Andreas Unterweger

Buch Wien 2019

Posted in manuskripte, Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 10. November 2019

Nachtrag zu den Terminen:
07.11.2019, 19:30, Andreas Unterweger (re-)präsentiert die manuskripte 225 bei der Lesung Josef Winklers im Café Museum im Rahmen der Buch Wien, Operng. 7, 1010 Wien.
08.11.2019, 22:00, Andreas Unterweger liest Gedichte bei der Poesiegalerie. IG Architektur, Gumpendorfer Str. 63B, 1060 Wien. Für die manuskripte lesen am selben Abend auch Verena Stauffer (20 Uhr), Miroslava Svolikova (21 Uhr).

7. November 2001 … In ganz Wien wird eine Buchmesse gelesen … In ganz Wien? Ja!

Freilich wurden nicht nur in Privathaushalten, sondern im auch wie immer strahlenden Café Museum

… Bücher präsentiert. Dort kam es etwa zur allerersten Lesung Josef Winklers aus seinem neuen Buch „Der Stadtschreiber von Kalkutta“ (Suhrkamp 2019).
Da Josef Winkler, seit Heft 61 manuskripte-Autor, gerade eben in den manuskripten wieder eine Erzählung veröffentlicht hat, „Ach, diese viehische Kunst“ über den Maler Edgar Degas, lag eine Kooperation im Rahmen der Buch Wien nahe:

Café Museum-Chefin Irmgard Querfeld begrüßte, Gerhard Loibelsberger, Kurator der Lesereihe im Café Museum und selbst Autor (von, u.a., sehr erfolgreichen historischen Romanen), stellte den Autor vor …

… und widmete auch den manuskripten breiten Raum:

Fazit: Ein sehr gelungener Abend, von dem mir die von Josef Winkler generierte indische Sprachbilderflut …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… das angeregte Podiumsgespräch zwischen Autor und Moderator …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… und das sympathische Publikum, darunter Günter Kaindlstorfer und Anna Baar, in guter Erinnerung bleiben wird!

Danke für die Kooperation, lieber Josef Winkler, lieber Gerhard Loibelsberger, liebes Café Museum, liebe Buch Wien!

*

Am 8.11. waren die manuskripte bei dem von Udo Kawasser (s.u.) initiierten Lyrikfestival namens Poesiegalerie zu Gast.

Für die manuskripte ware  drei Leseplätze reserviert – wobei das Format der Poesiegalerie für uns eine synergetische Goldgrube ist.

So lasen am Abend des 8.11. nicht nur die Damen und der Herr des nominierten Trios …

… nämlich Verena Stauffer

Miroslava Svolikova

… und ich …

(c) Verena Stauffer

… sondern auch zahlreiche weitere manuskripte-Autor*innen wie Christoph W. Bauer

… Übersetzer Alexander Sitzmann (für Lidija Dimkovska) …

Günther Kaip

… oder Helwig Brunner, der sogar zur Gänze aus seiner Publikation in manuskripte 225 las.

Das gesamte Programm der Poesiegalerie an ihrem Tag 2:
18-19 Uhr Robert Prosser & Christoph Szalay (Hg):
Wo warn wir. Ach ja: Junge österreichische Gegenwartslyrik, (Limbus)
Daniela Chana (Limbus)
19-20 Uhr Christoph W. Bauer (Haymon)
Susanne Toth (fabrik.transit)
Alexander Sitzmann übersetzt Lidija Dimkovska (Parasitenpresse)
20-21 Uhr Christoph Theiler (edition ch, wechselstrom)
Verena Stauffer (manuskripte)
Jonathan Perry (Sisyphus)
21-22 Uhr Christian Futscher (Czernin)
Miroslava Svolikova (manuskripte)
Günther Kaip (Bibliothek der Provinz, Klever)
22-23 Uhr Adrian Kasnitz (Parasitenpresse)
Andreas Unterweger (manuskripte)
Helwig Brunner (Keiper)
23-24 Uhr Udo Kawasser (Keiper)
Gerald Jatzek (Podium Literatur)

Ich habe übrigens das Gedicht „Kabul“ und aus den vom ULNÖ Krems und demnächst bei Edition Aramo erscheinenden Catull-Variationen gelesen.

