Andreas Unterweger

Literarni nokturno (Radio Slovenija v. 04.05.20)

Posted in gedichte, Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 5. Mai 2020

Gestern auf Radio Slovenija und nun online nachzuhören: Einige meiner Gedichte* in der exzellenten Übersetzung von Urška P. Černe, formidabel gelesen von Schauspieler Gregor Zorc und mit beeindruckenden Soundcollagen unterlegt.

Wer die Sendung hören möchte, klicke bitte auf diese Zeile oder obiges Bild und dann auf den Button „Poslušaj“.

Einige der Gedichte (s.u.) sind online auf Deutsch nachzulesen, die kursiv geschriebenen finden sich im dreisprachigen Gedichtband „Poèmes“ (La Traductière 2019), der bei den Buchhandlungen Bücherstube Angelika Schimunek in Graz und Draxlers Büchertheke in Leibnitz zu erwerben ist.

Ich danke Urška P. Černe ganz herzlich für Ihren Einsatz! Diese Sendung ist ganz allein ihr Verdienst.
Und ich danke Daniela Kocmut, die mich zur Lesung bei den „Slowenischen Buchtagen Maribor 2019“ eingeladen hat. Die meisten der Gedichte wurden für diese Gelegenheit übersetzt.
Hvala lepa!

 

*Die Eltern, Kein Gedicht, „Beziehungsexperten“, GroßVaterSprache, Die Sonnenblumen, An einen, den ich kannte

***

Moje prve pesmi …

Jeder Tag ist ein Gedicht („Kabul“ auf Literadio)

Posted in Poèmes by andreasundschnurrendemia on 19. April 2020

Es lohnt sich, die Serie „Jeder Tag ist ein Gedicht“ auf Literadio tatsächlich jeden Tag zu verfolgen – dann verpasst man auch nicht, so wie ich, sein eigenes Gedicht, das am 14.4. als Tagesgericht, äh, -gedicht fungieren durfte:

Wer auf den obigen Screenshot klickt, gelangt zu Literadio und kann dort zuhören, wie ich „Kabul“ vor 1, 2 Wochen an einem sonnigen Vormittag in einen Apparat hineingelesen habe.

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Wer „Kabul“ selbst lesen möchte, dem empfehle ich, meinen Gedichtband „Poèmes“ bei den oben genannten Buchhandlungen oder die Ausgabe 221 der manuskripte beim manuskripte-Webshop zu kaufen.

Wer dies getan hat, kann dann ruhigen Gewissens „Kabul“ online lesen, z. B. auf dieser zur Genüge bekannten Netzpiratenhomepage.

Übrigens:
Vom 13.-15.4. fand wohl ein kleiner, inoffizieller manuskripte-Schwerpunkt in Literadios Serie statt: vor und nach meinem Text wurden Gedichte von Rahel Mayfeld und Max Sessner gefeatured, Gedichte von beiden finden sich etwa in den aktuellen manuskripten 227.

Ich danke Daniela Fürst und dem Team von Literadio für die so freundliche redaktionelle Betreuung!

Literadio (Interview mit Daniela Fürst über „Poèmes“)

Posted in Poèmes by andreasundschnurrendemia on 11. April 2020

Jetzt auf Literadio: mein Skype-Interview mit Daniela Fürst.
Es geht um meinen Gedichtband „Poèmes“ (La Traductière 2019), Gedichte und das Schreiben im Allgemeinen, wahre Sätze, erste Emotionen, spätere Reflexionen u.v.a.m.:

HIER ZU HÖREN!

Vielen Dank, liebe Daniela! Unsere Unterhaltung hat mir viel Spaß gemacht und war nicht nur wegen der aktuellen Ausgangsbeschränkungen ausgesprochen wohltuend!
Trotzdem halte ich sie nun, beim Wiederhören, für alles andere als oberflächlich. Tatsächlich finden sich darin einige der offensten und genauesten Äußerungen zu meinem Schreiben, die ich bisher getätigt habe, scheint mir.

