass ich die Laudatio für meinen Freund Aleš Šteger halten durfte, war mir eine große Freude und Ehre.
Unten der laut Bernd Melichar in der Kleinen Zeitung „launig-liebevoll“ Text – auch als Leseprobe. Die Laudatio wird in manuskripte 235 gemeinsam mit jener Johanna Öttls für die Poesiegalerie abgedruckt (Präsentation am 31.3. im Forum Stadtpark).
In Heft 236 folgen Teresa Präauers Ladatio für die Franz-Nabl-Preisträgerin Kathrin Röggla (auch herzlichen Glückwunsch!) und deren Dankesrede.

© Foto Fischer, Stadt Graz: 1. Reihe von links: Peter Clar (Poesiegalerie), Stadtrat Dr. Günter Riegler, Kathrin Röggla, Aleš Šteger, Teresa Präauer;
2. Reihe von links: Andreas Unterweger, Monika Vasik (Poesiegalerie), Udo Kawasser (Poesiegalerie), Klaus Kastberger

Universal Poet

Laudatio für Aleš Šteger anlässlich des Alfred-Kolleritsch-Förderpreises der Stadt Graz 2020

Wie jeden Text will ich auch diese Laudatio für Aleš Šteger mit einem wahren Satz beginnen. Dieser Satz lautet: „Er macht viele Dinge, in deren Mittelpunkt stets das Gedicht steht.“

Nun ist der Satz freilich nicht von mir, und er spricht auch nicht von Aleš Šteger, sondern er wurde von Aleš Šteger gesagt, und zwar über mich – bei einer Lesung, die er veranstaltete. Ich wurde zwar selten so schön vorgestellt, dennoch hatte ich schon damals den Eindruck, der Satz wäre noch wahrer, wenn Aleš ihn über sich selbst gesagt hätte. Dass sich mir nun Gelegenheit bietet, genau das zu tun, sprich: an seine Stelle zu treten und über ihn zu sprechen, indem ich ihn selbst zitiere, macht mich fast schwindlig – vor Freude. Schließlich wird so auf Anhieb klar, wie viele tragende Rollen im Gefüge der grenzüberschreitenden Poesie unser Preisträger zugleich spielt: sogar seiner eigenen Laudatio hat er noch selbst, mit Wort und Tat, den Weg bereitet.

Also, noch einmal, freudiger: Aleš Šteger macht viele Dinge, in deren Mittelpunkt stets das Gedicht steht!

Kaum festgehalten, tauchen freilich, wie immer bei ersten Sätzen, Zweifel auf. Schließlich geht es – das wissen wir, die schreiben, schon länger, als es „Fake News“ gibt – immer noch wahrer.

Und tatsächlich: Nachdem ich Aleš Štegers neun Gedichtbände, seine ebenso vielen Prosaarbeiten (darunter zwei Romane), die acht unter seiner Herausgeberschaft erschienenen und die elf von ihm selbst ins Slowenische übersetzten Bücher (etwa von Ingeborg Bachmann oder Pablo Neruda) aufmerksam gelesen und mit ihren 59 Übersetzungen in rund 20 Sprachen verglichen habe (darunter zwölf deutsche Ausgaben bei Suhrkamp, Hanser, Schöffling und ähnlich renommierten Verlagen), nachdem ich auch sämtliche Programme des von Šteger 1996 mitbegründeten und seither mitgeleiteten Verlags Beletrina durchgegangen bin, die Line Ups des von ihm 1995 mitinitiierten und meist auch kuratierten, in Punkto Literaturvermittlung weltweit Standards setzenden Poesiefestivals Dnevi poezije in vina/Days of Poetry and Wine in Ptuj (inklusive aller Offenen Briefen an Europa, die jeden Sommer in den größten europäischen Tageszeitungen erscheinen) studiert und zuletzt auch noch zumindest einige wenige der zahlreichen weiteren internationalen Literaturprojekte, an denen dieser Weltreisende in Sachen Weltliteratur zentral beteiligt war und ist, wie etwa die EU-weit operierende, von der EU-Kommission geförderte Dichter*innen und Lyrikfestivals vernetzende Poesieplattform Versopolis oder das weltumspannende Gedichtelichtermeer share a light durchgeklickt sowie, zum Abschluss, auch noch das jüngst unter seiner Mithilfe von der Südspitze Chiles ins Weltall gebeamte, die Stimmen der Menschheit in mittlerweile 23639 Versen vereinende Universal poem auswendig gelernt habe, muss ich feststellen: Aleš Šteger macht nicht nur Dinge um Gedichte herum, nein: Das, was er macht, ist auch ein Gedicht!