Fazit: Ein ebenso abwechslungsreicher wie gemütlicher Abend – gerne wieder!

Dank an Miru Svolikova und Verena Stauffer für ihre Bereitschaft zu lesen, danke, liebe Poesiegalerie, für die Kooperation!

*

Am Samstag, 9.11., dann noch auf die Buch Wien selbst – um die Messe selbst vor lauter Rahmenprogramm nicht aus den Augen zu verlieren …

Zentrum der Veranstaltung war wie immer der Stand des Literaturverlags Droschl, und ich freute mich über zahlreiche Begegnungen, etwa mit Verlegerin Annette Knoch

… den Kollegen Stefan Schmitzer (r.) und Tomer Gardi (Mitte) …

 

.

… der slowakischen Autorin Katarina Kucbelova

Barbara Frischmuth

… und Literatursauriern wie dem bereits ein langes Jahr alten Erzählband „Grungy Nuts“:

Fazit: Schön war´s!

Frankfurt Versopolis

Posted in Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 20. Oktober 2019

Nachtrag zu den Terminen:
17.10.2019, 20:00, Andreas Unterweger liest bei der Versopolis-Lesung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Außerdem am Start: Nora Gomringer, Glorjana Veber und Dejan Aleksić. Moderation: Aleš Šteger. Romanfabrik e.V. Hanauer Landstraße 186. 60314 Frankfurt.
18.10.2019, Andreas Unterweger repräsentiert die manuskripte auf der Frankfurter Buchmesse, u. a. 14-16 Uhr im Österreich-Café. Er hat sowohl aktuelle Hefte als auch einige ältere mit Bezug zu Peter Handke dabei. Handkes erste zwei Veröffentlichungen von 1964 (zum Anschauen) und das Sonderheft 158 zum 60. Geburtstag (2002) mit Texten von Elfriede Jelinek, Arnold Stadler, Ilma Rakusa u.v.a.m.

Genau ein Kaffee zuviel …

 

.. und ich kann nur hoffen, dass es der letzte war. Abgesehen davon aber ist mein Ausflug von Graz …

… nach Frankfurt …

… durchaus geglückt!

Hier ein kleiner Bildbericht …

Luftfahrt mit Thomas Mann:

Selbstporträt beim Aufbruch zur Lesung in die Romanfabrik:

Ankündigung vor Ort – Robert Menasse ist schon da:

Michael Hohmann (im Namen der Romanfabrik) und Aleš Šteger (im Namen von Versopolis) begrüßen:

Dejan Aleksić (Serbien) und Michael Hohmann lesen gute Gedichte:

Ich sitze auf der Bühne:

Aleš Šteger stellt mich vor („er macht sehr viele Dinge, in deren Zentrum immer das Gedicht steht“), ich gebe derweil DJ Tobi oben im Ausguck noch letzte Handzeichen bzgl. der folgenden Pausenmusik:

(c) Nora Gomringer

Ich lese aus „Poèmes“ (La Traductière 2019) die beiden dreiteiligen Gedichte „Kabul“ und „Bestien„, danach vier Catull-Paraphrasen, die demnächst in Krems in Rahmen von Netzwerk:Poesie erscheinen (Lesung am 6.12.!)

(c) Nora Gomringer

Nora Gomringer nutzt die anschließende Pause (danke für die Musik, DJ Tobi!), um die erste Veröffentlichung Peter Handkes zu studieren (manuskripte 11, 1964):

Glorjana Veber (SLO) trägt ihre schönen Gedichte vor, Michael Hohmann liest die deutschen Übersetzungen:

Nora Gomringer liest aus ihrem neuen Buch „Monster Morbus Moden“ (Voland & Quist 2019) – ich bin begeistert!