Das Gespräch war übrigens für die Buchmesse in Leipzig geplant, wurde „dank“ Corona jedoch ins klanglich nahe Leibnitz verlegt: Daniela nahm bei mir zuhause in meinem Arbeitszimmer Platz:

Daniela Fürst (l.), ich (r. oben)

„Klimatologen“ (Poème hebdomadaire)

Posted in Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 7. April 2020

Juhu, mein Gedicht „Klimatologen“* ist „poème hebdomadaire“ (das wöchentliche Gedicht? Gedicht der Woche?) des Österreichischen Kulturforums in Paris!

Die französische Übersetzung stammt von Guillaume Métayer, Dichter und Übersetzer aus Paris.

Ich danke dem Team des forum culturel autrichien à Paris, insbesondere Alexandra Filippi, für diese Auszeichnung und die freundliche redaktionelle Betreuung!

„Klimatologen“ als „poème hebdomadaire“ ist derzeit zu lesen auf Instagram …

… Twitter …

… und Facebook:

Hier in Originalgestalt:

 


 

 


 

„Klimatologen“ wurde 2014 geschrieben, und zwar jenseits aller Ausgangsbeschränkungen, irgendwo zwischen den schottischen Föhren des Schlossparks von Grafenegg und niederösterreichischen Weiden am Spielplatz in Kirchberg am Wagram.

Aus dem für mich sehr erfreulichen französischen Begleitschreiben:
„Das Gedicht ‚Klimatologen‘ ist charakteristisch für [Andreas Unterwegers] Schreiben – Musikalität, formale Ästhetik, leise Melancholie, die subtil eine Kritik äußert – oder eine Befürchtung?“


* „Klimatologen wurde auf Deutsch erstveröffentlicht in manuskripte. Zeitschrift für Literatur. Heft 213. Graz: 2016.

Die französische Übersetzung von Guillaume Métayer erschien 2016 in Place de la Sorbonne. Révue internationale de poésie de Paris-Sorbonne.

Beide Fassungen sind Teil von „Poèmes“, meinem 2019 dank Versopolis bei La Traductière erschienenen dreisprachigen Gedichtband.

„Poèmes“ ist erhältlich in Angelika Schimuneks Bücherstube in Graz und in Draxlers Büchertheke in Leibnitz.

Buch Wien 2019

Posted in manuskripte, Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 10. November 2019

Nachtrag zu den Terminen:
07.11.2019, 19:30, Andreas Unterweger (re-)präsentiert die manuskripte 225 bei der Lesung Josef Winklers im Café Museum im Rahmen der Buch Wien, Operng. 7, 1010 Wien.
08.11.2019, 22:00, Andreas Unterweger liest Gedichte bei der Poesiegalerie. IG Architektur, Gumpendorfer Str. 63B, 1060 Wien. Für die manuskripte lesen am selben Abend auch Verena Stauffer (20 Uhr), Miroslava Svolikova (21 Uhr).

7. November 2001 … In ganz Wien wird eine Buchmesse gelesen … In ganz Wien? Ja!

Freilich wurden nicht nur in Privathaushalten, sondern im auch wie immer strahlenden Café Museum

… Bücher präsentiert. Dort kam es etwa zur allerersten Lesung Josef Winklers aus seinem neuen Buch „Der Stadtschreiber von Kalkutta“ (Suhrkamp 2019).
Da Josef Winkler, seit Heft 61 manuskripte-Autor, gerade eben in den manuskripten wieder eine Erzählung veröffentlicht hat, „Ach, diese viehische Kunst“ über den Maler Edgar Degas, lag eine Kooperation im Rahmen der Buch Wien nahe:

Café Museum-Chefin Irmgard Querfeld begrüßte, Gerhard Loibelsberger, Kurator der Lesereihe im Café Museum und selbst Autor (von, u.a., sehr erfolgreichen historischen Romanen), stellte den Autor vor …

… und widmete auch den manuskripten breiten Raum:

Fazit: Ein sehr gelungener Abend, von dem mir die von Josef Winkler generierte indische Sprachbilderflut …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… das angeregte Podiumsgespräch zwischen Autor und Moderator …

(c) Alexandra Kaminska, Café Museum

… und das sympathische Publikum, darunter Günter Kaindlstorfer und Anna Baar, in guter Erinnerung bleiben wird!

Danke für die Kooperation, lieber Josef Winkler, lieber Gerhard Loibelsberger, liebes Café Museum, liebe Buch Wien!