Darin bestätigt mich der heute gefeierte Dichter auf seiner Homepage, die ich nach mehr als 800 Seiten Romanprosa, 700 Seiten Essays und rund 200 Gedichten (um bei Štegers ins Deutsche übertragenen Werken zu bleiben), auch noch zu Rate gezogen habe. In den ersten neun Zeilen dort bekennt der Presiträger, dass er, der doch „am Anfang“ einfach nur „Gedichte schrieb“, mit der Zeit entdeckt habe, dass seine Dichtung doch auch ganz andere Formen annehmen könne.

Šteger-Leser*innen wissen: Auch ein Jugendroman über das Verschwinden des Winters kann ein Gedicht sein. Ein in Minamisōma nahe dem Atomkraftwerk von Fukushima innerhalb von zwölf Stunden ins Tagebuch stenographierter Written-on-Site-Essay kann ein Gedicht sein. Ein Roman über die toten Seelen der Protagonisten des Kulturbetriebs, der zwei so unterschiedliche Dinge zusammenzubringen weiß wie die erschütternde Aufarbeitung mitteleuropäischer Massaker in gar nicht so ferner Vergangenheit und den Raketenstart eines als Schauspielhaus getarnten UFOs, kann ein Gedicht sein. Von den nur neun Zeilen, die seine so treffende Selbstbeschreibung auf alessteger.com einnimmt, ganz zu schweigen.

Aber auch die Programmierung eines Verlags, so möchte ich dieses Proem weiterspinnen, kann ein Gedicht sein (jedes Buch ein Vers!), auch die Konzeption einer Online-Lyrikplattform (auf der jede der hunderten Zeilen einen europäischen Dichtenden bedeutet: jeder Vers ein Lebenswerk von Versen!), und wer je unter den blauen und roten Lampions der Days of Poetry and Wine (oder waren es die Sternschnuppen eines Sommernachtstraums?) nach einer Woche voller Verse zu den Akkorden eines slowenischen Bob Dylan durch Versopolis tanzte, der weiß, dass auch ein Poesiefestival, ja, dass das Leben selbst ein Gedicht sein kann …

Die Doppelbegabung, sowohl mit Wörtern als auch mit der Wirklichkeit dichten zu können, sprich: nicht nur mit eigenen Gedichten, sondern auch durch die Förderung anderer Dichter*innen die Poesie, die dem Leben doch, trotz allem, innewohnt, sichtbar zu machen, ist es auch, die unseren Preisträger mit dem Namen dessen, den sein Preis trägt, verbindet.

Rund drei Jahrzehnte Leitung eines der schönsten Poesiefestivals der Welt plus, parallel dazu, ebenso lang die eines Verlags, der in dieser Zeit vom Studentenprojekt zur wichtigsten Edition des Landes aufstieg, ergeben in Summe ein ähnliches Gesamtkunstwerk wie 60 Jahre Herausgeberschaft der Literaturzeitschrift manuskripte.

Diese Gleichung mutet insofern besonders richtig an, als sich die Wege dieser beiden Literaturvermittlungsgiganten aus zwei verschiedenen Generationen nicht nur häufig gekreuzt haben, sondern auch fast am selben Punkt begannen: Kolleritschs Geburtsort Brunnsee und Štegers Ptuj trennen nur rund 40 Kilometer – und eine Staatsgrenze, die diese beiden Steirer freilich eher als Aufforderung zur Überschreitung verstanden, und zwar zur Überschreitung jeglicher Grenze.