Selbstporträt in der Romanfabrik:

Selbstporträt beim Heimkommen:

Gute Nacht:

Guten Morgen:

Buchmesse Frankfurt:

Abermillionen Bücher, aber das eigene ist doch einzigartig:

1. Station ist der Droschl-Stand, wie immer das Herz der Veranstaltung. Hier mit Verlegerin Annette Knoch und Pressedame Julia Marquardt:

Ich strolche durch die unendlichen Hallen, treffe dabei, u.a., Carolin Callies (Mitte), Yevgeniy Breyger (rechts) …

… Nikolai Vogel (Mitte) …

… Elisabeth Golser, Christoph W. Bauer …

… Claudia Romeder …

… David Hoffmann …

… und Kinga Tóth!

Danke, Frankfurt, du warst mir wie immer ein Fest!

Danke Aleš Šteger und Versopolis für die Einladung zur Lesung, danke manuskripte, Lufthansa und AUA für die guten Flüge, Dank an alle FotografInnen, insbesondere Nora Gomringer, kurz: danke Euch allen, ob abgebildet oder nicht, für die schönen Begegnungen!

Buchmesse Frankfurt 2019 – Vorschau

Posted in Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 16. Oktober 2019

Liebe Leute,

 

am 17. und 18.10. bin ich auf der Frankfurter Buchmesse. Es gibt drei Möglichkeiten, mich (absichtlich) zu treffen:

 

1. Versopolis-Abend in der Romanfabrik, Lesungen von Nora Gomringer, Glorjana Veber, Dejan Aleksić und Andreas Unterweger, Musik von DJ Tobi, Moderation: Aleš Šteger.

Ich lese aus meinem „Versopolis-Gedichtband“ (La Traductière 2019).

2. Am Tag danach, 18.10.19, sitze ich von 14-16 Uhr im Österreich-Café, 4.1., Stand A50. Ich habe zwei, drei eigene Bücher und ein paar manuskripte-Ausgaben dabei, sowohl aktuelle als auch einige ältere mit Bezug zu Peter Handke. Seine beiden ersten Veröffentlichungen von 1964 (zum Anschauen) und das Sonderheft 158 zum 60. Geburtstag (2002) mit Texten von Elfriede Jelinek, Arnold Stadler, Ilma Rakusa u.v.a.m. Dort können wir dann in Ruhe nicht nur über Handke sprechen, sondern auch über allfällige gemeinsame zukünftige Projekte, manuskripte-Abonnements und die Literatur oder gar das Leben im Allgemeinen.

3. Man kontaktiert mich, und wir machen etwas anderes aus.

Bis dann!

 

 

Vernissage Günther Herman (ORF-Zentrum)

Posted in Das gelbe Buch, Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 15. September 2019

Nachtrag zum Termin:
12.09.2019, 19:30, Andreas Unterweger liest bei der Vernissage von Günther Herman, ORF-Zentrum-Steiermark, Funkhausgalerie, Marburger Str. 20, 8042 Graz.

Als Wundertüte im besten Sinn entpuppte sich meine Lesung anlässlich der Vernissage von Günther Herman im ORF-Zentrum: Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde, wurde aber freudig überrascht: Ein Abend unter neuen Freundinnen und Freunden!

(c) – wie auch alle folgenden Fotos –
ORF Schoettl

Und ein Kunst-Fest auf höchstem Niveau!

Großartige Bilder …

… von Günther Herman …

… harmonierten mit der superprofessionellen Moderation von Gernot Rath …

… dem ebenso unterhaltsamen wie authentischen Bühnengeplauder des Künstlers …

… lustigem Kabarettfolk von Jürgen Rottensteiner und seiner sympathischen Band …

… beeindruckendem „Art-Pop“ von Bender …

… mit Lendplatz-Rocklegende Rebekka Hofer am Mikro …

… und dem ebenso rezeptiven …

… wie zahlreichen Publikum:

Da konnte bei meinem eigenen Auftritt auch nichts schief gehen. Ich las erst aus „Das gelbe Buch“ (darunter die Kapitel „Der Frosch“ und „Froschus dorfis“, die erstaunliche Bezüge zu Gü Hermans Gemälde „The dark king of frogs“ aufweisen) …

… und bei meinem zweiten Auftritt die Gedichte „Kabul“, „Die Maus“, „Die Spinne“ und „Die Schlange“:

 

Ich danke meinem neuen Freund Gü Herman für die Einladung, Gernot Rath für die hervorragende Betreuung und allen Beteiligten für diesen wunderbaren Abend!