*

Am 8.11. waren die manuskripte bei dem von Udo Kawasser (s.u.) initiierten Lyrikfestival namens Poesiegalerie zu Gast.

Für die manuskripte ware  drei Leseplätze reserviert – wobei das Format der Poesiegalerie für uns eine synergetische Goldgrube ist.

So lasen am Abend des 8.11. nicht nur die Damen und der Herr des nominierten Trios …

… nämlich Verena Stauffer

Miroslava Svolikova

… und ich …

(c) Verena Stauffer

… sondern auch zahlreiche weitere manuskripte-Autor*innen wie Christoph W. Bauer

… Übersetzer Alexander Sitzmann (für Lidija Dimkovska) …

Günther Kaip

… oder Helwig Brunner, der sogar zur Gänze aus seiner Publikation in manuskripte 225 las.

Das gesamte Programm der Poesiegalerie an ihrem Tag 2:
18-19 Uhr Robert Prosser & Christoph Szalay (Hg):
Wo warn wir. Ach ja: Junge österreichische Gegenwartslyrik, (Limbus)
Daniela Chana (Limbus)
19-20 Uhr Christoph W. Bauer (Haymon)
Susanne Toth (fabrik.transit)
Alexander Sitzmann übersetzt Lidija Dimkovska (Parasitenpresse)
20-21 Uhr Christoph Theiler (edition ch, wechselstrom)
Verena Stauffer (manuskripte)
Jonathan Perry (Sisyphus)
21-22 Uhr Christian Futscher (Czernin)
Miroslava Svolikova (manuskripte)
Günther Kaip (Bibliothek der Provinz, Klever)
22-23 Uhr Adrian Kasnitz (Parasitenpresse)
Andreas Unterweger (manuskripte)
Helwig Brunner (Keiper)
23-24 Uhr Udo Kawasser (Keiper)
Gerald Jatzek (Podium Literatur)

Ich habe übrigens das Gedicht „Kabul“ und aus den vom ULNÖ Krems und demnächst bei Edition Aramo erscheinenden Catull-Variationen gelesen.

Fazit: Ein ebenso abwechslungsreicher wie gemütlicher Abend – gerne wieder!

Dank an Miru Svolikova und Verena Stauffer für ihre Bereitschaft zu lesen, danke, liebe Poesiegalerie, für die Kooperation!

*

Am Samstag, 9.11., dann noch auf die Buch Wien selbst – um die Messe selbst vor lauter Rahmenprogramm nicht aus den Augen zu verlieren …

Zentrum der Veranstaltung war wie immer der Stand des Literaturverlags Droschl, und ich freute mich über zahlreiche Begegnungen, etwa mit Verlegerin Annette Knoch

… den Kollegen Stefan Schmitzer (r.) und Tomer Gardi (Mitte) …

 

.

… der slowakischen Autorin Katarina Kucbelova

Barbara Frischmuth

… und Literatursauriern wie dem bereits ein langes Jahr alten Erzählband „Grungy Nuts“:

Fazit: Schön war´s!

Frankfurt Versopolis

Posted in Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 20. Oktober 2019

Nachtrag zu den Terminen:
17.10.2019, 20:00, Andreas Unterweger liest bei der Versopolis-Lesung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Außerdem am Start: Nora Gomringer, Glorjana Veber und Dejan Aleksić. Moderation: Aleš Šteger. Romanfabrik e.V. Hanauer Landstraße 186. 60314 Frankfurt.
18.10.2019, Andreas Unterweger repräsentiert die manuskripte auf der Frankfurter Buchmesse, u. a. 14-16 Uhr im Österreich-Café. Er hat sowohl aktuelle Hefte als auch einige ältere mit Bezug zu Peter Handke dabei. Handkes erste zwei Veröffentlichungen von 1964 (zum Anschauen) und das Sonderheft 158 zum 60. Geburtstag (2002) mit Texten von Elfriede Jelinek, Arnold Stadler, Ilma Rakusa u.v.a.m.

Genau ein Kaffee zuviel …

 

.. und ich kann nur hoffen, dass es der letzte war. Abgesehen davon aber ist mein Ausflug von Graz …

… nach Frankfurt …

… durchaus geglückt!