Während ich Aleš Šteger oft sagen hörte, dass die Veröffentlichung in der 132. Ausgabe der manuskripte, seine erste auf Deutsch, so etwas wie den Startschuss für seine internationale Karriere bedeutet habe, erzählte Alfred Kolleritsch gerne von einer Begegnung in den slowenischen Weinbergen. Am Straßenrand sei er gesessen, der Aleš, jung und schön, und dann habe er den im Auto wie zufällig vorbeikommenden Sonntagsausflug – Mutter Kolleritsch und Sohn – gleich mit zu sich nach Hause genommen. „Dort sind wir dann herrlich zusammengesessen.“

Dass dem Autor der Pfirsichtöter oder der geretteten Köche die Gedichte seines Gastgebers von Anfang an schmeckten, überrascht nicht. Schließlich sind auch die Gedichte aus Štegers Buch der Dinge oder Buch der Körper mit jenen magischen Abkürzungen gewürzt, die uns vom sehr Materiellen, sehr Physischen, im Wortumdrehen bei den ganz großen Fragen landen lassen – Fragen, wie sie sonst nur Tarotkarten oder die großen Philosophien stellen. Das Ei, etwa dem – am Pfannenrand erschlagen – „im Tod ein Auge wächst“: was sieht es? Oder Die Wurst, „bulimische Masse, gefangen im Darm der Sprache“, der „eine Extrawurst im Minirock“ ebenso umhüllt wie „sechs Millionen vergaste Salami“: „Knurrt es in dir?“

Noch besser verstanden sich die beiden aber womöglich ohne Worte. Schließlich ist das „herrlich Zusammensitzen“ (am besten unter Baumkronen, hinter Weingläsern, auf einem Hügel in der Štajerska) den großen gemeinsamen Nenner ihrer Poetiken – als Literaturvermittler. Und tatsächlich verschwimmen die Geschichten, kann man oft nicht mit Sicherheit sagen, ob sich diese oder jene begeistert vorgetragene Anekdote bei einer der manuskripte-Buschenschankrunden der 70er oder im Rahmenprogramm von Dnevi poezije in vina 30, 40 Jahre später zutrug. Eines aber steht fest: In der entgrenzten Atmosphäre des „Gleich-mitgenommen“-worden-Seins konnte die Muse der zwischenmenschlichen Poesie zu Höhenflügen ansetzen, kamen zwei sonst getrennte Dinge zusammen, wurde etwas Drittes, zuvor nicht zu träumen Gewagtes, wahr.

Zwei Dichter, die an diesem Abend nebeneinandersitzen, werden sich bald schon gegenseitig übersetzen, eine Lyrikerin, die sich bei der Ankunft noch wie auf einem fremden Stern fühlte, wird noch im Lauf des Abends als Stargast zu einem Poesiefestival in Südamerika eingeladen werden, ein blasser Student, der euphorisiert vom Anstoßen mit seinen Vorbildern durch die Reben torkelt, gewinnt ein paar Weinlesen später den Literaturnobelpreis.

Und alle, alle werden sie erzählen, dass sie all das nur einem verdanken: dem Kolleritsch-

Preisträger.

Anders gesagt: Wäre Alfred Kolleritsch in der Jury des Alfred-Kolleritsch-Preises gesessen, er hätte sich auch für Aleš Šteger entschieden.

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Presse:

Der schöne Artikel Bernd Melichars in der Kleinen Zeitung:

Der offizielle Bericht der Stadt Graz.

5min.at

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Save the date:

04.04.2022, 19:00, Andreas Unterweger moderiert Aleš Štegers Lesung aus seinem neuen Roman „Neverend“ (Wallstein 2022).
Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30, 8010 Graz.

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* Lesungen und Begegnungen mit Aleš Šteger: Galerie Marenzi Leibnitz 2022, Hommage an Alfred Kolleritsch Graz 2020, Frankfurt Versopolis 2019, Ljubljana 2019, Ljubljana 2017 usw. – tatsächlich endete die Reihe erst im Jahr 2008, bei Dnevi poezije in vina, damals noch in Medana, und damit vor Beginn dieser digitalen Aufzeichnungen.

Lesungen und Veröffentlichungen in der Poesiegalerie: Lesung Wien 2021, „Blicke“, Erstveröffentlichung der Übersetzung von Guillaume Métayer 2021, „Kabul“, Gedicht von heute 2021, „Für einen, den ich kannte“, Gedicht von heute 2020, Lesung Wien 2019. Mastermind Udo Kawasser bin ich übrigens Anfang 2009 in Granada, Nicaragua, erstmals begegnet – auch vor Beginn dieser digitalen Aufzeichnungen … Schön langsam wird’s hier historisch.