*

„Der Grazer“ vom 6.10.19:

„Ohne Graz wäre die Dichtung ein Irrtum“ in „Das rote Mikro“

Posted in Poèmes, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 1. September 2019

Am Montag, 02.09.2019, 20:00, sendete Barbara Belic auf Radio Helsinki in ihrer Sendung „Das rote Mikro“ den Mitschnitt der früh zur Legende gewordenen Sommerlesung in Angelika Schimuneks „Bücherstube“

… mit dem damaligen Styrian Artist des Landes Steiermark Guillaume Métayer, der damaligen Grazer Stadtschreiberin Kinga Tóth und dem damaligen Andreas Unterweger, der sich vom heutigen kaum unterscheidet.

HIER DER LINK ZUR SENDUNG!

Barbara Belics Ankündigungstext:
„„Ohne Graz wäre die Dichtung ein Irrtum“ war das Motto einer kurzweiligen Lesung im Freien in der Grazer Altstadt. Auf dem kleinen Platz vor Angelika Schimuneks Bücherstube lasen Kinga Tóth aus Ungarn, Grazer Stadtschreiberin 2018/19, Guillaume Métayer aus Frankreich, damals Styrian Artist in Residence, und der Autor und manuskripte-Mitherausgeber Andreas Unterweger, der auch als Moderator auftrat. Auf dem Programm standen Maislieder, ein Backhendl-Essay und andere Liebeserklärungen an, von und aus Graz. Zudem gab es Gedichte von Friedrich Nietzsche, die Guillaume Métayer ins Französische übertragen hat. – Alle Texte wurden auf Deutsch und in der Originalsprache gelesen, um ein Gefühl davon zu vermitteln, wie sie in der Sprache klingen, in der sie geschrieben wurden.“

Und wie Barbara Belic noch meint: „Für diejenigen, die bei der Lesung waren und nicht gut gehört haben, wäre die Sendung eine ideale Gelegenheit, doch noch alles zu verstehen.“

Und wie ich meine: Diejenigen, die nicht bei der Lesung waren, werden erst recht Ohren machen!

Vielen Dank für Deine Mühe, liebe Barbara!

Tour de Styrian Artist 2019

Posted in Poèmes, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 8. August 2019

Zwei Monate lang war ich nun der offizielle Wingman eines waschechten Styrian Artist in Residence des Landes Steiermark, des Dichters, Übersetzers, Geisteswissenschaftlers und mitteleuropäischen Gesamtgenies aus Paris, Frankreich: l´unique Monsieur Guillaume Métayer!

Der Artist, der im Priesterseminar göttlich untergebracht war, nutzte seinen Aufenthalt nicht nur zu intensiver literarischer Arbeit über Graz und seine Kaffeehäuser, sondern auch zu mehreren Arbeitsreisen durch Mitteleuropa (Maribor, Ljubljana, Zagreb, Bratislava, Wien, Leibnitz, Weststeiermark etc.) und einigen viel beachteten Auftritten.

Den ersten Höhepunkt stellte ein literaturwissenschaftlicher Vortrag an der Romanistik der Karl-Franzens-Universität Graz dar, den er am 7.6. gemeinsam mit Alexandre Gefen, seinem Kollegen vom Centre National de la Recherche Scientifique an der Sorbonne, hielt.

Das äußerst unterhaltsame Thema: Die französische Gegenwartsliteratur.

(V.r.n.l.: Gefen, Steffen Schneider, Métayer)

Alexandre Gefen thematisierte die Entwicklungen in der Prosa, Guillaume Métayer jene in der Lyrik – hier mehr zum Inhalt.
Anschließend vertiefte sich Alexandre Gefen in Gedichte aus Österreich:

Vielen Dank an Astrid Poier-Bernhard und Steffen Schneider von der Romanistik für die geglückte Organisation!

*

Nach mehreren kleinen Reisen durch den steirischen Spätfrühling …

… allerlei interessanten Begegnungen, wie etwa dieser folgenschweren mit der Grazer Stadtschreiberin Kinga Tóth

… und allerlei feldforschenden Aktivitäten …

 

… begaben wir uns am 22.6.auf die Reise nach Ljubljana.

Wir besuchten die Übersetzerin und Lyrikerin Urška P. Černe in Maribor, übersetzten – wie schon 2017 – am Trojane-Pass aus dem Deutschen ins Französische …

… und aus dem Französischen ins Deutsche …

(c) Guillaume Métayer

(c) Guillaume Métayer

… und trafen in Ljubljana den weit über die Grenzen Sloweniens hinaus bekannten Schriftsteller und Literaturorganisator Aleš Šteger:

(c) Guillaume Métayer

In der beeindruckend schönen Bibliothek des leider schon verstorbenen Dichters Tomaž Šalamun

… las Guillaume Métayer Gedichte aus seiner jüngst erschienenen Übersetzung der gesammelten Gedichte Friedrich Nietzsches (in Form, sprich: Reim!), die auch im Bezug auf die deutsche Edition neue Maßstäbe setzt, sowie eigene Gedichte aus seinen Gedichtbänden „Fugues“, „Libre jeu“ und „Simulakren“:

Ich las Nietzsches Nachdichtungen von Métayers Übersetzungen sowie Gedichte aus meinem Gedichtband und meinem Handy:

(c) Guillaume Métayer

Und unser Gastgeber Aleš Šteger las die slowenischen Übersetzungen und performte ein Gedicht von Tomaž Šalamun:

Der hier noch volle Büchertisch leerte sich anschließend rapide!

Vielen Dank für diesen schönen Abend, lieber Aleš!

Und ich danke auch dem Österreichischen Kulturforum in Lijubljana

… sprich: Direktor Andreas Pawlitschek und Marjeta Malus, herzlich für die freundliche Betreuung und Unterstützung meines Aufenthalts!

*

Am nächsten Tag ging es über die bewährte Arbeitsstation …

(c) Guillaume Métayer

… zurück nach Graz, wo den Artist das nächste Highlight erwartete:

Drei Gedichte von Guillaume Métayer in meiner Übersetzung erschienen in Heft 224 der manuskripte. Bei der Präsentation der Ausgabe am 26.06. in der Steiermärkischen Landesbibliothek las Schauspielerin Sarah Sophia Meyer das Sonett „FB World“:

 

Der Text zum Nachlesen und mehr dazu hier.

*

Der Juli stand zunächst im Zeichen ruhiger und konzentrierter Schreibarbeit und Recherche in Graz.

Guillaume Métayer beschäftigte sich intensiv mit der österreichischen Kaffeehauskultur und -literatur – er arbeitet(e) an einem Buch zum Thema. Ein Besuch im Café König durfte nicht fehlen:

Mitte Juli reiste Guillaume Métayer nach Bratislava, wo er mit slowakischen Kolleginnen an einer Anthologie slowakischer Lyrik in französischer Übersetzung arbeitete, die er demnächst in Paris herausgeben wird.

Ich folgte ihm am 18.7. durch atemberaubende Landschaften …

… ins schöne Bratislava:

Dort fand im renommierten Literárne informačné centrum diese prächtig besuchte Veranstaltung statt:

Mit Mária Ferenčuhova, Nóra Ružičkova, Katarína Kucbelova, Peter Šulej, Michal Habaj, Agda Bavi Pain und Silvia Majerská lasen einige der wichtigsten Stimmen der slowakischen Gegenwartslyrik, andere wichtigste saßen im Publikum, dazu gesellten sich als Lesende Guillaume Métayer und ich (zum ersten Mal in meinem Leben ein „speciálny host“!) mit eigenen Texten.
Ich danke Silvia Majerská (u. r.) herzlich für die Übersetzungen meiner Gedichte ins Slowakische!

 

(c) Marcela Mokranova, Österreichisches KF Bratislava

(c) Marcela Mokranova, Österreichisches KF Bratislava

Gastgeberin und Moderatorin Miroslava Vallova, (c) Marcela Mokranova, Österreichisches KF Bratislava

Ich danke dem Österreichischen Kulturforum in Bratislava für die Unterstützung …

… und Direktor Wilhelm Pfeistlinger und Marcela Mokranova für die nette Betreuung und die tollen Fotos!

Nach der Lesung: Interviews aller DichterInnen mit dem slowakischen Rundfunk …

… interessante Gespräche …

und viele neue Eindrücke!

Auch die Rückreise am nächsten Tag gestaltete sich ebenso eindrucksvoll wie arbeitsreich:

Zurück in Graz begannen dann die intensiven Vorbereitungen auf Guillaume Métayers große Abschiedslesung in Graz.

Es war Guillaume Métayers hervorragende Idee, sie in bzw. vor Angelika Schimuneks zauberhafter Bücherstube

… stattfinden zu lassen, die Grazer Stadtschreiberin Kinga Tóth

(c) Kinga Tóth

… war sein Wunsch-speciálny host, er gewann die Styrian Artists in Residence Dan Lahiani und Nadia Guerroui für das Veranstaltungsfoto bzw. Flyerdesign (s.u.) und auch der Titel für die Lesung, eine Nietzsche-Paraphrase, stammte von ihm:

Von mir hingegen die B-Seite des Titels: Ohne die Dichtung wäre Graz ein Uhrturm!

Wochenlang tauchten Guillaume und ich also regelmäßig wie die Tanzfiguren des nahen Glockenspielplatzes teilweise mehrmals täglich in der Tür zur Bücherstube auf, mit neuen Fragen und Vorschlägen …

… bis die Kronen Zeitung am 23.7. endlich berichten konnte:

Unser großer Dank gilt Angelika Schimunek, die sich mit enormem Einsatz auf die Herausforderung eingelassen hat und gemeinsam mit ihrem Kollegen Werner eine märchenhafte Leselocation auf die Beine stellte!

Lesen Sie hier den großen Bericht über diese Lesung, mit allen Fotos und Fotocredits!

(Der Grazer v. 28.7.19)

Mein lieber Guillaume,

hab Dank für diese ebenso zwei ebenso fröhlichen wie kreativen Monate!

Wenn du das Glück hast, als junger Artist in Residence des Landes Steiermark in Graz gelebt zu haben, dann trägst du die Stadt für den Rest deines Lebens in dir, wohin du auch gehen magst, denn Graz ist ein Fest fürs Leben.

Und notfalls bleibt uns immer noch Paris.

So viele süße Erinnerungen – ich freue mich schon auf unsere nächsten Abenteuer!

(c) Aleš Šteger

Und besten Dank für den Auftrag und die gute Zusammenarbeit, liebe Leute vom Land Steiermark

… insbesondere Christiane Kada!

Ohne Graz wäre die Dichtung ein Irrtum! (Lesung Bücherstube)

Posted in Grazer Glossen, manuskripte, Poèmes, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 21. Juli 2019

Nachtrag zum Termin:
24.07.2019, 17:00, Styrian Artist in Residence Guillaume Métayer und Andreas Unterweger lesen Gedichte von Friedrich Nietzsche und eigene Texte. Special guest: Kinga Tóth. Anschließend Prosecco und Knabberei. Bücherstube, Prokopig. 16, 8010 Graz.

Was auf dem von den Styrian Artists in Residence Nadia Guerroui (Design) und Dan Lahiani (Foto) gestalteten Flyer so …

 

… und in der Steirerkrone so angekündigt wurde …

… sah in Wirklichkeit so aus:

Angelika Schimunek von der allzeit besuchenswerten Bücherstube baute mit ihrem Kollegen einen märchenhaft charmanten kleinen Lesesaal auf, dessen verzauberte Decke den blauen Himmel zeigte …

Im Backstagebereich machte sich schon das Buffet bereit …

Großer Publikumsandrang! Zusatzstühle! Danke fürs Kommen, liebe Leute!

Ich begrüßte und dankte:

(c) Barbara Belic

 

Guillaume Métayer las Texte über Graz, darunter Auszüge aus dem „Backhendlessay“ in manuskripte 218 und mehrere seiner vielbeachteten Nietzsche-Übersetzungen ins Französische:

 

Gott ist Tóth, es lebe die Kinga! Und so trug Kinga Tóth ihre Mais- und Marienlieder vor:

(c) Barbara Belic

Kinga Tóth und Guillaume Métayer lasen simultan auf Deutsch und Ungarisch – Kinga die deutsche Übersetzung, Guillaume, als mitteleuropäisches Gesamtgenie, das ungarische Original!

(c) Barbara Belic

Ich las „Die Schlange“ aus meinem Gedichtband

(c) Barbara Belic

… und das Dramolett „Wie schön wir es haben könnten“ aus „Das schönste Fremde ist bei dir“:

(c) Literaturverlag Droschl

Anschließend mitteleuropäische Begegnung bei Prosecco, Keksen und Gebäck – plus Signierstunde!

Ich danke allen Beteiligten herzlich, insbesondere Angelika Schimunek, Kinga Tóth , allen Fotograf*innen des Abends und Barbara Belic, deren rotes Mikro zu Aufnahmezwecken immer gut im Bild war – laut vorläufiger Planung wird der Mitschnitt des Abends am 2.9., 20:00, in ihrer Literatursendung „Das rote Mikro“ auf Radio Helsinki gesendet.

Und so begeistert berichtete Philipp Braunegger in „Der Grazer“ vom 28.07.19 (danke!) – mit Wortspenden von Angelika Schimunek und Fotos von Barbara Belic sowie Literaturverlag Droschl:

Fazit: Ohne Dichtung wäre Graz ein Uhrturm!

 

Printemps des poètes – Hors saison

Posted in gedichte, Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 14. Juli 2019

Spät, dafür aber am französischen Nationalfeiertag – Nachtrag zu den Terminen:

  1. 23.05.19, 19 Uhr, Andreas Unterweger liest beim Poesiefestival Printemps des poètes aus seinem in Kooperation mit Versopolis erscheinenden dreisprachigen Gedichtband. Guillaume Métayer liest die Übersetzungen ins Französische. Außerdem lesen:  Luljeta Lleshanaku (Albanien), Eleanor Rees (GB), Ivan Hristov (Bulgarien). Centre national du livre, 53 Rue de Verneuil, 75007 Paris, und
  2. 24.05.19, 19 Uhr, 23.05.19, 19 Uhr, Andreas Unterweger liest beim Poesiefestival Printemps des poètes aus seinem in Kooperation mit Versopolis erscheinenden dreisprachigen Gedichtband. Yekta liest die Übersetzungen ins Französische. Außerdem lesen: Luljeta Lleshanaku (Albanien), Eleanor Rees (GB), Ivan Hristov (Bulgarien). Café La Pomme d´Eve, 1 Rue Laplace, 75005 Paris.

Paris, bekanntlich ein Fest fürs Leben, hat auch für zwei Leben ausreichend Feste zu bieten. Und so durfte Ende Mai nicht nur der Prosaschriftsteller meines Namens jubilieren (bei der Nuit de la littérature: wir berichteten), sondern auch sein Gedichte schreibendes Alter Ego – wurde doch im Rahmen meiner Teilnahme an der Sonderschiene „Hors saison“ des Lyrikfestivals „Printemps des poètes“ mein erster Gedichtband veröffentlicht:

Die Einladung nach Paris und das im Verlag La Traductière erschienene Büchlein verdanke ich meiner  virtuellen Präsenz auf der internationalen Lyrikplattform Versopolis, die vom Verlag Beletrina in Ljubljana organisiert wird und zu der ich vom Unabhängigen Literaturhaus Niederösterreich eingeladen wurde. Vielen Dank, liebe Sylvia Treudl und Michael Stiller! God save the E.U.!

Die erste Lesung fand im renommierten Centre national du livre statt.
Von l.n.r.: Ivan Hristov, io, Luljeta Lleshanaku, Eleanor Rees:

Hier sieht man, wie der Dichter dreinschaut, wenn das Flugzeug der AUA zwischen Graz und Wien so viel Verspätung aufreißt, dass es den AUA-Anschlussflug nach Paris verpasst und der Lesereisende trotz Dauerlaufs vom Flughafen über die RER- und Métro-Bahnsteige (auch solche in die falsche Richtung) erst 15 Minuten nach programmiertem Beginn der Veranstaltung auftaucht:

(c) Printemps des poètes

Ich las drei Gedichte („An einen, den ich kannte“, „Großvatersprache“, „Die Schlange“, glaube ich), alle drei übersetzt von Guillaume Métayer, der auch die französischen Fassungen vortrug.

Anschließend eine lange Diskussion über „die neue europäische Lyrikwelle“, die von einigen ihrer Protagonisten im schönen Garten des CNL fortgesetzt wurde.
Hier unterhalten sich Ivan Hristov, Guillaume Métayer und die bulgarisch-französische Dichterin Velina Minkoff

… hier Luljeta Lleshanaku mit Leserinnen …

… hier zitiert ein AUA-Geprüfter wieder einmal Arthur Rimbaud: Ich ist ein anderer:

Die Vorbereitungen auf die Lesung am Abend darauf lassen sich auf Facebook trefflich nacherleben, dort so geschildert:

„Paris – Stadt der Dichterinnen und Dichter!
Erst Rimbaud und Verlaine gesucht und gefunden …

… dann zufällig (!), einen Tag vor den vereinbarten Treffpunkt, Laure Gauthier getroffen (kein Wunder, dass wir doublecheesen) …

… danach geplantes Posen mit dem designierten Styrian Artist In Residence Guillaume Métayer vor der Buchhandlung Tchann, wo er demnächst seine über 1000-seitige Nietzsche-Lyrik-Gesamtübersetzung (in Reimen!) präsentiert …

Guillaume und ich besuchten auch das Café La Pomme d’Eve im Quartier latin, in dessen mittelalterlichem Kellergewölbe am Abend die zweite Lesung des Festivals stattfand – schon die Klingel war ein Gedicht …

Am Abend wurde wieder Gutes von Luljeta Lleshanaku (Albanien), Mystisches von Eleanor Rees (GB) und Witziges von Ivan Hristov (Bulgarien) geboten.
Ich las das lange Gedicht „Kabul“, das der ebenfalls anwesende Laurent Cassagnau, bekannt als brillanter Übersetzer von „Das gelbe Buch“ („Le livre jaune“), ins Französische übertragen hatte.

 

(c) Laurent Cassagnau

(c) Printemps des poètes

Musikalischer Höhepunkt des Abends war zweifelsohne Ivan Hristovs Flötenperformance.

Danke Österreichisches Kulturforum in Paris

… danke Versopolis, danke Linda Maria Barros und Louise Champiré von Printemps des poètes!
Danke auch für die netten Unterhaltungen auf diversen Flughäfen, lieber Paris-Flug- und Verspätungsgenosse Christoph Urban!

*

Zum Gedichtbuch:

Es enthält folgende Gedichte im deutschen Original und ihre Übersetzungen ins Französische und Englische:

Donauebene (Dezember), frz. v. Laurent Cassagnau, engl. v. Greg Nissan.
An einen, den ich kannte, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Greg Nissan.
Kabul, frz. v. Laurent Cassagnau, engl. v. Greg Nissan.
Großvatersprache, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Greg Nissan.
Die Sonnenblumen, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Greg Nissan.
Klimatologen, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Greg Nissan.
Das Tonstudio, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Greg Nissan.
Юдит, frz. v. Laurent Cassagnau, engl. v. Greg Nissan.
Die Maus, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Gertraud Dayé.
Die Spinne, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Gertraud Dayé.
Die Schlange, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Gertraud Dayé.
Kein Gedicht, frz. v. Guillaume Métayer, engl. v. Gertraud Dayé.

(Herzlichen Dank auch den ÜbersetzerInnen!)

Das Buch ist in den Buchhandlungen Bücherstube, Prokopigasse 16, 8010 Graz …

… und Büchertheke Draxler, Schmiedgasse 12, 8430 Leibnitz, erhältlich.
Veranstalter*innen/Journalist*innen beschicke ich gerne selbst.

 

Nächste Lesungen aus dem Buch:

Podujatie, Slowakei.

24.07.2019, 17:00, Guillaume Métayer und Andreas Unterweger lesen Gedichte von Friedrich Nietzsche und eigene Texte. Special guest: Kinga Tóth. Anschließend Prosecco und Knabberei. Bücherstube, Prokopig. 16, 8010 Graz.