Hier ein kleiner Bildbericht …

Luftfahrt mit Thomas Mann:

Selbstporträt beim Aufbruch zur Lesung in die Romanfabrik:

Ankündigung vor Ort – Robert Menasse ist schon da:

Michael Hohmann (im Namen der Romanfabrik) und Aleš Šteger (im Namen von Versopolis) begrüßen:

Dejan Aleksić (Serbien) und Michael Hohmann lesen gute Gedichte:

Ich sitze auf der Bühne:

Aleš Šteger stellt mich vor („er macht sehr viele Dinge, in deren Zentrum immer das Gedicht steht“), ich gebe derweil DJ Tobi oben im Ausguck noch letzte Handzeichen bzgl. der folgenden Pausenmusik:

(c) Nora Gomringer

Ich lese aus „Poèmes“ (La Traductière 2019) die beiden dreiteiligen Gedichte „Kabul“ und „Bestien„, danach vier Catull-Paraphrasen, die demnächst in Krems in Rahmen von Netzwerk:Poesie erscheinen (Lesung am 6.12.!)

(c) Nora Gomringer

Nora Gomringer nutzt die anschließende Pause (danke für die Musik, DJ Tobi!), um die erste Veröffentlichung Peter Handkes zu studieren (manuskripte 11, 1964):

Glorjana Veber (SLO) trägt ihre schönen Gedichte vor, Michael Hohmann liest die deutschen Übersetzungen:

Nora Gomringer liest aus ihrem neuen Buch „Monster Morbus Moden“ (Voland & Quist 2019) – ich bin begeistert!

Selbstporträt in der Romanfabrik:

Selbstporträt beim Heimkommen:

Gute Nacht:

Guten Morgen:

Buchmesse Frankfurt:

Abermillionen Bücher, aber das eigene ist doch einzigartig:

1. Station ist der Droschl-Stand, wie immer das Herz der Veranstaltung. Hier mit Verlegerin Annette Knoch und Pressedame Julia Marquardt:

Ich strolche durch die unendlichen Hallen, treffe dabei, u.a., Carolin Callies (Mitte), Yevgeniy Breyger (rechts) …

… Nikolai Vogel (Mitte) …

… Elisabeth Golser, Christoph W. Bauer …

… Claudia Romeder …

… David Hoffmann …

… und Kinga Tóth!

Danke, Frankfurt, du warst mir wie immer ein Fest!

Danke Aleš Šteger und Versopolis für die Einladung zur Lesung, danke manuskripte, Lufthansa und AUA für die guten Flüge, Dank an alle FotografInnen, insbesondere Nora Gomringer, kurz: danke Euch allen, ob abgebildet oder nicht, für die schönen Begegnungen!

Buchmesse Frankfurt 2019 – Vorschau

Posted in Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 16. Oktober 2019

Liebe Leute,

 

am 17. und 18.10. bin ich auf der Frankfurter Buchmesse. Es gibt drei Möglichkeiten, mich (absichtlich) zu treffen:

 

1. Versopolis-Abend in der Romanfabrik, Lesungen von Nora Gomringer, Glorjana Veber, Dejan Aleksić und Andreas Unterweger, Musik von DJ Tobi, Moderation: Aleš Šteger.

Ich lese aus meinem „Versopolis-Gedichtband“ (La Traductière 2019).

2. Am Tag danach, 18.10.19, sitze ich von 14-16 Uhr im Österreich-Café, 4.1., Stand A50. Ich habe zwei, drei eigene Bücher und ein paar manuskripte-Ausgaben dabei, sowohl aktuelle als auch einige ältere mit Bezug zu Peter Handke. Seine beiden ersten Veröffentlichungen von 1964 (zum Anschauen) und das Sonderheft 158 zum 60. Geburtstag (2002) mit Texten von Elfriede Jelinek, Arnold Stadler, Ilma Rakusa u.v.a.m. Dort können wir dann in Ruhe nicht nur über Handke sprechen, sondern auch über allfällige gemeinsame zukünftige Projekte, manuskripte-Abonnements und die Literatur oder gar das Leben im Allgemeinen.

3. Man kontaktiert mich, und wir machen etwas anderes aus.

Bis dann!

 

 

Vernissage Günther Herman (ORF-Zentrum)

Posted in Das gelbe Buch, Poèmes, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 15. September 2019

Nachtrag zum Termin:
12.09.2019, 19:30, Andreas Unterweger liest bei der Vernissage von Günther Herman, ORF-Zentrum-Steiermark, Funkhausgalerie, Marburger Str. 20, 8042 Graz.

Als Wundertüte im besten Sinn entpuppte sich meine Lesung anlässlich der Vernissage von Günther Herman im ORF-Zentrum: Ich hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde, wurde aber freudig überrascht: Ein Abend unter neuen Freundinnen und Freunden!

(c) – wie auch alle folgenden Fotos –
ORF Schoettl

Und ein Kunst-Fest auf höchstem Niveau!

Großartige Bilder …

… von Günther Herman …

… harmonierten mit der superprofessionellen Moderation von Gernot Rath …

… dem ebenso unterhaltsamen wie authentischen Bühnengeplauder des Künstlers …

… lustigem Kabarettfolk von Jürgen Rottensteiner und seiner sympathischen Band …

… beeindruckendem „Art-Pop“ von Bender …

… mit Lendplatz-Rocklegende Rebekka Hofer am Mikro …

… und dem ebenso rezeptiven …

… wie zahlreichen Publikum:

Da konnte bei meinem eigenen Auftritt auch nichts schief gehen. Ich las erst aus „Das gelbe Buch“ (darunter die Kapitel „Der Frosch“ und „Froschus dorfis“, die erstaunliche Bezüge zu Gü Hermans Gemälde „The dark king of frogs“ aufweisen) …

… und bei meinem zweiten Auftritt die Gedichte „Kabul“, „Die Maus“, „Die Spinne“ und „Die Schlange“:

 

Ich danke meinem neuen Freund Gü Herman für die Einladung, Gernot Rath für die hervorragende Betreuung und allen Beteiligten für diesen wunderbaren Abend!

*

„Der Grazer“ vom 6.10.19:

„Ohne Graz wäre die Dichtung ein Irrtum“ in „Das rote Mikro“

Posted in Poèmes, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 1. September 2019

Am Montag, 02.09.2019, 20:00, sendete Barbara Belic auf Radio Helsinki in ihrer Sendung „Das rote Mikro“ den Mitschnitt der früh zur Legende gewordenen Sommerlesung in Angelika Schimuneks „Bücherstube“

… mit dem damaligen Styrian Artist des Landes Steiermark Guillaume Métayer, der damaligen Grazer Stadtschreiberin Kinga Tóth und dem damaligen Andreas Unterweger, der sich vom heutigen kaum unterscheidet.

HIER DER LINK ZUR SENDUNG!

Barbara Belics Ankündigungstext:
„„Ohne Graz wäre die Dichtung ein Irrtum“ war das Motto einer kurzweiligen Lesung im Freien in der Grazer Altstadt. Auf dem kleinen Platz vor Angelika Schimuneks Bücherstube lasen Kinga Tóth aus Ungarn, Grazer Stadtschreiberin 2018/19, Guillaume Métayer aus Frankreich, damals Styrian Artist in Residence, und der Autor und manuskripte-Mitherausgeber Andreas Unterweger, der auch als Moderator auftrat. Auf dem Programm standen Maislieder, ein Backhendl-Essay und andere Liebeserklärungen an, von und aus Graz. Zudem gab es Gedichte von Friedrich Nietzsche, die Guillaume Métayer ins Französische übertragen hat. – Alle Texte wurden auf Deutsch und in der Originalsprache gelesen, um ein Gefühl davon zu vermitteln, wie sie in der Sprache klingen, in der sie geschrieben wurden.“

Und wie Barbara Belic noch meint: „Für diejenigen, die bei der Lesung waren und nicht gut gehört haben, wäre die Sendung eine ideale Gelegenheit, doch noch alles zu verstehen.“

Und wie ich meine: Diejenigen, die nicht bei der Lesung waren, werden erst recht Ohren machen!

Vielen Dank für Deine Mühe, liebe Barbara!

Tour de Styrian Artist 2019

Posted in Poèmes, Simulakren, Tingeltangel-Tour by andreasundschnurrendemia on 8. August 2019

Zwei Monate lang war ich nun der offizielle Wingman eines waschechten Styrian Artist in Residence des Landes Steiermark, des Dichters, Übersetzers, Geisteswissenschaftlers und mitteleuropäischen Gesamtgenies aus Paris, Frankreich: l´unique Monsieur Guillaume Métayer!

Der Artist, der im Priesterseminar göttlich untergebracht war, nutzte seinen Aufenthalt nicht nur zu intensiver literarischer Arbeit über Graz und seine Kaffeehäuser, sondern auch zu mehreren Arbeitsreisen durch Mitteleuropa (Maribor, Ljubljana, Zagreb, Bratislava, Wien, Leibnitz, Weststeiermark etc.) und einigen viel beachteten Auftritten.

Den ersten Höhepunkt stellte ein literaturwissenschaftlicher Vortrag an der Romanistik der Karl-Franzens-Universität Graz dar, den er am 7.6. gemeinsam mit Alexandre Gefen, seinem Kollegen vom Centre National de la Recherche Scientifique an der Sorbonne, hielt.

Das äußerst unterhaltsame Thema: Die französische Gegenwartsliteratur.

(V.r.n.l.: Gefen, Steffen Schneider, Métayer)

Alexandre Gefen thematisierte die Entwicklungen in der Prosa, Guillaume Métayer jene in der Lyrik – hier mehr zum Inhalt.
Anschließend vertiefte sich Alexandre Gefen in Gedichte aus Österreich:

Vielen Dank an Astrid Poier-Bernhard und Steffen Schneider von der Romanistik für die geglückte Organisation!

*

Nach mehreren kleinen Reisen durch den steirischen Spätfrühling …

… allerlei interessanten Begegnungen, wie etwa dieser folgenschweren mit der Grazer Stadtschreiberin Kinga Tóth

… und allerlei feldforschenden Aktivitäten …

 

… begaben wir uns am 22.6.auf die Reise nach Ljubljana.

Wir besuchten die Übersetzerin und Lyrikerin Urška P. Černe in Maribor, übersetzten – wie schon 2017 – am Trojane-Pass aus dem Deutschen ins Französische …

… und aus dem Französischen ins Deutsche …

(c) Guillaume Métayer

(c) Guillaume Métayer

… und trafen in Ljubljana den weit über die Grenzen Sloweniens hinaus bekannten Schriftsteller und Literaturorganisator Aleš Šteger:

(c) Guillaume Métayer

In der beeindruckend schönen Bibliothek des leider schon verstorbenen Dichters Tomaž Šalamun

… las Guillaume Métayer Gedichte aus seiner jüngst erschienenen Übersetzung der gesammelten Gedichte Friedrich Nietzsches (in Form, sprich: Reim!), die auch im Bezug auf die deutsche Edition neue Maßstäbe setzt, sowie eigene Gedichte aus seinen Gedichtbänden „Fugues“, „Libre jeu“ und „Simulakren“:

Ich las Nietzsches Nachdichtungen von Métayers Übersetzungen sowie Gedichte aus meinem Gedichtband und meinem Handy:

(c) Guillaume Métayer

Und unser Gastgeber Aleš Šteger las die slowenischen Übersetzungen und performte ein Gedicht von Tomaž Šalamun:

Der hier noch volle Büchertisch leerte sich anschließend rapide!

Vielen Dank für diesen schönen Abend, lieber Aleš!

Und ich danke auch dem Österreichischen Kulturforum in Lijubljana

… sprich: Direktor Andreas Pawlitschek und Marjeta Malus, herzlich für die freundliche Betreuung und Unterstützung meines Aufenthalts!

*

Am nächsten Tag ging es über die bewährte Arbeitsstation …

(c) Guillaume Métayer

… zurück nach Graz, wo den Artist das nächste Highlight erwartete:

Drei Gedichte von Guillaume Métayer in meiner Übersetzung erschienen in Heft 224 der manuskripte. Bei der Präsentation der Ausgabe am 26.06. in der Steiermärkischen Landesbibliothek las Schauspielerin Sarah Sophia Meyer das Sonett „FB World“:

 

Der Text zum Nachlesen und mehr dazu hier.

*

Der Juli stand zunächst im Zeichen ruhiger und konzentrierter Schreibarbeit und Recherche in Graz.

Guillaume Métayer beschäftigte sich intensiv mit der österreichischen Kaffeehauskultur und -literatur – er arbeitet(e) an einem Buch zum Thema. Ein Besuch im Café König durfte nicht fehlen:

Mitte Juli reiste Guillaume Métayer nach Bratislava, wo er mit slowakischen Kolleginnen an einer Anthologie slowakischer Lyrik in französischer Übersetzung arbeitete, die er demnächst in Paris herausgeben wird.

Ich folgte ihm am 18.7. durch atemberaubende Landschaften …

… ins schöne Bratislava:

Dort fand im renommierten Literárne informačné centrum diese prächtig besuchte Veranstaltung statt:

Mit Mária Ferenčuhova, Nóra Ružičkova, Katarína Kucbelova, Peter Šulej, Michal Habaj, Agda Bavi Pain und Silvia Majerská lasen einige der wichtigsten Stimmen der slowakischen Gegenwartslyrik, andere wichtigste saßen im Publikum, dazu gesellten sich als Lesende Guillaume Métayer und ich (zum ersten Mal in meinem Leben ein „speciálny host“!) mit eigenen Texten.
Ich danke Silvia Majerská (u. r.) herzlich für die Übersetzungen meiner Gedichte ins Slowakische!

 

(c) Marcela Mokranova, Österreichisches KF Bratislava

(c) Marcela Mokranova, Österreichisches KF Bratislava

Gastgeberin und Moderatorin Miroslava Vallova, (c) Marcela Mokranova, Österreichisches KF Bratislava

Ich danke dem Österreichischen Kulturforum in Bratislava für die Unterstützung …

… und Direktor Wilhelm Pfeistlinger und Marcela Mokranova für die nette Betreuung und die tollen Fotos!

Nach der Lesung: Interviews aller DichterInnen mit dem slowakischen Rundfunk …

… interessante Gespräche …

und viele neue Eindrücke!

Auch die Rückreise am nächsten Tag gestaltete sich ebenso eindrucksvoll wie arbeitsreich:

Zurück in Graz begannen dann die intensiven Vorbereitungen auf Guillaume Métayers große Abschiedslesung in Graz.

Es war Guillaume Métayers hervorragende Idee, sie in bzw. vor Angelika Schimuneks zauberhafter Bücherstube

… stattfinden zu lassen, die Grazer Stadtschreiberin Kinga Tóth

(c) Kinga Tóth

… war sein Wunsch-speciálny host, er gewann die Styrian Artists in Residence Dan Lahiani und Nadia Guerroui für das Veranstaltungsfoto bzw. Flyerdesign (s.u.) und auch der Titel für die Lesung, eine Nietzsche-Paraphrase, stammte von ihm:

Von mir hingegen die B-Seite des Titels: Ohne die Dichtung wäre Graz ein Uhrturm!

Wochenlang tauchten Guillaume und ich also regelmäßig wie die Tanzfiguren des nahen Glockenspielplatzes teilweise mehrmals täglich in der Tür zur Bücherstube auf, mit neuen Fragen und Vorschlägen …

… bis die Kronen Zeitung am 23.7. endlich berichten konnte:

Unser großer Dank gilt Angelika Schimunek, die sich mit enormem Einsatz auf die Herausforderung eingelassen hat und gemeinsam mit ihrem Kollegen Werner eine märchenhafte Leselocation auf die Beine stellte!

Lesen Sie hier den großen Bericht über diese Lesung, mit allen Fotos und Fotocredits!

(Der Grazer v. 28.7.19)

Mein lieber Guillaume,

hab Dank für diese ebenso zwei ebenso fröhlichen wie kreativen Monate!

Wenn du das Glück hast, als junger Artist in Residence des Landes Steiermark in Graz gelebt zu haben, dann trägst du die Stadt für den Rest deines Lebens in dir, wohin du auch gehen magst, denn Graz ist ein Fest fürs Leben.

Und notfalls bleibt uns immer noch Paris.

So viele süße Erinnerungen – ich freue mich schon auf unsere nächsten Abenteuer!

(c) Aleš Šteger

Und besten Dank für den Auftrag und die gute Zusammenarbeit, liebe Leute vom Land Steiermark

… insbesondere Christiane Kada!