Mit Aleš Šteger in der Galerie Marenzi

Posted in manuskripte, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 13. Februar 2022

Welch Freude, den slowenischen Dichter Aleš Šteger in Leibnitz willkommen zu heißen!

Die drei Literatur-Musketiere von Leibnitz: Aleš Šteger, Bürgermeister Helmut Leitenberger und yours truly (v.r.n.l.).
Nicht im Bild: Unser D’Artagnan, Galerie-Leiter Klaus-Dieter Hartl, der sich leider im zeittypischen Krankenstand befindet.
(c) Sepp Unterweger

Dieser Meinung waren auch Bürgermeister Helmut Leitenberger, Vize-Bürgermeisterin Helga Sams und mehrere Dutzend weiterer Leibnitzerinnen und Leibnitzer, die – motiviert wohl nicht zuletzt durch Daniela Winklers schönen Ankündigungsartikel in der Kleinen Zeitung – erfreulicherweise alle Sitzgelegenheiten im Hauptraum der Ausstellung „fresh evidence – work in progress“ von Helmut Tezak in der Galerie Marenzi besetzten.

Die Lesung, eine gemeinsame Initiative der Galerie Marenzi und der Literaturzeitschrift manuskripte („manuskripte in der Region“), entpuppte sich in mehrerlei Hinsicht als Dialog: zwischen bildender Kunst und Literatur …

Der Dichter und der Fotograf.

… zwischen Österreich und Slowenien, zwischen Aleš Šteger und mir:

(c) Sepp Unterweger

Nach meiner Einführung las Aleš Šteger mehrere Gedichte aus seinen Gedichtbänden „Buch der Körper“ (Schöffling 2012) und „Über dem Himmel und unter der Erde“ (Hanser 2019), danach aus seinem wunderbaren, sehr empfehlenswerten, ebenso schrägen wie erschütternden Maribor-Roman „Archiv der toten Seelen“ (Schöffling 2016), was nicht zuletzt mit Helmut Tezaks Bildserie über die nordslowenische Stadt korrespondierte.

Nach einem Gespräch über den Roman und seine zahlreichen Ebenen (von der schreiend komischen Kulturbetriebs- und Lokalpolitiksatire über Fantasy- und Thriller-Elemente bis zur Aufarbeitung historischer Traumata) lasen Aleš und ich gemeinsam unseren literarischen Dialog aus den manuskripten 233.*

Cover der manuskripte 233 von studio ASYNCHROME

Nach der Lesung fand sich noch Zeit für einen gemeinsamen telegenen Spaziergang über den Leibnitzer Hauptplatz, der vom „SLORF“ („slowenischer ORF“ aka Volksgruppen-ORF), der dank Redakteur Simon Ošlak erfreulicherweise quasi live berichtete, eingefangen wurde …

https://tvthek.orf.at/profile/Dober-dan-tajerska/342675/Dober-dan-tajerska/14126019/Branje-teger-Lesung-in-Leibnitz-Lipnica/15114791

… und in einer kleinen, aber süßen Jause im Café Elefant kulminierte.

Herzlichen Dank für den schönen Samstagnachmittag, lieber Aleš!

Ljubljana 2019
(c) Guillaume Métayer

Termine mit Aleš Šteger in naher Zukunft:

  • 16.3.2022, 19 Uhr, Verleihung des Franz-Nabl-Preises und der Alfred-Kolleritsch-Förderpreis der Stadt Graz. Ich halte die Laudatio für Aleš Šteger (Alfred-Kolleritsch-Förderpreis). Literaturhaus Graz
  • 04.04.2022, 19 Uhr, Aleš Šteger liest aus seinem neuen Roman „Neverend“ (Wallstein 2022). Ich moderiere. Literaturhaus Graz

*Mehr zu „Neverend. Literarische Dialoge zwischen Nord und Süd“, einem Projekt von Monique Schwitter und mir sowie eine Kooperation der Literaturzeitschrift manuskripte und der Freien Akademie der Wissenschaften und Künste Hamburg, gefördert im Rahmen von „Internationale Literaturdialoge“ vom Bundesministerium für Europäische und internationale Angelegenheiten, findet sich übrigens hier: